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Nichtoffener Wettbewerb | 05/2015

Neubau der Akademie und Zentralverwaltung Deutscher Fußball-Bund

2. Phase / 2. Rundgang

Benthem Crouwel

Architektur

Karres en Brands

Landschaftsarchitektur

Bollinger+Grohmann

Tragwerksplanung

bähr ingenieure gmbh | bähr engineering gmbh

TGA-Fachplanung

KEMPEN KRAUSE INGENIEURE GmbH

Brandschutzplanung

großgestalten kommunikationsdesign

Design

Borgmann Manke Architekten und Ingenieure

sonstige Fachplanung

Erläuterungstext

OASE INMITTEN DER STADT
Ausgangspunkt unseres Vorschlags ist ein starker Bezug zur bestehenden Landschaft. Das einzigartige Gelände, das einerseits an ein dichtes Waldgebiet und andererseits an ein Wohngebiet grenzt, wird zu einer Oase inmitten der Stadt transformiert.
Das Grundst√ľck ist von einem dichten G√ľrtel aus B√§umen umgeben, der bereits das Eintreten in den Kom-plex zu einem Erlebnis macht. Die B√§ume geben sorgf√§ltig choreographierte Durchblicke auf die Geb√§ude frei und pr√§sentieren so die Umgebung des neuen Campus. Diese Waldatmosph√§re wird dadurch verst√§rkt, dass bei der Anordnung der Pavillons darauf geachtet wurde, das bestehende Gr√ľn so weit wie m√∂glich zu erhalten. Ein attraktiver, hinter einer Baumgruppe situierter Eingangsplatz gibt die Sicht auf das Grundst√ľck frei. Das Herzst√ľck des gesamten Campus, die Akademie, markiert den Eingang.
Durch die optimale Anordnung der Geb√§ude und Gestaltung der Landschaft wird eine einzigartige Sicht-verbindung mit der Frankfurter Skyline hergestellt. Diese Trib√ľne zur Stadt bietet ein atemberaubendes Panorama √ľber die Sportfelder und die Stadt Frankfurt im Hintergrund.

Die ADERN
Der gesamte Komplex wird durch ein ausgepr√§gtes Netz von Wegen und Verbindungen zu einer starken Einheit verwoben. Einzelne 2 m breite Streifen erstrecken sich √ľber das gesamte Gel√§nde wie Adern im menschlichen K√∂rper, treffen zusammen und verzweigen sich wieder. Sie sind die Adern der Anlage. Von einfachen Verbindungswegen gehen sie in Trib√ľnen √ľber, wenn sie entlang der Sportfelder f√ľhren, oder in einen repr√§sentativen Platz, der den Eingang des Campus betont. Sie erstrecken sich bis zu den h√∂her gelegenen Trainingsfeldern und verbinden Geb√§ude auf verschiedenen Niveaus und reagieren dabei auf die Anforderungen der jeweiligen Einrichtung.
Die verschiedenen Arten, in denen die Adern zusammentreffen, erh√∂hen zus√§tzlich den dynamischen und lebhaften Charakter der Landschaft des DFB-Campus. Entlang dieses Wegenetzes sind s√§mtliche Sporteinrichtungen und gebaute Strukturen so angeordnet, dass sie f√ľr ein sich st√§ndig ver√§nderndes Erlebnis des Gel√§ndes sorgen. Innerhalb dieses sorgf√§ltig angelegten Wegenetzes erh√§lt jede Trainingseinrichtung im Freien eine spezielle Qualit√§t, ihre eigene spezielle Landschaft. Sie sind wesentlicher Bestandteil des Training-Campus mit jeweils starken eigenen Identit√§ten.
Das tiefer gelegene Wettkampfspielfeld hat eine bevorzugte Lage, es ist von der verbindenden Spine umschlossen und sanft abgesenkt, um seine gro√üe Bedeutung f√ľr den Campus hervorzuheben. Der zent-rale Platz an der Nordseite des Spielfeldes gew√§hrt einen guten Blick √ľber das Spielfeld. Alle Adern laufen auf diesem Platz zusammen und bilden einen zentralen, informellen Treffpunkt im Zentrum des Campus. Dieser vereinigt symbolisch alle Felder um das Mini-Fu√üballfeld. Hier verschwinden Grenzen, treffen Spieler in informeller Weise zusammen und k√∂nnen sich einander spielerisch herausfordern. Die Wege werden zu einer Trib√ľne um das Spielfeld.
Die Trainingsfelder liegen dynamisch √ľber den Campus verteilt und werden mit einem Technik Parcours oder anderen speziellen √úbungspl√§tzen durchmischt. Um jedes Trainingsfeld erhalten die Wege einen deutlich ausgebildeten Rand, der jedes Feld in Sitzh√∂he markiert und somit ausreichende Sitzm√∂glichkei-ten rund um jedes Feld bietet. Gleichzeitig sind im selben System spezielle trib√ľnen√§hnliche Vorrichtungen oder Trainerkabinen integriert.
Die 400-Meter Laufbahn ist um einen in der Mitte gelegenen Erdh√ľgel mit einer Baumgruppe angelegt und sorgt damit f√ľr ein abwechslungsreiches Lauferlebnis.


