Nichtoffener Wettbewerb | 06/2026
Neubau Feuerwehr und Bürgerhaus in Wehrheim
3
Blick auf das neue Bürgerhaus
©Birk Heilmeyer und Frenzel Architekten / Nicolai Becker Images
3. Preis
Preisgeld: 23.500 EUR
Birk Heilmeyer und Frenzel Architekten
Architektur
Plankontor S1 Landschaftsarchitekten
Landschaftsarchitektur
Beurteilung durch das Preisgericht
Mit der klar formulierten Setzung zweier zueinander gedrehter, kubischer Baukörper gelingt den Verfassern eine klare, städtebauliche Lösung, die auch im Bereich der Freiflächen hohe Qualitäten hat. Feuerwehr und Bürgerhaus bilden durch ihre gute Proportion und Angemessenheit den Rahmen für großzügige und differenzierte Außenräume und ein stimmiges Gesamtensemble. Das breite, das Grundstück längs durchziehende Grünband, bindet die beiden Häuser gut ein und schafft eine landschaftlich erlebbare Verbindung durch das neue Areal. Das einladende Bürgerhaus adressiert sich zur Stadt und ist über ein großzügiges, durchgestecktes Foyer erreichbar. Ein etwas tieferer Außenbereich wäre jedoch wünschenswert.
Besonders gelungen ist, das alle Einheiten im Inneren gut verortet sind, so sitzt die Bücherei unmittelbar am Haupteingang, der Jugendraum im OG hat einen eigenen kleinen Hof und der große Veranstaltungssaal öffnet sich mit der Gastronomiefläche über die gesamte Länge zu dem neu gestalteten Stadtplatz im Süden. Schon beim Betreten des Hauses ist dieser wahrnehmbar, Stadtplatz und Veranstaltungsraum bilden eine großzügige, räumliche Einheit. Viele Räume sind flexibel schaltbar.
Der Umgang mit der Topographie ist selbstverständlich, bindet beide Gebäude gut mit ein. Sie 'sitzen' vermittelnd im Gelände. Die Grünzüge könnten allerdings stärker bespielt werden - wenig hilfreich sind die unbelebten Fassaden an der Grünfuge.
Das Feuerwehrgelände ist ein funktionales Gebäude, welches in der architektonischen Ausformulierung mit dem Bürgerhaus interagiert und mit den Grünräumen zusammenspielt. Kritisiert wird die fehlende Trennung von Alarm- und Übungshof sowie die Gestaltung mit Rasengittersteinen, da diese Unfallgefahren bergen.
Der Ansatz die Wegeverbindung aus Richtung Wallgraben in einem 'grünen Korridor' aufzunehmen und in Richtung Kita weiterzuführen, ist positiv. Eine direkte Verbindung vom grünen Korridor zur Stirnseite des Bürgerhauses wird allerdings nicht ausgebildet, der Haupteingang des Bürgerhauses liegt separat, seitlich neben dieser Wegeverbindung; eine deutliche Adresse in Richtung der Straße am Bürgerhaus wird nicht ausgebildet.
Zwischen dem grünen Korridor und der Schulstraße im Osten spannt sich südlich des Bürgerhauses eine Platzfläche auf, die durch eine niedrige Stützwand und Baumreihe vom südlich anschließenden Stellplatz getrennt wird. Die Verbindung der Platzfläche zum grünen Korridor ist deutlich untergeordnet, die Platzfläche ist zu 'steinern'. Der Höhenanschluss an die nördliche an der nordöstlichen Straßenkreuzung wird plausibel durch eine grüne Böschung hergestellt.
Leider liegt der Zugang zum Bürgerhaus seitlich dieser Wegeverbindung, sodass man sich eine deutlichere Adressierung wünschen würde. Auch die Zugänge zum Stadtplatz sind zu undeutlich und wirken untergeordnet. Die verschiedenen Atmosphären der Grünräume werden jedoch positiv bewertet und entwickeln das Gebiet zu einem vielfältig nutzbaren Quartier. Die Verfasser schlagen verschiedene plausible Maßnahmen zur Versickerung, Oberflächengestaltung und Bepflanzung vor. Der Umgang mit der Topographie schafft eine gute Abschichtung der Parkplätze. Der gesamte Freiraum ist barrierefrei und gut einsehbar. Gewünscht wird eine deutlich geringere Versiegelung des Stadtplatzes, dessen Anordnung mit linearen Baumreihen bildet einen weiteren Mosaikstein, der sich angenehm in die Gesamtanlage einfügt. Die Erschließung der Parkplätze kann jedoch nur über die Wiesenau erfolgen und darf nicht mit den Schulbussen kollidieren.
