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Nichtoffener Wettbewerb | 01/2011

Neubau Förderschule Emotionale und Soziale Entwicklung auf der Bult

Außenperspektive

Außenperspektive

Anerkennung

Preisgeld: 5.000 EUR

WW+ architektur + management

Architektur

Ernst + Partner

Landschaftsarchitektur

BLS Energieplan GmbH

TGA-Fachplanung

ErlÀuterungstext

„Neubau Förderschule - Emotionale und Soziale Entwicklung auf der Bult in Hannover“

StÀdtebau
Die bestehenden GebĂ€ude der Schule belegen als SolitĂ€re ohne besondere, bzw. wirklich spĂŒrbare stĂ€dtebauliche Anbindung, ein weitlĂ€ufiges Areal. Zusammen mit den umgebenden Nutzungen fĂŒr Gesundheit und Soziales, den Verwaltungsbauten, den VerkehrsflĂ€chen und Freizeiteinrichtungen vermittelt der Siedlungsraum ein Bild von suburbaner PrĂ€gung – heterogen, ohne rĂ€umlichen und inhaltlichen Zusammenhang.
Mit dem Ziel einer stadtrĂ€umlichen Verdichtung tritt der Neubau der Förderschule bewusst an die Janusz-Korsczak-Allee heran und definiert zukĂŒnftig im Zusammenspiel mit der porthallenerweiterung, der Erweiterung des BahngebĂ€udes und dem geplanten Aegidiushaus einen eindeutigen Strassen- /Stadtraum.

Freiraum
Durch das stĂ€dtebauliche Konzept ergeben sich verschiedene, zum Teil rĂ€umlich unabhĂ€ngig voneinander angeordnete FreirĂ€ume. Ihrer Zuordnung entsprechend, sind diese RĂ€ume eindeutig in ihrem öffentlichen, halböffentlichen oder eher privaten Nutzungscharakter erkennbar, ermöglichen Orientierung und vermitteln rĂ€umliche IdentitĂ€t. GebĂ€udebezogene Bereiche wie die Schulhöfe, die Außenterrasse der Mensa, Werkhof und die FlĂ€chen des ruhenden Verkehrs komplettieren die Grundidee einer einheitlichen Plattform.
Die angrenzenden ĂŒbrigen FreiflĂ€chen werden entsprechend den schulischen BedĂŒrfnissen differenziert gestaltet.
Der dem VerwaltungsgebĂ€ude zugewiesene baumĂŒberstellte Platz ist reprĂ€sentativer Veranstaltungsort und zugleich verbindendes Element zwischen Neubau und bestehender, bzw. zu erweiternder Sporthalle.

Leitgedanken und architektonische Umsetzung der pĂ€dagogischen BedĂŒrfnisse
- Konzept eines Haus-im-Haus-Modells, welches Verbindungen ermöglicht, gleichzeitig aber auch ein isoliertes pĂ€dagogisch differenziertes Vorgehen erlaubt. Es soll dem Gedanken der Offenheit und Ruhe, der IntimitĂ€t, sowie auch dem gemeinsamen Lernen Rechnung tragen. Hierbei legt der Entwurf besonderen Wert darauf, VerknĂŒpfungen sowohl im vertikalen wie auch horizontalen Bereich zu ermöglichen, d.h. die beiden Lebens- und LernhĂ€user können z.B. als EinzelhĂ€user fĂŒr gewisse Stufen dienen (die Sekundarstufe 1 wĂ€re dann eher in der NĂ€he der Ateliers anzusiedeln), es ist aber auch möglich beide HĂ€user gemeinsam im Sinne von Primarbereich im Erdgeschoss, Mittelstufe im 1. Obergeschoss und Oberstufe im 2. Obergeschoss zu nutzen. Unser Gedanke hierbei ist Gemeinsamkeit zu fördern, aber auch in Konfliktsituationen die Möglichkeit der Abtrennung zu haben. Klare Regelungen fĂŒr den Aufenthalt der einzelnen SchĂŒlerinnen und SchĂŒler sind somit möglich, was fĂŒr mehr Ruhe im Schulhaus sorgen kann.
- Direkter Zugang nach außen mit z.B. der Anlegung von SchulgĂ€rten und Werkhöfen. Gleichzeitig sind auch die Innenhöfe so konzipiert, dass sie sowohl als Ruhe- aber auch AktionsflĂ€chen
fĂŒr alle Klassen dienen können.
- Innenhöfe und der gesamte Außenbereich sind so aufgebaut, dass sie variabel fĂŒr alle Belange des Schullebens nutzbar sind.
- Verglasung ĂŒberall dort, wo Einsicht und Aussicht nötig ist (Vermeidung von Nischen und Ecken), als Mittel zur Einbeziehung der Natur, Vermeidung von Einengung und Konflikten sowie gleichzeitig als Verbindung der Schulgemeinschaft.
- In den einzelnen Stockwerken ordnen wir jeweils 4 KlassenrĂ€ume an, die sich paarweise gegenĂŒberliegen. Dieses Konzept der Gruppierung verspricht mehr Ruhe, IntimitĂ€t und damit einhergehend ein hohes Identifikationspotential.
- Um das ZusammengehörigkeitsgefĂŒhl zu stĂ€rken, dem EinĂŒben und WertschĂ€tzen sozialer Verhaltensweisen Platz zu bieten und somit auch produktives, kooperatives, konfliktlösendes und gewaltfreies Lernen und Verhalten zu fördern, erhalten vier Klassen jeweils eine AktionsflĂ€che, die als weitere RĂŒckzugsmöglichkeit dienen kann, vielfĂ€ltigen Formen von Arbeit (selbststĂ€ndige Kleingruppenarbeit / Leseecke, SchĂŒlercafĂ©, Kiosk
) Raum bietet, darĂŒber hinaus jedoch auch als PrĂ€sentationsmöglichkeit genutzt werden kann
- Ein harmonisches Zusammenspiel von Licht, MaterialitĂ€t und Farbe soll WĂ€rme und Geborgenheit widerspiegeln, Anreize setzen, Neues zu erfahren und dadurch das SelbstwertgefĂŒhl zu stĂ€rken. Als sinnvoll sehen wir hierbei an, durch die unterschiedliche Farbgebung in den einzelnen HĂ€usern / Stockwerken Gemeinsamkeit zu vermitteln, gleichzeitig aber auch Zugehörigkeit zu einem bestimmten Bereich zu spĂŒren. DarĂŒber hinaus dient dies der Orientierung.
Lageplan

Lageplan

Gesamtlageplan

Gesamtlageplan

Grundriss

Grundriss

Ausschnitt Haupteingang

Ausschnitt Haupteingang

Ansichten/Schnitt

Ansichten/Schnitt

Werkhof / Freianlage

Werkhof / Freianlage

Innenperspektive

Innenperspektive

Innenperspektive - Treppe

Innenperspektive - Treppe

Modellfoto

Modellfoto