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Nichtoffener Wettbewerb | 05/2015

Neubau der Akademie und Zentralverwaltung Deutscher Fußball-Bund

2. Phase / 2. Rundgang

ACME

Architektur

DJAO-RAKITINE - Landscape Architecture

Landschaftsarchitektur

knippershelbig GmbH

Tragwerksplanung

Transsolar Energietechnik GmbH

Energieplanung, Lichtplanung

MĂŒller-BBM Building Solutions GmbH

Brandschutzplanung

ErlÀuterungstext

IdentitÀt
Der DFB ist eine Organisation des Massensports und des Spitzensports, und der Neubau fĂŒr den DFB ist entworfen, diese beiden Ziele durch Architektur zu fördern. Deshalb ist der Neubau der Akademie und Zentrale des Deutschen Fussballbundes ein GebĂ€ude und viele GebĂ€ude. Es ist ein zusammenhĂ€ngendes GebĂ€ude das die öffentliche IdentitĂ€t des DFB nach Aussen reprĂ€sentiert und die verschiedenen Teile des Programmes verbindet und zum Austausch anregt. Gleichzeitig ist der Neubau ein Ort fĂŒr vier eigenstĂ€ndige IdentitĂ€ten, der Zentrale des DFB, die Presse und Besucheradresse des DFB, der Akademie und des Athletenhauses. Jede dieser einzelnen IdentitĂ€ten sind als eigenstĂ€ndige GebĂ€ude entworfen, eingebunden in ein Ganzes.

Der Ort des Neubaus ist in Frankfurt verwurzelt als eine offene, grĂŒne Rennbahn und GolfflĂ€che, ein Ort von formaler Landschaftsgestaltung, offen fĂŒr alle Besucher, mit freistehendem alten Baumbestand. Der Neubau ist ein horizontales, vernetztes GebĂ€ude das den offenen Character des Ortes respektiert und bewahrt. Alle bestehenden BĂ€ume werden erhalten und vier neue GebĂ€udeteile sind strategisch in der Landschaft platziert um den offenen und grĂŒnen Charakter des Ortes zu erhalten. Der Neubau gibt die Möglichkeit, eine Vielzahl von freistehenden GebĂ€uden zu schaffen, die in ihrer GrĂ¶ĂŸe, Konfiguration und Ausstattung den individuellen Charakter jeder Einheit bewahren und fördern. HierfĂŒr werden Zylinder unterschiedlicher GrĂ¶ĂŸe und Höhe definiert, die spektakulĂ€re Blicke in die Landschaft bieten, die ĂŒber die Sportfelder hinweg bis in die Frankfurter Innenstadt reichen.
Diese eigenstĂ€ndigen GebĂ€ude und Teile des DFB werden verbunden durch eine gemeinsame IdentitĂ€t als Institution und durch einen gemeinsamen Raum des Austauschs und der Kommunikation. Dieser Raum schwebt ĂŒber der Landschaft, gehalten von den EinzelgebĂ€uden des DFB‘s und bildet ein rĂ€umliches wie auch soziales Bindeglied fĂŒr alle Nutzer des Frankfurter DFB Quartiers. Ein schwebender Raum als Bindeglied kann nicht nur die heute schon bekannten Nutzen und Einheiten verbinden, sondern auch Raum fĂŒr mögliche ErweiterungsgebĂ€ude und NutzungsĂ€nderungen der Zukunft vorsehen. Um dem DFB kĂŒnftiges Wachsen am Ort bei Bewahrung seiner IdentitĂ€t zu ermöglichen, sind daher 'Voids' vorgesehen, von denen einige mittel- und langfristig durch Nutzungen belegt werden können.
Dieser verbindende Raum zwischen den einzelnen GebĂ€uden ist das DFB Forum, einem Ort der Wissensvermittlung, der die KreativitĂ€t stimuliert und Ambition und Talent zusammenfĂŒhrt. Im DFB Forum werden sich Experten, DFB Elite und das Talent der nĂ€chsten Fußballer Generation versammeln, in einem offenen, transparenten und einsichtigen RaumgefĂŒge, das die Elite nicht in einen Elfenbeinturm stellt, sondern den Austausch innerhalb des DFB’s, und mit der Umgebung rĂ€umlich fördert. Freistehend und wahrnehmbar von allen Seiten hat das schwebende DFB Forum keine Vorder- und RĂŒckseiten, sondern zeigt sich von allen Blickrichtungen gleichwertig.

