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Nichtoffener Wettbewerb | 12/2025

Neubau Freizeitbad Saarburg

10

Anerkennung

Preisgeld: 4.000 EUR

Kauffmann Theilig & Partner / Freie Architekten BDA Partnerschaft GmbB / Generalplaner GmbH

Architektur

Eurich Gula Landschaftsarchitektur

Landschaftsarchitektur

Erläuterungstext

ARCHITEKTUR

Lage und städtebauliches Konzept
Das neue Hallenbad findet einen sicheren und richtigen Platz an der östlichen Seite des Grundstücks:
• Das neue Hallenbad orientiert sich damit zur Stadt Saarburg. Hier befindet sich der gemeinsame Eingang von Hallenbad und Freibad und bildet eine gute Adresse am Stadtplatz aus.
• Öffentliche Nutzungen am Stadtplatz werden damit wohltuend mit dem neuen Hallenbad ergänzt.
• Die gemeinsame Erschließung und Organisation von Hallenbad und überarbeitetem Freibad schafft gute Orientierung und Synergien im Betrieb.
• Die bestehenden Parkplätze auf dem städtischen Platz können auf kurzem Wege genutzt werden.
• Das eingeschossige neue Hallenbad erhält eine um 70 cm erhöhte Lage im Gelände. Es ist topografisch integriert und damit ebenerdig und rollstuhlgerecht erschlossen.
• Es entstehen kurze Wege zum (verkleinerten) 50 m Becken; dies begünstigt den Allwetter-Betrieb im Freibad.
• Mit der gewählten Lage auf dem Grundstück, verbleibt eine großzügige, zusammenhängende Fläche für das Freibad.
• Von hier hat der Besucher einen eindrucksvollen Blick auf die Burg.

ErschlieĂźung und Parken
• Das neue Hallenbad und das überarbeitete Freibad wird – wie erwähnt – von Osten über den Stadtplatz und eine großzügige Vorzone/Loggia gemeinsam erschlossen.
• Die Umkleideeinheiten für den Freibadbetrieb werden über diese Erschließungsstruktur angeordnet.
• Die bestehenden Parkplätze auf dem Stadtplatz werden arrondiert und sinnfällig ergänzt um weitere 43 Parkplätze entlang der nördlichen und westlichen Grundstücksgrenze.
Parkplätze für die Verwaltung/Betrieb sowie Behindertenparkplätze sind eingangsnah angeordnet.
• Die Erschließung für die untergeschossige Technik - die gemeinsame Technik von Hallenbad und Freibad - erfolgt von Norden über die Erschließungsstraße über eine Rampe mit wasserdicht verschließbarer Absperrung.
• Die Versorgung der Restaurationen erfolgt über eine Zufahrt am Ostrand des Grundstücks.
• Fahrradstellplätze (50), zum Teil überdacht sind eingangsnah ebenfalls auf der Ostseite angeordnet.

Das Neue Hallenbad
• Das neue Freizeit- und Familienbad wird gemeinsam mit dem Freibad erschlossen. Ein großzügig überdachter Vorbereich, eine Stadtloggia zum Stadtplatz hin orientiert, bildet den Auftakt.
• Die Umkleideeinheit für das Freibads wird hier lagerichtig angeordnet.
• Der Verwaltungsbereich des Hallenbads mit Kasse an der Nordostecke.
• Die Umkleideeinheit mit ergänzender Infrastruktur entlang der Nordseite mit getrennter Erschließung (Stiefelgang Barfußgang).
• Eine Küche an der Südostecke versorgt gemeinsam die 4 Gastromie-Angebote: Am Vorplatz zum Hallenbad und im Foyer, im Hallenbad und im Außenbereich des Freibads.
• Die Badehalle beherbergt das 25 m Becken, das Erlebnisbecken und das Kinderbecken mit feinen Aufenthaltsangeboten.
• Die Rutsche – vom Hallenbad ebenso wie vom Freibad nutzbar – findet an der südwestlichen Ecke ihren richtigen Platz.
• Das Hallenbad ist wunderbar nach Süden zum Freibad orientiert.
• Die vollständig ebenerdige Anordnung aller Funktionen schafft Rollstuhlgerechtigkeit. Ein Aufzug ins UG bedient den Technikbereich sowie die Besucher-WC-Anlagen.
• Das sparsame Untergeschoss versorgt den Badebereich mit kurzen (Leitungs)Wegen.
• Das Sheddach über der Badehalle schafft natürliche Belichtung – eine freundliche und lichtdurchflutete Atmosphäre.

