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Nichtoffener Wettbewerb | 12/2015

Neubau der Gustav-Heinemann-Gesamtschule

Visualisierung

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2. Preis

Preisgeld: 75.000 EUR

ARCHITEKTEN BDA RDS PARTNER

Architektur

STADLER PRENN ARCHITEKTEN

Architektur

bbz landschaftsarchitekten

Landschaftsarchitektur

ISW Ingenieur GmbH Schmidt & Willmes

TGA-Fachplanung

ErlÀuterungstext

StĂ€dtebau und Ă€ußere Erschließung


Der Stadtteil Schonnebeck nordöstlich von Essen wird vorwiegend von ruhiger Wohnbebauung und kleinerer Blockbebauung umgeben. Der Standort der neuen Schule zeichnet sich bereits jetzt durch die privilegierte Lage an einem geschĂŒtzten WaldstĂŒck aus, welches Teil eines ĂŒbergeordneten GrĂŒnzugs darstellt, ein Relikt des einstigen Waldes, dessen Baumbestand das Gesamte SchulgrundstĂŒck bedeckte. Diese besondere AtmosphĂ€re und AußenraumqualitĂ€t zeichnet den Standort aus und soll durch den Neubau fĂŒr die SchĂŒler und Lehrer wieder erlebbar gemacht werden.

Das neue GrundstĂŒcksgelĂ€nde wird im Norden vom Emscher Park Radweg / Nordsternweg flankiert, sowie im Nordosten vom GelĂ€nde der bestehenden Sporthallen der Gustav-Heinemann-Gesamtschule und im SĂŒdosten vom Stadtbad Nord-Ost. Es ist somit bereits Bestandteil des Schulcampus der im Grunde seinen Schwerpunkt zur Haupterschließungsstraße Schonnebeckhöfe verlagert.

Um dem BestandsschulgebĂ€ude die großformatige MaßstĂ€blichkeit zu nehmen, haben wir das neue Schulzentrum behutsam und kompakt in die Waldlandschaft eingegliedert um eine optimale Außenraumsituationen zu ermöglichen. Wir haben das gewĂŒnschte Raumprogramm in 3 Einzelkörper aufgeteilt. Den Kopf und Verteiler der SchulhĂ€user bildet das leicht vorgelagerte zweigeschossige Empfangshaus, das den Haupteingang der Schule, die Pausenhalle und Aula sowie die MusikrĂ€ume im EG und naturwissenschaftlichen UnterrichtsfĂ€cher im OG aufnimmt.

Das zweigeschossige Empfangshaus steht in unmittelbarer NĂ€he der Kreuzung Schonnebeckhöfe und mit ausreichendem Abstand zur benachbarten Wohnbebauung; es funktioniert als Verteiler und wird von den zwei 3-geschossigen LernhĂ€usern (Lernhaus SEK1, Lernhaus SEK2) flankiert. Die 3 GebĂ€ude zusammen bilden das neue Schulensemble. Durch die versetzte Anordnung der HĂ€user und die stĂ€dtebaulich eindeutige Setzung auf dem GrundstĂŒck bildet sich zur Schonnebeckhöfe ein Vorplatz aus, der auf selbstverstĂ€ndliche Weise sowohl auf die hauptsĂ€chlichen Ströme der SchĂŒler vom SĂŒdosten ĂŒber die Hauptstraße (ÖPNV Buslinie 170, 183) reagiert als auch eine unmittelbare Eingangssituation fĂŒr SchĂŒler mit Fahrrad und die Zufahrt fĂŒr PKWÂŽs ermöglicht. Die Erschließung ĂŒber den Park-Radweg wird hinter die Sporthallen verlegt, aber bleibt erhalten. Auf diese Weise kann allen unterschiedlichen Erschließungsrichtungen entsprochen werden.

