Nichtoffener Wettbewerb | 06/2024
Neubau Friedrich-Fröbel-Schule in Frankfurt am Main
7
Lageplan
©BÀr Stadelmann Stöcker Architekten und Stadtplaner PartGmbB
3. Preis
Preisgeld: 21.750 EUR
BÀr, Stadelmann, Stöcker Architekten und Stadtplaner PartGmbB
Architektur
-
Verfasser:
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Mitarbeitende:
Frank Riedel, Stephen Balmberger, Gabriel Barklam, Lukas Seitz
Beurteilung durch das Preisgericht
Die StĂ€rke der Arbeit liegt in der gesamtrĂ€umlich wirkenden, stĂ€dtebaulichen Figur. Durch gut proportionierte Raumfolgen des mĂ€anderartigen, dreigeschoĂigen Baukörpers entsteht einerseits eine ĂŒbergeordnete Ensemblewirkung, andererseits eine spannungsvolle Abfolge baulicher und freirĂ€umlicher Elemente. Diese setzen sich auf unterschiedlichen MaĂstabsebenen in Beziehung zum Quartier und die erfolgte Neuordnung fĂŒhrt zu einer klaren Adressbildung von Schuleingang und Sportbereichen.
Von hoher QualitĂ€t in Bezug auf das Raumbild und die Nutzbarkeit ist das durchgehende, breite GrĂŒnband im Ăbergang zu den Sportbereichen. Es vermag einerseits das Bild von Schullandschaft zu stĂ€rken, gleichzeitig den Erfahrungsraum mit dem Thema Landschaft fĂŒr die SchĂŒlerinnen anzureichern. Im Inneren des GebĂ€udes zeigt sich das Herz der Schule durch den offenen und einladenden Marktplatz im Verbund mit der Mensa. Hier werden die Platzbeziehungen von Vorplatz und Schulhof miteinander verknĂŒpft wodurch eine hohe Nutzbarkeit zu erwarten ist. Auch wenn die Lage von Verwaltung und NebenrĂ€umen folgerichtig erscheint, ist die Bespielung des Vorplatzes eingeschrĂ€nkt und die Möglichkeit zur ReprĂ€sentation eines offenen, durch Kinder geprĂ€gten Hauses nicht wahrnehmbar. Auch der Umgang mit der ErschlieĂung der Kunst- und WerkrĂ€ume ist nicht ĂŒberzeugend. Positiv ist deren AuĂenraumbezug zur FreiflĂ€che. Nachteilig ist der weite Weg der LehrkĂŒche zu den SchulgĂ€rten. Die in den Obergeschossen verorteten LernhĂ€user verfĂŒgen ĂŒber groĂzĂŒgige Mitten, die Belichtung derer ĂŒber die tief eingeschnittenen Höfe wird jedoch stark in Frage gestellt. Kritisiert wird vor allem, dass die Clusterbildung innerhalb der baulichen Strukturen nicht zufriedenstellend abbildbar ist, da 3 Klassen und 2 IntensivrĂ€ume nicht an den gemeinschaftlichen FlĂ€chen teilhaben können und vorgelagert erschlossen werden. Das entspricht nicht dem pĂ€dagogischen Konzept der Auslobung.
Architektonisch orientiert sich der vorgeschlagene Holzbau an der bestehenden Sporthalle und soll sich ĂŒber eine strukturreiche und rhythmische Fassadengliederung einfĂŒgen. Zudem wird eine rötliche Holzfarbe vorgeschlagen. Diese Anmutung wirkt schematisch und monoton. Besonders in den Erdgeschossen fehlt die Interaktion mit dem AuĂenraum zur Stadtseite. Zudem ignoriert die DetailausfĂŒhrung den konstruktiven Holzschutz und kann so nicht zur AusfĂŒhrung kommen. Die Materialwahl aus natĂŒrlichen und ökologischen Rohstoffen wird sehr positiv gesehen. Die FlĂ€chenkennzahlen liegen im durchschnittlichen Bereich, teilweise wird das Raumprogramm leicht unterschritten.
teilweise wird das Raumprogramm leicht unterschritten.
Insgesamt vertritt diese Arbeit einen ĂŒberzeugenden StĂ€dtebau, der jedoch in dieser QualitĂ€t bei der Ausformulierung der LernhĂ€user und Clusterbildungen mangelhaft ausgefĂŒhrt wird.
Es liegt kein konkretes Haustechnik-Konzept vor. Es wird lediglich angedeutet, dass eine Luft-Wasser-WÀrmepumpe in Kombination mit GeblÀsekonvektoren zur Beheizung der KlassenrÀume eingesetzt werden soll. Ein Konzept zur Regenwasserbewirtschaftung liegt vor.
Blatt 1
©BÀr Stadelmann Stöcker Architekten und Stadtplaner PartGmbB
Blatt 2
©BÀr Stadelmann Stöcker Architekten und Stadtplaner PartGmbB
Blatt 3
©BÀr Stadelmann Stöcker Architekten und Stadtplaner PartGmbB
Blatt 4
©BÀr Stadelmann Stöcker Architekten und Stadtplaner PartGmbB
Perspektive
©BÀr Stadelmann Stöcker Architekten und Stadtplaner PartGmbB
Modellfoto
©BÀr Stadelmann Stöcker Architekten und Stadtplaner PartGmbB