Das Alte Neue Freibad
• Wie erwähnt, mit gemeinsamer Erschließung zum Hallenbad.
• Das Erlebnisbecken bleibt erhalten und wird um Kinderbecken ergänzt.
• Das bestehende 50 m Becken wird auf 4 Bahnen rückgebaut.
Der bestehende Sprungbereich wird in den Abmessungen erweitert und damit gemeinsam mit dem 50 m Becken besser nutzbar. Die Nähe zu den Umkleideeinheiten schafft günstige Voraussetzungen für den Allwetter-Betrieb und die Übergangszeiten.
• Die Küche des Hallenbads versorgt den Restaurant-Freibereich des Freibads. Dieses Angebot wird ergänzt um einen Kiosk in der Fläche.
• Die Freifläche des Freibads erhält ergänzende und gliedernde Bäume für die Sportzone, den Erlebnisbereich und den Ruhebereich.
Kleine Umkleideinseln ergänzen das Angebot.
• Die Qualität der zusätzlichen Liegewiese jenseits der Leuk bleibt natürlich bestehen.

Konstruktion Material Gestalt
• Das Untergeschoss des neuen Hallenbades besteht aus Beton, wo möglich aus Recyclingbeton.
• Alle aufgehenden Bauteile ab Oberkante Bodenplatte (+ 0,70) werden als Holzskelett/Holzständerbau ausgeführt. Dies gilt sowohl für den Flachbau im Norden, als auch die Sheddachkonstruktion über der Badehalle.
• Die Holzfachwerkstruktur des Sheddachs schafft großzügige, aber dennoch wirtschaftlich sinnvolle Spannweiten.
• Die transparente Fassade wird als Holz-Pfostenriegel-Fassade mit kontrolliertem Öffnungsanteil ausgebildet. Dies schafft nutzungsabhängig eine gute Balance zwischen Tagesbelichtung und Wärmeschutz.
• Die opaken Wandflächen erhalten eine vertikale Holzverschalung mit differenzierter Strukturierung.
• Der Innenausbau erfolgt atmosphärisch und hygienisch.
• Die Becken im Hallenbad, wie auch im Freibad, erhalten eine Edelstahlauskleidung.

Nachhaltigkeit
• Das kompakte Volumen des Hallenbads schafft ein vorteilhaftes Verhältnis von Oberfläche zu Volumen (A/V).
• Sowohl die kontrolliere und bedarfsgerechte Höhenentwicklung des Hallenbads im Badegeschoss wie im Technikgeschoss, reduziert das gebaute Volumen nachhaltig.
• Die Bestandsbauwerke des 50 m Beckens im Freibad werden reduziert und weiterentwickelt. Die bestehenden Volumen werden weiterhin für Technikeinrichtungen genutzt (s. Technikkonzept).
• Hallenbad und Freibad erhalten eine gemeinsame Technik im UG mit Synergieeffekten in Herstellung im Betrieb.
• Die Wärmeversorgung erfolgt über Erdbohrungen und Wärmetauscher.
• Die Süd- geneigten Sheddflächen des Sheddach werden mit PV-T Modulen belegt.
• Die Fassade erhält einen funktionsgerechten Öffnungsanteil mit hochwertiger Dämmung.
• Wärme und Strom steht so für die Energieversorgung zur Verfügung (s. Technikkonzept).
• Die obergeschossigen Teile des Hallenbads bestehen aus Holz.
Holz speichert C02.
• Die verbleibenden Dachflächen (nördlicher Flachbau) werden extensiv/intensiv begrünt. Die Retension des Regenwassers gelingt ebenso wie die geordnete Dachaufsicht.
• Eine Versickerung von Dach- und Oberflächenwasser auf dem Grundstück wird wo möglich, angestrebt.

ResĂĽmee
Das neue Familienbad in Saarburg wird
Freundlich und einladend,
authentisch und prägnant
städtebaulich an richtiger Stelle.
Nachhaltig und vernĂĽnftig.


