Mehrfachbeauftragung | 07/2026
Neubau Cyber Valley Start-up Campus in Tübingen
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©Dannien Roller Architekten + Partner PartGmbB
Anerkennung
Preisgeld: 19.000 EUR
Dannien Roller Architekten + Partner PartG mbB
Architektur
-
Verfasser:
-
Mitarbeitende:
Hana Zamastilova, Tantya Mediana, Lea Eisenhardt, simon kirsch
koeber Landschaftsarchitektur GmbH
Landschaftsarchitektur
Schneck Schaal Braun Ingenieurgesellschaft Bauen
Tragwerksplanung, Bauphysik
Erläuterungstext
Städtebau Erschließung und Parkierung
Die Bebauung erfolgt in 3 Abschnitten. Den Auftakt bildet der Baukörper im Süden des Grundstücks. Wir schlagen alternativ zu der vorgesehenen Reihenfolge vor, den 2.Bauabschnitt am nördlichen Rand Richtung Waldhäuser folgen zu lassen. Der integrierte Kitastandort verfügt hiermit über einen trennbaren, geschützten Außenbereich im nordwestlichen Grundstückszwickel. Damit ist auch in absehbarere Zeit das Gesicht des Start-up Campus zum Nordring ausgebildet. Der dritte Abschnitt erfolgt erst bei Bedarf in der Mitte zwischen beiden Abschnitten, falls erforderlich mit der Möglichkeit eine Tiefgarage mit einer adäquaten Zufahrt direkt von der Waldhäuser Straße ins Gebäude. Vorteil dieser Abschnittsbildung ist die maximale zeitliche Freihaltung der Wölbäcker von einer Bebauung und die Zwischennutzung nach 2.BA als unberührte Parkzone. Die fußläufige Erschließung des Campus erfolgt zentral über den Auftaktplatz im Süden. Ein internes vom Außenraumkonzept inspiriertes freies Wegesystem schlängelt sich durch die offene Gestalt der Open Spaces und Präsentations-, Veranstaltungs- und Gastrobereiche und die Außenraumzäsuren der landschaftlichen Uminterpretation der darin eingebundenen Wölbäcker, die eine großzügige Ost-West Durchwegung sichern. Durch die freie, offene Ausbildung der Erdgeschoßzone wird ergänzend zur Allée der Waldhäuser Straße und Parktrasse zwischen der angrenzenden Übergangsbebauung zu dem westlichen Wohngebiet die Waldhäuser Feld- und Wiesenflora/-fauna vom angrenzendem Schönbuchrand in das Campusgelände hineingezogen.
Freiraumplanerisches Konzept
Durch die Setzung der drei Baukörper entstehen längliche Fugen in West-Ost-Orientierung, die im Westen durch einen Nord-Süd-verlaufenden landschaftlich geprägten Raum verbunden werden. Der landschaftliche Raum orientiert sich nach Norden und Westen und schafft so die Verbindung zum landschaftsraum im Norden. Dem gegenüber zeigt sich der neue Teil des Startup Campus in Richtung Süden und Osten von einer urbaneren Seite. Der urbane Vorplatz fungiert als Scharnier zwischen bestehendem und neuem Teil und bindet gleichzeitig den Boulevard entlang der Waldhäuser Straße an. Der Vorplatz selbst legt sich um das Gebäude des ersten Bauabschnitts herum, reagiert auf die mögliche Regionalstadtbahntrasse, ohne dieser zu viel Bedeutung zukommen zu lassen. Eine Intarsie aus Wassergebundener Wegedecke lenkt die Bewegung und schafft kommunikative Momente. Die Fugen zwischen den Gebäuden präsentieren sich zurückhaltender. Die Atmosphäre wird stark durch die erhaltenden Wölbackerstrukturen geprägt entlang derer sich vereinzelt Sitzstufen finden. Analog zum Konzept konzentrieren sich freie Baumsetzungen eher nach Westen und eine geometrische Baumachse vermittelt entlang der Waldhäuser Straße mit dem bestehenden Teil des Campus.
Die befestigten Wege werden aus einem Betonwerksteinbelag hergestellt und führen als Brücke über vorhandenen Vertiefungen. Eine heimische Wiesenansaat gibt den Anstoß zu einer sich standorttypisch, je nach Nässegrad ausbildenden Wiesenzusammensetzung. Die Wiese ist zwei- bis dreischürig. Es wiegen Obstgehölze in den Fugen und im landschaftlichen Teil vor, wobei den urbaneren Part Klimabäume übernehmen. Grundsätzlich wird das Quartier von Süde nach Nord durch die Gebäude hindurch erschlossen, wobei zusätzlich jede Fuge zum Boulevard hin erschließt. Der MIV wird über Parkmöglichkeiten auf dem Boulevard entlang der Waldhäuser Straße aus dem Quartier herausgehalten, Fahrradstellplätze finden sich dezentral über das gesamte Quartier verteilt wobei eine Konzentration auf dem Boulevard zu finden ist.
