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Nichtoffener Wettbewerb | 06/2023

Neubau Grundschule im Quartier Böhlerleben in Meerbusch

Fußgängerperspektive Vorplatz

Fußgängerperspektive Vorplatz

3. Preis

Preisgeld: 24.000 EUR

ZRS Architekten Ingenieure

Architektur

ZRS Architekten Ingenieure

Tragwerksplanung

ZRS Architekten Ingenieure

Nachhaltigkeitskonzept

SCHĂ–NHERR Landschaftsarchitekten PartmbB (ehem. herrburg LA)

Landschaftsarchitektur

IRG Ingenieurgesellschaft für rationelle Gebäudetechnik mbH

TGA-Fachplanung

bloomimages

Visualisierung

González Modellbau

Modellbau

Erläuterungstext

Leitgedanken – Bauen im 21. Jahrhundert
Das neue Gebäude für die Grundschule und Sporthalle Böhlerleben wird ein Referenzprojekt für nachhaltiges, klima- und kreislaufgerechtes Bauen. Gebäude und Freianlagen werden ressourcenschonend aus natürlichen Rohstoffen und teilweise aus wiederverwendeten oder -verwerteten Baumaterialien konstruiert. Die zusätzliche Verwendung von Naturbaustoffen schafft eine gute und gesundheitsfördernde Atmosphäre für die großen und kleinen Nutzer*innen.

Spätere Optionen zur Nachnutzung und Weiterverwendung werden mitgedacht – das Gebäude ist konstruktiv aber auch räumlich so konzipiert, dass es im Laufe möglicher Nutzungszyklen an neue Anforderungen und Wünsche angepasst, umgebaut und ergänzt werden kann – Veränderung und Aneignung durch und mit den Nutzer*innen sind ausdrücklich erwünscht! Für einen späteren Rückbau sind die Konstruktionen reversibel gefügt und sortenrein trennbar. Bauteile und -materialien können wieder dem Kreislauf zugeführt werden.

Städtebau
Die neue Grundschule mit Zweifeldsporthalle Böhlerleben setzt den städtebaulichen Entwurf für das neue Quartier fort. Entlang der Böhlerstraße entsteht eine Sequenz in der sich hochwertige Freiräume und kräftige Gebäude – jeweils mit spezifischem Charakter – abwechseln. Die Einzelstellung der beiden neuen Gebäude erlaubt es, jedes für sich entsprechend der sich aus den Nutzungen ergebenden Anforderungen auszubilden und sowohl der Schule als auch der Sporthalle einen eigenständigen Charakter als das zu geben, was sie sind. Materialität, Farbigkeit, Achsmaße und grüne Fassade – bei der Schule vor den Obergeschossen, bei der Sporthalle am Sockelgeschoss – lassen diese beiden so verschiedenen Charaktere zum Teil einer Familie gehören. Dasselbe gilt für die dazwischen- und danebenliegenden Freiräume.

Freiraum
Die Freiraumplanung verbindet sich mit den bestehenden Grünräumen in der Umgebung: Die Grünfläche Schulpark schließt an den Grünstreifen des Laacher Abzugsgrabens an. Sie bildet einen Schulhof für die neue Grundschule und ein neues grünes urbanes Element in der Erweiterung des Quartiers Böhlerleben. Der Quartierpark setzt sich entlang der Nordwestseite des Schulgebäudes bis zum Schulhof fort, entlang des Weges befinden sich „Aktivitätsinseln“, die von einem Pflanzenrahmen umgeben sind.

Ă„uĂźere ErschlieĂźung
Beide neuen Häuser haben klare Adressen. Die Grundschule wird dabei über einen Vorplatz erschlossen, welcher ein Gegenüber zum Vorplatz der Kita bildet und die Schüler*innen und Anwohner*innen mit einem baumbeschatteten Quartierspark mit Spielplatz und Ruhezonen empfängt. Ein Teil des Vorplatzes bietet Fahrrad- und Rollerabstellplätze im Bereich des Schuleingangs, in Verbindung mit dem zukünftigen U81-Haltepunkt (Quartier-Hub).
Hier am Vorplatz befindet sich auch Bring- und Abholzone für die Schüler*innen, die direkt am Vorplatz ein- und aussteigen können. Ein Holzpodest bietet einen Treffpunkt für die Schüler*innen.

