Nichtoffener Wettbewerb | 12/2025
Neubau Freizeitbad Saarburg
3
Modellfoto
©Rossmann + Partner Architekten mbB
Anerkennung
Preisgeld: 4.000 EUR
SETUP Landschaftsarchitektur PartG mbB
Landschaftsarchitektur
Erläuterungstext
Wettbewerb Freizeitbad Saarburg
Rossmann + Partner Architekten mbB, Karlsruhe mit SETUP Landschaftsarchitektur, Leonberg
Städtebauliches und freiraumplanerisches Konzept
Der Baukörper des neuen Kombibades fügt sich sensibel in die bestehende Freibadlandschaft ein und nutzt die besondere Lage zwischen Stadt und Landschaft, um klare Bezüge in beide Richtungen herzustellen. Das Gebäude reagiert auf die Hochwassersituation, indem es leicht erhöht über dem bestehenden Gelände angeordnet ist. Diese Anhebung wird zugleich genutzt, um eine einladende Geste zum Eingangsbereich zu formulieren und eine sanfte Anbindung zur Außenanlage erlebbar zu machen.
Der Eingangsbereich des Hallen- und Freibades definiert einen klar gegliederten Vorplatz mit großzügigen Aufenthaltszonen und ausreichend Fahrradstellplätzen. Während sich die Freibadbesucher überwiegend in den Südosten des Geländes orientieren, bewegen sich die Hallenbadbesucher nach Südwesten. Die Wege der beiden Besuchergruppen kreuzen sich dabei nicht, sodass die Besucherströme gleichmäßig verteilt werden.
Die festgelegte Baugrenze wird eingehalten. Durch die im Nordwesten gestaffelte Gebäudestruktur, die auf die bestehenden Freibadbecken reagiert, entsteht eine räumliche Verbindung zwischen Hallenbad und Außenraum. Zur Stadtseite hin präsentiert sich das Gebäude als klar strukturierter, rechteckiger Baukörper, während es sich zur Freibadseite mit polygonalen Formen und freischwebenden Pultdächern lebendig in die Landschaft einfügt. Das Erdgeschoss ist so angeordnet, dass es im Hochwasserfall geschützt bleibt.
Beurteilung durch das Preisgericht
Die Position und die Raumkanten der Bauten bilden eine schlüssige Kante zum Cityparkplatz. Das Anheben des Vorplatzes auf das geforderte hochwasserfreie Niveau und die Anbindung an das umgebende Niveau mit Treppe und Rampe sind verständlich. Mit der räumlichen Trennung der Zugänge für Hallen- und Freibad kann der Besucherzustrom entzerrt werden. Die Gebäudelücke zu den Umkleiden und Duschen des Freibads ist mit ca. 13m sehr breit, das Sommergebäude könnte noch an das Hallenbad heranrücken.
Die Abläufe des Badebetriebs sind bei dieser Arbeit gut durchdacht. So ist der Vorplatz vor den Eingängen zu Hallenbad und Freibad richtig dimensioniert und positioniert. Die Zugangssituation in der Halle funktioniert. Die Positionierung der Becken in der Halle ergeben in der Nutzungsabfolge eine verständliche Raumbildung, jedoch könnte die Trennung von Plansch- und Lehrschwimmbecken ausgeprägter sein. Wobei der Umgang mit den Flächen in der Badehalle sehr sparsam und optimiert ist. Die Hallenrutsche liegt leider abgelegen von der Liegewiese und vom Freibadbetrieb. Die Beaufsichtigung des Badebetriebs ist gut möglich. Der Sanitätsraum sollte sowohl nahe an der Liefer- und Rettungsanfahrt, sowie am Schwimmmeisterraum sein.
Die Ausbildung der Gebäudehülle wird in mehreren Punkten kritisch gesehen. Der Gebäudekomplex wirkt inhomogen, ebenso ist die Außenansicht sehr unruhig, hier wird eine einheitlichere Linie oder ein eindeutiger durchgängiger Charakter eines Gesamtgebäudes vermisst. Die Verwaltung im 1. OG ist grundsätzlich möglich, die ausdrückliche Ausbildung eines eigenen dominierenden Elements wird jedoch kritisch gesehen. Die Ausbildung der Dachlandschaft und das Tragwerk der Dächer sind nicht ausreichend detailliert und nicht ausreichend nachvollziehbar.
Die Lage und Dimensionierung der Andienung werden von den Betreibern gelobt. Das Angebot von Fahrradstellplätzen wird vermisst und müsste nachgeholt werden.
Im den gesamten Freianlagen ist der Anteil der befestigten Flächen zu hoch! Außer zu den Becken sind keine weiteren Wege notwendig. Die überdimensionierten Pflasterflächen um die Becken sollten reduziert werden. Diese Flächen heizen sich auf und sind zum Begehen unangenehm. Ebenso ist das Liegedeck entlang des Sportbeckens viel zu groß.
Die Arbeit hat in der Organisation der Abläufe und mit den sparsamen Flächen gelungene Ansätze, jedoch hat die Arbeit in der Geometrie der Baukörper, in den Ansichten und der Ausbildung der Dächer leider einige Schwächen.
Die Abläufe des Badebetriebs sind bei dieser Arbeit gut durchdacht. So ist der Vorplatz vor den Eingängen zu Hallenbad und Freibad richtig dimensioniert und positioniert. Die Zugangssituation in der Halle funktioniert. Die Positionierung der Becken in der Halle ergeben in der Nutzungsabfolge eine verständliche Raumbildung, jedoch könnte die Trennung von Plansch- und Lehrschwimmbecken ausgeprägter sein. Wobei der Umgang mit den Flächen in der Badehalle sehr sparsam und optimiert ist. Die Hallenrutsche liegt leider abgelegen von der Liegewiese und vom Freibadbetrieb. Die Beaufsichtigung des Badebetriebs ist gut möglich. Der Sanitätsraum sollte sowohl nahe an der Liefer- und Rettungsanfahrt, sowie am Schwimmmeisterraum sein.
Die Ausbildung der Gebäudehülle wird in mehreren Punkten kritisch gesehen. Der Gebäudekomplex wirkt inhomogen, ebenso ist die Außenansicht sehr unruhig, hier wird eine einheitlichere Linie oder ein eindeutiger durchgängiger Charakter eines Gesamtgebäudes vermisst. Die Verwaltung im 1. OG ist grundsätzlich möglich, die ausdrückliche Ausbildung eines eigenen dominierenden Elements wird jedoch kritisch gesehen. Die Ausbildung der Dachlandschaft und das Tragwerk der Dächer sind nicht ausreichend detailliert und nicht ausreichend nachvollziehbar.
Die Lage und Dimensionierung der Andienung werden von den Betreibern gelobt. Das Angebot von Fahrradstellplätzen wird vermisst und müsste nachgeholt werden.
Im den gesamten Freianlagen ist der Anteil der befestigten Flächen zu hoch! Außer zu den Becken sind keine weiteren Wege notwendig. Die überdimensionierten Pflasterflächen um die Becken sollten reduziert werden. Diese Flächen heizen sich auf und sind zum Begehen unangenehm. Ebenso ist das Liegedeck entlang des Sportbeckens viel zu groß.
Die Arbeit hat in der Organisation der Abläufe und mit den sparsamen Flächen gelungene Ansätze, jedoch hat die Arbeit in der Geometrie der Baukörper, in den Ansichten und der Ausbildung der Dächer leider einige Schwächen.
Lageplan
©Rossmann + Partner Architekten mbB
Erdgeschoss
©Rossmann + Partner Architekten mbB