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Ankauf 5 / 5

Nichtoffener Wettbewerb | 08/2007

Neubau eines Frei- und Hallenbades

Zugangsperspektive

Zugangsperspektive

Ankauf

Preisgeld: 8.000 EUR

Kauffmann Theilig & Partner, Freie Architekten BDA, Partnerschaft GmbB

Architektur

ErlÀuterungstext

Das GrundstĂŒck

Ein mĂ€chtiger Baumbestand insbesondere auf der Nordostseite des GrundstĂŒcks prĂ€gt den Ort und bildet das signifikante Alleinstellungsmerkmal des Bades in Oberursel.
Eine gewachsene Wohnbebauung auf der SĂŒd- und der Westseite benachbart das GrundstĂŒck und verlangt RĂŒcksicht in der Belastung mit LĂ€rm und der MaßstĂ€blichkeit der Bebauung.
Das im Nordwesten anschließende achtgeschossige Hotel- und VerwaltungsgebĂ€ude stellt eine konflikttrĂ€chtige Nachbarschaft dar (LĂ€rm – Einblicke).


Das Konzept

Das neue Hallenbad findet einen sicheren Platz im sĂŒdöstlichen Teil des GrundstĂŒcks.

● Der Baumbestand wird sehr weitgehend erhalten und wird zur atmosphĂ€rischen Erlebnis auch fĂŒr das neue Hallenbad herangezogen - Baden in einer Waldlichtung.

● Das Freibad wird in seiner bisherigen naturrĂ€umlichen QualitĂ€t und seiner organisatorischen Struktur bestehen bleiben; die FreiflĂ€chen schließen ganz selbstverstĂ€ndlich an das neue Hallenbad an; Das Kinderbecken wird in den sĂŒdlichen GrundstĂŒcksbereich verlagert, löst so eine bestehende UnvertrĂ€glichkeit zum Hotelnachbarn und findet in seiner Lage eine gute NĂ€he zum neuen Hallenbad mit seinen Infrastrukturen.

● Die Saunalandschaft wird dem Hallenbad im SĂŒdosten vorgelagert; diese wirtschaftliche KernstĂŒck erhĂ€lt damit den ruhigsten Platz auf dem GrundstĂŒck auf der dem Badebetrieb abgewandten Seite; Sauna und Saunafreibereich erhalten SĂŒd- und Westsonne; Einblicke aus Wohnnachbarschaft werden verhindert.

● Hallenbad und Sauna fĂŒgen sich in die vorhandene Topographie ein und nutzen diese:
Ein GelÀndesprung begrenzt die eigentliche FreibadflÀche und bildet eine Sockelfigur, in der die Freibad-, Hallenbad-, und Saunaumkleidebereiche sowie die Sauna selbst angeordnet ist.

● Der Baukörper des Hallenbades schwebt ĂŒber dieser GelĂ€ndekante. Er schließt sich nach SĂŒdosten zum Saunagarten hin und öffnet sich in seinem Profil nach SĂŒdwesten, bildet so das Gesicht des neuen Hallenbade und markiert/ĂŒberdacht den Eingangsbereich in der Sockelzone. Er ist kompakt und moderat in der Höhenentwicklung, hĂ€lt Abstand zur benachbarten (Wohn)bebauung und verhindert so Konflikte in der MaßstĂ€blichkeit.

● Die westlich vorgelagerten ParkplĂ€tze fangen den Fahrverkehr bereits an der sĂŒdlichen GrundstĂŒcksgrenze ab, reduzieren mögliche LĂ€rmbelĂ€stigungen fĂŒr die Anwohner der Altkönigstraße. Kurze (Fuß)wege zum Eingangsbereich des Bades sind ebenfalls gewĂ€hrleistet.