Das VERBINDENDE R√úCKGRAT
Die Adern bringen alle Funktionen in der Spine, dem verbindenden Element aller Funktionen des Campus zusammen. Eine einzigartige Trib√ľne f√ľr die Stadt, wo Architektur und Landschaft zusammenkommen, um Bez√ľge zwischen Raum und Programm herzustellen. In zwei Niveaus angelegt fungiert die Spine als Erweiterung des Innenraumprogramms in der Landschaft. Kleine Terrassen, Erholungsbereiche, sowie gr√∂√üere, zentrale Treffpunkte und Sporteinrichtungen beleben die Spine als Verbindungselement. Die Adern steigen langsam hinauf zur Akademie, umfassen gleichzeitig das zentrale Spielfeld und verbinden alle Geb√§ude auf verschiedenen Niveaus miteinander. Im Erdgeschossbereich fungiert die Spine als Schutzdach und erm√∂glicht eine √ľberdeckte Fu√üg√§ngerverbindung zwischen den verschiedenen Funktionen. Auf Niveau +1 gibt es einen spektakul√§ren Balkon mit einem fantastischen Ausblick √ľber das Spielfeld, der an die Architektur der gro√üen Fu√üballarenen erinnert. Rund um die m√§chtige Krone eines der eindrucksvollsten B√§ume des Gel√§ndes bietet ein zentraler Platz, umgeben von den Funktionen der Akademie, Ausblick √ľber den Campus. Im zweiten Niveau ist ein spektakul√§res Spielfeld integriert.
Dieser einzigartige Ort verspricht spannende Fu√üballspiele und konzentriertes Training mit Frankfurts Skyline im Hintergrund. Ein Campus, in dem Spitzenleistungen in der Athletik, Architektur und Landschaft zusammentreffen, um neue Ma√üst√§be f√ľr Sport- und Trainingseinrichtungen zu setzen. Ein gr√ľner, dynamischer Campus, in dem Entwurfsdisziplinen einander verst√§rken, Grenzen beginnen zu verschwimmen und die perfekte Trainingsmaschine entsteht.

Der FUSSBALLCAMPUS
Die einzelnen Nutzungsbereiche werden in separaten Bauk√∂rpern organisiert. Ziel ist es, f√ľr die unter-schiedlichen Nutzungsbereiche optimale Arbeitsumgebungen zu schaffen und ihnen eine starke Identit√§t zu geben. Das √ľbergeordnete Bild f√ľr die st√§dtebauliche Figur sind ‚ÄěPavillons im Park‚Äú, die sich um einen zentralen Bereich, das Wettkampffeld, gruppieren.
In ihrer baulichen Ausformung, Positionierung und Höhenentwicklung sind die Baukörper so entwickelt, dass eine optimale Funktionalität gewährleistet wird und eindeutige Adressen definiert werden. Jedes Haus erhält eine deutliche Orientierung zu den Sportflächen und zur Skyline.
Alle Nutzungsbereiche profitieren damit von den besonderen Qualitäten des Ortes.