Regenwassermanagement
Wo möglich werden die Wölbackerstrukturen erhalten und zu einem zusammenhängenden Retentionssystem verbunden. Dieses sammelt die Niederschlagsmengen der Beläge und Dächer und führt diese über Versickerung wieder dem natürlichen Wasserhaushalt zu. Darüber hinaus zeigt sich schon jetzt, dass die topografischen Besonderheiten einen hohen ökologischen Mehrwert bieten: durch unterschiedliche Nässegrade im Boden entstehen unterschiedliche Pflanzgesellschaften, die die Biodiversität erhöhen.
Gebäudekonzeption/Raumprogramm
Die 3 Bauabschnitte werden in Form von Baukörpern entwickelt. Die Gebäudetypologie besteht aus dienenden Erschließungskörpern (Treppenhäuser, Sanitärraume, Besprechungsräume, Fahrstuhl, etc.) in Ost-West-Richtung. Diese
haben zur Waldhäuser Straße und zur zukünftigen Stadtbahntrasse ein transparent offenes Erscheinungsbild mit zusätzlicher Fassadenbegrünung (Sonnenschutz, Kühlung) An den nördlichen und südlichen Seiten werden gestaffelt, versetzt die Start-up-Körpern mit jeweiligen frei einteilbaren Flächen um die 150m² höhenmäßig leichte versetzt angelagert. Das Dach des Riegels ist abgesenkt (Reminiszenz Wölbacker) und jeweils mit einer Dachterrasse für die angedockten Startup-Kuben vorgesehen. Durch diese aus dem Nutzerbedarf abgeleiteten Gebäudematrix lässt sich auf dem Gelände eine klare aber auch individuell differenzierte Bebauungsstruktur entwickeln. Der erste BA (Kopfbau) erhält eine zusätzliche dritte Start-up Zeile (mit Dachterrasse) verbunden mit einer eingerückte Gebäudezäsur. In den oberen 2 Geschossen Im EG ist der Eingangsbauköper (1.BA) über 2 Geschosse eingerückt und dadurch zum Haupterschließungsplatz überdacht. Das Erdgeschoss ist in seiner Erschließungsstruktur stark von den Außenanlagen geprägt. Offen und bewegt wird so ein ideales Umfeld für die hier angelagerten öffentlichen Nutzungsbereiche geschaffen. Das Brandschutzkonzept ist einfach mit jeweils zwei baulichen Rettungswegen je Gebäude und BA und ist in Nutzungseinheiten unterteilt.
Konstruktion und Materialien
Die Gebäude sind als einfache Stahlbetonskelettbauten mit massiven aussteifenden Kernen Mittelzone konzipiert.
Die leicht versetzt andockenden Startup-Körper erhalten eine Fassade aus nicht tragenden komplett vorgefertigten Holzmodulelementen (u.a. inkl. Holz-Alu-Fenster, Sonnenschutz (Stoffmarkisen) und hinterlüfteten Fassaden) Angedacht sind zunächst Faserzementplatten deren Farbigkeit leicht individualisiert changiert, ergänzt durch subtil abgesetzte Funktionsinlays (Laibung, Brüstung, etc.) in weiteren einfachen Materialien wie Metallwellbleche, Brüstungsfertigteile, etc.. Die Erschließungs- und Funktionsbaukörper haben eine von Westen und Osten einsehbare, hochtransparente Fassade, die einen Einblick in die Atmosphäre des Start-up Campus im Vorbeiziehen ermöglicht. Die Fassade wird durch eine lebendige Verschattung durch eine Fassadenbegrünung ergänzt. Der Ost-West -Verlauf der Wölbäcker wird vertikal uminterpretiert und schafft so zudem eine weitere halbtransparente begrünte Zäsur der Baukörper. Eine weitere feingliedrige und lebendige Substrukturierung der Gebäude in Einzelkubaturen wird dadurch erzielt. Die Offenen Zwischenzäsuren der Startup-Gebäudestränge schafft weitere Auflockerung und Querverflechtung. Das dadurch entstehende gebaute Geflecht in Masse und Fläche ist Abbild der inhaltlichen Durchdringung des Start-up Campus und wirkt nach außen und innenräumlich identitätsstiftend.