Intern bilden Schule und Sporthalle ein weiteres GegenĂĽber zwischen denen der Pausenhof vermittelt.
Die Sporthalle hat ihren Eingang an der östlichen Ecke – zugänglich sowohl von der Böhlerstraße für Vereinssportler und Zuschauer, als auch für die Schüler*innen direkt vom Schulhof aus. PKW- und Motorradabstellplätze befinden sich im Erdgeschoss unter der Sporthalle. Dieses Geschoss kann im Zuge der Mobilitätswende sukzessive zu hochwertigen Schul- oder Sporträumen umgenutzt werden. Es wird keine zusätzliche Fläche für das Abstellen von Fahrzeugen versiegelt. Das Parkgeschoss ist begrünt, hell und Frischluftdurchströmt.
Für die Anlieferung von Küche und Sporthalle sowie zur Müllabholung sind entlang der Böhlerstraße Haltezonen ausgebildet.

Schulhof
Der grüne Schulhof befindet sich zwischen dem Schulgebäude und der Turnhalle. Die hofseitige befestigte Fläche direkt am Schulgebäude öffnet sich auf eine grüne Wiese. Daran angrenzend befindet sich ein Spielplatz mit Klettergeräten, Rutschen, Schaukeln und Balanciermöglichkeiten für alle Altersgruppen. Der Schulhof bietet ruhige grüne Rückzugsorte für Lehrer*innen, Eltern und Schüler*innen. Ein Schulgarten und ein grünes Klassenzimmer mit Unterständen bilden die Lernbereiche auf dem Schulhof. Ein sensorischer Garten, der von Schüler*innen in Zusammenarbeit mit Lehrer*innen gestaltet wird, bereichert das pädagogische Angebot.
Die Aufteilung der verschiedenen Funktionen innerhalb des Schulhofs ist durch die Verwendung von Baum- und Pflanzenarten erkennbar. Die verschiedenen Baum- und Pflanzenarten dienen sowohl als Orientierungssystem als auch als pädagogisches Instrument (z.B. Erkennen von Baum- und Pflanzenarten, Zyklus der Jahreszeiten).
Ein Schulplatz umschließt den begrünten Schulhof, verbindet das Schulgebäude mit der Turnhalle und bietet als natürlicher Treffpunkt einen flexiblen Bereich, in dem verschiedene Aktivitäten, informelle Pausen, Kommunikation und Austausch oder Veranstaltungen stattfinden können.
Eine Weller-Lehmwand schützt den grünen Schulhof und den Schulplatz vor der Böhlerstraße, bietet Insekten ein Habitat und dient gleichzeitig als Schallschutz und Rückenlehne für die Bank, die im Schatten der Bäume entlang des Schulplatzes verläuft.

Vegetationsstrukturen
  • oberstes Ziel der Pflanzenverwendung ist die Wahl von klimaresistenten und ökologisch wertvollen Pflanzen.
  • Verwendung von Baumarten, welche als klimaverträglich und trockenheitsresistent gelten.
  • Sträucher und Bodendecker werden nach ihrem ökologischen Mehrwert (z. B. Insekten- oder Bienennährgehölz) gewählt.

Regenwassermanagement
  • minimale Versiegelung: Pflastersteine mit offenen Fugen im Bereich des Vorplatzs und des Schulplatzs (Abflussbeiwert 0,5), Pflaster mit Rasenfugen im Bereich der Fahrrad- und Rollerabstellplätze (Abflussbeiwert 0,15).
  • Die Rasen- und Pflanzflächen dienen der Entwässerung der befestigten Flächen und der RĂĽckhaltung von Oberflächenwasser (z. B. Muldenversickerung in Pflanzfläche).
  • Die extensiven GrĂĽndächer mit PV-Anlage sind als Retentionsdächer ausgebildet.
  • Schaffung einer Vielzahl von Mikroklimata (Sonne, Halbschatten, Schatten) durch unterschiedlich dichte Baumpflanzungen (z.B. offene Rasenfläche, Einzel- oder Solitärbaum, Baumgruppe).