Nur ein kleiner Teil des DFB Quartiers ist fĂŒr die Öffentlichkeit zugĂ€nglich. Das Anheben des DFB Forums ĂŒber der Landschaft und das Einschneiden von 'Voids' unter BerĂŒcksichtigung des geschĂŒtzten Baubestands schaffen einen kontinuierlichen Landschaftsraum unter dem GebĂ€ude, der Besuchern einen tiefen Einblick in die AktivitĂ€ten des DFB und klare Sicht auf die Spielfelder gibt, unterteilt von vier eigenstĂ€ndigen GebĂ€uden.
Somit definiert der schwebende Raum des Forums klar die IdentitĂ€t des DFB aus der Entfernung, fĂŒr die Nutzer und Besucher des DFB hingegen wird er zu einem offenen Raum, der eine fließende Grenze zwischen GebĂ€ude und Landschaft, Natur und Sport, Innen und Außen ermöglicht und die einzelnen Funktionen verbindet.
Die Form des Forums ist durch eine vom Boden abgehobene Scheibe definiert, die von GebĂ€udezylindern unterschiedlicher GrĂ¶ĂŸe und Höhe und Öffnungen durchdrungen wird. Modischere Formen der Gestalt werden hierbei bewusst vermieden und stattdessen das klassische Ordnungsprinzip des Kreises im urbanen und architektonischen Maßstab gewĂ€hlt. Der Kreis, das klassische Symbol fĂŒr Perfektion und Konzentration, schafft hier klar definierte Kanten und fĂŒgt sich harmonisch in die fließende Landschaft ein. Die Form des Forums, und die Form und der GebĂ€ude sind hierbei mehrfach kritisch hinterfragt worden im Laufe des Entwurfsprozesses. In vielen Modelltest hat sich die runde Ausbildung des Forums und der GebĂ€ude am besten bewĂ€hrt, die Offenheit und KontinuitĂ€t des Landschaftsraumes und die Sicht auf Spielfelder und die Frankfurter Silhouette zu wahren.


StÀdtebau
Der bestehende Baumbestand wird erhalten. Durch Auflösung des GebÀudes und Hereinziehen der Landschaft in die ZwischenrÀume der einzelnen Baukörper von Akademie und Zentrale geschieht ein Verwachsen mit dem Wald und Vermischen mit der Natur.
Die Platzierung des GebĂ€udes ermöglicht die prominente Wahrnehmung von der Kennedyallee. Durch strategisches Entfernen und Neupflanzen von Baumschneisen werden Blickachsen definiert, die Einblicke auf das GebĂ€ude und unter dem GebĂ€ude hindurch ermöglichen. Der kompakte Baukörper erlaubt es, Versiegelung weitgehend zu minimieren. Das Depot und die Sporthalle als Erweiterungsbau sind als Urbane Blöcke beiderseits des Hotels in der Schwarzkopfstrasse definiert um den Strassenraum zu fassen und die Prominenz des Hotels zu mindern. Das Parkhaus ist nicht mehr als eigener Baukörper definiert, sondern als eine kompakte FlĂ€che unter dem Kunstrasenfeld ausgebildet. Dies erlaubt eine kostengĂŒnstige Konstruktion, kĂŒrzere Wege und mehr FlexibilitĂ€t in der Nutzung. Der kontrollierte Zugang zur Garage, zum Depot und zur Anlieferung sind kombiniert neben dem Hotel auf der Kennedyallee vorgesehen. Die Erschließung fĂŒr Besucher in Auto und Bus ist von Westen und Osten berĂŒcksichtigt.


