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Verhandlungsverfahren | 08/2024

Neubau Realschule Hammelburg - 2. Bauabschnitt: Architektenleistungen

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Zuschlag

Bär, Stadelmann, Stöcker Architekten und Stadtplaner PartGmbB

Architektur

Erläuterungstext

Entwurfskonzept

Der Neubau wird entsprechend des städtebaulichen Konzepts auf dem westlichen Baufeld situiert und kann somit über den gemeinsamen Campus erschlossen werden und den allseitigen Ausblick in die Freianlagen nutzen. Der Entwurf wird gleichermaßen aus den städtebaulichen Rahmenbedingungen wie auch den inneren Funktionsanforderungen und konstruktiv-/wirtschaftlichen Anforderungen heraus entwickelt.

Das Haus wird über 3 Geschosse und in jeweils in 4 „Quadranten“ organisiert, dabei ergeben sich im 1. OG vier Cluster, im 2. OG zwei Cluster und Fachklassen und im Erdgeschoss Verwaltung, Werken, Lehrküche und Aula.

Man gelangt über den Vorplatz und einen Gebäudeeinschnitt in die Pausenhalle. Hier sind alle internen wie externen Wege zusammengeführt und es ergibt sich eine leichte Orientierung im Haus. Als kommunikativer Marktplatz der Schule verknüpft die Aula Innenraum und Außenraum, ist multifunktional nutzbar für Schulfeste, Theaterveranstaltungen oder Elternabende. Hierfür lassen sich die Musik- und Mehrzweckräume der Halle zuschalten und können flexibel genutzt werden. Der Verwaltungsbereich liegt nahe beim Eingang und hat dennoch eine ungestörte Vorzone.

Die beiden Treppenhäuser sind im Obergeschoss über die Magistrale verbunden. Auch hier können die gut belichteten Erschließungswege pädagogisch genutzt werden und ermöglichen erlebnisreiche Schullandschaften und individuell zugeordnete Adressen im Haus.

Die gewünschte Clusterbildung gruppiert jeweils alle Klassen-, Gruppen- und Ausweichräume um einen gemeinsamen Marktplatz. Alle diese Räume haben immer Ausblick ins Freie wie auch direkten Bezug zum Marktplatz, der gemeinsamen Mitte. Ergänzt werden diese Funktionen durch den Teamraum und die Sanitärbereiche. Die Cluster werden immer paarweise zueinander angeordnet und erhalten über den Hof Tageslicht in ihre Mitte. Gleichzeitig wird durch den Ringschluss der Erschließung immer auch ein 2. baulicher Rettungsweg von jedem Cluster in das benachbarte Cluster angeboten, so dass die Fluchtwege gesichert sind.

Die Fassadengestaltung zeigt die innere Grundrissordnung mit einem Raster von 140cm und auch einer horizontalen Gliederung in Holzbauweise. Dadurch wird der nachhaltige Anspruch der Konstruktion auch mit der Wahl des Fassadenmaterials gezeigt und verdeutlicht den Vorbildcharakter der Maßnahme. Durch die Gliederung wird das Volumen in einen menschlichen Maßstab gebracht und nimmt die kleinteilige Strukturierung der Stadt mit Lochfassaden und Gesimsen auf. Die Befensterung gibt jedem Klassenraum Tageslicht und ermöglicht individuelle Lüftungsmöglichkeiten in der warmen Jahreszeit.

Mit der Gestaltung der Dachflächen wird der Lage im Landschaftsraum durch eine extensive Dachbegrünung auf einem flach geneigtem Dach Rechnung getragen. Somit fügt sich die Dachlandschaft in den Grünraum und bietet gleichzeitig gute Aufstellmöglichkei-ten für Solarkollektoren und Photovoltaik.