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Einladungswettbewerb | 01/2018

Neubau Landeskirchliches Archiv

ein 3. Preis

Peter Zirkel Gesellschaft von Architekten mbH

Architektur

LINDENKREUZ EGGERT | Bildermacherei & Utopografie

Visualisierung

Rehwaldt Landschaftsarchitekten

Landschaftsarchitektur

Engelbach+Partner Ingenieurgesellschaft Dresden mbH

Bauingenieurwesen

emutec GmbH

TGA-Fachplanung

Beurteilung durch das Preisgericht

Die Drehung des Baukörpers in das fallende Gelände öffnet die Vorplatzsituation an der Stuttgarter Straße. Dadurch wird der Baukörper als Solitär wirksam verortet. Die höhenmäßige Einordnung des Baukörpers in das Gelände erfolgt behutsam, ist geschickt und mit wenig Aushub verbunden. Der ins 1. OG räumlich aufgeweitete Haupteingang gibt den Blick sowohl in den Magazinbereich, wie in den tieferliegenden öffentlichen Bereich durch das Gelände, frei. Dadurch wird auf einfache Weise eine angemessene Geste für den Eingang ins Landeskirchliche Archiv erreicht. Die Absenkung des öffentlichen Bereichs, und dadurch notwendige seitliche Anordnung des barrierefreien Zugangs über eine Rampenführung im Gelände, und die Treppen zu angrenzenden Funktionsbereichen im EG (Differenzstufen und den Fluren) werden funktional kritisch gesehen. Die Anordnung der einzelnen Funktionsbereiche ist insgesamt gut gelöst. Insbesondere wird die Lage des Lesesaals zur ruhigen Hangseite positiv bewertet. Die Anordnung der Magazine mit vorgelagerten Büros in den oberen Geschossen ist konsequent gelöst und wird durch das gewählte Tragwerk unterstützt. Schottenwände reduzieren die Spannweiten der Decken und garantieren die durchbiegungsfreie Anordnung der Schienensysteme für die Rollregale. Der Fassadenaufbau der Archivwände als nichttragendes Mauerwerk mit Kalziumdsilikatplatten als Vorwand erlaubt die integrierte, vertikale Anordnung der Lüftungskanäle. Die starke Gliederung der Fassade als Ausdruck des konstruktiven Systems wird in der vorgestellten Form hinterfragt und sollte zurückgenommen werden. Die Wahl des Klinkers als Außenwandmaterial wird positiv bewertet.

Technik- und Energiekonzept
Konventionelles Technikkonzept mit geringem Detaillierungsgrad: Luftwärmepumpe mit Brennwertkessel. Technikkonzept ist nicht durchgängig schlüssig und nachvollziehbar (u.a. Luftmengen nicht angegeben, Technikflächen erscheinen zu gering). Bedingt zu empfehlendes Klimakonzept – Ein Großteil der schweren Bauweise liegt außerhalb der Dämmebene. Innerhalb der Dämmebene liegt lediglich eine Mauerwerksschicht von 16 – 20 cm. Die Verortung der Magazine in die OG’s wird als ungünstig bewertet. Die angesetzte Zweifachverglasung (U = 1.2 W/m²K) muss hinterfragt werden. Sonnenschutz innenliegend / große Glasflächen nach Norden entspricht nicht den Grundgedanken des Energieeffizienten Bauens. Die Technikflächen sind nachvollziehbar darzustellen. Die Notwendigkeit der Betonkernaktivierung ist hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit zu überprüfen. Erhöhung der Gebäudemasse und Dämmstärke in den Magazinen prüfen / erhöhen. Sonnenschutz und Glasflächenanteile sind zu optimieren.