FunktionalitÀt
Das Raumprogramme ist rÀumlich in die folgenden Einheiten/Funktionsbereiche gefasst:

Zylinder 1: Haupteingang, Fanbereich und Pressezentrum
Das Zentrum des DFB Forums, von ĂŒberall sichtbar und erreichbar. Zentraler Eingang fĂŒr Mitarbeiter und Besucher, mit Empfang und Austellungsbereich, Cafe, Shop, Sicherheitskontrolle, Pressezentrum, und getrennte Zirkulation fĂŒr Mitarbeiter, Fans und Presse. Hervorragender Blick ĂŒber das Forumdach auf die Spielfelder und die Frankfurter Silhouette, mit Dachterrasse fĂŒr Special Events.

Zylinder 2: Sporthalle, Zentralverwaltung und Kommunikation
Über einer verglasten und sonnengeschĂŒtzten Sporthalle befindet sich die Zentralverwaltung auf vier Stockwerken. Eine zentrale offene Spiraltreppe vom Niveau des DFB Forums erschließt die oberen Stockwerke mit Vorstand und PrĂ€sidium im obersten Stockwerk mit schweifenden Blicken ĂŒber Forum Dach und Spielfelder.

Zylinder 3: Akademie, Training, Schulung & Umkleide
Die Akademie ist das Zentrale Forschungs und Training GebĂ€ude, direkt neben den Sportfeldern und mit direktem Zugang im Erdgeschoss zu allen Traingsfeldern. Eine zentrale Spiraltreppe verbindet die fĂŒnf Stockwerke der Akademie, von Umkleiden Rehabilitation und Fitness zu Meeting, Forschung und BĂŒroflĂ€chen.

Zylinder 3a: Fussball-Lab
Im Erdgeschoss direkt neben der Akademie, mit direktem Zugang vom Forum und von TrainingsstÀtten.

Zylinder 4: Athletenhaus
Der Einzige GebĂ€udeteil abgesehen vom EingangsgebĂ€ude, der direkt von Außen zugĂ€nglich ist, um maximale FlexibilitĂ€t fĂŒr Bewohner zu ermöglichen, mit einer zentralen offenen Spiraltreppe die HotelrĂ€ume mit dem Forum und SozialrĂ€umen verbindet.

DFB Forum/ Disk:
Der Zentrale Raum der Kommunikation und Erschließung, Ort aller KonferenzrĂ€ume, des Restaurant und des CafĂ©, Begegnung, Fitness, Regeneration, hervorragende Blicke auf die Spielfelder und Baumes und die Silhouette Frankfurt’s.
Alle drei Zylinder sind vom Forum ĂŒber offene Spiraltreppen und FahrstĂŒhle erschlossen. Eine Rampe und Treppe verbindet das Forum mit den Spielfeldern nach unten und dem Dach des Forums nach oben, fĂŒr LĂ€ufer der Finnenbahn auf dem Dach und Mitarbeiter und Besucher, die den Blick von oben genießen wollen.

GebÀude 5: Anlieferung, Depot
Das Depot ist ein effizientes GebÀude, orientiert zwischen Anlieferung und Spielfeldern, um einen effiziente Arbeitsablauf zu ermöglichen, und zugleich eine Pufferzone zum Hotel bildet.

GebÀude 6: Parkhaus
500 ParkplĂ€tze organisiert als einfaches, ebenerdiges, natĂŒrlich belĂŒftetes Parkgeschoss mit Kunstrassenspielfeld als Dach. Der Höhenunterschied zu den RasenspielflĂ€chen wird als Sitzrang genutzt. Die WĂ€nde des Parkgeschosses bestehen aus grĂŒnen Hecken. Der Zugang ist kontrollierbar, mit AusgĂ€ngen in das DFB GelĂ€nde fĂŒr Mitarbeiter, und offenen AusgĂ€ngen zur Schwarzkopfstrasse fĂŒr Besucher.

GebÀude 7: Toiletten und Erfrischungsstation zwischen den Spielfeldern.

Erweiterung: Die Erweiterung des GebĂ€udes um 30% ist integraler Bestandteil des Konzeptes, und ist möglich ohne die wesentliche IdentitĂ€t des GebĂ€udes als eine Ansammlung von einfach definierten Kreisen zu verĂ€ndern. Zwei Zonen fĂŒr weitere Zylinder sind im GebĂ€ude vorgesehen, und Öffnungen fĂŒr Tageslicht und Struktur sind vorhanden, damit diese Erweiterungen ohne BeeintrĂ€chtigung der bestehenden RĂ€ume und des Landschaftsraumes möglich sind.
Eine Sporthalle ist vorgesehen im nördlichen Teil ĂŒber dem Hotel, ebenso wie ein weiteres Spielfeld. Die Erweiterung des Depots ist in sĂŒdliche Richtung vorgesehen.