Die Fußbodenaufbauten sind konventionell mit schwimmendem Estrich und Kanälen in der Installationsebene. Im Erdgeschoss ist ein robuster Werksteinplattenboden angedacht, in den Obergeschossen ein Sichtestrich. Der hohe Sichtmaterialanteil und gut geplante Sichtinstallationen Technik sind kostengünstig und erzeugen die Anmutung von rohen flexiblen Werkstattgebäuden. Nicht tragende Ausbauwände sind als Leichtbauwände (einfache Systemtrennwände) vorgesehen, dies erlaubt eine hohe räumliche Flexibilität. Senkrechte Akkustikbaffels werden in Kernzone, und den angegliederten Fluren abgehängt.
Energie, Gebäudetechnik
Die Wärmeversorgung erfolgt kombiniert über Erdsonden und der vor Ort vorliegenden Fernwärmeversorgung.
Betonkernaktivierte Decken sorgen für eine Grundtemperierung bzw. Kühlung, bei Bedarf ergänzt durch zusätzliche Heizkörper. Die Stromerzeugung erfolgt über eine Photovoltaikdachanlage (monokristalline Siliziummodule) in Teilbereichen für die Stromversorgung Erdsonden, Lüftung und Absaugung.
Innenliegende Räume wie WCs erhalten eine Zu- und Abluftanlage mit Wärmerückgewinnung. In den an die Erschließungs- und Versorgungsbereiche angedockten Startup-Raumbereich gibt es natürliche Lüftung bei gemäßigten Temperaturen über die Fassadenlüftungsflügel. Im Sommer erfolgt die Nachtluftkühlung über Lüftungsflügel in der Fassade.
Nachhaltigkeit/Wirtschaftlichkeit
Der Baukörper hat ein optimales A/V Verhältnis. Die räumliche Struktur in den Geschossen ist nutzungsneutral und flexibel. Die gewählten Materialien sind örtlich CO2-neutral/-arm (Holz) oder aus Recyclingmaterialien (RC-Beton) hergestellt und sollen soweit möglich Cradle-to-Cradle (Massivholzelemente, Bodenbeläge,) qualifiziert sein.
Die natürliche Belichtung wurde dahingehend optimiert, dass solare Gewinne im Sommer reduziert werden. Die nach Süden/Westen/Osten hin orientierten Öffnungen erhalten eine Sonnenschutzverglasung und einen außen liegenden Sonnenschutz.
Die Bebauung erfolgt in 3 Abschnitten. Den Auftakt bildet der Baukörper im Süden des Grundstücks. Wir schlagen alternativ zu der vorgesehenen Reihenfolge vor, den 2.Bauabschnitt am nördlichen Rand Richtung Waldhäuser folgen zu lassen. Der integrierte Kitastandort verfügt hiermit über einen trennbaren, geschützten Außenbereich im nordwestlichen Grundstückszwickel. Damit ist auch in absehbarere Zeit das Gesicht des Start-up Campus zum Nordring ausgebildet. Der dritte Abschnitt erfolgt erst bei Bedarf in der Mitte zwischen beiden Abschnitten, falls erforderlich mit der Möglichkeit eine Tiefgarage mit einer adäquaten Zufahrt direkt von der Waldhäuser Straße ins Gebäude. Vorteil dieser Abschnittsbildung ist die maximale zeitliche Freihaltung der Wölbäcker von einer Bebauung und die Zwischennutzung nach 2.BA als unberührte Parkzone. Die fußläufige Erschließung des Campus erfolgt zentral über den Auftaktplatz im Süden. Ein internes vom Außenraumkonzept inspiriertes freies Wegesystem schlängelt sich durch die offene Gestalt der Open Spaces und Präsentations-, Veranstaltungs- und Gastrobereiche und die Außenraumzäsuren der landschaftlichen Uminterpretation der darin eingebundenen Wölbäcker, die eine großzügige Ost-West Durchwegung sichern. Durch die freie, offene Ausbildung der Erdgeschoßzone wird ergänzend zur Allée der Waldhäuser Straße und Parktrasse zwischen der angrenzenden Übergangsbebauung zu dem westlichen Wohngebiet die Waldhäuser Feld- und Wiesenflora/-fauna vom angrenzendem Schönbuchrand in das Campusgelände hineingezogen.
