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Einladungswettbewerb | 10/2024

Neubau Wohnanlage in Graz-Waltendorf (AT)

Lageplan

Lageplan

2. Preis

Preisgeld: 10.555 EUR

Stoiser Wallmüller Architekten ZT GmbH

Architektur

studio boden

Landschaftsarchitektur

Patrick Klammer | Manufaktur

Modellbau

Erläuterungstext

Städtebau
Die Wohnanlage in der Schulgasse integriert sich als lockeres Ensemble in das Villenviertel des Ruckerlbergs.
Vier leicht längliche, villenartige Gebäude sind windmühlenartig um eine offene, gemeinschaftlich nutzbare Mitte gruppiert, die im Zusammenspiel mit den Gebäuden der Umgebung neue nachbarschaftliche Räume entstehen lässt. Durch die Anordnung der Gebäude auf Lücke besitzen alle Wohnungen ungestörte Blicke in die Umgebung. Gleichzeitig kann so das Grundstück optimal ausgenützt werden. Jedes Gebäude besteht aus 11 Wohnungen und einem zurückversetzen Penthouse, wodurch die optische Erscheinung der Baumasse reduziert werden kann.

Bauabschnitte
Beginnend mit dem nördlichen Teil des Grundstücks kann das Projekt in zwei Bauabschnitten zu je zwei Wohnhäusern errichtet werden. Die Realteilung des Grundstücks kann in der Tiefgarage fortgesetzt werden.

Wohnungen
Alle Wohnungen sind über Eck angeordnet, wodurch reine Nordwohnungen vermieden werden. Jede Wohnung ist loftartig rund um einen Sanitärkern organisiert, alle Zimmer können umlaufend durchwegt werden. Übersichtlichkeit wird großgeschrieben: Bereits von der Wohnungseingangstüre aus bieten sich in zwei Richtungen Ausblicke in die Umgebung. Alle Zimmer besitzen direkten Zugang zu einem privaten Freibereich. Während die Wohnungen im Erdgeschoß über Privatgärten verfügen, sind im Regelgeschoß Wohnzimmer an Eckloggien, Schlafzimmer an umlaufende Balkone angeschlossen. Im Penthouse haben alle Räume Zugang zu einer großzügigen, umlaufenden Dachterrasse, die partiell mit Sonnenschutzlamellen überdacht ist. Raumhohe Fenster sorgen in den Wohnungen für optimale Belichtung, alle Fenster sind als Fenstertüren mit Zugang zu den privaten Freibereichen ausgebildet. Raumhohe Innentüren schaffen ein offenes Raumgefühl und unterstreichen den loftartigen Charakter der Wohnungen.

Bauweise und Fassadenmaterialität
Die Gebäude können in Massivbauweise oder in Holz-Hybridbauweise (Stiegenhauskern und Geschoßdecken in Stahlbeton, Innen- und Außenwände in Holzbauweise) errichtet werden. Zur Steigerung der Wohnlichkeit der privaten Freibereiche werden die Gebäudefassaden mit vorgehängte Fassade in Holz ausgeführt.

Freiraum
Die Typologie der Freiräume umfasst drei Typen – die freie Landschaft als Übergang nach Außen, eine zentrale, gemeinschaftliche Quartiersmitte mit Aufenthaltsbereichen, Treffpunkten und Spielplätzen und privaten Gärten.

Bepflanzung
Dieser Typologie folgend, wird das Pflanzkonzept entwickelt, um diese Bereiche in ihrem Charakter auszuformulieren.
Große Laubbäume wie Zerr-Eiche, Vogel-Kirsche, Winter-Linde, Feld-Ahorn und Lederhülsenbaum führen über die
freie Landschaft ins Quartiersinnere. Für die privaten Gärten wird eine Auswahl an Obstbäumen vorgeschlagen. Aus diesen können sich die Bewohner:innen ihren Lieblingsbaum aussuchen. Auf der Bodenebene wird eine Begrünung mit Blumenwiesen, Rasenflächen für die Eigengärten und attraktive Staudenbeete für die Quartiersmitte vorgeschlagen. Die Eigengärten werden mit Schnitthecken aus verschiedenen Laubgehölzen gerahmt.

Beläge
Befestigte Wege aus Betonplatten mit offenen Fugen bilden die Haupterschließung und kleine Vorplätze im Quartier. Diese Platten eingeschnittene Flächen mit wassergebundene Wegedecke. Diese Aufenthaltsflächen schaffen einen Rahmen für Spielbereiche und beschattete Sitzplätze im Quartiersinneren.

Regenwassermanagement
Das Regenwassermanagement setzt sich aus einer Kombination an Maßnahmen zusammen: Belagsfläche wird sehr bewusst und reduziert eingesetzt. Pflaster mit offenen Fugen und Aufenthaltsflächen mit Wassergebundener Wegedecke reduzieren die Mengen von anfallendem Regenwasser. Auch die Dachbegrünung kann, als Retentionsdach ausgebildet, für verzögerten Abfluss sorgen. Das abfließende Regenwasser wird zum Teil in bepflanzte Sickermulden im Quartiersinneren eingeleitet (Tiefbeete mit Stauden und Gräsern) und in größeren Sickermulden an der Schulgasse versickert.



EG + Außenraum

EG + Außenraum

Regelgeschoß

Regelgeschoß

Dachgeschoß

Dachgeschoß

Schnitt 01

Schnitt 01