Landschaft & Erschließung
Die Landschaft des Fussballs ist keine beschauliche, wilde Natur, sondern eine hoch optimierte Grasskultur des Schneidens, Stutzens und Formens, um optimale Spielbedingungen zu erzeugen. Die Landschaft des DFB in Frankfurt interpretiert dies in einer Gestaltung geprĂ€gt von formalen Hecken, zum Teil 1m hoch, zum Teil bis zu 3m hoch, um einen Landschaftsraum zu definieren, und um Sichtschutz und Sicherheitsbedingungen zu integrieren. Eine formale Heckenlandschaft formt die Grenze zwischem kurzem Grass und neuem Wald, und integriert einen 2.2m hoher Zaun fĂŒr Besucher und SpaziergĂ€nger unsichtbar in die Landschaft.

Landschaftskonzept - Ein Landschaftspark am Waldesrand
Am Rande des Stadtwaldes und der Mainauen gelegen, kann das GrundstĂŒck der DFB Akademie als Park innerhalb der Stadt Frankfurt gelesen werden. Die vorhandene Topographie des GelĂ€ndes ist flach und dadurch als Sportanlage sehr gut geeignet. Der Baumbestand bildet einen außergewöhnliches Umfeld fĂŒr die Akademie und Zentrale des DFB.

Der bestehende Wald entlang der östlichen GrundstĂŒcksgrenze wird erweitert, um eine Reihe von monumentalen/großflĂ€chigen Lichtungen zu bilden, die die FußballplĂ€tze willkommen heißen, ihnen Windschutz bieten und einen visuellen Puffer bilden. Eine Mischung aus Baumarten (zumeist Arten, die bereits vor Ort vorhanden sind) werden als junge BĂ€ume und Forstpflanzen gepflanzt, um einen GrĂŒngĂŒrtel rund um den Komplex zu erzeugen. Anbautechniken nutzend, die in der Forstwirtschaft Anwendung finden, wird so ein reiches, starkes und artenreiches Waldgebiet geschaffen, dass langfristig nachhaltig die Kosten der Bepflanzung und insbesondere der anschließenden Unterhaltungspflege reduziert.
Das Konzept der Lichtungen schafft unterschiedliche BlickbezĂŒge und Bildausschnitte und verleiht dem Park Tiefe und Vielfalt. Die Lichtungen selbst werden werden mit standorttypischen Landschaftsrasen und artenreichen Wildwiesen bewachsen und die bestehenden Bereiche mit "Sandmagerrasen mit Armeria elongata" werden entweder beibehalten oder ersetzt und sogar erweitert werden.
Der neue Waldrand wird mit ein bis zwei Meter hohen Hecken, und zwar nicht als Formhecken, sondern als ökologisch wertvolle Linienbiotope betont, die Lichtungen und SportplĂ€tzen eine plastische und regelmĂ€ĂŸige Kontur verleihen. Die verschiedenen Schichten der Bepflanzung schaffen einen Übergang vom jetzt mehr oder weniger naturnahen Wald zu der kĂŒnstlichen und völlig kontrollierten Natur der RasenflĂ€chen der Fußballfelder.
Die EntwĂ€sserung des GrundstĂŒcks wird durch die Sammlung von Run-off Wasser in den Hecken-Gruben rund um das GrundstĂŒck organisiert. Die Pflanzgruben haben eine Aufbau, einschließlich einer Kiesschicht, die helfen, Regenwasser aufzufangen und zu kontrollieren, mit Überlegungen, ob z.B. Versickerung möglich oder die Anlage von Auffangbecken als Feuchtbiotope oder sogar PflanzenklĂ€ranlagen erreicht werden kann. Die Auswahl von Hecken Arten wird besonders wassertolerant sein, so dass der grĂ¶ĂŸte Teil der anfallenden Regenwassermenge von Pflanzen aufgenommen wird und nicht andernorts entsorgt/verwaltet werden muss (Fagus, Salix, ...). Dieses System stellt auch Anforderungen and die BewĂ€sserung sicher.
Direkt um das DFB Forum werden einige kleinere Lichtungen geschaffen, um Ankunftspunkte im Westen und Osten der Disc zu bilden und einen formalen Garten zum SĂŒden. Das sĂŒdliche Lichtungs-Garten bildet ein grĂŒnes Amphitheater mit Blick auf den Haupteingang der Disk.
Unter der Disc werden verschiedene Situationen/AtmosphÀren rund um die bestehenden und bewahrt BÀume entwickelt: Wasserspiel, Steingarten, Piazza.
Wege aus verschiedenen Materialien (Resin bond gravel, selbst gebunden Kies, loser Schotter), durch BĂ€nken unterbrochen/strukturiert, ĂŒbernehmen den Vertrieb der verschiedenen Fussballfelder, die verschiedenen Bereiche des Parks, die Schaffung herrlicher Spazierwege rund GrundstĂŒck. Der Lauftrack ist eine freie Form/Konfiguration, der die verschiedenen Umgebungen des Parks durchquert, und Freude beim trainieren bereitet.






