Einladungswettbewerb | 11/2024
Neubau Junges Wohnen in Mainz-Lerchenberg
5
Städtebauliche Einbindung
©ACMS Architekten GmbH
3. Preis
Preisgeld: 8.000 EUR
Architektur
-
Verfasser:
-
Mitarbeitende:
Christina Sonnborn, Pia Steffen, Franziska Maahs, Jan MĂĽller
Erläuterungstext
Angaben zur gestalterischen Konzeption
Kubatur:
• Uneingeschränkte Einhaltung der Vorgaben des B-Plans
• Direkter Bezug zum östl. Einkaufszentrum durch Aufnahme dessen Fluchten mit den
Gebäudekanten
• Gliederung des Gesamtvolumens in drei deutlich differenzierte "Häuser" auf gemeinsamen, teilbegrünten Sockel
• Akzentuierung der "Häuser" durch farbige Variation
• Bezug des Hofs zum begrünten Brunnenplatz durch Öffnung des Gesamtvolumens nach Osten
Fassade/Gebäudehülle:
• Leichtes, lebendiges Fassadenbild eines Vorhangs aus Walzblechprofilen unterschiedlicher Kantung und Perforierung
• Wirtschaftl. Verwendung eines einheitlichen bodentiefen Fenstertyps mit optimalen Blickbezug zur Straßenebene
• Wartungsfreier, fester Sonnenschutz aus perforierten Blechprofilen, der sich je nach Himmelsrichtung und erf. sommerl. Wärmeschutz vor die Fenster schiebt
• Windgeschütze Öffnungsflügel hinter perforierten Fassadenblechen
• Sämtliche Fenster von innen zu reinigen
Freianlagen:
• Ausbildung von drei hochwertigen, intensiv begrünten Freiräumen als Dach- und Hofterrassen
• Hof mit direktem Bezug zur Einkaufsmeile
• Option eines zusätzlichen, zentralen Gemeinschaftraums mit Terrasse im Hof
Materialien und Konstruktion
• hochflexible, additive Hybridkonstruktion mit feuerbeständigem Stb.-Tragwerk (Stützen, Flachdecken)
• Hochwärmegedämmte Außenhülle in Holzrahmenbau ohne Flächenverlust durch Reduktion des Wandquerschnitts auf seine Dämmstärke
• Aussteifende Treppenhaus- und Schachtwände
• Nichttragende, feuerhemmende Außenwände in vorgefertigter Holztafelbauweise
• Vorfertigung von Fertignasszellen immer gleichen Typs und problemlose Einbringung durch offene Außenwände der Rohbaukonstruktion
• Raumausstattung mit seriellen Raummodulen: Fertignasszelle, Küchen-, Schrankmodul mit Klapptisch, flexible Wohnwand etc.
• effiziente Anordnung eines zentralen Steigepunkt je Apartment für Küche und Bad
• Option zur Errichtung mit Raummodulen durch konsequentes Achsraster
Kubatur:
• Uneingeschränkte Einhaltung der Vorgaben des B-Plans
• Direkter Bezug zum östl. Einkaufszentrum durch Aufnahme dessen Fluchten mit den
Gebäudekanten
• Gliederung des Gesamtvolumens in drei deutlich differenzierte "Häuser" auf gemeinsamen, teilbegrünten Sockel
• Akzentuierung der "Häuser" durch farbige Variation
• Bezug des Hofs zum begrünten Brunnenplatz durch Öffnung des Gesamtvolumens nach Osten
Fassade/Gebäudehülle:
• Leichtes, lebendiges Fassadenbild eines Vorhangs aus Walzblechprofilen unterschiedlicher Kantung und Perforierung
• Wirtschaftl. Verwendung eines einheitlichen bodentiefen Fenstertyps mit optimalen Blickbezug zur Straßenebene
• Wartungsfreier, fester Sonnenschutz aus perforierten Blechprofilen, der sich je nach Himmelsrichtung und erf. sommerl. Wärmeschutz vor die Fenster schiebt
• Windgeschütze Öffnungsflügel hinter perforierten Fassadenblechen
• Sämtliche Fenster von innen zu reinigen
Freianlagen:
• Ausbildung von drei hochwertigen, intensiv begrünten Freiräumen als Dach- und Hofterrassen
• Hof mit direktem Bezug zur Einkaufsmeile
• Option eines zusätzlichen, zentralen Gemeinschaftraums mit Terrasse im Hof
Materialien und Konstruktion
• hochflexible, additive Hybridkonstruktion mit feuerbeständigem Stb.-Tragwerk (Stützen, Flachdecken)
• Hochwärmegedämmte Außenhülle in Holzrahmenbau ohne Flächenverlust durch Reduktion des Wandquerschnitts auf seine Dämmstärke
• Aussteifende Treppenhaus- und Schachtwände
• Nichttragende, feuerhemmende Außenwände in vorgefertigter Holztafelbauweise
• Vorfertigung von Fertignasszellen immer gleichen Typs und problemlose Einbringung durch offene Außenwände der Rohbaukonstruktion
• Raumausstattung mit seriellen Raummodulen: Fertignasszelle, Küchen-, Schrankmodul mit Klapptisch, flexible Wohnwand etc.
