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Mehrfachbeauftragung | 11/2018

Neues Stadtquartier Gehrenseestra├če in Berlin Lichtenberg

4. Rang

IfuH - Institut f├╝r urbanen Holzbau

Architektur

chora blau Landschaftsarchitektur

Landschaftsarchitektur, Visualisierung

Katrin Helmbold l ArchitekturModellbau

Modellbau

Erl├Ąuterungstext

Erl├Ąuterung Freianlagen

Urban, kommunikativ, multifunktional ÔÇô Wohnen im Quartier an der Geherenseestra├če

S├╝dlich der Gehrenseestra├če in Berlin-Hohensch├Ânhausen entsteht mit dem vorliegenden st├Ądtebaulich - freiraumplanerischen Konzept ein vielf├Ąltiges, durchmischtes und Kommunikation f├Ârderndes Wohnquartier, das sowohl f├╝r langj├Ąhrige Bewohner des Stadtteils als auch f├╝r Hinzugezogene gleicherma├čen attraktiv ist. Eingerahmt durch die Gehrensee-, Wartenberger-, Rhin- und Marzahner Stra├če und der damit verbunden exponierten Lage f├╝gt es sich klar und pr├Ągnant in den heterogenen Stadtkontext ein und bietet zudem eine abwechslungsreiche Sequenz an (Binnen-) R├Ąumen, die die Bed├╝rfnisse vieler abdeckt.
Die besondere Lagegunst des Areals erm├Âglicht eine vielseitige Erschlie├čung des neuen Quartiers. W├Ąhrend es ├╝ber die Wollenberger Stra├če von Osten durch den MIV angefahren werden kann, erg├Ąnzt eine neue Tram-Haltestelle in der Wartenberger Stra├če das bereits gut ausgebaute ├ľPNV-Netz. Dadurch entsteht eine Abfolge an differenzierten Zug├Ąngen, die auf die jeweilige Erschlie├čungssituation reagiert. Mit dem Ziel, das gesamte Quartier autofrei zu halten, werden die Parkm├Âglichkeiten f├╝r den Individualverkehr am Osten platziert. Die als gr├╝ne Entrees gestalteten und zwischen den Baufeldern abgeordneten Pl├Ątze dienen als Vermittler zum Inneren des Wohnareals. Eingefasst durch wechselnde Geh├Âlzpflanzungen ├╝bernehmen sie infrastrukturelle Funktionen und bilden den Auftakt f├╝r die in Ostwestrichtung verlaufenden Passagen. Jede der Passagen erh├Ąlt durch ein differenziertes Bepflanzungskonzept einen individuellen Charakter, der zur Adressbildung beitr├Ągt. Diese in Wege- und Gr├╝nfl├Ąchen, Erschlie├čungs- und Gartenzonen unterteilten Passagen fungieren dabei als eine Art Filter zwischen ├Âffentlichen und privaten Nutzungsbereichen. W├Ąhrend die Wege von ├Âffentlich nutzbaren Rasenfl├Ąchen begleitet werden, die neben Versickerungsmulden Spiel- und Verweilangeboten beinhalten, gliedern sich die den Geb├Ąuden zugewandten Bereiche in einen Erschlie├čungsbereich mit Vorgarten und Fahrradparkern sowie eine Gartenzone mit h├Âhergelegenen Terrassen und in der H├Âhen gestaffelte Heckenk├Ârper. Der so entstandene Pflanzsaum sch├╝tzt zum einen vor unerw├╝nschte Einblicke und verkn├╝pft zudem die privaten Gartenh├Âfe im Inneren der Wohnh├Âfe strukturell mit den Erschlie├čungsbereichen vor den Bauten. Ausdruckstarke Baumk├Ârper am Ende der Passagen bauen Blickbeziehungen auf und verbinden so die Entrees im Osten ├╝ber die gr├╝nen Passagen mit dem Quartiersplatz im Westen. Ein Quartiershain aus Ginkgos bzw. ein Wiesenhain aus Kirschen markieren die ├ťbergangsbereiche zu den urbanen gepr├Ągten Freir├Ąumen. Der sich zwischen den Wohnbl├Âcken aufspannende Platz bietet als zentraler ├Âffentlicher Raum vielf├Ąltigste und den jeweiligen Anspr├╝chen angepasste Nutzungsm├Âglichkeiten. Als Erschlie├čungsfl├Ąche f├╝r die angrenzenden Gewerbeeinrichtungen, als freie Fl├Ąche f├╝r saisonale Quartiersveranstaltungen oder als Spielfeld f├╝r kleine und gro├če Kinder bildet er so das mannigfaltige Gesicht des gesamten Quartiers. Die in Gr├Â├če und Belegung variierenden Inlays sind so angeordnet, dass sie Teilr├Ąume unterschiedlicher Gr├Â├če anbieten und so flexibel auf sich ├Ąndernde Entwicklungen reagieren k├Ânnen. Durch die direkte Anbindung zu den Haltestellen entlang der Wartenberger Stra├če und der Grundschule im n├Ârdlichen Block dient der Platz als gro├čr├Ąumiger Eingangsbereich von Westen kommend und Verteiler innerhalb des Areals. Den s├╝dlichen Abschluss des Platzes bildet der ├Âffentliche Kinderspielplatz, der durch kompakte Geh├Âlzgruppen vom ├Âffentlichen Stra├čenraum abgegrenzt wird und so ein offenes Spielen mit wechselnden Angeboten erm├Âglicht.

Ein robustes Korsett aus ├Âffentlichen, halb├Âffentlichen und privaten R├Ąumen bildet die Grundlage f├╝r das neue Quartier an der Gehrenseestra├če. Der so entstandene wohltuende Mix aus offenen und geschlosseneren (Frei-) R├Ąumen bietet jedem Bewohner und Besucher die individuelle Aneignung dieses Lebensumfeldes und f├Ârdert zudem den urbanen Charakter dieses Areals.
├ťberflugperspektive

├ťberflugperspektive

Perspektive Quartier

Perspektive Quartier

Perspektive Passage

Perspektive Passage