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Begrenzt offener Realisierungswettbewerb | 11/2006

Neubau der Psychiatrie im Bezirkskrankenhaus

Perspektive Zentraler Platz

Perspektive Zentraler Platz

Ankauf

APB. Schneider Andresen Pommée Architekten und Stadtplaner PartG mbB

Architektur

studio grĂŒngrau Landschaftsarchitektur GmbH

Landschaftsarchitektur

ErlÀuterungstext

K O N Z E P T
Es wird angestrebt, den Charakter der Gesamtanlage mit den villenartigen EinzelgebÀuden und die Erfordernisse eines modernen Klinikbetriebes (WegelÀngen, Personaleinsatz) in Einklang zu bringen.
Dabei wird zugrunde gelegt, dass psychiatrische Patienten, schon allein wegen der lĂ€ngeren Verweildauer und der geringeren BettlĂ€gerigkeit, eine andere Umgebung als Patienten der Regelversorgung beanspruchen. Dies gilt fĂŒr die Einheit „Station“, besonders wenn die FreizĂŒgigkeit beschrĂ€nkt wurde, die durchaus „haushaft“ erscheinen darf. Ebenso sollte die Gesamtanlage zur ErgĂ€nzung der Parklandschaft auch urbane Elemente enthalten.
Die 18 psychiatrische Stationen verteilen sich auf 6 dreigeschossige GebĂ€ude. 7 Doppelstationen sind horizontal koppelbar, 2 vertikal. Innerhalb der Stationen befinden sich aufgelockerte FlurflĂ€chen mit AufenthaltsqualitĂ€t, durch ein Atrium natĂŒrlich belichtet und belĂŒftet.
Die Neubauten werden um einen „Campus“ gruppiert mit der Kirche als Mittelpunkt und vertikales Merkzeichen, auch zur Akzentuierung des neuen Hauptzugangs.
Die weißen kubischen Baukörper im Sinne der klassischen Moderne ergĂ€nzen den ensemblegeschĂŒtzten Bestand. Die historische Kernanlage wird durch das Wasserbecken mit dem oberbelichteten Gang hervorgehoben und stellt den zentralen Treffpunkt der Neuanlage mit eigener IdentitĂ€t dar.
Hausweise zugeordnete PatientengĂ€rten bieten weitere Erholungsbereiche fĂŒr Personen, die den Park nicht betreten dĂŒrfen.
Der oberbelichtete Versorgungsgang verbindet auf -3,10 m die Neubauten untereinander, sowie die HĂ€user 3 und 4. Es wird so die Vereinbarkeit der aufgelockerten Bebauung im parkartigen GrundstĂŒck mit den Erfordernissen eines rationellen Krankenhausbetriebes hergestellt.
Zentrale Funktionen und Anlieferung liegen an der sĂŒdlichen Ringstraße, die Stationen bzw. Doppelstationen sind zusĂ€tzlich dezentral anfahrbar.
Im 1. Bauabschnitt werden das GebĂ€ude fĂŒr zentrale Funktionen mit ITS und Neurologie und 12 Psychiatrische Stationen erstellt. Nach Abriss des bestehenden Bettenhauses erfolgt der Bau der restlichen 6 Stationen unter Einbeziehung der bestehenden HĂ€user 3 und 4.
B A U K O N S T R U K T I O N
Massivbauweise. In Bereichen ohne Anforderungen an die RaumflexibilitĂ€t tragendes Mauerwerk. Die Fassaden sind weiß geputzt auf mineralischer WĂ€rmedĂ€mmung. Fenster der Bettenzimmer und LĂŒftungselemente aus Holz.
Die BrĂŒstungen der Bettenzimmer haben eine Höhe von 60 cm, um den Ausblick vom Bett in den Park zu ermöglichen.
Die einzelnen Stationen erhalten großzĂŒgige Loggien. Rankspaliere, im Wechsel angeordnet mit fester Verglasung, bieten Ausblick, DurchlĂŒftung und Absturzsicherheit. Alle Verglasungen als Sicherheitsverglasungen in abzustimmender Klassifikation.
Auf den unterirdischen Gang zwischen den neuen GebĂ€udekörpern weißt ein Weg durch die WasserflĂ€che hin, welcher ĂŒber einen rutschfesten Glasbelag in Teilbereichen, die Belichtung dieses Ganges gewĂ€hrleistet.
E N E R G I E K O N Z E P T
Den RĂ€umen angepaßte FenstergrĂ¶ĂŸen, außenliegender Sonnenschutz und die Speichermassen der Massivbauweise ermöglichen es, auf lufttechnisch behandelte Bereiche weitestgehend zu verzichten. Sonnenkollektoren auf den DĂ€chern zur VorerwĂ€rmung des Brauchwassers, Speicher und WĂ€rmetauscher hausweise im Untergeschoß. Nach Möglichkeit sollen die Neubauten vom vorhandenen Heizkraftwerk mitversorgt werden.
Die Haustechnikzentralen sind im Bereich des Verbrauchsschwerpunktes (ITS, IMC, Phys. Therapie, Untersuchung und Behandlung) angeordnet.
In nicht unterkellerten GebÀudeabschnitten wird zur Aufnahme der Installation ein Kriechkeller (H = 1.4m) im Flurbereich vorgesehen.
A U S S E N A N L A G E N
Die vorgefundenen Wege werden erhalten und mit den neuen, orthogonalen Wegestrukturen ĂŒberlagert.
Unter Einbeziehung des alten, erhaltenswerten Baumbestandes konzentriert sich die Landschaftsarchitektur auf eine neue zentrale Achse der Anlage.
Insgesamt soll die Mittelachse mit farbenfrohem Natursteinbelag versehen werden, um das vielfÀltige Spiel der BlÀtter der BÀume aufzugreifen. Neugepflanzte Baumalleen weisen Richtung und nehmen die Orientierung der Kirche auf.
Neben diesem klaren, gebauten Bereich werden die ĂŒbrigen Bereiche der Anlage mit Aufwertungen der Wegestrukturen und Hervorhebung der Sitzbereiche geordnet, aber in Ihrem grĂŒnen Gesamteindruck unterstrichen. PatientengĂ€rten und allgemeinzugĂ€ngliche Freibereiche werden durch klare GrĂŒnstrukturen und Staudenpflanzungen zu Orten der Kontemplation und Ruhe.
Perspektive Zentraler Platz

Perspektive Zentraler Platz

Lageplan

Lageplan

Lageplan

Lageplan

Modell

Modell

Modell

Modell