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Begrenzt offener Realisierungswettbewerb mit vorgeschaltetem Bewerbungsverfahren gemäß GRW 95 in der novellierten Fassung vom 22.12.2003 | 04/2005

Neubau des Oberstufenzentrums Körperpflege

Lageplan

Lageplan

4. Preis

Preisgeld: 7.500 EUR

Hierl Architekten

Architektur

Auböck + Kárász Landscape Architecture Design

Architektur

Erläuterungstext



STĂ„DTEBAU
Die vorhandene disparate städtebauliche Situation des Baugrundstücks wird durch den Neubau des Oberstufenzentrums für Körperpflege in seiner Widersprüchlichkeit beantwortet. Das OSZ nimmt eine Zwitterrolle ein und schließt einerseits das Gewebe der Blockrandbebauung und stabilisiert so den historischen Stadtgrundriss, andererseits stellt es sich als Objekt – und damit typisch öffentliches Gebäude dar. Es setzt sich damit in die Berliner Tradition hybrider Bautypen (z.B. Schillertheater, Schillergymnasium) die zweifach lesbar sind: als Blockrand und als Objekt.

KONSTRUKTION
Der Neubau des Oberstufenszentrums ist weit gehend als Fertigteilbau (bestehend aus StahlbetonstĂĽtzen, -unterzĂĽgen und P-Plattendecken) konzipiert und erfĂĽllt damit folgende Anforderungen:
• schnelle Bauzeit
• geringe Baukosten durch die Vorfertigung standardisierter Elemente
• geringes Gewicht, Kostenreduzierung
• fertiges Oberflächenfinish (Sichtbeton)
• maßstäbliche Feingliederung der Räume vor allem durch die P-Plattendecken

FASSADE
Die Strassenfassade ist als steinsichtige Lochfassade aus vorgefertigten Werksteinplatten (Sandwichkonstruktion mit Kerndämmung) geplant. Format und Körnung der Öffnungen beziehen sich explizit auf die umliegenden öffentlichen Gebäude (Schillertheater, Schillergymnasium) und binden das Oberstufenzentrum so in das Quartier ein. Der Anteil der Verglasung beträgt dabei ca. 39% der Gesamtfassadenfläche so dass auf teuren außen liegenden Sonnenschutz verzichtet werden kann – der Energieeintrag auf die Ost- und Westfassade wird durch (farbneutrales) Sonnenschutzglas mit einem Gesamtenergiedurchlass von 0,39 (g-Wert) auf ein zulässiges Maß begrenzt.
Die Hoffassade besteht aus einer Glas-Paneel-Konstruktion in Leichtbauweise die ebenfalls standardisiert und vorgefertigt werden kann.

TECHNISCHE GEBĂ„UDEAUSRĂśSTUNG
Die technische Gebäudeausrüstung wird von der bestehenden Schule übernommen; Der Neubau wird (mit Ausnahme der Cafeteria und der Küche) natürlich be- und entlüftet (Querlüftung über den einhüftigen Flur) die Zuluft wird über Lüftungskulissen im Fensterbankbereich als Permanentlüftung konzipiert die Abluft erfolgt über Lüftungsflügel in das Türeingangelement integriert sind. Dabei kommt das Lee-Luv-Gefälle aus der Strassen-/Hofsituation dem Lüftungskonzept sehr entgegen.

INNERE ORGANISATION
Die Schule ist als kompakter Baukörper mit einer einhüftigen Ringerschließung und geometriebedingt kurzen Wegen organisiert. Dadurch ist eine sehr gute Orientierbarkeit und Übersichtlichkeit gegeben. Im Erdgeschoss befinden sich zwei durch eine Pausenzone verbundene Eingänge und stellen sowohl eine Verbindung Richtung U-Bahnhof Ernst-Reuter-Platz her als auch eine Eingangssituation zur Grolmannstrasse. Die Cafeteria ist über zwei „Wintergärten“ (im Sommer geöffnet) einerseits an das Wegenetz der Schule angebunden, andererseits für außerschulische Veranstaltungen separat erschließbar. Die Fachklassen befinden sich dabei im Norden zwischen den Unterrichtsklassen die im Osten und im Westen angeordnet sind. Die Verwaltung befindet sich im 3. Obergeschoss im Südflügel und hat damit sehr gute Übersicht über die gesamte Schulanlage als auch über die Freiflächen (Aufsichtspflicht).

FREIFLĂ„CHE, ZIMMER IM FREIEN
Die Außenanlagen umfließen das neue Schulgebäude: der große Pausenhof im Inneren und die Spielfelder im Gelände ermöglichen die Integration der vielfältigen Freiraumnutzungen. Eine Terrasse an der Cafeteria eröffnet den Blick in die Spielfelder: Heckenwinkel aus Hainbuche und weißblühendem Hibiskus begleiten Rasenflächen und Sitz- und Liegelandschaften in gehobelten Robinienholzflächen. Hier kann die Gymnastik im Freien, die Weitsprunganlage im Norden und die Laufbahn im Süden der Turnhalle angelegt werden. Das Spielfeld wird im Norden der Turnhalle in eine Pergola von Efeu gesetzt. Die Gartenmauer im Norden wird in der gleichen Materialwahl ausgeführt wie die Fassade. Das Einfahrtstor im Nordosten des Schulgebäudes und die Gartentüre im Südosten ermöglicht eine Zufahrt für Feuerwehr und Rettung wie auch eine bequeme Durchwegung des Geländes. Eine Hibiskushecke begrenzt die Laufbahn nach Süden.
Ein Hain aus Vogelkirschen, Linden und schmalblättrigen Eschen überstellt das Areal aus Wegen, Plätzen und Spielfeldern. Die Fahrräder und die erforderlichen PKW- Stellplätze werden in ebensolchen Flächen untergebracht. Der Dachgarten bietet die einmalige Möglichkeit einer Freifläche für den Unterricht, für Gymnastik- und Meditationsübungen, für gemeinsame Feste im Freien.
Lageplan

Lageplan

EG

EG

EG

EG

OG

OG

OG

OG

Schnitt

Schnitt

Schnitt

Schnitt

Fassade

Fassade

Fassade

Fassade

Modell

Modell

Modell

Modell