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Nichtoffener Wettbewerb | 06/2024

Neubau Euskirchener City-Forum und Plaza in Euskirchen

Stadtplatz
19

Stadtplatz

Anerkennung

Preisgeld: 22.750 EUR

Bruno Fioretti Marquez

Architektur

capattistaubach urbane landschaften

Landschaftsarchitektur

Lion Schreiber

Visualisierung

Transsolar Energietechnik GmbH

TGA-Fachplanung

kevee consulting GmbH

Tragwerksplanung

Maquette Modellbau Architekturmodellbau Frässervice Berlin

Modellbau

Beurteilung durch das Preisgericht

Diese Arbeit besticht durch ein starkes architektonisches Konzept und bereichert das Teilnehmerfeld sehr.

Die einzelnen Nutzungen werden in vier hallenartigen Gebäuden klar und eindeutig untergebracht. Zum Platz hin erhalten die Hallen einen gestaffelten Abschluss, der leider etwas kulissenhaft anmutet. Ein Fassadenknick lässt mit dem neuen Rathaus und der neuen ergänzenden Bebauung einen rombenförmigen Platz entstehen, der in seinen Proportionen für den Ort passend erscheint.

Die Nebenräume inklusive der Fluchttreppenhäuser und Lagerflächen sind in Funktionswänden zwischen den Hallen sinnvoll untergebracht. Die Halle lässt eine gute Nutzbarkeit auch der Freilichtbühne erwarten. Gemeinsam mit dem Foyer sind weitere interessante Nutzungskombinationen möglich.

Die beiden äußeren kleineren Hallen nehmen zum einen die Konferenzräume und zum anderen die Anlieferung sowie die Künstlerbereiche auf.

Durch die gezeigte Anordnung entsteht auf der Ostseite leider eine eindeutige Rückseite, die eine sinnvolle Anbindung für eine eventuelle zukünftige Planung auf dieser Seite erschwert.

Am Ausgang aus dem Bahntunnel entsteht ein kleiner Vorplatz, der sich zu einer bepflanzten Rampenanlage und einer Freitreppe öffnet. Es folgt ein großer Platz auf mittlerer Ebene. Die Planung für den Platz erscheint der Jury spannungsarm und in der heutigen Zeit zu steinern. Die Bepflanzungen auf der Westseite scheinen zu wenig.

Zu formalistisch und nicht überzeugend schätzt die Jury die hinter einer Wand versteckte Rampenanlage in Richtung der obersten Ebenen „An der Vogelrute“ ein.

Die angebotenen Technikflächen sind zu klein bemessen. Wirtschaftlich wird diese Arbeit trotz der kompakten Bauweise, aber aufgrund der sehr hochwertigen Materialität als tragfähig angesehen.

Insgesamt ist die Arbeit ein sehr spannender Betrag, der in der Jurysitzung kontrovers diskutiert wurde. Die historischen Bezüge können grundsätzlich nachvollzogen werden, werden jedoch für diesen Ort als nicht passend empfunden.

Mit nur leicht über dem Durchschnitt liegenden Kennzahlen und einfachen Materialien wie Sichtziegel und Holz für Fassaden und Innenbereiche und die einzelnen Raumteile überspannenden Fachwerkträgern, ist ein in wirtschaftlicher Hinsicht tragfähiger Entwurfsvorschlag gelungen.
Foyer neu

Foyer neu

Modell

Modell