Tragwerk
Das Tragwerk ist als robuste und wirtschaftliche Stahl-Beton-Verbund-Konstruktion vorgesehen. Die Auflösung, der im wesentlichen kreisförmigen Geometrie, in eine Haupt- und NebentrĂ€gerstruktur ist eine einfache, robuste und erprobte Bauweise, die eine wirtschaftliche Umsetzung ermöglicht. Die zwei- bis dreigeschossige „Disc“ dient als Sockel fĂŒr mehrere zylinderförmige und mehrgeschossige Baukörper. Sie wird gestĂŒtzt von der Tragstruktur der zylindrischen Baukörper und Gruppen von Stahl-Beton-VerbundstĂŒtzen im EG im Abstand von ca. 14 m.
Die Anforderungen an den konstruktiven Brandschutz können durch den Betonanteil in der Verbundkonstruktion einfach und unterhaltsfrei erreicht werden.
Die Decken sind als Verbundkonstruktion aus StahltrĂ€gern die eine Verbunddecke aus einer verlorenen Schalung (Trapezblech) und einer nur ca. 15 cm dĂŒnnen Aufbetonschicht tragen und Gesamtaufbauhöhe von etwa 60 cm. Der Randabschluss der „Disc“ erfolgt ĂŒber einen umlaufenden RingtrĂ€ger in Form eines geschosshohen FachwerktrĂ€gers und davon radiale, sich verjĂŒngende und auskragende FachwerktrĂ€ger.
Die Tragstrukturen der zylindrischen Baukörper wurden als baugleiche Verbundkonstruktion aus StahltrĂ€gern und Verbundbetondecken konzipiert. Hier können jedoch regelmĂ€ĂŸige radiale Raster umgesetzt werden, was zu einer verringerten Aufbauhöhe von etwa 40 cm fĂŒhrt. Im Allgemeinen lagern die Geschossdecken auf durchgĂ€ngigen StahlbetonverbundstĂŒtzen mit Spannweiten von maximal 12 m. Um StĂŒtzen in den unteren Geschossen an exponierten Lagen zu reduzieren werden an die Decken teilweise an den zentralen Kern gehĂ€ngt.
Die Überdachung der Großfeldhalle dient gleichzeitig auch der Abfangung der Lasten aus den darĂŒber liegenden Geschossen und wird mittels ca. 3m hohen FachwerktrĂ€gern aus handelsĂŒblichen Walzprofilen im Raster von 6m realisiert.
Zur globalen Aussteifung des GebĂ€udes dienen eine Vielzahl von durchgĂ€ngigen Stahlbetonkernen und Wandscheiben an den TreppenhĂ€usern und AufzĂŒgen.


Technische GebĂ€ude AusrĂŒstung
Innovation fĂŒr eine nachhaltige Entwicklung und Energieeffizienz ist integraler Bestandteil des architektonischen Konzepts, unter gleichzeitig optimierter AufenthaltsqualitĂ€t. Hierzu zĂ€hlt unter anderem die Energieeffizienz, die AufenthaltsqualitĂ€t, FlexibilitĂ€t und eine geeignete Materialwahl bzw. ein minimierter Materialeinsatz fĂŒr die Konstruktion.

