Nichtoffener Wettbewerb | 09/2024
Neubau Gallus-Förderschule in Grünberg (Hessen)
7
Visualisierung
©Adrian Calitz
1. Preis / Zuschlag
Preisgeld: 36.400 EUR
Visualisierung
Erläuterungstext
Die Kinder und Jugendlichen der Gallusschule benötigen einen besonderen Lebensraum Schule, der ihnen eine Heimat für den vielfältigen Schulalltag im Ganztagsbetrieb bietet. Gefordert ist ein Ort der Geborgenheit. Neben den großen Gemeinschaftsflächen für alle soll die Gallusschule insbesondere aufgrund des sonderpädagogischen Förderschwerpunkts in überschaubare Einzelbereiche gegliedert werden und den Schüler*innen vielfältige Rückzugsmöglichkeiten in Gruppen unterschiedlicher Größe bieten.
Allgemeiner Bereich und Aula als Herz der Schule
Lehrer*Innenbereich
Der Lehrer*Innenbereich befindet sich an der Nordwestecke des Gebäudes in direkter Nachbarschaft zum Willkommenswäldchen mit dem überdachten Eingangsbereich. Ein zweiter Ausgang Richtung Süden ermöglicht einen direkten Zugang zu den Parkplätzen für Lehrer*Innen und Besucher*Innen. Zudem befindet sich in diesem Bereich die zentrale Küche mit einem angrenzenden Kräutergarten.
Werkstätten und Ateliers
Auf der Südseite befinden sich die Werkstätten (Fahrrad, Holz, Ton, Textil) und die Ateliers für Musik, Kunst und textiles Gestalten. Die Werkstätten können über die Parkplätze angefahren werden und verfügen über einen Werkhof, der das Arbeiten im Freien ermöglicht. Die Ateliers für Kunst und Musik liegen am Kunstgarten, sodass auch diese Aktivitäten je nach Wetterlage nach außen verlegt werden können.
Schulküche, Bibliothek, Ruheräume
Außenbereiche
Eine neue Fahrgasse an der westlichen Grundstückgrenze verbindet die schulischen Stellplätze mit der Struppiusstraße. Über den südlichen Parkplatz findet die Anlieferung der Werkstätten statt. Hier befindet sich auch eine Wendemöglichkeit für die Feuerwehr, Müllfahrzeuge etc. Die Kleinbusse, die die Kinder zur Schule bringen, fahren in die neue Planstraße hinein, wenden und können dann die Kinder direkt am Vorplatz herauslassen (Halteposition 1 bis 13). Die Kinder müssen keine Straßen mehr überqueren. Die übrigen Busse halten am Rand der Struppiusstraße und wenden in drei Zügen über die bestehenden Fahrflächen.
Die Freianlagen der Schule sind dreigeteilt: Vorplatz mit Bring- und Abholzone, die sogenannte Landschaftsplattform zwischen bzw. um die neuen Lernhäuser, sowie der Waldabschnitt.
Die Landschaftsplattform erstreckt sich über die Erdgeschosszone, die in den Hang hineinragt. Hier haben die einzelnen Lernhäuser auch ihre eigene Adresse. Die Landschaftsplattform besteht aus Platzflächen mit intensiv und extensiv begrünten Bereichen. Die Abwechslung der Vegetationshöhe schafft offenere und geschlossene Räume, Rückzugsräume sowie programmfreie Bereiche, die von den Kindern bespielt bzw. belebt werden. Der neue Wald mit seiner Faszination bildet einen freien Bewegungsbereich für die Kinder. Wie in einem naturbelassenen Wald, gibt es, soweit es die Barrierefreiheit zulässt, keine festen Wege. Der Waldboden als wichtiges ökologisches und sensorisches Element bildet quasi die „Spielwiese“ der Schule. Bestehend aus dichtem Baumbestand und Lichtungen sind hier verschiedene Programmpunkte spielerisch verteilt: Am Rande, in den noch gut belichteten Bereichen, liegt die Obststreuwiese mit gärtnerischen Bereichen, in den großen Lichtungen liegen die Sportflächen. Da die Sportfelder eben gebaut werden müssen, bilden sie jeweils eine Bastion im Hang. Das Regenwasser aus diesen ebenen Flächen wird in einem neuen Bachlauf gesammelt und zur Versickerung weitergeleitet. Hier entsteht ein neues Biotop.
