Kooperative Planungswerkstatt | 03/2026
Neues Stadtquartier Elisabeth-Aue in Berlin-Pankow
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Blick von Süd-West auf das Quartier
©O&O Baukunst
Teilnahme
Stadtplanung / Städtebau
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Verfasser:
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Mitarbeitende:
Sebastian Kablau, Roman Piontkowski, Niobe Voß, Markus Lemcke, René Kobel, Christina Mellacher, Simon Steffen
capattistaubach urbane landschaften
Landschaftsarchitektur
Erläuterungstext
Die Elisabeth-Aue entsteht auf den ehemaligen Rieselfeldern am Berliner Stadtrand als urbaner Stadtteil. Ziel ist es, die Stadt zu verdichten und Natur zu schonen.
Grüne Mitte als Stadtmodell
Der zentrale Stadtpark ist gesellschaftliches und klimatisches Herzstück, hält die Stadt offen, schont das Offenland und schafft klar definierte Bezüge zur umgebenden Landschaft. Die grüne Mitte ist programmatisch für den gesamten Stadtteil: Straßen und Plätze werden grün verdichtet, kurze und diagonale Wegeverbindungen entstehen. Die Elisabeth-Aue wird zur Fuß- und „Schlenderstadt" mit hoher Aufenthaltsqualität.
Drei Quartiere mit eigener Prägung
Um den Park gliedern sich drei Quartiere: Das nördliche Quartier mit intensivem Landschaftsbezug und einem Naschplatz aus Obstbäumen; das südliche Quartier mit zwei Plätzen – einem belebteren zum Boulevard und einem ruhigeren im Westen; das östliche Quartier als urbanes Stadtquartier mit Stadtplatz, Straßenbahn und einem Bildungscampus. Frequenzstarke Nutzungen wie Einzelhandel und Kultur konzentrieren sich am Stadtplatz und Boulevard.
Robuste urbane Struktur
Der Stadtblock bildet das Grundgerüst. Trennung von privatem und öffentlichem Raum ist klar definiert; der typologische Besatz variiert nach Lage und urbaner Verantwortung. Die öffentlichen Räume – Höfe, Quartiersplätze, Park – sind Entfaltungsräume für zukünftige Nachbarschaften. Der Park bleibt bewusst offen und veränderbar: ein prozessuales Angebot zur Aneignung durch die zukünftigen Bewohner.
Der Elisabeth-Park als grüne Mitte ist das gesellschaftliche und klimatische Herzstück. Er gliedert sich in drei Schichten: Parkrand mit Nachbarschaftsgärten, aktive Mitte mit Sport- und Spielangeboten sowie eine zentrale, rund 120 m breite Bürgerwiese. Die Dächer fungieren als „fünfte Fassade“ mit Solarenergie, Dachbegrünung, Retentionsboxen und Urban-Gardening-Flächen.
Retentionsdächer, Mulden-Rigolen-Systeme und Schwammstadtelemente sichern die Regenwasserrückhaltung; Extremereignisse werden kontrolliert in den Elisabeth-Park abgeleitet. Der zentrale Park wird Blatttranspiration und Albedo-Oberflächen gewährleisten guten Außenraumkomfort. Die Wärmeversorgung erfolgt effizient über Luft-Wasser-Wärmepumpen, Abwasser-Wärmetauscher und Bodenkollektoren. Das Quartier ist konsequent autoarm: Drei Mobility Hubs an den Rändern bündeln PKW-Verkehr, Logistik und Sharing-Angebote.
Blick über den Stadtplatz
©O&O Baukunst
Blick über die Wohnstraße in den Park
©O&O Baukunst
Lageplan
©O&O Baukunst