Einladungswettbewerb | 02/2025
Neubau Kindergarten Regenbogen Rottweil-Neufra
7
Außen in den Garten
©Kamm Architekten
2. Preis
Preisgeld: 4.500 EUR
Schuler und Winz Landschaftsarchitekten
Landschaftsarchitektur
Tragwerksplanung
Erläuterungstext
Unser Entwurf nimmt die kleinteilige Körnung der Umgebungsbebauung mit der Typologie von prägenden, zum Wasser hin größtenteils giebelständigen Satteldächern auf.
Die Ausrichtung haben wir zur idyllischen Starzel nach Süden gewählt mit optimaler Besonnung und Bezug der Gruppenräume und Freiflächen. Zwei versetzt zueinander stehende "Häuschen" reagieren auf das Grundstück und bringen den Eingang nach vorne. Nebenbei kann der große Baum erhalten werden und definiert den Auftakt.
Die Form, vor allem die großen, über die Holzfassade verteilten Fenster und die sanft geneigten Satteldächer ist von Kinderzeichnungen inspiriert. Die Idee hinter dem Entwurf ist es, eine ikonographische Form zu schaffen, die auch von den Kindern wiedererkannt wird
Die Ausrichtung haben wir zur idyllischen Starzel nach Süden gewählt mit optimaler Besonnung und Bezug der Gruppenräume und Freiflächen. Zwei versetzt zueinander stehende "Häuschen" reagieren auf das Grundstück und bringen den Eingang nach vorne. Nebenbei kann der große Baum erhalten werden und definiert den Auftakt.
Die Form, vor allem die großen, über die Holzfassade verteilten Fenster und die sanft geneigten Satteldächer ist von Kinderzeichnungen inspiriert. Die Idee hinter dem Entwurf ist es, eine ikonographische Form zu schaffen, die auch von den Kindern wiedererkannt wird
© Kamm Architekten
Beurteilung durch das Preisgericht
Städtebaulich überrascht die Arbeit 1020 durch zwei leicht versetzte quaderförmige Baukörper, die ortsbildtypisch giebelständig nach Süden ausgerichtet sind. Diese beiden Körper werden auf dem nördlichen Teil des Baugrundstücks platziert, so dass die Einschränkungen durch die HQ 100 Zone mühelos eingehalten werden können. Südlich des Neubaus entsteht dadurch ein großzügiges Außengelände, dass nur am westlichen Rand für die Zuwegung und Parkierung nur geringfügig verkleinert wird. Dabei scheinen die drei notwendigen Stellplätze als Längsparker zu knapp und unpraktisch bemessen und deren Position oder ggf. mögliche Ablöse sollten in der Folge diskutiert werden. Im Innern des neu geplanten Kindergartens ist die städtebauliche Körnung zu Gunsten einer längs gerichteten gut sortierten Raumfolge nicht mehr erkennbar. Die Anordnung der U3 und Ü3 Bereich über zweie Geschosse kann überzeugen und auch der Ess- und Küchenbereich wirkt gelungen. Allerdings erscheint der Eingang ums Eck zu eng und nicht einladend. Und auch der Eingangsbereich mit Treppenpodest und Bewegungsraum kann bei geschlossenen Wandelementen rasch deutlich enger und dunkler werden als in den Plänen dargestellt. Hier wäre mehr Raum und Einladung ins Gebäude wünschenswert gewesen. Die Jury findet weitere kleiner räumliche Mängel, die aber alle behebbar erscheinen. Dieses sind, der zu schmale Personalpausenraum, die Garderobe im OG ohne direkten Ausgang ins Freie und der Wunsch nach einem Garten WC für die Ü3 Kinder. Die Fassadengestaltung erscheint sehr wertig, dadurch aber auch mehr städtisch als dörflich und deren Komplexität und Fensterabmessungen sollten in der weiteren Bearbeitung unter Beachtung der Kostenvorgaben signifikant vereinfacht werden. Wirtschaftlich erscheint der gesamten Entwurfsansatz auf Grund der Material- und Entwurfsansätze im mittleren bis oberen Kostenbereich zu liegen. Hier müsste in der weiteren Bearbeitung umgeplant werden. Trotz der beschrieben Mängel ein sehr wertvoller Beitrag, der sowohl städtebaulichen als auch mit seiner inneren Organisation einen wertvollen Beitrag zum Verfahren leistet auch wenn er etwas zu städtisch für den Ortsteil Neufra auftritt.
Gefüge
©Kamm Architekten
städtebauliche Setzung
©Kamm Architekten
Süd
©Kamm Architekten
Längs
©Kamm Architekten
Innen
©Kamm Architekten
Ausschnitt
©Kamm Architekten