Das GebĂ€udeensemble nimmt den Bezug der benachbarten Sporthalle und Stadtbad auf und ordnet sich dem stĂ€dtebaulichen Rahmenplan unter. Somit entsteht eine Vorplatzsituation zur Kreuzung und nördlich zu den Sporthallen ein großzĂŒgig angelegter Pausenhof in direkter Verbindung zu den Sportanlagen. Die Gesamtkomposition fasst den Sportbereich der Schule rĂ€umlich, trennt die anliegende Straßen und Wohngebiete akustisch und öffnet das Lernhaus SEK I zum Schulpark. Das sĂŒdwestlich gelegene Lernhaus SEK I (reines Lernhaus) und das nordöstlich gelegene Lernhaus SEK II (Bibliothek, Lehrer, Verwaltung, SEK II) sind als identifizierbare Baukörper klar ablesbar und erhalten jeweils einen großzĂŒgigen grĂŒnen Hof. Die Lichthöfe sind so positioniert, dass einige fĂŒr diesen Ort so typischen BĂ€ume erhalten und durch spĂ€tere Neupflanzungen ergĂ€nzt werden können.
Die stĂ€dtebauliche Anordnung folgt somit dem Wunsch des Auslobers, ein kompaktes SchulgebĂ€ude zu schaffen, das Platz fĂŒr großzĂŒgige Außenanlagen und qualitativ hochwertige AufenthaltsrĂ€umen.


Architektur und GestaltungsqualitÀten

Drei klar ablesbare HĂ€user bilden die zusammengefasste kompakte GebĂ€udeform. Das GebĂ€udevolumen wird mit horizontalen und vertikalen Abstufungen fĂŒr die optimale Umsetzung des gewĂŒnschten Raumprogramms strukturiert. Die somit entstandene Gesamtform platziert sich harmonisch auf das GrundstĂŒck. Das GebĂ€udeensemble wird so verteilet, dass es aus keinem Blickwinkel vollumfĂ€nglich erfasst werden kann und somit eine neue und schĂŒlerfreundliche MaßstĂ€blichkeit entsteht. Die zwei Lichthöfe unterstĂŒtzen dies im Inneren.

Unmittelbar an den Schnittstellen der beiden flankierenden LernhĂ€user nördlich und westlich der Aula liegen die großzĂŒgig angelegten skulpturalen Erschließungstreppen, die vom Pausenhof kommend die 3-geschossigen LernhĂ€user erschließen. Das gesamte Erdgeschoss ist durch fließende RaumĂŒbergĂ€nge einladend gestaltet und steht allen SchĂŒlern offen. Auf diese Weise wird eine Vielzahl unterschiedlicher Raumangebote an die SchĂŒler gemacht, die durch ihre natĂŒrliche Belichtung, die vielfĂ€ltigen BlickbezĂŒge im Innen- und Außenraum, die bewusste Materialwahl und die flexible Möblierung eine hohe AufenthaltsqualitĂ€t schaffen.

Die einheitliche Außenwirkung der HĂ€user wird ĂŒber ein umlaufendes Balkonsystem zusammengefasst und beruhigt. Die SchĂŒler flĂŒchten im Brandfall ĂŒber Fluchtbalkone nach außen. Die Fluchtbalkone sind integrativer Bestandteil der Fassadengestaltung und werden in bestimmten AbstĂ€nden durch Holzlamellen gegliedert, um das GebĂ€udevolumen klar zu fassen und einen anteiligen Sichtschutz herzustellen. Die thermische Außenhaut des GebĂ€udes wird ĂŒber eine Holz-Alu-Fensterelementen- und Thermofassade aus hochgradiger Vorfertigung vorgeschlagen. Mit einer witterungsbestĂ€ndigen Faserzementfassade werden sowohl Brandschutzanforderungen, Graffitischutz und Farbgestaltung gewĂ€hrleistet. Die SĂŒdwest- und SĂŒdostfassaden erhalten zusĂ€tzliche Sonnenschutzanlagen, die je nach Bedarf erweiterbar sind. Die markanten GebĂ€udeecken im Bereich der FluchttreppenhĂ€user erhalten eine vertikale Akzentuierung durch senkrechte Holzlamellen. Die Gesamtwirkung der Fassade besteht somit aus mehrschichtigen Fassadenebenen, die dadurch ein interessantes Licht- und Schattenspiel erzeugt.
Das Empfangshaus erhĂ€lt ĂŒber der Aula ein linear tragendes Glasdach zur natĂŒrlichen Belichtung und BelĂŒftung.
Die KlassenrĂ€ume erhalten einen strapazierfĂ€higen und farblich akzentuierten Linoleumboden mit darunter liegender Fußbodenheizung. Zur SchalldĂ€mpfung der UnterrichtsrĂ€ume werden deckenseitig leicht strukturierten Akustikpaneelen angebracht, um eine optimale SprachverstĂ€ndlichkeit zu garantieren. Die KlassenrĂ€ume werden fassadenseitig ĂŒber die raumhohen Fensterelemente und flurseitig ĂŒber Oberlichter zusĂ€tzlich natĂŒrlich belichtet. Die KlassenrĂ€ume erhalten einen großen Holzanteil ĂŒber die Fassade und den Einbauten, die TrennwĂ€nde sind als massive Trockenbaukonstruktionen geplant, mit Feuchtigkeits-regulierenden Materialien.