Organisation Schule
Foyer und Erdgeschoss
Das Foyer der Schule ist als übersichtlicher, heller Lern- und Spielboulevard ausgebildet. Es verbindet den Vorplatz mit dem Pausenhof. Am Weg liegen dabei direkt oder indirekt zahlreiche Angebote: Die Bibliothek ist als Selbstlernraum an den ersten Lichthof angeschlossen, gegenüber lädt eine große Sitzlandschaft zum Verweilen ein. Zur Mensa besteht guter Sichtkontakt und sie ist sowohl vom Eingang als auch vom Zentrum direkt zugänglich. Lehrer und Fachklassen sind leicht erreichbar, der Musikraum kann zum Foyer hin geöffnet werden. Im Zentrum des Hauses gelangt man über großzügige Treppen entlang der Lichthöfe in die beiden Obergeschosse mit den Jahrgangsclustern.

Cluster und ErschlieĂźung in den Obergeschossen
Von der gemeinsamen Mitte aus sind in jedem der beiden Obergeschosse zwei Jahrgangscluster erschlossen. Die Gemeinschaftszone innerhalb jedes Clusters ist C-förmig um einen Lichthof organisiert und bietet zahlreiche Aufenthaltsmöglichkeiten sowie Ein-, Aus- und Durchblicke. Der Laubengang mit seinen großen Lern- und Spielterrassen am Mehrzweckraum soll durch die Schüler*innen und ihre Begleiter*innen angeeignet werden – durch Spielen, Sitzen, Lernen aber auch durch Pflanzen, im Werkunterricht gebaute Nistkästen oder künstlerische Leuchten, Girlanden und vieles mehr. Das Haus bietet neben der eigentlichen Schulmöblierung zahlreiche informelle Aufenthaltsangebote: Im hellen Zentrum sitzen die Kinder auf den Sitzstufen der Treppen. Die Fassade zu den grünen Lichthöfen bietet eine als Sitzbank ausgebildete Brüstung. Auch in die äußeren Fassadenelemente sind regelmäßig Fenster-Sitzbänke integriert. Die „dicke Wand“ zwischen Cluster-Erschließung und Klassenräumen ist abwechslungsreich mit Innenfenstern, Sitznischen, Regalen, Schränken, der Eingangstür und dem Klassenraumwaschbecken ausgebildet.

Barrierefreiheit
Beide Gebäude und alle Freianlagen sind vollständig barrierefrei.

Tragwerk und Konstruktion
Holzskelettbau
Der Holzskelettbau mit seinen Stützen und den wenigen erforderlichen aussteifenden Wänden ist hochflexibel und kann sich auch künftig ändernden Nutzungswünschen oder -erfordernissen spielerisch anpassen. Alle Einbauten sind reversibel. Durch die zentrale Erschließung mit umlaufendem zweiten Rettungsweg sowie durch die vorgesehenen Installationsschächte ist es möglich, jede Etage in 4 hochwertige Nutzungseinheiten (≤ 400 m²) aufzuteilen.
Die Geschossdecken werden mit Hohlkastensystemen ausgebildet, die auf Unterzügen aus Brettschichtholz auflagern. Die Unterzüge spannen als Durchlaufträger zwischen den im Achsraster des Gebäudes stehenden Stützen. Durch die Ausbildung der Unterzüge als Durchlaufträger wird die Verformung im Feld wirksam verringert und die Trägerhöhe reduziert. Die Querschnitte und Holzgüten der Innenstützen werden dem über die Geschosse veränderlichen Normalkraftverlauf entsprechend angepasst. Der Materialeinastz wird hierdurch optimiert.

Die erhöhte Spannweite des Dachtragwerkes der Sporthalle wird durch schmale, hohe Furnierschichtholz (LVL/FSH) Balken realisiert. Durch einen Abstand von ca. 100 cm werden die Lasten auf diese Träger geringgehalten. An den Enden werden die Träger von einem Abfangbalken gehalten. Dieser Balken leitet die Lasten in die Brettschichtholz-Stützen weiter.

