Nichtoffener Wettbewerb | 01/2026
Neubau Feuerwehr Kirbachtal in Sachsenheim
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©Drei Architekten
Anerkennung
Preisgeld: 3.400 EUR
Architektur
dreigrün Gross + Partner Landschaftsarchitekten mbB
Landschaftsarchitektur
Tragwerksplanung
Beurteilung durch das Preisgericht
Das Feuerwehrgebäude wird auf einen Sockel platziert, welcher relativ ebenerdig zur Straße liegt. Die Zu- und Ausfahrten funktionieren. Eine zukünftige Fortsetzung des Radweges ist vorgezeichnet. Die Höhe des Sockels wird über leichte topografische Anhebungen und eine, allerdings nur rudimentäre, Gestaltung des Übergangsbereichs zur Landschaft gemildert. Positiv ist, dass das innere Baufenster nur marginal überschritten wird.
Die Besucherparkplätze sind auf dem Sockel angeordnet und die Alarmparkplätze liegen über eine Rampe auf der unteren Ebene rückwärtig im Hang, wodurch die funktionalen Räume nur über Treppen zu erreichen sind. Ein teilweiser Tausch zwischen diesen beiden Parkplatzgruppen scheint möglich zu sein. Für knapp 2/3 der Alarmstellplätze wäre dann der ebenerdige Zugang möglich. Allerdings mit einigen, aber möglichen Folgen in der inneren Organisation.
Schade ist allerdings auch, dass das Hanggeschoss nur für Stellplätze, teilweise unter dem Gebäude und den Aufgängen zum Hallengeschoss genutzt wird. Die Arbeit nutzt somit direkte Bezüge zur besonderen Situation im Landschaftsraum wenig. Der Eingangsbereich auf dem Sockel ist ausreichend dimensioniert. Die Lage seitlich im hinteren Bereich auf dem Sockel ist leider nicht sofort erkennbar.
Die vorgestellte innere Funktionalität ist im Prinzip schlüssig vom Hanggeschoss über zwei Treppenhäuser aufgebaut. Die Fahrzeughalle ist stützenfrei, was ein Rangieren der Fahrzeuge erleichtert und erfüllt alle weiteren Anforderungen. Auch der Aufgang zum Schulungsraum nach Nordosten mit einer Terrasse nach Nordwesten funktioniert gut.
Beurteilung Holzbaukonstruktion
Die Verfasser schlagen für die Tragkonstruktion eine Holz-Hybridbauweise vor. Dabei wird die Fahrzeughalle stützenfrei mit leistungsfähigen BS-Vollwandträger überspannt. Für die Dachflächen sind Brettstapelelemente vorgesehen. Dies ist ökologisch sinnvoll. Die für die Aussteifung notwendige Ausbildung der Dachflächen als Scheiben muss jedoch noch durch in den Aufbau integrierte Holzwerkstoffplatten sichergestellt werden.
Die Holzkonstruktion ist in der Spritzwasserzone konsequent auf Stahlbetonsockel aufgebaut. Die Höhe der Sockel muss bezüglich des ungewollten Anpralls der Fahrzeuge noch überprüft werden (1m in den Vorschriften). Die erdberührten Bauteile (Gründung) werden in Massivbauweise unter Verwendung von Recyclingbeton vorgesehen. Damit versprechen die Verfasser, ein Tragwerk welche Effizienz, ökologische Verantwortung und gestalterische Klarheit verbindet.
Das architektonische Erscheinungsbild wird als eher nüchtern beurteilt. Eine Antwort auf die Besonderheit des Landschafts- und Naturraums wird vermisst. Die Arbeit ist mit ihren Kenndaten im oberen Mittelbereich. Der Entwurf verspricht mit seinen pragmatischen Aussagen zu Gestaltung und Konstruktion wirtschaftlich zu sein. Die Materialwahl entspricht den aktuellen Anforderungen an Nachhaltigkeit.
Insgesamt ist der Entwurf ein solider und funktional gut durchgearbeiteter Vorschlag. Die Abläufe sind überzeugend. Die Vorschläge zur Einbindung in Landschaft und die Erscheinung der Architektur fallen hinter den vorgenannten positiven Aspekten deutlich ab.
©Drei Architekten
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