GEBÄUDE- UND BADEWASSERTECHNIK

Energiebedarf
• Hallenbäder haben im Vergleich zu anderen Sporteinrichtungen und Verwaltungsgebäuden einen relativ hohen Energiebedarf. Diesen gilt es so effektiv wie möglich zu decken. Es geht jedoch nicht allein um die effektive Erzeugung der Energie, sondern auch um die effektive Verwendung. Deshalb wird der Wärmebedarf auf ein Minimum reduziert.
• Es wird eine hochwertige gute gedämmte Fassade, welche die GEG-Anforderungen unterschreitet, eingesetzt. Die transparenten Anteile werden in Wärmeschutzverglasung ausgeführt, so dass der solare Wärmegewinn optimal genutzt werden kann.
• Der optimierte Wärmebedarf wird durch den Einsatz von Flächenheizung gedeckt. Angenehme Oberflächentemperaturen können bei geringen Vorlauftemperaturen erreicht werden. So kann ein angenehmes Raumklima bei niedrigem Wärmeverbrauch geschaffen werden.
• Im Sommer kann die natürliche Belüftung genutzt werden. Hierzu werden die Oberlichter im Sheddach geöffnet und die maschinelle Lüftung auf ein Minimum heruntergefahren.
• Durch die Glasfassaden ist eine Tageslichtnutzung zu großen Teilen der Betriebszeit möglich. Die Beleuchtungsanlage ist durch den Einsatz von LED-Leuchten im Energieeinsatz auf ein Minimum reduziert. Die Steuerung der Beleuchtungsanlage erfolgt automatisiert und tageslichtabhängig.
• Der Wärmerückgewinnung kommt eine große Bedeutung zu. Im Bereich der raumlufttechnischen Anlagen und der Badewasseraufbereitung werden Wärmerückgewinnungsgrade von bis zu 90 % erreicht.

Wassermanagement
• Eine wesentliche Ressource im Hallenbad stellt das Wasser dar. Hierbei wird ergänzend zur öffentlichen Versorgung mit Trinkwasser auch Regenwasser genutzt. Bevor das Objekt das Wasser als Abwasser verlässt, wird es mehrfach verwendet, so zum Beispiel durch die mehrfache Nutzung als Badewasser, Spülwasser, Reinigungswasser oder Gießwasser.
• Vor dem Verlassen des Hauses wird das anfallende „Abwasser“ entwärmt. Die zurückgewonnene Wärme wird zur Gebäudeheizung und zur Nachheizung des „Frischwassers“ verwendet.
• Das überschüssige Niederschlagswasser wird versickert. Es stehen große Speichervolumen im Bereich des alten 50m Beckens zur Verfügung. Im Hochwasserfall können die tieferliegenden Bereiche wasserdicht verschlossen werden, der Keller wird aus wasserundurchlässigem Beton hergestellt.

Heizung
• Die benötigte Wärmeenergie wird in einer Kombination aus Luft- und Wasserwärmepumpen erzeugt.
• Als Wärmequellen werden die PV-T Module, Erdkollektoren Luftentwärmer genutzt.
• In Abhängigkeit der Witterung wird zwischen den Quellen umgeschalten. Die Spitzenbedarfe werden zuerst über Pufferspeicher gedeckt, sollte dies nicht ausreichen unterstützt ein Gasspitzenlastkessel. Die Wärmepumpen werden vorzugsweise von PV Strom angetrieben. Das Verteilungsnetz wird mit Niedertemperatur betrieben.
• Die Förderenergie für Luft, Wasser und Wärme macht einen wesentlichen Anteil am Gesamtenergieverbrauch aus. Durch den Einsatz von energieeffizienten Motoren an Pumpen und Ventilatoren wird auch dieser Bedarf auf ein Minimum reduziert. Mit dem Einsatz einer Gebäudeleittechnik, welche die Ventilatoren und die Pumpen belastungsabhängig steuert, wird das Energiekonzept abgerundet.

Badewasser
• Die Badewasseraufbereitung wird belastungsabhängig gesteuert. Es werden energieeffiziente Saugfilter eingesetzt. Bei der Anordnung und Dimensionierung der Komponenten wird auf Wirtschaftlichkeit und Effizienz geachtet.
In Kombination mit der SpĂĽlabwasser- und Regenwasseraufbereitung wird eine Wasserwiederverwendungsrate von > 80 % erreicht.
• Die Elektroinstallation bringt die eigen erzeugte Energie auf die hausinternen Verbraucher, ggf. anfallenden Spitzen werden in Wärme- und Batteriespeichern gepuffert. Über das Spitzenlastmanagement können die entsprechenden Leistungen abgerufen werden. Die gesamte Technik wird über die Gebäudeautomation gesteuert, geregelt und visualisiert. Mit der Anlage können die einzelnen Betriebszustände aufgezeichnet und daraus folgend optimiert werden.