Außenraum und deren Gestaltung- und AufenthaltsqualitĂ€ten

Freiraumkonzept
Durch die neue Lage und Anordnung der Baukörper werden großzĂŒgige, funktionale und abwechslungsreiche Außenanlagen geschaffen welche den Neubau, die Sporthallen und das Stadtbad zu einem Campus zusammenfassen. Von der GebĂ€udeform abgeleitet entsteht eine klare Struktur, die die Anlage in 3 Teile gliedert: Im SĂŒden bildet der jederzeit zugĂ€ngliche Stadtplatz die neue Eingangssituation und verbindet die SchulgebĂ€ude mit dem Stadtbad. Im Osten entsteht zwischen der Schule und den Sporthallen der großzĂŒgige Schulhof mit angrenzenden Sportbereichen. Im Nordwesten erstreckt sich der Schulpark als weitlĂ€ufiger und ruhiger Gartenraum. Alle Bereiche sind sowohl ĂŒber die Aula zugĂ€nglich als auch ĂŒber eigene Zugangswege. Ein sekundĂ€res Wegenetz verbindet die Bereiche untereinander und schafft sinnvolle Wegebeziehungen. Entlang der westlichen und der nördlichen GrundstĂŒcksgrenze wird der bestehende Gehölzbestand erhalten, welcher das SchulgelĂ€nde von der Umgebung abgrenzt. Im SĂŒdosten wird der Gehölzbestand ergĂ€nzt. Die Einfriedung des SchulgelĂ€ndes ist ĂŒber ZĂ€une und Tore gewĂ€hrleistet.

Stadtplatz
Die gegen die Stichstraße geneigte PlatzflĂ€che bildet den Moment des Ankommen an der Gustav-Heinemann-Gesamtschule. Der Eingangsbereich stellt einen klar definierten Außenraum mit Piazza-AtmosphĂ€re zum Verweilen dar. Der direkte Zugang zur Stadtbibliothek und der Cafeteria mit AußenplĂ€tzen generieren auch außerschulisch einen neuen interessanten Ort zum Verweilen. BĂ€ume und Sitzelemente gliedern verschiedene Aufenthaltsbereiche. Der Großteil der geforderten FahrradstellplĂ€tze und der Haltebereich fĂŒr den Schulbus sind hier angeordnet. Die Anlieferung erfolgt ebenfalls ĂŒber den Platz. Behindertengerechte StellplĂ€tze befinden sich in unmittelbarer NĂ€he östlich des Stadtplatzes. Die Kiss- and Ridezone wird an der Schonnebeckhöfe angeordnet.