Nachhaltigkeit
Energiekonzept
C2C Bauweisen im Außenraum
Wo möglich, sollen die Freianlagen nach dem Cradle to Cradle (C2C) Prinzip realisiert werden: Zum Einsatz kommen vorwiegend recycelte und gebrauchte Baustoffe (Natursteinpflaster im Vorplatz, recycelter Beton in der Landschaftsplattform) oder organische Baustoffe, wie z.B. Holzstämme für Sitzelemente. Bei der Modellierung des Hanges wird das Arbeiten mit Böschungen anstatt von Stützmauern bevorzugt. Auch die bewusste Wahl einfacher Konstruktionen, die einen Abbau und eine Wiederverwendung erlauben, ist Bestandteil dieser Überlegungen.
Der vorliegende Entwurf für die Gallusschule gliedert die Schule in einzelne Lernhäuser, die jeweils vier Cluster aufnehmen und durch ihre Stellung auf dem Grundstück einen unverwechselbaren Charakter erhalten. Jedes einzelne Lernhaus hat einen eigenen Eingang in das durchgrünte Außengelände und bietet durch seine Zweigeschossigkeit die Möglichkeit, dass alle Schüler*innen einen direkten Kontakt zum Freiraum erhalten. Die Lernhäuser stehen zunächst für sich im Grünraum, bilden überschaubare soziale Einheiten und sind bewusst auch als Rückzugsmöglichkeit im Gesamtkomplex zu verstehen. Eine großzügige Wegeführung im Freiraum verbindet alle Lernhäuser miteinander und verknüpft sie mit den vielfältigen Nutzungen im Außengelände. Alle weiteren Gemeinschaftsbereiche sind in einer Ebene unter den Lernhäusern zusammengefasst.
Lernhäuser
Alle Lernhäuser sind gleich aufgebaut und fassen pro Geschoss mit einer Mischform von „Klassenraum plus“ und Cluster zwei Klassen zusammen. Sie bilden die soziale Grundeinheit der Häuser. Zwei Klassenräume teilen sich eine gemeinsame Mitte mit zusätzlichen Differenzierungsräumen, sodass für die unterschiedlichsten Lern- und Lebenssituationen verschiedene Räume zur Verfügung stehen. Die gemeinsame Mitte hat im Erdgeschoss direkten Kontakt zum Außenraum. Im ersten Obergeschoss wird der Kontakt zum Außenraum über eine Terrasse mit Außentreppe gewährleistet, die auch als zweiter baulicher Rettungsweg dient. Ein Innenhof in der Mitte des Lernhauses sorgt für eine zweiseitige Belichtung der gemeinsamen Mitten und für Blickkontakt in die anderen Geschosse. Da die Teamräume von zwei Clusterbereichen direkt nebeneinander liegen, können zusätzlich beide Teamräume miteinander kombiniert werden, was eine zusätzliche Flexibilität in der Nutzung schafft. Die Klassenräume sind mit den Koch- und Essbereichen zusammengeschaltet und liegen jeweils an den Gebäudeecken. Das ermöglicht einen maximalen Überblick in die Umgebung und verortet die Klassengemeinschaft auf dem Schulgelände.
Alle Bereiche, die von allen Schüler*Innen, Lehrer*Innen und Eltern gemeinsam genutzt werden, sind als verbindende Ebene im Erdgeschoss angeordnet. Über diese Ebene lassen sich auch die einzelnen Lernhäuser über vertikale Treppenhauskerne erschließen. Die Topografie des Geländes macht es möglich, die Hanglandschaft mit der prägnanten Waldkante auf dem Dach dieser Ebene bis zum Vorplatz auf der Nordseite fortzusetzen, so dass die Lernhäuser im Außengelände stehen. Werkräume, Kunst- und Musikräume, Pausenräume, Küchen, Bibliothek, und der komplette Lehrer*innenbereich gruppieren sich um die Aula, die das Herz der Schule bildet und als Scharnier zwischen den einzelnen Bereichen dient. Oberlichter in der Decke der Aula belichten die Aula, und betonen die Besonderheit dieses Raumes, der als Versammlungsraum für die ganze Schulgemeinschaft dient. Die Oberlichter bilden zusätzlich eine kleine Gebirgslandschaft im darüberliegenden Dachbereich, die von den Schüler*Innen als Bouldergarten genutzt werden kann. Die Aula liegt unmittelbar am Eingang und hat direkte Sichtverbindung zum Musik- und Kunstgarten sowie eine Verbindung zum Lesegarten im Süden.
