modgnikehtotsyek
ALLE WETTBEWERBSERGEBNISSE, AUSSCHREIBUNGEN UND JOBS Jetzt Newsletter abonnieren

Nichtoffener Wettbewerb | 08/2014

Neubau des Gemeindezentrums der Katholischen Kirchengemeinde Heilig Kreuz

© LIMA* architekten | Lisa Bogner und Tobias Manzke

© LIMA* architekten | Lisa Bogner und Tobias Manzke

3. Preis

Preisgeld: 3.000 EUR

LIMA architekten | Lisa Bogner und Tobias Manzke

Architektur

silands | Gresz + Kaiser Landschaftsarchitekten PartG mbB

Landschaftsarchitektur

Beurteilung durch das Preisgericht

Die Verfasser schlagen einen eingeschossigen, L-f√∂rmigen Bauk√∂rper vor, der pr√§zise in das vorhandene bauliche Umfeld eingef√ľgt ist und dabei ganz beil√§ufig die Baufluchten der zwei angrenzenden Stra√üen aufnimmt. Durch die gezielt flache Ausbildung des Neubaus soll die Bedeutung der Kirche als ein fernwirksames Geb√§ude unterst√ľtzt und keinesfalls in Frage gestellt werden. Ob diese zun√§chst sympathische Idee auch stadtr√§umlich sinnvoll ist, wird im Preisgericht kontrovers diskutiert. Einerseits wird diese Geste als angemessen angesehen, andererseits wird die Frage gestellt, ob das neue Gemeindezentrum nicht einer st√§rkeren Pr√§senz bedarf.

Positiv bewertet wird der deutliche Bezug zur Kirche, der √ľber den gut dimensionierten Platzraum vor dem neuen Gemeindezentrum angeboten wird. Dieser angenehm proportionierte Raum k√∂nnte vielf√§ltige Aktivit√§ten erm√∂glichen und zu einem wichtigen Anlaufpunkt der Gemeinde entwickelt werden. Durch das Angebot des Vorplatzes f√ľr √∂ffentliche Nutzungen und die Ausbildung seiner R√§nder entwickelt das Gemeindehaus eine offene und einladende Geste. Die Kirche wird dabei zum selbstverst√§ndlichen Teil des Gesamtensembles. In der Logik des Entwurfes nicht nachvollziehbar, ist die vorgesehene Verglasung der am √∂stlichen Rand des Platzes gelegenen Arkade. Die vor dem Geb√§ude geplanten Behindertenstellpl√§tze sind in der Lage funktional zwar nachvollziehbar, hinsichtlich angedachter Platzqualit√§t wird deren Positionierung kritisch gesehen. Darauf hinzuweisen ist, dass durch die Eingeschossigkeit des Hauses ein angenehmer √úbergang zum benachbarten Wohngeb√§ude an der Ammannstra√üe hergestellt wird.

Der Entwurf √ľberzeugt durch eine sehr kompakte und √ľbersichtliche Organisation. Die K√ľchenausgabe wird als zentraler Anlaufpunkt geschickt angeordnet. Der Saal ist bewusst direkt und gut zug√§nglich am Foyer geplant. Die Ausk√∂mmlichkeit der Tageslichtnutzung w√§re zu kl√§ren. Das vorgeschlagene Oberlicht wirkt etwas √ľberdimensioniert. Die gew√ľnschte Zuschaltbarkeit des Sitzungsraumes ist gegeben.

Negativ wird die Lage des Gruppenraumes 2 bewertet, der in gro√üer Entfernung vom Foyer in der nord√∂stlichen Geb√§udeecke positioniert ist. Die Registratur ist zu prominent an der Ecke Seestra√üe / Ammannstra√üe geplant. Dies gilt auch f√ľr den Ger√§te- bzw. M√ľllraum an der Seestra√üe. F√ľr pastorale Mitarbeiter w√§ren jeweils einzelne B√ľros einzuplanen. Die Grundrissdisposition k√∂nnte eine vom √∂ffentlichen Bereich getrennte Nutzung der B√ľror√§ume erlauben, was vom Nutzer gew√ľnscht und positiv bewertet wird.

Die Verfasser entwickeln ein Geb√§ude das hinsichtlich der Fassadengestaltung noch nicht vollumf√§nglich √ľberzeugen kann. Insbesondere entlang der Ammannstra√üe wirkt die Fassade wenig strukturiert und dadurch etwas monoton. Die in diesem Bereich vorgesehene Anordnung der Stellpl√§tze unter dem Geb√§ude ist zwar planerisch nachvollziehbar, die Raumqualit√§t und der Aufwand f√ľr diese Ma√ünahme m√ľssten jedoch √ľberpr√ľft werden.

Hinsichtlich der freiraumplanerischen Qualit√§ten ist die aus einheitlichem Belag angedachte Verbindung zwischen Kirche und Gemeindezentrum positiv zu bewerten. Die Realisierungsm√∂glichkeit dieser Idee kann in Bezug auf die Auswirkung f√ľr die Verkehrsf√ľhrung und Parkierung entlang der Stra√üe vom Preisgericht nicht abschlie√üend beurteilt werden.

Die wirtschaftlichen Kennwerte der Arbeit liegen bei BRI und BGF im Vergleich zu den eingereichten Beiträgen im unteren Bereich. Die schlichte Struktur und die damit einfache, eingeschossige Konstruktion des Beitrages lassen eine wirtschaftliche Realisierung erwarten.

Insgesamt handelt es sich um einen qualit√§tsvollen Beitrag, der in vielfacher Weise den an die Auslobung gestellten Anforderungen erf√ľllt .
Außenraumperspektive

Außenraumperspektive

© LIMA* architekten | Lisa Bogner und Tobias Manzke

© LIMA* architekten | Lisa Bogner und Tobias Manzke

Innenraumperspektive

Innenraumperspektive

© LIMA* architekten | Lisa Bogner und Tobias Manzke

© LIMA* architekten | Lisa Bogner und Tobias Manzke

Tafel_01

Tafel_01

© LIMA* architekten | Lisa Bogner und Tobias Manzke

© LIMA* architekten | Lisa Bogner und Tobias Manzke

Tafel_02

Tafel_02