Reversibilität und Nachhaltigkeit des Tragwerks
Die Verbindung der Decken-, Balken- und Stützenelemente erfolgt im Steckkastenprinzip. Durch das Auflegen der Bauteile wird die Anzahl der Verbindungsmittel aus Stahl reduziert. Darüber hinaus lassen sich diese Verbindungen bei einem möglichen Rückbau durch wenig Aufwand wieder aufteilen, um die Bauteile zu trennen. Auf schlecht wieder zu trennende Verbundbaustoffe wird weitgehend verzichtet.

Fassade
Die Fassaden sind hochdämmend ausgebildet und minimieren den Wärmebedarf. Großzügige Fensterflächen mit Sitznischen und zahlreichen Austrittmöglichkeiten machen das Haus hell und geben ganzjährig guten Bezug zum Außenraum und der grünen Fassade. Die Verdunstungskühle der Pflanzen unterstützt zusammen mit den sorptionsfähigen Naturbaustoffen und dem beweglichen Sonnenschutz ein angenehmes Raumklima auch im Sommer. Darüber hinaus wirkt sie atmosphärisch und bietet mit Pflanz- und Nistkästen ein urbanes Habitat.

Brandschutz
Die Konstruktion ist gem. Brandschutzanforderungen bemessen. Die Erschließung erfolgt über eine „Halle“. Die Räume haben als zweiten Rettungsweg einen direkten Ausgang ins Freie – entweder ebenerdig oder via Laubengang zu den Fluchttreppen führend. Die Cluster sind mit 600 m² innerhalb der zulässigen Brandabschnittsgröße. Es sind ausreichend Bewegungs- und Aufstellflächen für die Feuerwehr im Außenraum vorgesehen.

Technische Gebäudeausrüstung
Wärme & Kälte
Dank hochdämmender Außenbauteile im Passivhausstandard ist das Temperaturniveau des Rücklaufs der Fernwärme ausweichend für die Wärmeversorgung. Die Wärmeübergabe sowohl der Klassenräume als auch der Sporthalle erfolgt über Deckenstrahlplatten.
Auf eine aktive Kühlung der Räume kann verzichtet werden, da der sommerliche Wärmeschutz durch bauliche Maßnahmen sichergestellt wird. Die Verdunstungskühlung der Fassadenbegrünung sorgt hier für einen zusätzlichen Kühleffekt. Mittels witterungs- und einbruchssicherer Lüftungsflügel ist eine Querlüftung und Nachtauskühlung im Sommer möglich.

Luft
Die Be- und Entlüftung der einzelnen Klassenräume erfolgt als Hybridlüftung über fassadenintegrierte Lüftungsgeräte in Kombination mit Fensterlüftung. Für die Grundlüftung wird jeder Unterrichtsraum mit einem dezentralen, CO₂-gesteuerten Lüftungsgerät (WRG bis 90 %) ausgestattet. So kann eine Übertragung von Krankheitserregern auf andere Bereiche ausgeschlossen werden. Zusätzlich kann bei erhöhtem Bedarf über die Fenster gelüftet werden.
Turnhalle und Schulküche erhalten jew. separate Lüftungsanlagen. Für die Schulküche wird diese mit einem Kreislaufverbundsystem zur WRG ausgerüstet. Die Lamellenfenster der Sporthalle stellen die Entrauchung sicher und ermöglichen zudem eine natürliche Querlüftung.

Strom
Mit den Photovoltaikanlagen auf den Dächern kann bilanziell der gesamte Strombedarf der Schule gedeckt werden. Darüber hinaus kann ein Überschuss in das Netz eingespeist werden sowie Energie für die E-Mobilität zur Verfügung gestellt werden. Ausgehend von ca. 6 m² PV-Modulfläche je kWp können auf allen Dächern PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von insgesamt rd. 480 kWp installiert werden.
Da bei einer Schulnutzung die Ertrags- und Verbrauchzeiten fast deckungsgleich sind kann ein GroĂźteil des erzeugten Stroms direkt im Schulbetrieb genutzt werden und der Batteriespeicher kann sinnvoll dimensioniert werden, so dass auch die Nutzenergie der Sporthalle bis in die Abendstunden hinein abgedeckt werden kann.