Das HERZ
Die Akademie bildet das bauliche und inhaltliche Zentrum des Ensembles, der ThinkTank des deutschen Fu√üballs. Ein schwebender, zweigeschossiger Bauk√∂rper bildet den angemessenen baulichen Ausdruck f√ľr diese Funktion. Als einziges Volumen wird die Akademie integraler Teil der verbindenden ‚ÄěSpine‚Äú.
In den obersten beiden Geschossen sind das Trainer Center und die Administration organisiert. Der medi-zinische Bereich sowie die Klassenr√§ume befinden sich in einer ‚ÄěZwischenebene‚Äú auf +2, die als gl√§serne Fuge zwischen der Spine und dem aufgest√§nderten Volumen fungiert. Die der Akademie zugeh√∂rigen Sportfl√§chen sind im Erdgeschoss sowie dem ersten Obergeschoss angeordnet.
Das gro√üz√ľgige und Licht durchflutete Atrium, an das alle Ebenen der Akademie direkt angebunden sind, wird zum vertikalen Verteiler und zum Kommunikationsverst√§rker. Offene Zonen sind auf allen Geschossen an das Atrium angelagert, informelle Kontakte und Begegnungen werden stimuliert. Fu√üball ist √ľberall erfahrbar.
Dar√ľber hinaus sind in jedem Geschoss auf gleicher Ebene direkt zugeordnete Au√üenbereiche geplant. In den obersten Geschossen bieten die umlaufenden Terrassen Begegnungszonen mit spektakul√§ren Blickbeziehungen. Im Zwischengeschoss auf +2 k√∂nnen die Nutzer unmittelbar auf das umgebende Deck treten und Au√üenunterricht mit Sicht zu den Spielfeldern genie√üen.
Die Umkleide- und Sportbereiche auf +1sind √ľber den Loop ebenfalls unmittelbar an die Au√üenfl√§chen angebunden und auf kurzem Weg mit dem Athletenhaus verkn√ľpft. Im Erdgeschoss sind die Futsalhalle und die Seminarr√§ume situiert ‚Äď theoretische Themen k√∂nnen so unmittelbar praktisch vertieft und pro-biert werden.

Der VERTEILER
Zwischen der Akademie und dem westlich situierten Bauk√∂rper, der zentralen Verwaltung, befindet sich der gut sichtbare und repr√§sentative Hauptzugang und bildet eine eindeutige Adresse. Der gro√üz√ľgig √ľberdachte, zweigeschossige Bereich leitet sanft vom Landschaftsraum in das Foyer.
Der Raum, der nur durch filigrane Glasfassaden vom Landschaftsraum begrenzt wird, ist wie ein Marktplatz organisiert. Mit freien platzierten Funktionsbereichen und einer maximalen Durchl√§ssigkeit f√ľr Besucher und Nutzer - ein Ort der Begegnung und Kommunikation.
Auf diesem Marktplatz sind die Fan-Zone, Pressebereiche, Showroom, Veranstaltungsr√§ume und Restaurant organisiert. Das Restaurant mit seiner gro√üz√ľgigen Au√üenterrasse leitet in den sich n√∂rdlich anschlie√üenden Freiraum mit Spielfeldern √ľber. Direkt von diesem Marktplatz heraus wird auf kurzem Wege der interne Bereich der Akademie erschlossen sowie der westlich platzierte Bauk√∂rper der zentralen Verwaltung.