Schulhof und Sportanlagen
Der ĂŒber die großzĂŒgige Aula zugĂ€ngliche Schulhof erstreckt sich mit unterschiedlichsten Verweilmomenten bis hin zu den Sporthallen. Ruhige Bereiche und AktivitĂ€ten fĂŒr jĂŒngere SchĂŒler und SchĂŒlerinnen sind nĂ€her am GebĂ€ude angeordnet als solche fĂŒr Ă€ltere Kinder und Jugendliche. Aufenthaltsbereiche, ein Kletterspielplatz und Tischtennisplatten sind im direkten GebĂ€udeumfeld angeordnet. Ein SoccerkĂ€fig, Streetballkörbe und eine Skateanlage befinden sich im hinteren Teil der PausenhofflĂ€che. Frei gesetzte GroßbĂ€ume strukturieren den zentralen Bereich des Platzes. Ein Baumdach schliesst den Pausenhof im Bereich der Sporthalle ab. Die ĂŒbersichtlichen Randbereiche bleiben frei von BĂ€umen gehalten. Hier sind zusĂ€tzliche Sitzelemente und Mastleuchten angeordnet.
Nördlich des Schulhofs liegen die Sportanlagen mit dem multifunktionalem Kleinspielfeld (optional vor der Sporthalle s. Lageplan). Die Sportanlagen sind gegenĂŒber dem Schulhof 50cm abgesenkt und werden von einer Sitzkante und Sitzstufen eingefasst. Eine Baumreihe schafft eine optische Trennung zum SchulgebĂ€ude. Die 130m-Sprintstrecke mit integrierter Weitsprunganlage liegt an der nördlichen GrundstĂŒcksgrenze und schafft die Verbindung zu der Kugelstoßanlage welche im Nordwesten liegt. Die Sprintstrecke ist Teil der 400m-Laufbahn, die durch den Schulpark fĂŒhrt. Die Sportfreianlagen werden von einer Flutlichtanlage beleuchtet. Die Nutzung der Sportanlage ausserhalb der Schulzeiten ist berĂŒcksichtigt.

Schulpark
Der Schulpark bildet den leiseren und ruhigeren Teil der PausenhofflĂ€chen. Eine kleinere PlatzflĂ€che bildet den Übergang in den Park. Hier ist ein Pausenpavillon mit ĂŒberdachtem FahrradstellplĂ€tzen und MĂŒllsammelstelle und ein zweiter Zugang zum SchulgebĂ€ude angeordnet. Aufenthaltsbereiche und grĂŒne Klassenzimmer strukturieren die PlatzflĂ€che. Weitere Lerninseln sind in den weitlĂ€ufigen WiesenflĂ€chen verteilt. In der nĂ€he des Platzes befindet sich der Schulgarten

GrĂŒner Hof und Lesegarten
Der Hof im Nordtrakt wird als begehbarer Garten mit robusten Stauden und BĂ€umen gestaltet. Der Hof bei der Bibliothek wird mehrheitlich befestigt gehalten und mit wenigen BĂ€umen gestaltet. Eine freie Bestuhlung und PflanzkĂŒbel mit lichten schirmförmigen Großgehölzen laden zum verweilen und lesen ein.

Sporthallen und Stadtbad
Die Bereiche um die Sporthallen und das Stadtbad werden saniert und mit neuen Wegebeziehungen in das Gesamtensemble integriert. Die Sporthallen werden ĂŒber die SchulhofflĂ€che an die Schule angebunden. Zwischen den beiden Sporthallen sind optional weitere Sportanlagen möglich. Der Stadtplatz wird auf dem GelĂ€nde des Stadtbads verlĂ€ngert und bildet in aufgelockerter Form die Schnittstelle zwischen Schule, Stadtbad und Bushaltestelle. Die PKW-StellplĂ€tze fĂŒr die Schule und das Bad werden zu großen Teilen entsiegelt und an selbiger Stelle in kompakter Form neu organisiert.


OberflÀchen/ Materialien/ Beleuchtung
Ein einheitlicher Belag aus Naturstein fasst die FreirĂ€ume der Gustav-Heinemann-Grundschule zusammen. Als gestocktes Material wird es heutigen Anforderungen an Barrierefreiheit und guter Begehbarkeit gerecht. Die untergeordneten Wege und die Innenhöfe sind mit einer wassergebundenen Wegedecke versehen. An den wichtigen Aufenthaltsbereichen laden großzĂŒgige SitzbĂ€nke mit Holzauflage zum Verweilen ein. Die Beleuchtung der Zugangswege ĂŒbernehmen schlichte Lichtstelen. Auf den PlatzflĂ€chen kommen Lichtmaste zur Verwendung. Die Sportanlage wird mit einer Flutlichtanlage ausgeleuchtet. AbfallbehĂ€lter werden an den Aufenthaltsorten und AusgĂ€ngen platziert.

