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Nichtoffener Wettbewerb | 05/2025

Neubau Grundschule in Elversberg

Visualisierung
6

Visualisierung

1. Preis / Zuschlag

Preisgeld: 18.000 EUR

Planungsgesellschaft Jörg Kühn mbH

Architektur

stadt landschaft plus Landschaftsarchitekten GmbH

Landschaftsarchitektur

Beurteilung durch das Preisgericht

Der Entwurf verortet den horizontal strukturierten Gebäudekörper entlang der Geländekante und nutzt dabei geschickt die Topographie und die verfügbare Länge des Grundstückes. Durch die Verschwenkung des Baukörpers schafft der Entwurfsverfasser geschickt auf der Straßenseite eine Eingangs- und Empfangssituation. Der Hauptzugang erfolgt von der Straße Am Ring in Form eines „Ankunftshofes“, es entsteht ein großzügiger, der Aufgabe angemessener und funktionsgerechter Eingangsraum.

Die vorhanden Buswendeschleife sowie das Parken werden nach Norden verschoben. Auf diese Weise werden der Bus/PKW Verkehr von dem fußläufigen Verkehr entzerrt und es entsteht keine Konfliktsituation. Die Terrassen im nördlichen Außenbereich sowie die Balkone verbinden Innen- und Außenraum. Auf der untersten Ebene befinden sich die Mensa und Nebenfunktionen, welche die Bereiche über eine begrünte Zwischenebene verbindet.

Der Entwurf basiert auf einem dreigeschossigen Baukörper (zwei Vollgeschosse und ein Sockelgeschoss). Durch die konsequente Ausnutzung des Baufeldes entsteht ein hoher Bruttorauminhalt, der sich im Wettbewerb in den oberen 10 % bewegt. Allerdings birgt dies die Möglichkeit, die vertikale Erschließung zu minimieren. Die ausgeprägte Horizontalität des Entwurfs fügt sich zwanglos in das Gelände ein. Wünschenswert ist es, auf Fensterstürze zu verzichten, um so den „fließenden Raum“ zwischen innen und außen noch erlebbarer zu machen. Massive, fugenlose Flachdecken in Verbindung mit einer Bauteilaktivierung ermöglichen eine wirtschaftliche Erstellung bei gleichzeitiger Umsetzung der Planungsziele. Die senkrechten Verschalungen der Fassaden wirken im Bezug zur dominanten, horizontalen Ausprägung des Entwurfs unglücklich. Ein horizontal akzentuiertes Schalungsbild unterstützt den Entwurfsgedanken.

Alle Klassen liegen in Clusterform im 1. Obergeschoss, was die Kooperation der Klassenstufen untereinander sowie die Beaufsichtigungssituation optimiert. Selbst in Zeiten von Krankheitsfällen ist das pädagogische Lehren möglich. Jedes Jahrgangscluster mit je 3 Klassen erhält im jeweiligen Cluster eine eigenständige Team Zone zur vielfältigen Nutzung, auch zum Zweck der Differenzierung. Große Glasflächen und flexible Glaswände angrenzender Räume ermöglichen das Zusammenschalten von Grundflächen sowie Ein- und Durchblicke bei gleichzeitiger Rückzugsmöglichkeit.

Transparenz und Ordnung sind in diesem Entwurf deutlich zu erkennen.

Administrative Räume sowie Funktionsbereiche inkl. FGTS mit der Anbindung an die rückwärtige Freifläche werden im EG verortet. Die im EG angesetzte Freitreppe verbindet fast schon skulptural das EG mit dem Untergeschoss, wo sie im Bereich des Atriums (mit Sitztreppen) endet.

Brandschutztechnisch ist das Gebäude einfach und übersichtlich zu entfluchten. Die Folgekosten können minimal gehalten werden.

Die Mensa des UG ist auch außerhalb der Schulzeiten durch eine rückwärtige Rampe barrierefrei und völlig autark zu erreichen.

Die Wegeflächen im Gebäude sind übersichtlich und überschaubar, die Kinder können sich problemlos orientieren und sind fest „verortet“, was zu einer hohen Akzeptanz führt.
Lageplan M 1:500

Lageplan M 1:500

Plan 1

Plan 1

Plan 2

Plan 2

Plan 3

Plan 3

Modell

Modell