Die MANNSCHAFT
Die beiden Nutzungsbereiche Administration und Athletenhaus sind st√§dtebaulich optimal positioniert. Im Falle das Athletenhauses auf kurzem Wege direkt zu den Sportfl√§chen und zur Akademie. Im Fall der Administration unmittelbar neben dem gro√üz√ľgigen Eingangsbereich und den √∂ffentlichen Zonen. Beide Bauk√∂rper sind um einen offenen, zentralen Innenhof organisiert, der eine gr√ľne Mitte bildet und die inneren Bereiche mit viel Tageslicht versorgt.
Bei beiden Baukörpern haben wir das Ziel der Verbindung einer hohen räumlichen Qualität und inspirie-render Atmosphäre mit einer optimalen Funktionalität und Wirtschaftlichkeit verfolgt.
Die Administration verf√ľgt in jedem Geschoss √ľber eine gemeinsame Terrasse bzw. Loggia als Au√üenraum, die je einmal nach S√ľdosten und nach Nordosten orientiert ist. Diese Au√üenfl√§chen bieten hohe Aufenthaltsqualit√§ten f√ľr die Nutzer und stellen starke Beziehungen zu den Sportfl√§chen, der Akademie und der Skyline her.
Das Athletenhaus bietet den Nutzern, unmittelbar neben seinem Eingangsbereich gelegen und mit dem zentralen Innenhof verbunden, die Gemeinschaftsbereiche von Cafeteria und Kino an. Im zweiten und dritten Obergeschoss sind die Begegnungszonen sowie die große, zu den Spielfeldern orientierte Terrasse geplant. Durch diese zweigeschossigen Bereiche und die gespiegelten Grundrisse entstehen Licht durch-flutete Innenbereiche und spannende Ausblicke.

Der SUPPORT
N√∂rdlich der Administration, mit einer separaten, gemeinsam genutzten Zufahrt sind das Parkhaus und das Depot platziert. Sie sind so angeordnet, dass die An- und Abfahrten st√∂rungsfrei von den anderen Bereichen funktionierten und ein Minimum an Fl√§chenversiegelung erforderlich ist. Beide Nutzungen sind √ľber den Spine √ľberdacht und witterungsgesch√ľtzt an die zentralen Bereiche angebunden.

Die FASSADEN
Aufbauend auf der konzeptuellen Idee eines Fu√üballcampus und konsequent dem Bild der in die Natur eingebetteten Pavillons folgend, haben wir unser Fassadenkonzept entwickelt. Stets unter der Ber√ľcksich-tigung der herausgehobenen Position der Akademie - das Herz der Anlage.
Konsequent wird die bauliche Gestalt der Akademie als integraler Bestandteil der Spine aus einer √úberlage-rung horizontal geschichteter Ebenen entwickelt. Die Decks, die mit ihren Vor- und R√ľckspr√ľngen eine starke Verbindung zum Landschaftsraum entwickeln, erhalten eine zur√ľckgesetzte, filigrane Glasfassade als Pfosten/Riegelkonstruktion. Dabei wechseln sich in dem schwebenden Bauk√∂rper des ThinkTank hochged√§mmte, opake Elemente, die mit Spiegelglas bekleidet sind und den prachtvollen Baumbestand reflektieren mit offenen, geschosshohen Glaselementen ab. Jedes B√ľro erh√§lt dabei einen direkten Zugang zu der umlaufenden Terrasse. Auch die unteren Geschosse der Akademie erhalten eine geschosshohe Verglasung um eine maximale Transparenz und Verbindung zum Landschaftsraum herzustellen.
F√ľr die Fassade von Administration und Athletenhaus diente das Bild eines ‚ÄěChalets‚Äú mit einer edlen und zur√ľckhaltenden Fassade aus dem nat√ľrlichen Baustoff Holz. Beide Bauk√∂rper erhalten jeweils eine Ele-mentfassade aus geschosshohen, hochged√§mmten opaken Elementen. Diese sind au√üenseitig mit Spie-gelglas bekleidet und im spielerischen Wechsel mit Ganzglaselementen mit au√üen liegendem Sonnen-schutz angeordnet. Die √§u√üeren Fassaden erhalten au√üerdem eine vertikale Struktur von Holzlamellen aus massiven Douglasie-Dielen. Diese vermitteln im Zusammenspiel mit der Glasfassade eine nat√ľrliche und wertige Ausstrahlung betten die H√§user in die umgebende Parklandschaft ein.
Die vertikalen Holzlamellen bilden das verkn√ľpfende Fassadenelement, das die Fassaden der 4 Pavillons von Administration, Athletenhaus, Parken und Depot pr√§gt. Sowohl das Parkhaus mit seiner offenen Fassade als auch die Halle des Depots werden durch Anwendung und Interpretation dieses Themas selbstverst√§ndlich in das Gesamtensemble integriert.