Raumprogramm / Nutzungsverteilung und Zuordnung

Eingang zur Schule / Empfangshaus / Aula
Über einen großzĂŒgigen Vorplatz wird die Schule durch ein zweigeschossiges EmpfangsgebĂ€ude barrierefrei betreten. Unmittelbar am Haupteingang befinden sich der Zugang zur Stadtteilbibliothek und Cafeteria/Mensa. Von diesem Eingang gelangen die SchĂŒler ebenso in die zentrale Pausenhalle/Aula, die sich großzĂŒgig zum anliegenden Pausenhof hin öffnet und ĂŒber einen Luftraum mit Glasdach natĂŒrlich belichtet wird. Dieser zentrale Kommunikationsort und Treffpunkt bildet das Herz des Schulensembles. Durch anpassbare / verschiebbare Mobiliare können in der Pausenhalle separate Bereiche definiert werden. Bei Regenwetter dient er als angenehm ausgestatteter Verweilort fĂŒr die großen Pausen. Der so entstandene multifunktionale Raum eignet sich auch fĂŒr Veranstaltungen und Ausstellungen aller Art. FĂŒr SchulauffĂŒhrungen können die angelagerten MusikrĂ€ume geöffnet werden und dienen als BĂŒhne, die Pausenhalle wird zum Zuschauerraum fĂŒr bis zu 500 GĂ€ste. An den ÜbergĂ€ngen zu LernhĂ€usern befinden sich jeweils behindertengerechte WC Anlagen und die AufzĂŒge.
Durch die Galerieausbildung der Aula / Pausenhof entstehen Einblicke in die darĂŒber liegenden naturwissenschaftlichen LehrrĂ€ume; hier befinden sich fĂŒr beide LernhĂ€user spezialisierte Lern- und Unterrichtsbereiche(Nawi). Das Empfangshaus bildet ein Gelenk zwischen den beiden SchulhĂ€usern aus. Durch die rĂ€umliche PrĂ€gnanz der Pausenhalle wird das GebĂ€ude auch innerrĂ€umlich zum Zentrum und Herz der Schule.

Bibliothek und Cafeteria
Das Erdgeschoss nimmt die kombinierte Schul- und Stadtbibliothek auf, die sich sowohl auf den großen Vorplatz als auch zum begrĂŒnten Innenhof öffnet. Ein separater Zugang von Außen lĂ€sst eine Nutzung unabhĂ€ngig der Öffnungszeiten der Schule zu, eine sinnfĂ€llige interne Erschließung aus der Pausenhalle macht die Bibliothek fĂŒr beide HĂ€user attraktiv.
Die Mensa/Cafeteria wird unmittelbar am Haupteingang links angeordnet und öffnet sich zum Vorplatz. Der Speisebereich der Cafeteria ist von Innen ĂŒber die Aula zugĂ€nglich. Zwei separate PausenverkaufsflĂ€chen orientieren sich auf die jeweiligen PausenhofflĂ€chen und sind aufgrund der hohen Auslastung von Innen und außen nutzbar. Der Speisebereich der Mensa wird durch die Lage am Vorplatz zweiseitig belichtet und lĂ€sst sich in unterschiedliche Bereiche zonieren, am Nachmittag kann die Mensa als Cafeteria und Treffpunkt dienen.