● Der LĂ€rmschutz des Freibades zur Altkönigstraße wird eigenstĂ€ndigen Maßnahmen optimiert (Topographie, Vegetation, Landschaftsmauer)


Die Bauphasen

Das bestehende Hallenbad kann bis zur Fertigstellung des Neubaus in Betrieb bleiben (1. Phase); der sĂŒdlich bestehende Parkplatz ĂŒbernimmt solange die Parkfunktion.
Nach Fertigstellung des Neubaus wird das alte Hallenbad durch die neuen ParkplÀtze ersetzt (2. Phase);


Öffentliche Erschließung - Parken - Anlieferung

Die 200 notwendigen ParkplĂ€tze sind an der SĂŒdwestecke des GrundstĂŒcks vorgesehen. Der vorbeschriebene GelĂ€ndesprung und die Überstellung mit der ParkflĂ€che mit Schatten spendenden BĂ€umen, blenden die Fahrzeuge fĂŒr den Badegast auf der Liegewiese visuell und akustisch aus.
Fahrradabstellmöglichkeiten und die Busvorfahrt befinden sich in unmittelbarer NÀhe zum Eingang.
Die Anlieferung fĂŒr den Gastronomiebereich erfolgt in einer separaten Zugangsspur, östlich und separat zum Eingang.
Die technische Anlieferung (Anlieferhof) befindet sich an der Nordostseite und wird ĂŒber den Sandweg erschlossen.


Funktion: Hallenbad + Sauna

Der GelĂ€ndeversprung (3,5 m) nimmt die Umkleidebereiche von Hallenbad und Freibad auf der westlichen Seite, die der Sauna und die Sauna selbst auf der östlichen Seite auf; dazwischen befindet sich der Eingang als Puffer und Wartebereich. Ein großzĂŒgiger Luftraum gibt bereits den Blick in die Badelandschaft frei.
Die Umkleidezonen fĂŒr Frei- und Hallenbad sind so angeordnet, dass sie sich wechselseitig in Hochlastphasen ergĂ€nzen können.
Ein separater Eingang fĂŒr das Freibad mit einer zentral angeordneten Kasse erreicht einen zeitlich unabhĂ€ngigen Betrieb der beiden Einrichtungen.
Die VerwaltungsrÀume befinden sich in der Ebene +2 in der NÀhe
der Vertikalerschließung aller Ebenen.

Die darĂŒber liegende Badeplatte des neuen Hallenbades ordnet großzĂŒgig aber auch flĂ€cheneffizient das Schwimmerbecken, das Sprungbecken und das Kinderbecken an. Der StĂŒtzpunkt des Bademeisters an zentraler Stelle ĂŒberschaut das gesamte Geschehen. Die Badehalle ist nach SO (zur Sauna hin) geschlossen und öffnet sich nach NO, NW und SW zu Freibad und den schönen BĂ€umen.

Die gastronomische Versorgung ist zentral und personaleffizient organisiert:
Eine KĂŒche auf der Ebene der Badeplatte versorgt sowohl das Hallenbad, die Sauna als den Kiosk des Freibades auf einer Ebene;
Direkt darunter befindet sich die (Automaten)versorgung im Foyer.


Konstruktion, Material und Klima

Die GebĂ€udehĂŒlle des Hallenbadkörpers erscheint als homogene zweischalige Betonkonstruktion. Die formal geordneten Fugen der freundlich hellfarbigen Fertigteile bilden die Gestalt und definieren die punktuellen Öffnungen. Wand und Dachebenen sind in ihrem Erscheinungsbild prinzipiell gleich behandelt; die weit gespannten Dachkonstruktionen werden als beidseitig verkleidetes und damit gestalterisch anspruchloses Stahlfachwerk ausgebildet; die nicht einsehbaren DachflĂ€chen integrieren eine solarthermische Anlage.
Die vollflĂ€chig geöffnete FassadenflĂ€che nach NO, NW, SW schafft Tageslichtbedingungen im gesamten Bad – gezielte Oberlichtöffnungen ergĂ€nzen das Raumlicht atmosphĂ€risch.
Die Fassadenkonstruktion besteht aus einer Metall-Pfosten-Riegel-Konstruktion; Die Horizontallasten werden an die StahlstĂŒtzen des Haupttragwerks abgeleitet und versprechen so eine filigrane und wirtschaftliche Lösung. Sonnenschutzanlagen sind nicht notwendig.
Das bestehende BHKW wird in den Neubau integriert; Geothermische sowie weitere alternativer Energien werden bei Bedarf und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eingesetzt.
Lageplan

Lageplan

Grundriss Ebene 0

Grundriss Ebene 0

Grundriss Ebene -1

Grundriss Ebene -1

Schnitte und Ansicht

Schnitte und Ansicht

Detailschnitt

Detailschnitt

Modellbild

Modellbild

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