Das ZIEL
Aus dem Zusammenspiel klar ablesbarer Einzelobjekte wird ein eindeutiges und starkes Ensemble gebildet, welches f√ľr die Nutzungen der Akademie und Zentrale des Deutschen Fu√üballbundes ein optimales Umfeld und eine inspirierende Arbeitsatmosph√§re bietet.
Im fein abgestimmten Zusammenspiel der landschaftlichen und architektonischen Elemente entwickelt der Entwurf eine starke Kraft und schafft eine Plattform f√ľr die hoch ambitionierten Ziele der k√ľnftigen Nutzer.


Statisches Konzept

Das Tragwerk der Akademie und Zentrale des DFB wird so geplant, dass ein wirtschaftlicher Bau entsteht. Dies bedeutet, Massivbauweise mit einem St√ľtzen Raster von 6,25m bei der Verwaltung und einer Flach-deckendicke von 25cm bzw. beim Athletenhaus eine St√ľtzenraster von 7,5m und eine Deckendicke von 28cm. Die so entstehenden Grundrisse sind f√ľr die Zukunft flexibel nutzbar und die Haustechnik kann ohne Durchbr√ľche verzogen werden. Hier wird sehr kostensparend gebaut, sodass Freiraum f√ľr das Herzst√ľck des Komplexes entsteht. Beide Nutzungen werden bereits heute f√ľr eine optionale sp√§tere Aufstockung ausgelegt.

Das Herzst√ľck mit den Trainerr√§umen und der Administration bildet den Thinktank des Projektes, der √ľber allen Einrichtungen des Campus schwebt. Dieses Bild wird dadurch erzeugt, dass ein K√∂rper geschaffen wird, der auf vier innenliegenden weit zur√ľckversetzten St√ľtzen ruht. Diese vier St√ľtzen bilden ann√§hernd ein Quadrat und werden mit vier sich kreuzenden und 12m weit auskragenden Fachwerktr√§gern verbun-den. An den Enden dieser Fachwerktr√§ger, in der Lage der Au√üenfassade, befindet sich ein umlaufender Vierendeeltr√§ger, der die Lasten aus den Decken in die Fachwerktr√§ger √ľbertr√§gt. Dadurch, dass die Tra-gelemente Fachwerktr√§ger und Vierendeeltr√§ger eine statische H√∂he von 2 Geschossen haben, k√∂nnen diese die Lasten aus den Decken gut √ľber die weitere Strecke zu den St√ľtzen abtragen.

Die Decken zwischen √§u√üerem Vierendeeltr√§ger und innerem Fachwerktr√§ger werden durch eine wirt-schaftliche Spannbeton-Hohldielen-Konstruktion gebildet. Diese leichte Konstruktion bietet den Vorteil, dass auf weitere St√ľtzen in den Flurzonen verzichtet werden kann und eine frei einzuteilende, 12m tiefe Geschosszone erzeugt wird. Au√üerhalb der Vierendeeltr√§ger wird der umlaufende Balkon √ľber eine Konsol-konstruktion in Stahl ausgef√ľhrt.

Die Aussteifung des Geb√§udes erfolgt wie √ľblich √ľber die zwei Kerne. Die Gr√ľndung erfolgt bei den vier Haupttragelementen √ľber Pf√§hle, sonst aber wie in der Auslobung empfohlen √ľber eine Flachgr√ľndung.


Energiekonzept

Leitgedanken
Funktionalit√§t, Kosten- und Umweltbewusstsein sind die Leitpunkte f√ľr die nachhaltige technische Konzeption eines zukunftsorientierten Geb√§udes. Der Kernsatz "der Mensch steht im Mittelpunkt" ist eine der Grundlagen f√ľr die L√∂sungsans√§tze im Geb√§ude. Wir ben√∂tigen ein Umfeld, in dem man sich "wohl f√ľhlt" und begeistert arbeitet. Durch die Anordnung der Technikzentrale und Sch√§chte ergeben sich kurze und somit wirtschaftliche Wege zur Versorgung der R√§umlichkeiten. Sie bedeuten aber auch eine recht einfache Gestaltung der Wartungsarbeiten. Das Wesen der technischen Konzeption ist im Aufbau einfach und kostenorientiert. Es kann bei Bedarf auch modular ausgebaut werden.