Lernhaus SEK I
Das Organisationsprinzip des Lernhauses besteht grundsĂ€tzlich in der ringförmigen Anordnung der KlassenrĂ€ume an der Außenseite der Baukörper. Durch das innovative und ĂŒber Fluchtbalkone organisierte Brandschutzkonzept können offen und frei gestaltete Lernlandschaften mit Blickbeziehungen zu den GrĂŒnen Höfen, eingestreute Lerninseln, sowie Ruhezonen und frei bespielbare Kreativbereiche angeboten werden.
In jedem Geschoss befinden sich diametral zueinander jeweils die GruppenrĂ€ume (groß und klein), mit Time-Out und Team Station und zwei informellen Lern-und Aufenthaltsbereiche fĂŒr jeweils 2 JahrgĂ€nge; sie bilden mit den dazugehörigen KlassenrĂ€umen die Lerncluster. Im Lernhaus SEK1 befinden sich im Erdgeschoss die Abteilungen der JahrgĂ€nge 5/6 , im 1. Obergeschoss die Abteilungen der JahrgĂ€nge 7/8 und im 2. Obergeschoss die JahrgĂ€nge der Abteilungen 9/10. Das Haus SEK1 ist somit funktional ein reines Lernhaus. Die Garderobenbereiche sind jeweils vor den KlassenrĂ€umen platziert, die SanitĂ€rrĂ€ume liegen unmittelbar an den Zugangsbereichen der Erschließungstreppen der Geschosse.

Lernhaus SEK II (multifunktional)
Im Erdgeschoss befindet sich die Schul- und Stadtbibliothek mit internem Lesegarten. Rund um den GrĂŒnen Hof reihen sich die spezialisierten Lern-/ Unterrichtsbereiche der SEK I + II ( FachrĂ€ume fĂŒr Kunst, Hauswirtschaft, Informatik und Kunst).
Im 1. Obergeschoss befindet sich der allgemeine Verwaltungsbereich mit Lehrerzimmer, SekrĂ€tariat und Schulleitung mit NebenrĂ€umen. Die Bereiche fĂŒr individuelle Beratung, Therapie und Gesundheit liegen hier sinnvoll in unmittelbarer Umgebung.
Im 2. Obergeschoss befinden sich die Lernetage der SEK II. Das Geschoss ist von der rÀumlichen Aufteilung identisch der SEK I, mit eigenem Zugang zum Dachgarten.
Brandschutzkonzept

In der Planung werden die Schutzziele des § 17 BauO NRW durch die innovative und fortschrittliche Brandschutzkonzeption sichergestellt. Vorrangiges Schutzziel ist der Personenschutz. Dies betrifft sowohl die Möglichkeit zur Flucht und Eigenrettung als auch die Möglichkeit der Feuerwehr zur BrandbekÀmpfung und zur Rettung von Personen.
Durch das Rettungswegekonzept wird eine maximale flexible Nutzung des Innenraumes bei gleichzeitig maximaler Sicherheit der Nutzer gewÀhrleistet.
Die Rettungswege werden fĂŒr die KlassenrĂ€ume ausschließlich ĂŒber offene GĂ€nge nach § 38 (5) BauO NRW zu Außentreppen gefĂŒhrt, die aufgrund der Lage im Brandfall nicht gefĂ€hrdet werden können. FĂŒr Jeden Klassenraum stehen zwei entgegengesetzte Rettungswege zu zwei verschiedenen Außentreppen zur VerfĂŒgung. FĂŒr den Innenbereich stehen Rettungswege ĂŒber direkte ZugĂ€nge zu den Außenbalkonen zur VerfĂŒgung.
Damit ermöglicht das Rettungswegkonzept eine maximal flexible Nutzung und Gestaltung des Innenraumes fĂŒr die pĂ€dagogischen Aufgaben der Schule. Die alltĂ€glichen BedĂŒrfnisse in den Erschließungszonen werden von den sonst ĂŒblichen brandschutztechnischen EinschrĂ€nkungen nahezu vollstĂ€ndig entzerrt.
Hinsichtlich des Einsatzes nachhaltiger Baustoffe im Fassadenbereich wird unter BerĂŒcksichtigung der Musterbauordnung in Abstimmung mit dem Bauordnungsamt und der Feuerwehr eine fĂŒr alle Seiten akzeptable Lösung erarbeitet.
Auf dem AußengelĂ€nde wird fĂŒr die Feuerwehr sowohl fĂŒr die RettungskrĂ€fte als auch fĂŒr die AngriffskrĂ€fte eine Umfahrung sichergestellt, die eine schnelle Erreichbarkeit des betroffenen Bereichs gewĂ€hrleistet. Dabei sind aufgrund der ausschließlich baulichen FĂŒhrung der Rettungswege lediglich BewegungsflĂ€chen vorzuhalten.
Im Brandschutzkonzept werden auch die Belange der SchĂŒler, Lehrer und Besucher mit motorischen und sensorischen EinschrĂ€nkungen in Abstimmung mit der Feuerwehr berĂŒcksichtigt.
EvakuierungsplĂ€ne mit Angabe der festgelegten Fluchtwege und der vorhandenen EvakuierungsgerĂ€te werden auf Informationstafeln taktil, visuell und akustisch so gestaltet, dass sie auch fĂŒr SchĂŒler mit Behinderungen verstĂ€ndlich sind.


