Nichtoffener Wettbewerb | 05/2025
Neubau Hallenbad Stuttgart‐Sonnenberg
8
Außenperspektive
©Fritz Planung
3. Preis
Erläuterungstext
Leitidee
Die Architekten von FRITZ Planung verfolgen das Ziel, das neue Hallenbad so in die vorgegebenen Baugrenzen zu integrieren, dass es als Bestandteil der vorhandenen Stadtstruktur wahrgenommen wird. Statt Architektur und Landschaft zu trennen, verschmelzen sie zu einer harmonischen Einheit. Dabei wird aus allen Bereichen des Gebäudes der Ausblick in die Umgebung gewährleistet.
Städtebauliches und Architektonisches Konzept
Die Entwurfsverfasser fassen alle geforderten Funktionen in einem einfachen Baukörper zu einer prägnanten Einheit zusammen. Die entstandene Typologie ist ortstypisch und wirkt daher natürlich. Die Verortung des Eingangsbereichs zur Stadt hin schafft eine klare Adressierung und unterstreicht gleichzeitig die harmonische Integration in die Landschaft. Im Zusammenklang mit der Landschaft und Stadt ist der Neubau sowohl als Solitär als auch als Teil der städtischen Textur gut lesbar.
Einfachheit, Verortung und formale Fassung bilden eine überzeugende Einheit mit der Ort- und Landschaft und schaffen eine solide Grundlage für die Entwicklung eines interessanten Ortes. Eine Leitidee findet so ihre formal direkte und atmosphärisch begeisternde
Umsetzung.
Tragwerk und Konstruktion
Die Konzeption des Tragwerks und der Fassade für das Hallenbad Sonnenberg folgte dem Leitgedanken, ein Gebäude zu schaffen, das sowohl durch seine ästhetische Anmutung als auch durch seine Langlebigkeit überzeugt. Die Entscheidung für nachhaltige und
kreislauffähige Materialien war dabei ein zentraler Aspekt. Die klare und unkomplizierte Struktur des Gebäudes, die sich in einfachen Baukörpern manifestiert, spiegelt sich unmittelbar im Tragwerkskonzept wider. Auf einem robusten Fundament aus Stahlbeton erhebt sich ein Tragwerk aus Holz, das dem Hallenbad seine charakteristische Gestalt verleiht. Ein besonderes Augenmerk liegt auf den facettierten Holz-Fensterelementen, die nicht nur die Räume mit Licht durchfluten, sondern auch als prägende Elemente der Raumgestaltung fungieren. Der Sanitärriegel, der sich entlang der Längsseite der Hauptschwimmhalle erstreckt, wurde in Stahlbeton ausgeführt und übernimmt eine wesentliche Rolle bei der Aussteifung des Tragwerks. Die Kombination aus dem soliden Betonsockel und der darüberliegenden Holzkonstruktion ist nicht nur tragend, sondern auch gestalterisch wirksam. Im Außenbereich dient der Betonsockel als Schutz für die Holzfassade vor Witterungseinflüssen, während die Fassade selbst die Fensterelemente umrahmt und dem Gebäude eine warme, natürliche Ausstrahlung verleiht. Auf diese Weise entsteht ein harmonisches Zusammenspiel von Material und Form, das die Nachhaltigkeitsziele des Projekts unterstreicht und gleichzeitig ein architektonisch ansprechendes Gebäude hervorbringt.
Innenperspektive
©Fritz Planung
Lageplan
©Fritz Planung
Grundriss UG
©Fritz Planung
Grundriss EG
©Fritz Planung
Grundriss OG
©Fritz Planung
Ansichten
©Fritz Planung
Fassadenschnitt
©Fritz Planung