Übergeordnetes zentrales Heizungs- und Kälteversorgungskonzept
Die W√§rmeerzeugung erfolgt √ľber eine Kombination aus einem hoch effizienten Brennwertkessel als Spit-zenlast sowie eines BHKW¬īs zur Grundlastabdeckung. Dies erfolgt an zentraler Stelle im UG der Akademie. Von hier aus wird die Heizenergie zu den jeweiligen √úbergabestationen der √ľbrigen Geb√§ude verteilt. Die K√§lteerzeugung f√ľr die Liegenschaft erfolgt an zentraler Stelle auf dem Parkhausdach. Von hier wird die K√§lte √ľber eine Ringleitung zu den jeweiligen √úbergabestationen und von dort zu den Verbrauchern (RLT-Anlagen, K√ľhldecken, sekund√§r K√§lteverbraucher etc.) gef√ľhrt. Durch die Gliederung der Standorte wird die Leitungsdimension und Energieverluste optimiert.

Beheizung/ K√ľhlung
Durch die kompakte Bauweise der jeweiligen Geb√§ude ergibt sich ein g√ľnstiges A/V Verh√§ltnis. Erg√§nzend hierzu generiert sich durch die Ausrichtung der Geb√§ude sowie die ausgewogenen Anteile an transparen-ten und hoch w√§rmeged√§mmten opaken Fl√§chen ein geringer Heiz- und K√ľhlw√§rmebedarf.
Durch den Einsatz von Fl√§chenheizsystemen im Boden (Foyer, Sportst√§tten) und unter den Decken als kombinierte Heiz-/ K√ľhlsegel in den B√ľro- und Verwaltungsbereichen, kann die Beheizung/ K√ľhlung auf einem sehr geringen Temperaturniveau erfolgen. Die individuelle Regelung erfolgt raumweise.
Die Deckensegel stellen somit in den B√ľros dar√ľber hinaus auch den akustischen Anspruch sicher.
Der sommerliche Komfort wird in der weiteren Planung durch eine dynamische Simulationsberechnung vorausberechnet und optimiert.

L√ľftung
Die Geb√§ude werden, aufgrund der energetischen Optimierung, mechanisch Be- und Entl√ľftet und unter Ber√ľcksichtigung der CO2-Konzentration (Personendichte) sowie der Temperatur variabel gesteuert.
Die RLT-Ger√§te in den jeweiligen Geb√§uden werden √ľber einen Erdkanal mit Frischluft versorgt. Somit erfolgt eine Vorkonditionierung der Frischluft im Sommer, wie Winter. Dar√ľber hinaus werden die RLT-Ger√§te mit doppelt rekuperativen W√§rmeaustauschern (W√§rmer√ľckgewinnungsgrad von >70%) ausgef√ľhrt. Die Ger√§te verf√ľgen zum einen √ľber eine adiabatische Abluftk√ľhlung, die aufgrund des guten W√§rmer√ľckgewinnungsgrades in die K√ľhlung der Zuluft √ľbertragen werden kann, als auch √ľber einen Direktverdampfer. Hierdurch kann der gr√∂√üte Teil der K√ľhlenergie durch das Verdunsten von Wasser erreicht werden.

Tageslichtnutzung / IT / Photovoltaik
Die transparenten Fl√§chen werden sekund√§r durch zentral vorgesteuerte, hochwirksame und zur Tages-lichtlenkung geeignete Sonnenschutzbeh√§nge verschattet, welche nutzerorientiert variabel nachgesteuert werden k√∂nnen. Die vorzugsweise im oberen Drittel integrierten Lichtlenkelemente erreichen eine zus√§tzliche Deckenaufhellung und f√ľhren in der Folge zur Reduzierung der k√ľnstlichen Beleuchtungsintensit√§t, da die Leuchtenleistung durch den Einsatz von Pr√§senzmeldern und Helligkeitssensoren variiert werden kann.