LĂŒftung: Das LĂŒftungskonzept hat große Auswirkungen auf die NutzerqualitĂ€t. Die LĂŒftungsstrategien, die verfolgt werden um die Energielasten zu reduzieren und gleichzeitig den Innenkomfort zu sichern, sind: Erdkanal zur Luftvorkonditionierung, nat. FensterlĂŒftung als KomfortlĂŒftung, druckverlustoptimierte mech. Be- und EntlĂŒftung, gebĂ€udebezogene mechanische LĂŒftung mit hocheffizienter WĂ€rmerĂŒckgewinnung.
Durch ein Erdkanalsystem wird die Frischluft zu den LĂŒftungsanlagen gefĂŒhrt. AußenlĂ€rm gelangt dadurch nicht direkt in die GebĂ€udebereiche und somit signifikant abgemindert. Nutzer können Fenster an der Fassade öffnen und individuell Einfluss auf die Raumkonditionen nehmen. Der Erdkanal verbessert die RaumluftqualitĂ€t indem die Luft vorkonditioniert wird. Der Energie fĂŒr die BelĂŒftung, besonders LĂŒfterstrombedarf, wird reduziert. Die AblĂŒftung erfolgt ĂŒber die zentralen Kerne (optional als Solarkamin am Luftauslass) in den TĂŒrmen. In der Abluft ist eine WĂ€rmerĂŒckgewinnung mit Kreislaufverbundsystem vorgesehen um WĂ€rmeverluste zu minimieren.

Tageslichtkonzept: Besonderer Bestandteil des architektonischen Entwurfs ist ein optimiertes Tageslichtkonzept. Die GebĂ€udeform ist dahingehend durch Öffnungen adaptiert worden, daß permanente ArbeitsplĂ€tze mit optimiertem Tageslicht versorgt werden. Maßnahmen sind: Einschnitte in Form von Löchern in die Disk zur natĂŒrlichen BelĂŒftung und Belichtung – Integration von Deckenoberlichtern – optimierte Relation von Raumtiefe zur transparenten FassadenflĂ€che in den TĂŒrmen – Tageslichtoptimierung der Aussenbereiche unterhalb der Disk durch die Löcher und tageslichtreflektierende FlĂ€chen. Alles in allem wird so ein hocheffizientes GebĂ€ude mit hoher TageslichtqualitĂ€t erzielt.

Energiekonzept: Die InnenrĂ€ume werden mittels Bauteilaktivierung beheizt und gekĂŒhlt. In den Deckenaufbauten wird eine FlĂ€chenheizung und –kĂŒhlung vorgesehen die im Verbund mit Geothermie und WĂ€rmepumpe einen hocheffizienten Betrieb ermöglicht. In Bereichen in denen eine Deckenlösung schwierig ausfĂ€llt wird eine Fussbodenheizung /-kĂŒhlung vorgesehen.
Die Nutzung von effizienter Beleuchtung in Verbindung mit einem beweglichen außenliegenden Sonnenschutz und tageslichtreflektierenden FlĂ€chen senkt zusĂ€tzlich den Energiebedarf. Die Fußbodenheizung der Fußballfelder ist integraler Bestandteil des Energieversorgungskonzepts und fĂŒhrt dazu, dass der Heizbedarf weit grĂ¶ĂŸer ist als der KĂŒhlbedarf. Blockheizkraftwerke (BHKW‘s) und ein WĂ€rmepumpensystem verbunden mit einem unterirdischen Energiespeicher (Wasser oder Geothermie) liefern Strom, Heizung und KĂŒhlung. Dieser Ansatz bietet ein effizientes System, das ein Ungleichgewicht an WĂ€rmeentzug und –rĂŒckspeisung in dem unterirdischen Energiespeicher ausgleicht. Die ĂŒberschĂŒssige WĂ€rme, die von dem BHKW produziert wird um Laufzeiten zu erhöhen, wird dem unterirdischem Speicher zugefĂŒhrt um die Jahresenergiebilanz im Gleichgewicht zu halten. Das BHKW wird mittels Biomasseverwertung (z.B. GrĂŒnschnitt) betrieben um Strom und WĂ€rme zu produzieren. Diese Synergien ermöglichen das BHKW als ökonomisch und ökologisch sinnvolle Lösung zu verwenden. Die DĂ€cher der ParkhĂ€user sind optional mit Solarkollektoren belegt um Strom und WĂ€rme bereitzustellen.