Freiraumplanerisches Konzept
Durch die Setzung der drei Baukörper entstehen längliche Fugen in West-Ost-Orientierung, die im Westen durch einen Nord-Süd-verlaufenden landschaftlich geprägten Raum verbunden werden. Der landschaftliche Raum orientiert sich nach Norden und Westen und schafft so die Verbindung zum landschaftsraum im Norden. Dem gegenüber zeigt sich der neue Teil des Startup Campus in Richtung Süden und Osten von einer urbaneren Seite. Der urbane Vorplatz fungiert als Scharnier zwischen bestehendem und neuem Teil und bindet gleichzeitig den Boulevard entlang der Waldhäuser Straße an. Der Vorplatz selbst legt sich um das Gebäude des ersten Bauabschnitts herum, reagiert auf die mögliche Regionalstadtbahntrasse, ohne dieser zu viel Bedeutung zukommen zu lassen. Eine Intarsie aus Wassergebundener Wegedecke lenkt die Bewegung und schafft kommunikative Momente. Die Fugen zwischen den Gebäuden präsentieren sich zurückhaltender. Die Atmosphäre wird stark durch die erhaltenden Wölbackerstrukturen geprägt entlang derer sich vereinzelt Sitzstufen finden. Analog zum Konzept konzentrieren sich freie Baumsetzungen eher nach Westen und eine geometrische Baumachse vermittelt entlang der Waldhäuser Straße mit dem bestehenden Teil des Campus.
Die befestigten Wege werden aus einem Betonwerksteinbelag hergestellt und führen als Brücke über vorhandenen Vertiefungen. Eine heimische Wiesenansaat gibt den Anstoß zu einer sich standorttypisch, je nach Nässegrad ausbildenden Wiesenzusammensetzung. Die Wiese ist zwei- bis dreischürig. Es wiegen Obstgehölze in den Fugen und im landschaftlichen Teil vor, wobei den urbaneren Part Klimabäume übernehmen. Grundsätzlich wird das Quartier von Süde nach Nord durch die Gebäude hindurch erschlossen, wobei zusätzlich jede Fuge zum Boulevard hin erschließt. Der MIV wird über Parkmöglichkeiten auf dem Boulevard entlang der Waldhäuser Straße aus dem Quartier herausgehalten, Fahrradstellplätze finden sich dezentral über das gesamte Quartier verteilt wobei eine Konzentration auf dem Boulevard zu finden ist.
Regenwassermanagement
Wo möglich werden die Wölbackerstrukturen erhalten und zu einem zusammenhängenden Retentionssystem verbunden. Dieses sammelt die Niederschlagsmengen der Beläge und Dächer und führt diese über Versickerung wieder dem natürlichen Wasserhaushalt zu. Darüber hinaus zeigt sich schon jetzt, dass die topografischen Besonderheiten einen hohen ökologischen Mehrwert bieten: durch unterschiedliche Nässegrade im Boden entstehen unterschiedliche Pflanzgesellschaften, die die Biodiversität erhöhen.
Gebäudekonzeption/Raumprogramm
Die 3 Bauabschnitte werden in Form von Baukörpern entwickelt. Die Gebäudetypologie besteht aus dienenden Erschließungskörpern (Treppenhäuser, Sanitärraume, Besprechungsräume, Fahrstuhl, etc.) in Ost-West-Richtung. Diese
haben zur Waldhäuser Straße und zur zukünftigen Stadtbahntrasse ein transparent offenes Erscheinungsbild mit zusätzlicher Fassadenbegrünung (Sonnenschutz, Kühlung) An den nördlichen und südlichen Seiten werden gestaffelt, versetzt die Start-up-Körpern mit jeweiligen frei einteilbaren Flächen um die 150m² höhenmäßig leichte versetzt angelagert. Das Dach des Riegels ist abgesenkt (Reminiszenz Wölbacker) und jeweils mit einer Dachterrasse für die angedockten Startup-Kuben vorgesehen. Durch diese aus dem Nutzerbedarf abgeleiteten Gebäudematrix lässt sich auf dem Gelände eine klare aber auch individuell differenzierte Bebauungsstruktur entwickeln. Der erste BA (Kopfbau) erhält eine zusätzliche dritte Start-up Zeile (mit Dachterrasse) verbunden mit einer eingerückte Gebäudezäsur. In den oberen 2 Geschossen Im EG ist der Eingangsbauköper (1.BA) über 2 Geschosse eingerückt und dadurch zum Haupterschließungsplatz überdacht. Das Erdgeschoss ist in seiner Erschließungsstruktur stark von den Außenanlagen geprägt. Offen und bewegt wird so ein ideales Umfeld für die hier angelagerten öffentlichen Nutzungsbereiche geschaffen. Das Brandschutzkonzept ist einfach mit jeweils zwei baulichen Rettungswegen je Gebäude und BA und ist in Nutzungseinheiten unterteilt.
