Nichtoffener Wettbewerb | 05/2025
Neubau Hilfeleistungszentrum Edingen-Neckarhausen
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Lageplan
©BÀr Stadelmann Stöcker Architekten und Stadtplaner PartGmbB
1. Preis
Preisgeld: 22.500 EUR
BÀr, Stadelmann, Stöcker Architekten und Stadtplaner PartGmbB
Architektur
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Verfasser:
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Mitarbeitende:
Beurteilung durch das Preisgericht
Die Arbeit ĂŒberzeugt durch die klare stĂ€dtebauliche Setzung der drei Volumina, die prĂ€zise zueinander gesetzt sind und ein gelungenes Ensemble bilden.
Das GebĂ€ude der Feuerwehr ist parallel zur Carl-Metz-StraĂe so orientiert, dass ein baumbestandener grĂŒner Saum von beachtlicher Tiefe entlang der StraĂe entsteht. Dies ermöglicht die BewĂ€ltigung des Niveauunterschieds zwischen Zufahrt einerseits und GebĂ€udeniveau andererseits. Der Ăbungsturm steht weithin sichtbar als Signet in KreiselnĂ€he.
Das GebĂ€ude des Hilfeleistungszentrum ist rechtwinklig zur Feuerwehr im westlichen Bereich des GrundstĂŒcks angeordnet. Beide FunktionsgebĂ€ude teilen sich eine Alarmausfahrt. Diese Anordnung erlaubt die baumbestandene EingrĂŒnung umlaufend fortzusetzen und die ringsum gewĂŒnschte Einfriedung auf zwei Toranlagen zu begrenzen. Die zweite Einfahrt bildet die PKW-Zufahrt zu den
ParkplĂ€tzen, die durchgĂ€ngig an der sĂŒdlichen LĂ€ngsseite angeordnet sind. Diese Achse mĂŒndet im SĂŒdosten in der Behelfsausfahrt zur Speyrer StraĂe, die als Rampe ausgebildet ist. Die Baumpflanzungen setzen sich auch im Bereich der ParkplĂ€tze fort, sodass sich die GrĂŒnstruktur wie ein Filter um das Areal legt â ein echter Mehrwert fĂŒr Gesamtanlage und Stadtraum gleichermaĂen.
Bemerkenswert ist der gut dimensionierte Vorplatz, der am Eingang der beiden FunktionsgebĂ€ude einen Treffpunkt und ein echtes Entree bildet. Besuchern gelingt so eine mĂŒhelose und intuitive Orientierung direkt im Bereich der Zufahrt.
Die eigentliche Adressbildung ist fĂŒr beide GebĂ€ude unterschiedlich gut gelungen. Das FeuerwehrgebĂ€ude verfĂŒgt ĂŒber ein angemessen dimensioniertes Foyer. Die Eingangssituation des DRK-GebĂ€udes sollte jedoch deutlich einladender und groĂzĂŒgiger ausformuliert werden. Die NĂ€he der GebĂ€ude zueinander ist von Vorteil, um Synergien zu schaffen. Jedoch sieht der Entwurf gemeinschaftlich nutzbare FlĂ€chen, wie groĂzĂŒgige Foyers oder Dachterrassen, leider nicht vor.
Die Grundrisse von Feuerwehr und DRK-GebĂ€ude sind funktional klar gegliedert und erfĂŒllen die wesentlichen Anforderungen und rĂ€umlichen ZusammenhĂ€nge. Bei der Feuerwehr wird die Anordnung der AlarmzugĂ€nge und die kurzen Wege zu den Umkleiden positiv bewertet. Ebenso ist es den rĂŒckkehrenden EinsatzkrĂ€ften möglich direkt ĂŒber die Fahrzeughalle in die schwarz/weiĂ-Bereich zu gelangen. Die Anordnung der WerkstĂ€tten ist funktional richtig, jedoch ist eine direkte Anbindung der Schlauchwerkstatt an die Waschhalle nicht umgesetzt. Die Schulungs- und GemeinschaftsrĂ€ume sind im Obergeschoss richtig verortet, jedoch fehlen auch hier
groĂzĂŒgige BegegnungsflĂ€chen fĂŒr Austausch und Kommunikation. Die Raumanordnung im DRK-GebĂ€ude ist ebenso funktional, sollte jedoch in Bezug auf die Eingangssituation angepasst werden. Funktional wĂ€re die NĂ€he der Besucher WCs zu den VersammlungsrĂ€umen wĂŒnschenswert und ggf. weiter zu prĂŒfen. Die LogistikflĂ€chen in der Fahrzeughalle sind nicht eindeutig ausgewiesen.
Die Tragstruktur ermöglicht eine lineare Lastabtragung und die Ausbildung aussteifender GebÀudeteile, so dass eine sinnfÀllige Umsetzung des Entwurfskonzeptes gewÀhrleistet werden kann. Die Fassaden zeugen von einer sicheren architektonischen Handschrift sind jedoch teils noch etwas schematisch gehalten.
Die gut strukturierten Grundrisse und das ablesbare Achsraster lassen eine wirtschaftliche Umsetzung der vorgeschlagenen Holzbauweise erwarten, zumal die Kennwerte im leicht unterdurchschnittlichen Bereich liegen â dies wird durch die einfache GebĂ€udevolumetrie unterstĂŒtzt. Zusammenfassend stellt die Arbeit einen wertvollen Beitrag zur komplexen Aufgabenstellung dar, wobei vor allem die klare stĂ€dtebauliche Setzung mit der selbstverstĂ€ndlichen Gesamtkomposition ĂŒberzeugen kann.
Perspektive
©BÀr Stadelmann Stöcker Architekten und Stadtplaner PartGmbB
Modell
©BÀr Stadelmann Stöcker Architekten und Stadtplaner PartGmbB
Blatt 1
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Blatt 2
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Blatt 3
©BÀr Stadelmann Stöcker Architekten und Stadtplaner PartGmbB