Nichtoffener Wettbewerb | 05/2025
Neubau Hallenbad Stuttgart‐Sonnenberg
©AEP Architekten Eggert / Schulitz Architekten
Eingang mit Vorplatz
Anerkennung
Architektur
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Verfasser:
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Mitarbeitende:
Erläuterungstext
Städtebau
Vier Punkte waren für der Planung des Neubaus Hallenbad Sonnenberg in Stuttgart entwurfsentscheidend:
• Einfügung und Formgebung des Baukörpers unter Berücksichtigung der kleinteiligen Wohnbebauung im Norden und des freien Landschaftsraumes im Süden
• Vorgaben der Landeshauptstadt Stuttgart zur Klimaneutralität
• Einfache innere Organisation der Funktionen
• Ökonomische und ökologische Bauweise und Konstruktion
Zur Einhaltung der Vorgaben bzw. Klimaneutralität ist ein günstiges A/V Verhältnis entscheidend. Es wurde daher bewusst eine komplett rechteckige zweigeschossige Form – mit Ausnahme des Sprungturms - gewählt, um die Hüllfläche (A) mit ihren Transmissionsverlusten gering zu halten. Gleichzeitig wurde die Nordfassade durch Einschnitte (Balkonflächen) zur besseren Einfügung des Schwimmbades in die kleinteiligen Wohnbebauung im Norden aufgelockert.
Der Haupteingang – wie auch der Eingang für Schüler und Vereine - orientiert sich nach Osten zur bestehende Erschiessungsstrasse und erhält einen großzügigen Vorplatz. Die visuelle Anbindung an die Stadtbahnhaltestelle ist gegeben. Der Vorplatz wird mit einem Pflanzbereich mit Sitzbänken und den seitlich angeordneten Fahrradstellplätzen zoniert.
Das einfach kubische Gebäudevolumen ist durch 2 Einschnitte im Obergeschoss aufgelockert. Das Gebäudevolumen für dem Sprungturm mit einer Höhe von fast 10 m wurde bewusst mit maximaler Entfernung von der Wohnbebauung im Norden platziert.
Architektur
Der Haupteingang und der Eingang für Schüler und Vereine liegen beide an der Ostseite in Richtung Vorplatz. Zur Einhaltung der Vorgaben bzw. Klimaneutralität wurden die Umkleidebereiche auf zwei Geschossen organisiert, um das A/V-Verhältnis möglichst gering zu halten. Die Umkleiden für Schüler und Vereine befinden sich dabei im 1. Obergeschoss und werden über eine einläufige Treppe direkt von deren Eingang erreicht, während sich die öffentlichen Umkleiden im Erdgeschoss befinden. Beide Umkleidebereiche sind so organisiert, dass die Schüler- und Vereinsumkleiden im Bedarfsfall problemlos von den öffentlichen Besuchern benutzt werden können.
Vom Foyer mit dem Haupteingang kann der Besucher in den öffentlichen Bereich des Schwimmbades blicken. Komplementiert wird dies durch einen „Besucher-Wandel-Gang“. Wartende Eltern bei Schwimmkursen, wie auch andere Besucher, die dem Schwimmtraining der Vereine oder Sprungwettbewerbe im Springerbecken beobachten möchten, können über eine Galerie die Wasserflächen einsehen und hier verweilen.
Kassennebenräume, Fundbüro, sowie Personalräume und Personalumkleiden befinden sich alle in unmittelbarer Nähe zum Kassenbereich und sind daher für einen effizienten Betriebsablauf gut organisiert.
Der Badebereich ist so konzipiert, dass auf hohe trennende Glaswände verzichtet werden kann: Der zum öffentlichen Bereich zugehörige Kinderbereich hat eine geringere Raumhöhe und schließt somit nur eingeschossig an den Springerbereich an. Der Aufsichtsraum befindet sich zentral im Badeberich, wodurch alle Bereiche des Schwimmbades gut einsehbar sind. Die Beckenumgänge bieten ausreichende Flächen für Wärmebänke und Liegemöglichkeiten an.
©AEP Architekten Eggert / Schulitz Architekten
Schwimmbereich mit „Besucher-Wandel-Gang“
©AEP Architekten Eggert / Schulitz Architekten
Lageplan
©AEP Architekten Eggert / Schulitz Architekten
Grundriss EG
©AEP Architekten Eggert / Schulitz Architekten
Grundriss OG