Die beiden in Holzbauweise geplanten Gebäude sind aufgrund ihrer Struktur und Konstruktion angemessen umsetzbar. Die Kerndaten liegen im wirtschaftlichen Bereich. Die Fassade ist elementiert und an die verschiedenen Raumsituationen anpassbar. Kompaktheit und ein gutes AV-Verhältnis lassen eine wirtschaftliche Umsetzung in Bau und Betrieb erwarten. Insgesamt ist dieser Beitrag von hoher architektonischer und städtebaulicher Qualität, der ein angemessenes und repräsentatives Bild für die gestellte Aufgabe entwickelt.
Besonders gelungen ist, das alle Einheiten im Inneren gut verortet sind, so sitzt die Bücherei unmittelbar am Haupteingang, der Jugendraum im OG hat einen eigenen kleinen Hof und der große Veranstaltungssaal öffnet sich mit der Gastronomiefläche über die gesamte Länge zu dem neu gestalteten Stadtplatz im Süden. Schon beim Betreten des Hauses ist dieser wahrnehmbar, Stadtplatz und Veranstaltungsraum bilden eine großzügige, räumliche Einheit. Viele Räume sind flexibel schaltbar.
Der Umgang mit der Topographie ist selbstverständlich, bindet beide Gebäude gut mit ein. Sie 'sitzen' vermittelnd im Gelände. Die Grünzüge könnten allerdings stärker bespielt werden - wenig hilfreich sind die unbelebten Fassaden an der Grünfuge.
Das Feuerwehrgelände ist ein funktionales Gebäude, welches in der architektonischen Ausformulierung mit dem Bürgerhaus interagiert und mit den Grünräumen zusammenspielt. Kritisiert wird die fehlende Trennung von Alarm- und Übungshof sowie die Gestaltung mit Rasengittersteinen, da diese Unfallgefahren bergen.
Der Ansatz die Wegeverbindung aus Richtung Wallgraben in einem 'grünen Korridor' aufzunehmen und in Richtung Kita weiterzuführen, ist positiv. Eine direkte Verbindung vom grünen Korridor zur Stirnseite des Bürgerhauses wird allerdings nicht ausgebildet, der Haupteingang des Bürgerhauses liegt separat, seitlich neben dieser Wegeverbindung; eine deutliche Adresse in Richtung der Straße am Bürgerhaus wird nicht ausgebildet.
Zwischen dem grünen Korridor und der Schulstraße im Osten spannt sich südlich des Bürgerhauses eine Platzfläche auf, die durch eine niedrige Stützwand und Baumreihe vom südlich anschließenden Stellplatz getrennt wird. Die Verbindung der Platzfläche zum grünen Korridor ist deutlich untergeordnet, die Platzfläche ist zu 'steinern'. Der Höhenanschluss an die nördliche an der nordöstlichen Straßenkreuzung wird plausibel durch eine grüne Böschung hergestellt.
Leider liegt der Zugang zum Bürgerhaus seitlich dieser Wegeverbindung, sodass man sich eine deutlichere Adressierung wünschen würde. Auch die Zugänge zum Stadtplatz sind zu undeutlich und wirken untergeordnet. Die verschiedenen Atmosphären der Grünräume werden jedoch positiv bewertet und entwickeln das Gebiet zu einem vielfältig nutzbaren Quartier. Die Verfasser schlagen verschiedene plausible Maßnahmen zur Versickerung, Oberflächengestaltung und Bepflanzung vor. Der Umgang mit der Topographie schafft eine gute Abschichtung der Parkplätze. Der gesamte Freiraum ist barrierefrei und gut einsehbar. Gewünscht wird eine deutlich geringere Versiegelung des Stadtplatzes, dessen Anordnung mit linearen Baumreihen bildet einen weiteren Mosaikstein, der sich angenehm in die Gesamtanlage einfügt. Die Erschließung der Parkplätze kann jedoch nur über die Wiesenau erfolgen und darf nicht mit den Schulbussen kollidieren.
Die beiden in Holzbauweise geplanten Gebäude sind aufgrund ihrer Struktur und Konstruktion angemessen umsetzbar. Die Kerndaten liegen im wirtschaftlichen Bereich. Die Fassade ist elementiert und an die verschiedenen Raumsituationen anpassbar. Kompaktheit und ein gutes AV-Verhältnis lassen eine wirtschaftliche Umsetzung in Bau und Betrieb erwarten. Insgesamt ist dieser Beitrag von hoher architektonischer und städtebaulicher Qualität, der ein angemessenes und repräsentatives Bild für die gestellte Aufgabe entwickelt.
Blick auf die neue Feuerwehr
©Birk Heilmeyer und Frenzel Architekten / Nicolai Becker Images
Lageplan
©PLANKONTOR S1 Landschaftsarchitekten / Birk Heilmeyer und Frenzel Architekten