Der Lehrer*Innenbereich befindet sich an der Nordwestecke des Gebäudes in direkter Nachbarschaft zum Willkommenswäldchen mit dem überdachten Eingangsbereich. Ein zweiter Ausgang Richtung Süden ermöglicht einen direkten Zugang zu den Parkplätzen für Lehrer*Innen und Besucher*Innen. Zudem befindet sich in diesem Bereich die zentrale Küche mit einem angrenzenden Kräutergarten.
Werkstätten und Ateliers
Auf der Südseite befinden sich die Werkstätten (Fahrrad, Holz, Ton, Textil) und die Ateliers für Musik, Kunst und textiles Gestalten. Die Werkstätten können über die Parkplätze angefahren werden und verfügen über einen Werkhof, der das Arbeiten im Freien ermöglicht. Die Ateliers für Kunst und Musik liegen am Kunstgarten, sodass auch diese Aktivitäten je nach Wetterlage nach außen verlegt werden können.
Schulküche, Bibliothek, Ruheräume
Entlang der Struppiusstraße befindet sich der dritte Bereich mit allgemeinen Lernräumen, wie z.B. der Schulküche, dem Therapieraum und den gemeinsamen Pausen- und Sonderräume, wie Schülercafé, Bibliothek, Pausenraum, Snoezelraum Powerraum und andere. Der direkt anschließende Lesegarten ermöglicht einen direkten Zugang zu den Spielflächen auf der Südseite des Geländes und sorgt für eine gute Belichtung der Gemeinschaftsräume in diesem Bereich. Eine ansteigende sehr breite Treppenanlage kann bei gutem Wetter auch als Versammlungsort im Freien für die ganze Gallusschule dienen.
Eine neue Fahrgasse an der westlichen Grundstückgrenze verbindet die schulischen Stellplätze mit der Struppiusstraße. Über den südlichen Parkplatz findet die Anlieferung der Werkstätten statt. Hier befindet sich auch eine Wendemöglichkeit für die Feuerwehr, Müllfahrzeuge etc. Die Kleinbusse, die die Kinder zur Schule bringen, fahren in die neue Planstraße hinein, wenden und können dann die Kinder direkt am Vorplatz herauslassen (Halteposition 1 bis 13). Die Kinder müssen keine Straßen mehr überqueren. Die übrigen Busse halten am Rand der Struppiusstraße und wenden in drei Zügen über die bestehenden Fahrflächen.
Die Freianlagen der Schule sind dreigeteilt: Vorplatz mit Bring- und Abholzone, die sogenannte Landschaftsplattform zwischen bzw. um die neuen Lernhäuser, sowie der Waldabschnitt.
Der Vorplatz mit Bring- und Abholzone präsentiert vier großzügige, grüne Inseln, die mit Bäumen aus dem Mischwald bepflanzt sind. Hier treffen sich am Morgen die Kinder und Jugendlichen und das Lehrpersonal, warten aufeinander oder verabschieden sich nach dem Schultag. Spielangebote versüßen die Wartezeit. Diese sind auch für die Öffentlichkeit jederzeit zugänglich. Über den Stützenwald gelangt man an den großzügig überdachten Haupteingang der Schule, oder man nimmt die Treppe hinauf auf die Landschaftsplattform.
Das Waldlabor beschreibt die Entstehung dieses Waldstückes. Mit forstwirtschaftähnlichen Methoden soll die Entstehung eines Mischwaldes simuliert werden, und so den Standort formen. Eine Mischung aus Pioniergehölzen sowie lichtliebenden Bäumen wie Birken und Kiefern besiedelt zunächst den neuen Waldboden. Weitere, langsam wachsende Arten wie Buchen und Eichen folgen. Die Kinder sollen an der Entwicklung des Waldes aktiv teilnehmen können: Im Gewächshaus können kleine Bäume gezogen und später in den Wald gesetzt werden. Es entwickelt sich ein wertvolles Gefühl für das langsame Tempo der Natur in unserer schnelllebigen Zeit. Der Wald ist der beste Spielplatz: Neben konventionellen Spielgeräten sollen Bereiche aus Totholz, Findlingen und eigenen Gebilden aus Zweigen und Ästen (z.B. Weiden-Zelte) zum Spielen animieren.
