Nichtoffener Wettbewerb | 04/2025
Neubau Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung in Berlin
6
Blick von der Anhalter Straße Richtung Gropius-Bau
©O&O Baukunst / Indievisual
4. Preis
Rainer Schmidt Landschaftsarchitekten und Stadtplaner GmbH
Landschaftsarchitektur
Tragwerksplanung
Transsolar Energietechnik GmbH
Energieplanung
Visualisierung
Erläuterungstext
Der geplante Neubau des BMZ ergänzt das Ensemble aus Deutschlandhaus und Europahaus um zwei Gebäude. Sie erscheinen verwandt und zugleich architektonisch eigenständig mit verschiedenem Programm und Innenhoftypologie und im Detail unterschiedlichen Fassaden.
Die städtebauliche Idee eines neuen Gebäudeensembles aus vier Einzelhäusern wird durch die Ausbildung einer transparenten zweigeschossigen Verbindung als eingerückte bauliche Fuge zwischen den Gebäuden unterstützt. Im Spannungsfeld zwischen gewünschter Öffnung und notwendigen Sicherheitsmaßnahmen entsteht zwischen den alten und neuen Gebäuden die neue Mitte des Campus, ein im Stadtraum wahrnehmbarer Ort von großer Öffentlichkeit.
Dem Anspruch an einen nachhaltigen Neubau wird u.a. durch die Wahl von Holz als Hauptmaterial für die oberirdische Gebäudekonstruktion wie auch der Fassaden Rechnung getragen. Ein konstruktiver passiver Sonnenschutz, PV-Paneele sowie eine Fassadenbegrünung sind Merkmal des integrativen Gestaltungskonzeptes.
Die städtebauliche Idee eines neuen Gebäudeensembles aus vier Einzelhäusern wird durch die Ausbildung einer transparenten zweigeschossigen Verbindung als eingerückte bauliche Fuge zwischen den Gebäuden unterstützt. Im Spannungsfeld zwischen gewünschter Öffnung und notwendigen Sicherheitsmaßnahmen entsteht zwischen den alten und neuen Gebäuden die neue Mitte des Campus, ein im Stadtraum wahrnehmbarer Ort von großer Öffentlichkeit.
Dem Anspruch an einen nachhaltigen Neubau wird u.a. durch die Wahl von Holz als Hauptmaterial für die oberirdische Gebäudekonstruktion wie auch der Fassaden Rechnung getragen. Ein konstruktiver passiver Sonnenschutz, PV-Paneele sowie eine Fassadenbegrünung sind Merkmal des integrativen Gestaltungskonzeptes.
In pavillonartiger Leichtigkeit entwickeln die beiden Baukörper als große Volumen mit mehrgeschossigen Einschnitten zu allen Seiten und in unterschiedlichen Höhenlagen oberhalb eines zweigeschossigen Sockels. Diese überdimensionalen Fenster öffnen die Innenhöfe visuell nach außen, mit gezielten Bezügen in den umgebenden Stadtraum und verbessern im Inneren die Versorgung mit Tageslicht.
Wettbewerbsteam: Martin Rohland, Simon Memering, Nora Prahm, Emil Iliev, Roman Piontowski, Olena Kobets, Nino Schiddel, Mathilda Wee
Beurteilung durch das Preisgericht
Der Entwurf findet beim Preisgericht Anerkennung für die in sich schlüssig präsentierte, einfache und präzise gesetzte Komposition aus zwei Kuben mit unterschiedlichen Gebäudetypologien von Hof und Atrium-Gebäude, die durch einen transparentes Verbindungsgebäude im Erdgeschoss und 1. Obergeschoss verbunden werden. Die Eingänge in das Gebäude sind gut platziert und orientiert, hin zur öffentlichen Durchwegung in Richtung Martin-Gropius-Bau, dem Herz des Campus Geländes, die so zu einer Aktivierung und Belebung des öffentlichen Raumes führen kann. Das Gestaltungsthema der grünen Inseln schafft differenzierte Freiräume, leitet durch den neuen Campus und bildet eine Abfolge von kleineren Plätzen (…).
Die Orientierung und Öffnung des Hauses zur Durchwegung geht in gekonnter Weise einher mit der öffentlichen Bespielung des Erdgeschosses (…).
Insgesamt würdigt das Preisgericht den Entwurf als konsequent entwickelten, solide durchgearbeiteten Entwurf und wichtigen Beitrag zum Wettbewerb, dessen konzeptioneller und struktureller Ansatz die Umsetzung wesentlicher funktionaler Anforderungen liefert (…).
Blick vom Campus-Platz auf das Ministerium
©O&O Baukunst / Indievisual
Blick in das Atrium
©O&O Baukunst / Indievisual
Lageplan
©O&O Baukunst
Ansicht West
©O&O Baukunst
Ansicht Nord Anhalter Straße
©O&O Baukunst