Wasserkonzept
Anfallendes Regenwasser wird in einem kĂŒnstlichen See gesammelt. Das Wasser wird direkt zur BewĂ€sserung der GrĂŒnflĂ€chen genutzt oder nach einem Filterungsprozess als Grauwasser im GebĂ€udes wiederverwendet zur WC-spĂŒlung, etc..


Brandschutz
Die Oberkante Fertigfußboden (OKFF) im 5. Obergeschoss wird unter 22 m ĂŒber der umliegenden GelĂ€ndeoberflĂ€che liegen. Das GebĂ€ude ist gemĂ€ĂŸ § 2 Abs. 3 Nr. 5 HBO in die GebĂ€udeklasse 5 einzustufen. Die tragenden und aussteifenden Bauteile, Decken und TrennwĂ€nde sind in feuerbestĂ€ndiger Bauweise (F90-A, REI90, EI90), die WĂ€nde notwendiger TreppenrĂ€ume in der Bauart von BrandwĂ€nden zu errichten.

Rettungswegkonzept: FĂŒr jede Nutzungseinheit mit AufenthaltsrĂ€umen sind in jedem Geschoss zwei voneinander unabhĂ€ngige Rettungswege sicherzustellen. Der erste Rettungsweg ist ĂŒber einen notwendigen Treppenraum oder im Erdgeschoss ĂŒber einen unmittelbar ins Freie fĂŒhrenden Ausgang zu fĂŒhren. Aufgrund der vorgesehenen Personenanzahlen kann der zweite Rettungsweg nicht ĂŒber Leitern der Feuerwehr sichergestellt werden. Der zweite Rettungsweg ist somit ebenfalls baulich auszufĂŒhren. In den oberirdischen Geschossen muss von jeder Stelle ein Ausgang ins Freie, ein notwendiger Treppenraum bzw. ein Vorraum eines Sicherheitstreppenraums in höchstens 35 m sicher erreicht werden.

Beurteilung durch das Preisgericht

‱ Die Durchsichten durch das GebĂ€ude unterhalb der und in der Scheibe werden als mögliche QualitĂ€t gesehen

‱ Als SolitĂ€r nimmt der GebĂ€udekörper zu wenig RĂŒcksicht auf die MaßstĂ€blichkeit der umgebenden Bebauung.

‱ Der stĂ€dtebauliche und architektonische Ausdruck erscheint fĂŒr das SelbstverstĂ€ndnis des DFB an diesem Ort wenig passend.
Die Form des Kreises fĂŒhrt zu ZwĂ€ngen, die QualitĂ€ten mindern und in verschiedenen Bereichen nicht mit den funktionalen Anforderungen vereinbar ist. Die offene Anordnung kommunikativer Funktionsbereich in einem „DFB-Forum“ wird als zeitgemĂ€ĂŸ und interessant interpretiert, und als gutes Angebot der Begegnung erkannt. Sie ermöglicht aber zu wenig ZurĂŒckgezogenheit fĂŒr einige Bereiche

‱ Insbesondere die indirekte Zuordnung der SportflĂ€chen wird kritisch gesehen. Sie stehen nicht im Mittelpunkt, das AbrĂŒcken der Fußballfelder fĂŒhrt zu langen.

‱ Der FortfĂŒhrung des Kreisthemas in den Außenanlagen ist aus der Logik des Entwurfs nachvollziehbar, wird jedoch als formal empfunden und kann funktional und rĂ€umlich nicht ĂŒberzeugen.
2. Phase

2. Phase

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2. Phase

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2. Phase

2. Phase

2. Phase

2. Phase

2. Phase

1. Phase

1. Phase

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1. Phase

1. Phase

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