Der Einsatz von Holz für die Grundkonstruktion des Gebäudes reduziert den Energieverbrauch für die Herstellung und ermöglicht das Thema Rückbau und Wiederverwendung von Baustoffen schon zu Beginn der Planung mit zu berücksichtigen. Ziel ist möglichst viele Bauteile als Cradle to Cradle Konstruktion zu planen. Das Herstellen von drei identischen Lernhäusern in Holz steigert die Wirtschaftlichkeit dieser Bauweise. Die Tragstrukturen sind so gewählt, dass die Grundrisse zukünftig auch einfach neuen Bedürfnissen angepasst werden können. Bauteile, die aufgrund der Topografie als erdberührte oder stark feuchtebelastete Bereiche anzusehen sind, wie z.B. Teile der Landschaftsplattform und Stützwände, sollen in Massivbauweise mit Recyclingbeton erstellt werden. Bei der Entwicklung der Grundrisse wurde darauf geachtet, möglichst wenig Erschließungsfläche zu erzeugen und durch eine kompakte und sparsame Bauweise das Verhältnis von Außenfläche zu Volumen möglichst effizient zu halten.
Für eine optimale Versorgung der Räume mit frischer Luft sorgen in den Lernhäusern drei Innenhöfe, die jeweils bis in das Erdgeschoss durchgesteckt werden. Über die Innenhöfe und eine zentral gesteuerte Luftnachströmung in den Nachtstunden über die Fenster kann das Gebäude natürlich gekühlt werden. Die Mischbauweise der Decken aus Holzrippen und Betonplatten sorgt dafür, dass für die Speicherung von Wärme und Kälte genug Speichermasse zur Verfügung steht. Die Schule soll weitestgehend mit einer natürlichen Belüftung betrieben werden und wird punktuell, wo nötig, mit einer dezentralen Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und teilweise (z.B. in der Aula) mit einer adiabaten Kühlung ausgestattet. Ziel ist es, mit möglichst wenig Technik eine angenehme Raumatmosphäre zu schaffen, um den Energieaufwand und die Betriebskosten gering halten zu können. Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach sorgt für die Versorgung mit Eigenstrom, der möglichst umfassend im Gebäude zum Einsatz kommen soll. Die Ausrichtung der Zellen ist so zu wählen, dass insbesondere zu den Tagesstunden, in denen das Gebäude hauptsächlich genutzt wird, ein möglichst hoher Ertrag erreicht werden kann. Der Eigenstrom kann so für die Warmwasserversorgung, die Beleuchtung, den Betrieb einer Luftwärmepumpe und die adiabate Kühlung verwendet werden. Generell gilt sowohl für die Kühlung als auch für die Heizung, dass eine möglichst effiziente Wärmedämmung und ein außenliegender Sonnenschutz die Spitzen weitestgehend abfangen. Überschüssiger Strom der Photovoltaikelemente kann für die spätere Nutzung gespeichert werden. Im weiteren Projektverlauf soll zudem geprüft werden, ob sich Synergieeffekte bei der Energieerzeugung im Zusammenspiel mit der Theodor-Heuss-Schule ergeben können. Alle Dächer sind Flachdächer und werden als Retentionsdächer ausgebildet. Das bei Starkregen in den Retentionsdächern gespeicherte Regenwasser sorgt bei der langsamen Verdunstung über die Begrünung für ein angenehmes Mikroklima in der Waldschule und minimiert den Regenwasserabfluss. Für eine weitere Kühlung sorgen Kletterpflanzen an den Fassaden.
Wo möglich, sollen die Freianlagen nach dem Cradle to Cradle (C2C) Prinzip realisiert werden: Zum Einsatz kommen vorwiegend recycelte und gebrauchte Baustoffe (Natursteinpflaster im Vorplatz, recycelter Beton in der Landschaftsplattform) oder organische Baustoffe, wie z.B. Holzstämme für Sitzelemente. Bei der Modellierung des Hanges wird das Arbeiten mit Böschungen anstatt von Stützmauern bevorzugt. Auch die bewusste Wahl einfacher Konstruktionen, die einen Abbau und eine Wiederverwendung erlauben, ist Bestandteil dieser Überlegungen.