Trinkwasser
Die Trinkwassererwärmung erfolgt dezentral über Frischwasserstationen um Legionellenbildung auszuschließen und Zirkulationsverluste zu vermeiden.

Beurteilung durch das Preisgericht

Die städtebauliche Setzung ist grundsätzlich schlüssig und klar. Zwei voneinander getrennte quaderförmige Baukörper stellen kompakt proportionierte „Schulhäuser“ von überschaubarer Größe dar, die mit dem zwischen ihnen liegenden zusammenhängenden Schulhof eindeutige städtebauliche Raumkanten aufspannen.

Der Haupteingang des Schulgebäudes liegt gut auffindbar und richtig positioniert in der Mitte der östlichen Stirnseite. Angenehm zoniert entwickelt sich von dort eine differenzierte Raumfolge mit Foyer; der Durchblick bis zum Schulhof bietet beim Betreten eine gute Orientierung und vermittelt eine freundliche Atmosphäre mit einladender Geste.

Die Funktionsbereiche im EG sind sinnvoll gegliedert und sind z.B. mit zuschaltbarer Mensa differenziert und funktional gut ausgearbeitet.

Zwei offene Treppen führen in gut organisierte Cluster, die sowohl als einzelne Lernfamilien kindgerecht und gut belichtet funktionieren als auch einen Austausch zum Nachbar-Cluster ermöglichen.

Der Sporthallenbereich ist nachvollziehbar gegliedert; die Unterbringung der PKW-Stellplätze im EG unterhalb der Sporthalle wird hinsichtlich einer flexiblen Weiternutzungsmöglichkeit begrüßt. Teilweise kritisch wird die – wenn auch abgeschottete - Lage der PKWs zum Schulhof hin diskutiert. Funktionale Schwächen weist die konzeptbedingte Lage des Küchen- und Empfangsbereichs im OG auf. Kontrovers wird der gestalterische Grundgedanke hinterfragt. Angesichts ihrer kleinteiligen in drei horizontale Zonen unterschiedenen und aus vielerlei Materialien bestehenden Fassadengestaltung, umlaufender Balkonbänder in Verbindung mit schweren Pflanztrögen kann sie nur bedingt überzeugen. Sehr positiv wird dagegen die ausführliche Auseinandersetzung der Verfassser*innen mit Themen wiederverwendbarer und zirkulärer Baumaterialien und -konstruktionen bewertet. Erläuterungen zu haustechnischen Konzepten zur Beheizung und Belüftung bleiben allgemeiner Art. Die Kennwerte liegen im durchschnittlichen Bereich und lassen eine wirtschaftliche Realisierbarkeit erwarten.

Der Freiraum wird konsequent zwischen den beiden gleich hoch ausgebildeten Baukörpern der Schule und der Sporthalle aufgespannt. Es entsteht ein klarerer Raum mit befestigten Rändern und einer unversiegelten, grünen und bespielbaren Mitte, den es in seiner Gestalt noch zu differenzieren gilt. Als Abschluss zur Böhlerstraße setzen die Verfasser*innen auf eine Lehmmauer mit Baumreihe, die an den Seiten Zugänge in den Schulhof ermöglicht. Ob diese Raumkante in Dimension und Ausführung die gewünschte Wirkung entfalten kann, wird kritisch hinterfragt.

Der Vorplatz der Schule mit seinem hohen Grünanteil und den baumüberstandenen Fahrradständern wird sehr positiv bewertet.

Insgesamt stellt die Arbeit eine angenehme und angemessene Lösung zur gestellten Aufgabenstellung dar, die für die gewünschte Nutzung ein zukunftsfähiges Konzept entwickelt.
Lageplan 500

Lageplan 500

Grundriss Erdgeschoss 200

Grundriss Erdgeschoss 200

Grundriss 1.–3. Obergeschoss

Grundriss 1.–3. Obergeschoss

Ansichten und Schnitte

Ansichten und Schnitte

Teilansicht & Fassadendetail

Teilansicht & Fassadendetail

Energie- und Technikkonzept

Energie- und Technikkonzept

Nachhaltigkeitskonzept & Kreislaufwirtschaft

Nachhaltigkeitskonzept & Kreislaufwirtschaft