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Nichtoffener Wettbewerb | 06/2020

Neuer Campus f├╝r die Zentrale der Deutschen Bundesbank in Frankfurt am Main

2. Preis

KSP ENGEL

Architektur

Ingenieurb├╝ro Hausladen GmbH

TGA-Fachplanung

hhpberlin - Ingenieure f├╝r Brandschutz GmbH

Brandschutzplanung

Rainer Schmidt Landschaftsarchitekten und Stadtplaner GmbH

Landschaftsarchitektur

wh-p Ingenieure

Bauingenieurwesen

Erl├Ąuterungstext

Das st├Ądtebauliche Konzept eines offenen Campus wird zu einer von Kolonaden gefassten Gr├╝nachse weiterentwickelt, die das Haupthaus der Bundesbank als wichtigstes Geb├Ąude im Zentrum des Areals inszeniert.
das weitl├Ąufige Areal der Bundesbank stellt sich heute als gewachsener Campus aus Einzelgeb├Ąuden mit hoher Qualit├Ąt dar. Hervor tritt, weithin sichtbar, die markante Hochhausscheibe des Haupthauses. Im st├Ądtebaulichen Wettbewerb von 2018/19 wurde dieses heterogen gewachsene Geb├Ąudeensemble bereits als Campusstruktur st├Ądtebaulich neu organisiert.
Unser Entwurf entwickelt als Ensemble zu einem gestalterisch geschlossenen Verbund weiter. Das Hauptgeb├Ąude der Bundesbank wird mit einer architektonischen Geste in Form eines axial ausgerichteten Gr├╝nzugs inszeniert. Dieser dient dem 217m langen Haupthauses als repr├Ąsentative Resonanzfl├Ąche.
Die filigran, aber streng gegliederte Sockelzone fasst die Gr├╝nachse beidseitig mit Kolonaden. Aus der liegenden Sockelzone wachsen wie aus einer Landschaft drei Hochhausscheiben mit einer Traufkante von +175,50 m ├╝. NHN empor, die mit ihrer orthogonalen Positionierung die visuelle Betonung der Blickachse zum Bestandshochhaus verst├Ąrken. Der Sockel fungiert als vermittelndes Bauteil zwischen alt und neu: er nimmt die Horizontalit├Ąt des Bestands auf und verbindet wortw├Ârtlich die Geb├Ąude miteinander. Die Verwaltungshochh├Ąuser werden in drei gestapelte Volumina gegliedert, welche wiederum je vier Geschosse zusammenfassen. Die optische Trennung der Volumina erfolgt durch ein umlaufendes Band, welches die horizontale Schichtung des Haupthauses aufnimmt. Diese Fassadengliederung ├╝berspielt die Vielgeschossigkeit der Neubau┬şten, deren Ma├čst├Ąblichkeit trotz faktisch identischer Attikah├Âhe des Haupthauses optisch zur├╝ck┬şgenommen wird. Auf diese Weise treten die Hochhausscheiben nicht in Konkurrenz zum Bestand.
Die Eigenst├Ąndigkeit der Bestands┬şgeb├Ąude innerhalb des Ensembles wird mit dem neuen Konzept ge┬şwahrt, sodass auch die Sonder┬şfunktion beispielsweise des Geld┬şmuseums und Bundesbankarchivs weiterhin sichtbar bleiben.
Die Architektursprache des neuen Ensembles verbindet haptische Materialien und geschlossene Geb├Ąudefiguren mit einer Leich┬ştigkeit, die aus den filigranen Ele┬şmenten und den Rhythmuswech┬şseln in der Fassadengliederung resultiert. Der Bedeutung und Ehr┬şw├╝rdigkeit der Institution Bundes┬şbank wird damit eine architektoni┬şsche Entsprechung verliehen, die Stabilit├Ąt, Wertbest├Ąndigkeit und eine klare Haltung vermittelt.

Beurteilung durch das Preisgericht

Dieser Entwurf bringt durch einen unverbauten Blick von der Wilhelm-Epstein-Stra├če das Hauptgeba╠łude besonders zur Geltung.
Lageplan

Lageplan

Au├čenraum Perspektive

Au├čenraum Perspektive

Innenraum Perspektive

Innenraum Perspektive

Innenraum Perspektive

Innenraum Perspektive