Beurteilung durch das Preisgericht
Städtebauliche Konzeption
Die städtebauliche Konzeption überzeugt durch die Anordnung der drei quadratischen, zweigeschossigen Baukörper, die auf einem in das Gelände eingebetteten Sockelbauwerk stehen. Diese Baukörper beziehen sich auf die Bestandsbauten nordöstlich der Struppiusstraße und sind geschickt in die komplexe Topografie integriert. Die Erschließung erfolgt über zwei niveaugleiche Zugänge – einen von der nordwestlichen Campusseite und einen weiteren von der südöstlichen Waldseite. Eine vorgelagerte Zone mit einem „Willkommenswäldchen“ bietet einen einladenden Auftakt für das morgendliche Ankommen der Schülerinnen und Schüler.
Gebäudekonzeption
Im Erdgeschoss geht der Vorplatz samt Eingangsbereich (Windfang) fließend in eine zentrale Aula und eine Lernlandschaft über, die als Herzstück der Schule einen zentralen Treffpunkt bildet. Die Notwendigkeit einer Absenkung des Bodens, um Raumhöhe und -wirkung zu verbessern, wird kontrovers diskutiert, insbesondere im Hinblick auf die Nutzbarkeit für kognitiv eingeschränkte Schüler.
Das Erdgeschoss ist klar strukturiert: Im Nordwesten befindet sich die Verwaltung, während spezialisierte Lernräume im Süden und Osten angeordnet sind. Weniger gut belichtete Bereiche werden sinnvollerweise für Technik und Abstellflächen genutzt. Über drei Treppenhäuser gelangen die Schülerinnen in die drei Lernhäuser, in denen die Cluster leicht auffindbar und gut zugeschnitten sind. Der zentrale Bereich der Lernhäuser ist natürlich belichtet, und es wird zusätzlich ein kleiner, privater Außenbereich angeboten, was pädagogisch positiv bewertet wird. Die Zweigeschossigkeit ermöglicht eine einfache Entfluchtung des 2. Obergeschosses durch Außentreppen. Die erste Etage schließt nach Süden ebenerdig an die Außenanlagen an, was als besonders kreative Nutzung der topografischen Gegebenheiten gewürdigt wird.
Architektonisch besticht der Entwurf durch eine stimmige Holzkonstruktion mit gut gegliederter Fassade. Die durchgängige Holzkonstruktion und das geplante Energiekonzept werden nachvollziehbar präsentiert. Die großzügige Grundfläche des Erdgeschosses und die Aufteilung in drei Lernhäuser führen im Vergleich zu anderen Entwürfen zu höheren Kennwerten in der Hüllfläche, der Bruttogrundfläche (BGF) und des Brutto-Rauminhalts (BRI), was im Mittelfeld der eingereichten Arbeiten liegt.
Freiraumgestaltung
Die Freiräume sind durch die Baukörper klar gegliedert: Ein Vorplatz, weitgehend von verkehrlich genutzten Flächen getrennt, verbindet den Neubau gelungen mit dem nördlich gelegenen Campus. Die Einbettung der Freiräume in die Topografie ist überzeugend und schafft durch das angepasste Plateau eine nutzbare Fläche als Teil des Schulhofs. Die Gestaltung der erweiterten Schulfreianlagen für Spiel und Sport und deren Einbindung in die Landschaft sind grundsätzlich schlüssig. Der hohe Anteil versiegelter Flächen, insbesondere im Vorplatzbereich, sowie der hohe bauliche Aufwand zur topografischen Gliederung werden jedoch kritisch betrachtet.
Bewertung
Der Entwurf überzeugt insgesamt durch seine Qualitäten in der Gestaltung der Innen- und Außenräume. Diese finden präzise Antworten auf die pädagogischen Anforderungen sowie die topografischen Gegebenheiten. Ein wertvoller Beitrag zur Aufgabenstellung und eine Bereicherung für die Diskussion im Preisgericht.
Lageplan
©Office03, Stern Landschaften
Piktogramme
©Office03
Ansicht
©Office03
Schnitt
©Office03
Schnitt
©Office03
Modellfoto
©Office03