• effiziente Anordnung eines zentralen Steigepunkt je Apartment für Küche und Bad
• Option zur Errichtung mit Raummodulen durch konsequentes Achsraster
Beurteilung durch das Preisgericht
Die Baumassen des Studentenwohnheims werden optisch in drei Baukörper gegliedert, die einen nach Osten offenen Hofbereich umschließen. Diese Öffnung und der dadurch entstehende Bezug zum Quartierszentrum Lerchenberg werden durch die Jury positiv beurteilt.
Als Fassadenmaterial werden gekantete und profilierte Aluminiumwalzbleche vor einer Hybridkonstruktion aus Holztafelaußenwänden und Stahlbetontragwerk vorgeschlagen.
Alle Wohneinheiten erhalten einheitliche Fensterformate, die in Teilbereichen versetzt zueinander angeordnet sind. Als Verschattungselemente sind bewegliche Metallschiebeelemente vorgesehen.
Die Differenzierung der drei Baukörper erfolgt durch kleine Rücksprünge als Schattenfugen sowie durch eine unterschiedliche Farbgebung. Der rote Baukörper hebt sich farblich sehr stark von den beiden grau gefärbten Volumen ab, wodurch die Ensemblewirkung gestört wird. Kritisch wird der Übergang vom Sockel zu den aufgehenden Wohngeschossen gesehen.
Insgesamt wird das äußere Erscheinungsbild der Wohnanlage als ausgesprochen nüchtern, im Ausdruck fast spröde beurteilt. Eine markantere Gliederung der Baumassen und die Formulierung prägnanter Gestaltungselemente wären aus Sicht der Jury wünschenswert.
Die Anordnung der Wohnheimplätze erfolgt sehr streng und gleichmäßig über alle Geschosse. Die wesentlichen Vorgaben der VV werden bei gleichzeitig hoher Wirtschaftlichkeit erfüllt, allerdings mit einem hohen Anteil an Einzelapartments und einer eher geringen typlogischen Mischung. Die Flurbereiche sind extrem lang und schmal und lassen räumliche Qualitäten für die Bewohnerinnen und Bewohner vermissen. Die Anordnung der Betten direkt an den Fassaden wird im Hinblick auf die räumliche Qualität der Wohnheimplätze kritisch gesehen.
Das bauliche Brandschutzkonzept wäre mit geringfügigen Korrekturen umsetzbar. Die Beibehaltung von drei Eingangsbereichen erscheint angesichts der möglichen 352 Bewohner:innen angemessen.
Insgesamt steht bei diesem Beitrag einem hohen Erfüllungsgrad der funktional-technischen Entwurfsanforderungen ein gewisser Mangel an städtebaulich-architektonischen Qualitäten gegenüber.
Plan 01
©ACMS Architekten GmbH
Plan 02
©ACMS Architekten GmbH
Plan 03
©ACMS Architekten GmbH
Plan 04
©ACMS Architekten GmbH