Die Struktur der Elektro- und IT-Versorgung im gesamten Geb√§ude folgt hinsichtlich der Flexibilit√§t und Ausstattung modernen Standards. Die Ausstattung der IT sollte dem Leitgedanken der ‚ÄěGreen IT‚Äú entspre-chen, um den elektrischen Energieverbrauch und in der Folge auch die K√ľhllasten senken.

Zusätzlich werden Photovoltaik-Elemente integriert, die der Stromerzeugung dienen und in das eigene Stromnetz einspeisen.

Regenwassernutzung
Zur Bewässerung der Außenanlagen und Sportplätze wird das anfallende Regenwasser in Zisternen ge-sammelt und verteilt.

Gebäudeautomation / Monitoring
Die Regelung der Geb√§udetechnik erfolgt √ľber eine Geb√§udeautomation mit Leitwarte. Hier werden alle Anlagenprozesse in Anlagenbildern vereinfacht visualisiert. Durch einen Historienspeicher mit hinterlegten Statusberichten, wie z. B. St√∂rmeldungen oder auch Trendplots, k√∂nnen die Anlagen kontrolliert und optimiert werden.

Res√ľmee
Das zukunftsorientierte und √∂kologische Geb√§ude- und Technikkonzept stellt Funktionalit√§t, Kosten- und Umweltbewusstsein in den Vordergrund. Der Entwurf zeichnet sich durch Optimierung der Technik, Nut-zung passiver Elemente und der bedarfsgerechten und zielgenauen Regelung √ľber die Geb√§udeleittechnik aus.

Aufgrund der konsequenten Ber√ľcksichtigung der Erfordernisse an eine moderne Liegenschaft kann ein solches durch seinen Vorbildcharakter als wirtschaftliches und innovatives Konzept f√ľr die Zukunft betrachtet werden.

Es wird sowohl den Betreiber- als auch den Nutzerinteressen gerecht und symbolisiert so die Zukunftsfähigkeit.

Beurteilung durch das Preisgericht

‚ÄĘ Der Ansatz die Nutzungen in 5 Pavillons zu gliedern und mit einem ‚ÄěSpine‚Äú zu verkn√ľpfen ist grunds√§tzlich nachvollziehbar und wird gew√ľrdigt.

‚ÄĘ Der bauliche Aufwand, seine Wirkung und Funktionalit√§t werden jedoch kritisch eingesch√§tzt. Es wird in Teilen als √ľberinszeniert empfunden.

‚ÄĘ Das √ľbergeordnete Ziel, den DFB als Einheit darstellen, wird mit der Arbeit kaum erf√ľllt. So wird architektonische Ausdruck der Akademie hinterfragt.

‚ÄĘ Eingangssituation und die architektonisch sehr unterschiedliche Haltung der Zentralverwaltung k√∂nnen nicht √ľberzeugen. Die Belichtung der B√ľros mit Orientierung in die Innenh√∂fe wird kritisch gesehen.

‚ÄĘ Trotz der interessanten Idee alle Bereiche mit dem Spine und einem Loop zu verbinden fehlt die geforderte N√§he aller Sporteinrichtungen. Die Fu√üballhalle liegt sehr isoliert.

‚ÄĘ Die Verflechtung zwischen Landschaft und Architektur kann Qualit√§ten bieten. Doch wird sie in wesentlichen Bereichen nicht zufriedenstellend gel√∂st. Insbesondere die weitl√§ufigen begehbaren Freifl√§chen auf den Geb√§udeteilen werden nur bei intensiver Nutzung als qualit√§tvoll erlebt.
2. Phase

2. Phase

Lageplan

Lageplan

2. Phase

2. Phase

Detail Lageplan

Detail Lageplan

2. Phase

2. Phase

2. Phase

2. Phase

Lage

Lage

2. Phase

2. Phase

Transformation

Transformation

2. Phase

2. Phase

Funktionsverteilung

Funktionsverteilung

2. Phase

2. Phase

Pavillions im park

Pavillions im park

1. Phase

1. Phase

1. Phase

1. Phase

1. Phase

1. Phase

Ansicht Ost und Ansicht Nord

Ansicht Ost und Ansicht Nord