Nichtoffener Wettbewerb | 05/2025
Neubau Verwaltungszentrum auf dem Rathausareal in Kehl
6
Skizze Rathausplatz
©Schaudt Architekten
2. Preis
Preisgeld: 32.000 EUR
Architektur
-
Verfasser:
-
Mitarbeitende:
Schuler und Winz Landschaftsarchitekten
Landschaftsarchitektur
Erläuterungstext
Das neue Verwaltungszentrum in Kehl, in zentraler Lage zwischen der Großherzog-Friedrich-Straße und der
Friedrichstraße gelegen, definiert im Zusammenspiel mit den weiteren Verwaltungsgebäuden den
transformierten Rathausplatz von Kehl. Durch die klare Baukörperpositionierung in Richtung des
Rathausplatzes entsteht so die neue Mitte für Begegnung und Kommunikation in Kehl.
Um die aktuelle Situation nachhaltig zu verbessern und klare Platzkanten auszubilden, wurde ein
geschliffener, fünfeckiger Stadtbaustein entworfen, der keine Rückseiten besitzt und seine bauliche
Präsenz sowohl zum neu gestalteten Rathausplatz wie auch zum Grünhof im Westen und zur
Friedrichstraße zeigt.
Wichtig für die Dimensionierung des Hauses ist an diesem profilierten Standort auch dessen Fernwirkung
im Bild der Stadt: Mit seiner Höhe bezieht sich der abgestaffelte Neubau auf die umliegende Bebauung,
ergänzt diese jedoch durch den siebengeschossigen Kopfbau spannungsreich und tritt als
eigenständiges Haus in Erscheinung.
Friedrichstraße gelegen, definiert im Zusammenspiel mit den weiteren Verwaltungsgebäuden den
transformierten Rathausplatz von Kehl. Durch die klare Baukörperpositionierung in Richtung des
Rathausplatzes entsteht so die neue Mitte für Begegnung und Kommunikation in Kehl.
Um die aktuelle Situation nachhaltig zu verbessern und klare Platzkanten auszubilden, wurde ein
geschliffener, fünfeckiger Stadtbaustein entworfen, der keine Rückseiten besitzt und seine bauliche
Präsenz sowohl zum neu gestalteten Rathausplatz wie auch zum Grünhof im Westen und zur
Friedrichstraße zeigt.
Wichtig für die Dimensionierung des Hauses ist an diesem profilierten Standort auch dessen Fernwirkung
im Bild der Stadt: Mit seiner Höhe bezieht sich der abgestaffelte Neubau auf die umliegende Bebauung,
ergänzt diese jedoch durch den siebengeschossigen Kopfbau spannungsreich und tritt als
eigenständiges Haus in Erscheinung.
Beurteilung durch das Preisgericht
Der polygonale Gebäudekörper verbindet sich wohltuend mit dem Rathausplatz und verflechtet sich mit dem Außenraum. Die Planung des Gebäudegrundriss lässt zu, dass um das Gebäude noch eine grüne Zone entstehen kann. Der Freiraum erhält damit seine zusätzliche Würdigung und die Adressierung von der Hauptstraße/ Tramhaltestelle für das Gebäude wird durch den angemessenen 6-geschossigen Kopfbau unterstrichen. Das Gebäude ist leicht erreichbar und die Erschließung wird durch den freien Vorplatz gebündelt und gestärkt. Alle Zuwegungen aus dem städtischen Raum werden sternenförmig auf das Gebäude geführt und der Eindruck vermittelt, dass dieser Neubau für die Bürger errichtet wird. Die Jury hat positiv hervorgehoben, dass der Entwurf einen kleinen Fußabdruck im Freiraum hinterlässt.
Die Stellplätze werden im Zufahrtsbereich des Rathausplatzes angeordnet, so dass auf den Verkehr vor dem Gebäude/Haupteingang verzichtet werden kann.
In den Rathausplatz mit seinem Baumbestand wird zurückhaltend eingegriffen. Die wertvollen Bäume müssen nicht versetzt bzw. entfernt werden. Die Begrünung der Dachfläche wirken wie eine fünfte Fassade, welche den Freiraum unterstreicht.
Die Jury schätzt diese Terrassen auf allen Etagen sehr. Sie sind sinnvoll auf die Rheinlandschaft ausgerichtet und tragen zum Wohlbefinden der Mitarbeiter mit der Aufenthaltsqualität bei.
Die Fassadensprache drückt ist angenehm ruhig gehalten, die durch den Höhenunterschied des Gebäudes und die Anwesenheit der Terrassengärten spannungsvoll belebt wird.
Die Jury diskutiert die Gestaltung der Hauptfassade kritisch, insbesondere die Gestaltung der versetzten Fassade des Ratssaals.
Der Eingang zum Platz ist einladend und öffnet sich zu einem Foyer, das als innere Landschaft gedacht ist, die es ermöglicht, sich leicht zu verorten.
Die Verbindung vom Foyer in den Außenraum sollte gestärkt werden hinsichtlich der Blickbezüge und Sichtbarkeit. Im Gebäude sollten mehr als ein buchbarer Besprechungsraum eingeplant werden.
Zwei gleich hohe Lufträume durchziehen das Gebäude und ermöglichen die Organisation der Stockwerke. Die Jury fragt sich, wie hoch der vertikale Luftraum sein kann, um Licht bis ins Erdgeschoss zu bringen. Aus Sicht der Jury sollte darüber nachgedacht werden, ob die Tragkonstruktion des Gebäudes als Holzhybridvariante umgesetzt werden kann.
Die großzügig bemessene Freitreppe trägt zu diesem Gefühl der räumlichen Kontinuität im Inneren des Gebäudes bei.
Auf jeder Etage werden Mittarbeitertreffpunkte angeboten, die durch ihre Lage vielfältige Ausblicke auf die Stadtlandschaft anbieten.
Das Raumkonzept entspricht den Verwaltungsabläufen. Hervorzuheben ist die Zuordnung der Fachbereiche auf jeweils eine Etage.
Die Lage vom Burgersaal im obersten Stockwerk und ihre Ausstrahlung in den Stadtraum wurde von der Jury geschätzt.
Die räumliche Organisation des Gebäudes bietet zahlreiche Möglichkeiten für die Einrichtung von Büros und die Art und Weise, wie Menschen miteinander kommunizieren können.
Insgesamt handelt es sich um eine wertvollen städtebaulichen Beitrag mit kleinem Fußabdruck, der überwiegend spannende Raumbezüge in den inneren Abläufen schafft.
Lageplan
©Schuler und Winz
Längsschnitt
©Schaudt Architekten
Modell
©Schaudt Architekten
Modell
©Schaudt Architekten
Modell
©Schaudt Architekten