Konstruktion und Materialien
Die Gebäude sind als einfache Stahlbetonskelettbauten mit massiven aussteifenden Kernen Mittelzone konzipiert.
Die leicht versetzt andockenden Startup-Körper erhalten eine Fassade aus nicht tragenden komplett vorgefertigten Holzmodulelementen (u.a. inkl. Holz-Alu-Fenster, Sonnenschutz (Stoffmarkisen) und hinterlüfteten Fassaden) Angedacht sind zunächst Faserzementplatten deren Farbigkeit leicht individualisiert changiert, ergänzt durch subtil abgesetzte Funktionsinlays (Laibung, Brüstung, etc.) in weiteren einfachen Materialien wie Metallwellbleche, Brüstungsfertigteile, etc.. Die Erschließungs- und Funktionsbaukörper haben eine von Westen und Osten einsehbare, hochtransparente Fassade, die einen Einblick in die Atmosphäre des Start-up Campus im Vorbeiziehen ermöglicht. Die Fassade wird durch eine lebendige Verschattung durch eine Fassadenbegrünung ergänzt. Der Ost-West -Verlauf der Wölbäcker wird vertikal uminterpretiert und schafft so zudem eine weitere halbtransparente begrünte Zäsur der Baukörper. Eine weitere feingliedrige und lebendige Substrukturierung der Gebäude in Einzelkubaturen wird dadurch erzielt. Die Offenen Zwischenzäsuren der Startup-Gebäudestränge schafft weitere Auflockerung und Querverflechtung. Das dadurch entstehende gebaute Geflecht in Masse und Fläche ist Abbild der inhaltlichen Durchdringung des Start-up Campus und wirkt nach außen und innenräumlich identitätsstiftend.
Die Fußbodenaufbauten sind konventionell mit schwimmendem Estrich und Kanälen in der Installationsebene. Im Erdgeschoss ist ein robuster Werksteinplattenboden angedacht, in den Obergeschossen ein Sichtestrich. Der hohe Sichtmaterialanteil und gut geplante Sichtinstallationen Technik sind kostengünstig und erzeugen die Anmutung von rohen flexiblen Werkstattgebäuden. Nicht tragende Ausbauwände sind als Leichtbauwände (einfache Systemtrennwände) vorgesehen, dies erlaubt eine hohe räumliche Flexibilität. Senkrechte Akkustikbaffels werden in Kernzone, und den angegliederten Fluren abgehängt.
Energie, Gebäudetechnik
Die Wärmeversorgung erfolgt kombiniert über Erdsonden und der vor Ort vorliegenden Fernwärmeversorgung.
Betonkernaktivierte Decken sorgen für eine Grundtemperierung bzw. Kühlung, bei Bedarf ergänzt durch zusätzliche Heizkörper. Die Stromerzeugung erfolgt über eine Photovoltaikdachanlage (monokristalline Siliziummodule) in Teilbereichen für die Stromversorgung Erdsonden, Lüftung und Absaugung.
Innenliegende Räume wie WCs erhalten eine Zu- und Abluftanlage mit Wärmerückgewinnung. In den an die Erschließungs- und Versorgungsbereiche angedockten Startup-Raumbereich gibt es natürliche Lüftung bei gemäßigten Temperaturen über die Fassadenlüftungsflügel. Im Sommer erfolgt die Nachtluftkühlung über Lüftungsflügel in der Fassade.
Nachhaltigkeit/Wirtschaftlichkeit
Der Baukörper hat ein optimales A/V Verhältnis. Die räumliche Struktur in den Geschossen ist nutzungsneutral und flexibel. Die gewählten Materialien sind örtlich CO2-neutral/-arm (Holz) oder aus Recyclingmaterialien (RC-Beton) hergestellt und sollen soweit möglich Cradle-to-Cradle (Massivholzelemente, Bodenbeläge,) qualifiziert sein.
Die natürliche Belichtung wurde dahingehend optimiert, dass solare Gewinne im Sommer reduziert werden. Die nach Süden/Westen/Osten hin orientierten Öffnungen erhalten eine Sonnenschutzverglasung und einen außen liegenden Sonnenschutz.
©Dannien Roller Architekten + Partner PartGmbB
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