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Nichtoffener Wettbewerb | 01/2022

Neubau Edith-Stein-Schule in Ravensburg

Vom Gr├╝nbereich aus mit Freitreppe

Vom Gr├╝nbereich aus mit Freitreppe

2. Preis

Kamm Architekten BDA, Kalliopi Gkeka, Stefan Kamm

Architektur

Schuler und Winz Landschaftsarchitekten

Landschaftsarchitektur

HELBER+RUFF

Tragwerksplanung

Homolka Modellbau GmbH

Modellbau

Erl├Ąuterungstext

Der Neubau der Edith-Stein-Schule besetzt das Grundst├╝ck zwischen Sch├╝tzen - und Gartenstra├če im st├Ądtebaulichen Kontext: Im Westen von der Sch├╝tzenstra├če aus die Baugrenze aufnehmend entwickelt sich das Geb├Ąude nach Osten, mit m├Âglichst viel Freiraum f├╝r den Gr├╝nzug im S├╝den und maximaler Erweiterungsoption. Zum Eingang pr├Ąsentiert sich das Haus mit kr├Ąftigem Auftakt.

Der Pausenhof beginnt mit einer gro├čen Freitreppe und entwickelt sich folgerichtig zum Bleicherbach. Der Schulhof greift die geschwungene Form des renaturierten Bleichenbachs auf und ist ├╝ber zwei Stege mit dem gegen├╝berliegenden Ufer verbunden. Der Schulhof entwickelt sich parallel zur Fassade als eine Abfolge von Aufenthalts- und Aktivit├Ątsbereichen.

Beurteilung durch das Preisgericht

Die Verfasser schlagen in der st├Ądtebaulichen Setzung einen selbstbewussten 5-geschossigen, l├Ąnglichen Bauk├Ârper vor, der in den unteren Geschossen kompakt bleibt und sich in den oberen zwei Geschossen m├Ąanderf├Ârmig zur├╝cknimmt. Durch die Platzierung im Nord-Westen des Baufelds, entsteht im S├╝den ein gro├čz├╝giger Freiraum, der sich als Gr├╝nzugs zum Bleicherbach hin erweitert. Im Osten bleibt eine maximale bauliche Erweiterungsoption f├╝r die Zukunft bestehen. Gelungen ist die Einpassung des Geb├Ąudes in die Topografie. Von der Gartenstra├če aus werden die Sch├╝ler und Besucher ebenerdig ├╝ber einen r├Ąumlich angemessenen Vorplatz zum Haupteingang geleitet. Auftakt ist ein offenes Foyer mit angrenzendem Saal, Schulbibliothek und multifunktionalen Bereichen, die eine flexible Nutzung zulassen. Das Herzst├╝ck des Geb├Ąudes bildet eine zentrale Agora, die das Foyer gro├čz├╝gig mit der unteren Ebene verbindet, wo sich eine Cafeteria mit Speisesaal direkt anschlie├čen. Die untere Ebene ├Âffnet sich nach S├╝den zum Pausenhof und zum Freiraum. Die verschiedenen Nutzungsbereiche sind in den Grundrissen klar organisiert. Im unteren Geschoss die Fachbereiche der Hauswirtschaft, mit direkter Anlieferung im Westen; im Erdgeschoss die Verwaltung und in den oberen Geschossen die Fach- und Lernbereiche. In den unteren drei Ebenen erstrecken sich die Nutzungsbereiche als 3-Bund ├╝ber die gesamte Tiefe des Grundrisses. Nicht ├╝berzeugen k├Ânnen hier die Flurbereiche, die teilweise etwas eng wirken. Auch die Belichtung der innenliegenden Aufenthaltsr├Ąume ├╝ber die vier schmalen Atrien ist nicht immer optimal gel├Âst. Die oberen zwei Geschosse sind als 2-Bund organisiert. Die Klassenzimmer sind gut belichtet und auch die Atrien bringen hier nochmal zus├Ątzlich Licht in die Erschlie├čungsbereiche. Das 3. Geschoss erweitert sich zudem auf zwei gro├če begr├╝nte (Lern-)terrassen. Konstruktion: Die Verfasser schlagen eine Konstruktion in Holz-Skelettbauweise mit Holz-Beton-Verbund- Rippendecken vor. Die leicht angedeuteten St├╝tzen in den Ansichten sind statisch zu beiden Seiten notwendig. Eine baukonstruktive L├Âsung f├╝r den Witterungsschutz der Holzst├╝tzen ist zu erbringen. Im Moment ist das Geb├Ąude der Geb├Ąudeklasse 5 einzuordnen. Im Zuge der Bearbeitung eines Brandschutzkonzeptes muss gepr├╝ft werden, ob die vorhandenen Terrassen zu einer erw├╝nschten Reduktion der Anforderungen f├╝hren kann. Gestaltung Das Geb├Ąude zeigt sich auch nach au├čen als Holzbau. Die Fassade ist gut gegliedert und wohl proportioniert. Die gestalterische Differenzierung der Fassaden in zwei Sockelgeschosse und drei Obergeschosse wird positiv gesehen. Die Kenndaten der Nachhaltigkeit liegen im unteren Drittel. Die Kenndaten der Wirtschaftlichkeit liegen in der Mitte. Die Arbeit bietet insgesamt einen guten L├Âsungsansatz in der st├Ądtebaulichen Setzung und ist auch funktional und in der ├Ąu├čeren Erscheinung wohl durchdacht.
Vom Gr├╝nbereich aus mit Freitreppe,

Vom Gr├╝nbereich aus mit Freitreppe,

Von der Gartenstra├če aus

Von der Gartenstra├če aus

Lageplan

Lageplan

Von der Gartenstra├če aus

Von der Gartenstra├če aus

Lageplan

Lageplan