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Verhandlungsverfahren | 01/2016

Neubau Mark-Twain-Grundschule ÔÇô Objektplanung LPH 1-9

Perspektive Stra├če

Perspektive Stra├če

Zuschlag

Architekten M├╝hlich + Partner BDA

Architektur, Stadtplanung / St├Ądtebau

Erl├Ąuterungstext

Durchg├Ąngig klar, durchg├Ąngig konsequent

Immission von der Europastra├če, Immission von der Ein- und Ausfahrt des Parkhauses - die Immissionsgrenzwerte sind an den potentiellen Ost-, S├╝d- und Westfassaden ├╝berschritten - eine 110m lange, viergeschossige Parkhausfassade gegen├╝ber - ein wenig attraktiver Ausblick f├╝r sechs- bis zehnj├Ąhrige - eindeutige Gr├╝nde ein st├Ądtebaulich ├Ąquivalentes Gegen├╝ber zu schaffen, eindeutige Gr├╝nde alle Klassenr├Ąume Richtung neuem Schulcampus, Richtung Nord-Westen zu orientieren. Passive Schallschutzma├čnahmen zur Wahrung der Innenpegel der Unterrichtsr├Ąume sind unserer ├ťberzeugung nach jedenfalls nicht die richtige Antwort f├╝r einen Grundschulneubau, technisch alles machbar, im Invest teurer, im Unterhalt anf├Ąlliger, zudem ist und bleibt die nat├╝rliche Fensterl├╝ftung ein unsch├Ątzbarer Mehrwert.

Der Ort fordert L├Ąnge, der Ort fordert H├Âhe, die Aufgabe fordert Geborgenheit, die Aufgabe fordert Ma├čst├Ąblichkeit, keine Gegens├Ątze wie wir meinen. Der Bauk├Ârper in der Geb├Ąudeflucht der benachbarten Bebauung wie auch dem Albertinum ist selbstverst├Ąndlich, klare Raumzuordnungen, durchg├Ąngige ├ťbersichtlichkeit, eine erlebbare Mitte f├╝r alle und ganz wichtig, zonierte Jahrgangsbereiche, zonierte Klassenfamilien. Beides muss m├Âglich sein, das p├Ądagogische Konzept ist noch offen, kann und muss sich aber ├╝ber die Gebrauchsdauer auch ├Ąndern, weiterentwickeln k├Ânnen. Prosoziales Verhalten, Toleranz und Achtung vor dem anderen k├Ânnen in der altersgemischten Gruppe eher gelernt werden, weil der direkte Umgang mit kleineren und gr├Â├čeren Kindern in der Klasse st├Ąndig solche Herausforderungen bietet. So entstehen Situationen, in denen die Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler voneinander und miteinander lernen, so zumindest eine der aktuellen p├Ądagogischen Denkweisen!
Die sechszehn Klassenr├Ąume im ersten und zweiten Obergeschoss bilden vier eigenst├Ąndige Bereiche - Jahrgangsbereiche oder Klassenfamilien - jeweils mit Gruppenr├Ąumen, jeweils mit Differenzierungsfl├Ąchen unterschiedlicher Gr├Â├če und Auspr├Ągung - ein enorm wichtiger Mehrwert - jeweils mit gesch├╝tzten, begr├╝nten Terrassen, jeweils mit einem Abstellraum, jeweils mit Raumzugeordneten Garderoben und jeweils mit einer eigenen Toilettenanlage, ganz beil├Ąufig kleiner Teil des Erlernens von Eigenverantwortlichkeit.
In der Mitte die beiden gro├čen Gruppenr├Ąume, somit auch untereinander verbindbar und die Treppe mit Aufzug, jeweils zu den Jahrgangsbereichen / Klassenfamilien durch Glast├╝ren abtrennbar.

Diese Klarheit schaffen wir auch im Erdgeschoss. Der eingezogene Eingang an der Grethe-Weiser-Strasse f├╝hrt ├╝ber einen leistungsf├Ąhigen Windfang direkt Richtung Haupttreppe, genauso wie direkt in die zentrale Pausenhalle, Zugang zum Pausenhof, Zugang zum westlich geb├╝ndelten Ganztagsbereich und Zugang zum Lehrer- und Verwaltungsbereich, klar ├╝bersichtlich und hochfunktional. Wichtig ist uns dabei auch die Multifunktionalit├Ąt, die Pausenhalle kann mit dem Aufenthaltsraum und zusammen mit dem ohnehin teilbaren Speiseraum zu einer zusammenh├Ąngend nutzbaren Fl├Ąche verbunden werden, nicht schwer sich hier Schulfeste und andere Veranstaltungen vorzustellen.
Aber auch die vollkommene Autarkie das Ganztagsbereichs ist uns wichtig, zwischen Pausenhalle und Aufenthaltsraum kann eine r├Ąumliche Trennung erfolgen, wichtige Voraussetzung f├╝r das Funktionieren dieses Bereiches bis hin zum eigenst├Ąndigen Nebeneingang. Die Anlieferung K├╝che ist von der Romy-Schneider-Stra├če her sichtgesch├╝tzt gew├Ąhrleistet, M├╝llraum und Technik - alternativ in einem Untergeschoss platzierbar - siedeln hier konsequent richtig.
Lehrer- und Verwaltung auf der gegen├╝berliegenden Seite der Pausenhalle. Ob nun der Lehrerbereich weiter Richtung Pausenhalle platziert ist oder doch die Verwaltung ist Geschmackssache und ganz nach Nutzerwunsch belegbar.
Der Fachklassenbereich Musik, Werken, Informationstechnologie und Textilarbeit siedelt konsequent geb├╝ndelt im dritten Obergeschoss, auch hier die gleichen Qualit├Ąten wie in den Klassenzimmerbereichen.

Der Freibereich verdient die gleiche Aufmerksamkeit und konzeptionelle Sorgfalt wie das Geb├Ąude. Schallschutz zur Europastra├če, Orientierung zum Schulcampus, differenzierte Fl├Ąchenqualit├Ąten - Aktivfl├Ąchen und R├╝ckzugsorte, Bewegungs- und Ruhebereiche, Entfaltung und Geborgenheit.

Die Grenzabst├Ąnde nach BayBO sind gew├Ąhrleistet, der zweite bauliche Rettungsweg durchg├Ąngig garantiert, die Barrierefreiheit in allen Bereichen erf├╝llt.
Die Konstruktion und das Materialkonzept ist klar, wirtschaftliche Massivbauweise, raumhohe Fensterkonstruktion mit vorgelagerten, schlanken Betonstelen - spielerisch rhythmisierend - die der Fassade eine faszinierende Tiefenwirkung verleiht, abgeh├Ąngte Akustikdecken mit integrierter Beleuchtung im Inneren, funktional, unaufgeregt, mehr muss nicht sein!
Das Energiekonzept laut Anforderung zun├Ąchst nach den gesetzlichen Anforderungen der EnEV, Anschluss an das Fernw├Ąrmenetz, Heizk├Ârper mit Einzelraumregelung, Be- und Entl├╝ftungsanlage mit W├Ąrmer├╝ckgewinnung in Aula, Mensa und WC-Bereiche. M├Âgliche dar├╝ber hinausgehende Anforderungen bei Fortf├╝hrung der Planung nach Kosten-/Nutzenentscheidung.
Perspektive Hof

Perspektive Hof

Lageplan

Lageplan

Erdgeschoss

Erdgeschoss

1. Obergeschoss

1. Obergeschoss

2. Obergeschoss

2. Obergeschoss

Modell

Modell