FREIANLAGEN

• Die Gestaltung der Freianlagen orientiert sich an der Kubatur des Gebäudes. Die abgerundete Gebäudeform des neuen Schwimmbades findet sich in der Gestaltung des Badebereichs im Freiraum wieder. Es entstehet ein großer, zusammenhängender Platz.
• Der Badebereich besteht aus einem Nichtschwimmer-Erlebnisbecken, das bereits im Bestand vorhanden ist, einem bestehenden, um 4 Bahnen verkürzten Schwimmerbecken und einem neu gestalteten Kleinkinder-Bereich.
• Das Zentrum des Außenbereichs wird durch einen Platz mit Vegetationsflächen, Sitzelementen und schattenspendenden Bäumen gebildet.
• Hier findet sich auch eine Außenbistro mit Sitzmöglichkeiten für Spitzentage.
• Die auf dem Gelände verteilt liegenden Bestands-schwimmbecken werden durch die neue Gestaltung und eine einheitliche Formensprache zusammengebracht. Es entsteht eine gemeinsame Mitte, zu der sich die Schwimmbecken hin orientieren.
• Angrenzend an die zentrale Mitte des Freibades befindet sich auch der Zugang zum Hallenbad.
• Der Schwimmerbereich ist durch eine Hecke und das Bistro vom Nichtschwimmer-Bereich abgegrenzt. Die gesamte Badezone wird durch Hecken und Zäune umschlossen und von der Liegewiese separiert.
• Vom Badebereich führt ein Weg über die Leuk, wo sich eine Erweiterung der Liegewiese befindet, die bereits in den vergangenen Sommer an Spitzentagen als Liegefläche genutzt wird.
• Die große Liegewiese wird durch Bäume natürlich verschattet und bietet somit attraktive Aufenthaltsflächen im Freiraum. Im nord-westlichen Bereich der Liegewiese sind zwei Beach-Volleyball-Felder verortet.
• Außerdem finden sich auf dem Gelände einige Mulden zur Regenwasserretention. Welche gleichzeitig als natürliche Modellierung dem Gelände eine attraktive Gestalt geben.
• Im Süd-Westen der Liegewiese ist ein kleiner Spielebereich mit Modellierungen und natürlichen Spielelementen angelegt.
• Im Freibereich sind zahlreiche kleine Wechselkabinen verortet.
• Das gesamte Gelände wird durch einen Zaun mit Hecken umschlossen und einem Wall von der Straße sowie den Parkplätzen abgeschirmt. Vor dem Haupteingang wird ein großzügiger Vorplatz mit Bäumen ausgebildet. In diesem Bereich sind auch 50 Fahrradstellplätze verortet.
• Der angrenzende City-Parkplatz wir zu Gunsten des Neubaus in seiner Größe reduziert. Für die entfallenen Parkplätze werden alternativ 43 neue Parkplätze entlang der westlichen und nördlichen Grundstücksgrenze verortet. Der Bestands-Parkplatz erhält im Gegenzug neu angelegte Grünflächen und Baumstrukturen. In unmittelbarer Nähe zum Haupteingang finden sich zudem zwei barrierefreie Parkplätze.
• Über Zugänge ist der Feuerwehr und dem Rettungsdienst ein Zugang zum Freibadgelände möglich.

Beurteilung durch das Preisgericht

Die Arbeit nutzt die mögliche Erweiterung des Wettbewerbsgebiets, um den Baukörper des Hallenbades unmittelbar an die nördliche Grundstücksgrenze zu setzen. Dabei rückt das Gebäude so weit wie möglich nach Nordosten und setzt dort den gemeinsamen Eingangsbereich mit dem Freibad. Durch diese städtebauliche Setzung gelingt es, einen kompakten und geschlossenen Zusammenhang von Freibad und Hallenbad zu schaffen; gleichzeitig kann die tieferliegende Fläche für Sportangebote im Westen in ihrer Retentionsfunktion erhalten bleiben.