Realisierbarkeit / Bauabschnitte

Der vorliegende Entwurf hĂ€lt alle baurechtlichen Vorgaben ein und bewegt sich innerhalb dem festgesetzten Maß der baulichen Nutzung. Der sĂŒdlich zum Wohngebiet gelegene akustische Schutzstreifen wird von der Bebauung freigehalten. Alle Sportanlagen befinden sich nördlich der SchulgebĂ€ude hin zum Emscher Radweg Damm, und stören auch im Wochenendbetrieb nicht die umliegende Wohnbebauung. Das Schulensemble kann in den gewĂŒnschten Bauphasen realisiert werden: Nach Rodung des WaldstĂŒckes kann das 2-geschossige Empfangshaus mit dem anliegenden 3-geschossigen Lernhaus SEK I realisiert werden, die zur Sporthalle verlaufende Stichstraße bleibt erhalten. Die Außenanlagen mit Pausenhof Vorplatz und Sportanlagen inklusive Schulpark können zu großen Teilen realisiert werden. Das Lehrpersonal muss in dieser Zeit noch ihr altes SchulgebĂ€ude benutzen, ebenso die höheren Klassenstufen der SEK II. In einer zweiten Phase kann das Lernhaus SEK II realisiert werden. Bibliothek, Verwaltung Lehrerbereich und die Lernetage der SEK II können vollstĂ€ndig umziehen. Die Stichstraße wird im Verlauf leicht angepasst, die alte Schule ist somit freigestellt. Aufgrund der Bodengrundsituation ist eine Unterkellerung nicht realisierbar. Der Anschlussraum wird sĂŒdlich des GrundstĂŒckes außerhalb des GebĂ€udes im 1. Bauabschnitt realisiert. Die LĂŒftungszentralen liegen auf den DachflĂ€chen der 3-geschossigen LernhĂ€user und sind von unten nicht einsehbar.
Bauablauf - Terminsteuerung
In den beigefĂŒgten GeneralablaufplĂ€nen ist die termingerechte Darstellung der Baumaßnahme in jeweils zwei Bauabschnitten dargestellt. Hierbei wurden zwei grundsĂ€tzliche Verfahrensweisen beleuchtet. Zum einen die Vergabe ĂŒber Einzelgewerke, zum anderen eine GU- bzw. Teil-GU-Vergabe. Beim Einsatz eines Teil-GU kann ein Zeitpuffer von ca. 8 KW angenommen werden. Um die Bauarbeiten zum frĂŒhestmöglichen Termin starten zu können, wurden die umfangreichen Erdarbeiten als vorgezogene Maßnahme angesetzt. Die Vorgaben zu den Vergabeverfahren gem. VOB/A wurden hierbei berĂŒcksichtigt. Der Bauablauf wurde so konzipiert, dass durch die Erstellung der geschlossenen GebĂ€udehĂŒllen sowohl fĂŒr den ersten als auch fĂŒr den zweiten Bauabschnitt ein negativer Einfluss ungĂŒnstiger WitterungsverhĂ€ltnisse auf den Bauprozess minimiert werden.
Durch eine Staffelung der Ausbauphasen der zwei Bauabschnitte können die jeweiligen Gewerke kontinuierlich ausgefĂŒhrt werden.
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MODELL

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Visualisierung

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BLATT 1

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Modell

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BLATT 2

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Plan 1

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BLATT 3

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Plan 2

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BLATT 4

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Plan 3

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BLATT 5

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Plan 4

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BLATT 6

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Plan 5

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BLATT 7

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Plan 6

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BLATT 8

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Plan 7

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Plan 8

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