Kritisch beurteilt wird jedoch die Engstelle am Hotel durch das Heranrücken des Gebäudes direkt an die Erschließung des Großparkplatzes. Auch der dargestellte Ausgleich der Stellplätze am Abfahrtsbereich der Bundesstraße wird hier nicht realisierbar sein.

Der gemeinsame Eingangsbereich auf der geforderten Höhenlage zeigt eine klare Adressbildung mit einer großzügigen Treppe sowie sinnvoll angeordneten Rampen und Fahrradstellplätzen. Der überdachte Bereich überspannt das kleine Sanitärgebäude für das Freibad und schafft eine gute Orientierung. Die Bedienung der Kasse erlaubt die Kontrolle über beide Eingänge an einer Stelle. Kritisch gesehen wird hier die vom Kassenbereich zu weit entfernte Lage des Bistros, das einen effizienten Personaleinsatz erschwert. Hinterfragt wird die prominente Lage der Verwaltung am Eingang.

Die Eingangshalle ist großzügig und erlaubt Einblicke in das Bad; die Zugänge und Organisation der Umkleiden und Duschbereiche sind klar gegliedert und organisiert. Die Schwimmhalle kann durch die versetzte Anordnung der verschiedenen Becken eine angenehme Atmosphäre entwickeln; die Liege-und Sitzbereiche erlauben eine Zonierung und Differenzierung der unterschiedlichen Nutzergruppen. Die Abtrennung des Landebeckens der Rutsche schafft zwar Schutz vor zu großer Lärmentwicklung in der Halle, ist jedoch in der baulichen Ausgestaltung nicht dargestellt. Die Anordnung der Räume nördlich des Schwimmerbeckens sowie die Lage der Aufsicht ist funktional nicht schlüssig.

Im Freibad gelingt es, durch die Gebäudeausrichtung das Schwimmerbecken in unmittelbare Nähe zum Hallenbad zu rücken, was zu kurzen Wegen bei gemeinsamer Nutzung sowie gemeinsamer effizienter Aufsichtsmöglichkeit führt. Dabei ist der Gastronomiebereich mit der Terrasse und Lage des Kinderbereiches gut verortet; auch hier sind kurze Wege gegeben. Das angebotene eigene Gebäude für Bistro an Spitzentagen ist verzichtbar. Die Freianlagen um das kompakte Bad zeigen Möglichkeiten für Retentionsflächen sowie attraktive Angebote für zusätzliche Spiel- und Sportbereiche, die auch hier eine gute Zonierung verschiedener Nutzergruppen ermöglichen.

Der Holzskelett- Holzständerbau mit einer Holzfachwerkstruktur auch im Sheddach will eine leichte und transparente Architektursprache vermitteln. Dabei werden die Lichtführung sowie die Stützenanordnung im Inneren gut eingesetzt, um einen attraktiven Hallenraum zu schaffen. Demgegenüber bleibt jedoch die Ausformulierung dieser Qualität in der äußeren Erscheinung des Gebäudes deutlich zurück. Der Dachform und der Fassade gelingt es nicht, die innen erkennbare Leichtigkeit und Einfachheit auch nach außen zu tragen. Einerseits wird ein leichter Holzbau angestrebt, andererseits entsteht durch die dann auch nur teilweise überspannende Sheddachanordnung und die große Gebäudelänge eine Anlehnung an Industriearchitektur. Dies spiegelt sich auch in den Fassaden und den Anschlüssen an die Eingangsüberdachung. Es gelingt der Arbeit nicht, hier eine klare und für die Identifikation mit dem Ort überzeugende Ausprägung zu entwickeln.

Ein erstes Energiekonzept zeigt ein durch die kompakte Gebäudeform und solare Nutzung des Daches ein effizientes System, die technischen Anforderungen sowie das Raumprogramm können nachgewiesen werden. Die städtebaulichen Kennwerte liegen im mittleren Bereich. Konstruktion und Unterhalt im Dach werden als zu aufwendig erachtet.

Insgesamt zeigt die Arbeit einen interessanten städtebaulichen Ansatz, deren Stärke vor allem in der Nähe der Zugänglichkeit von Hallen- und Freibad liegt. Die Gebäude- und Dachkonstruktion wird jedoch kritisch beurteilt.
Lageplan

Lageplan

Grundriss EG

Grundriss EG

Schnitte

Schnitte

Schwarzplan

Schwarzplan

Modellbild

Modellbild

Fassadenschnitt

Fassadenschnitt