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Nichtoffener Wettbewerb | 03/2008

"Neues Wohnen am Steinberg"

Städtebauliches Leitbild

Städtebauliches Leitbild

3. Preis

Hirsch Architekten

Architektur

HKP Planungsgesellschaft mbH

Architektur

Erläuterungstext

Neue Einfamilienhausgebiete wirken dann
- wohnlich (und nicht unpersönlich)
- √ľberschaubar (und nicht un√ľbersichtlich)
- geordnet (und nicht zufällig)
- einladend (und nicht abweisend),
wenn bei der Planung gewisse Regeln der Stadtbaukunst beachtet werden:

Zur Schaffung einer in diesem Sinne charakteristischen st√§dtebaulichen Gesamtform werden von uns vier unterschiedlich gestaltpr√§gende und funktionale Strukturen entwickelt und mit einander verkn√ľpft.

Zu den gestaltbildenden Strukturen geh√∂ren im Wesentlichen die raumbildenden Geb√§udeformen, aber auch das Stra√üen- und Wegenetz, Gr√ľnstrukturen sowie die Gel√§ndeprofilierung.


1. raumbildende Gebäudeformen

Die vorgesehenen Stadthauszeilen (max. dreigeschossig) sollen den formalen Rahmen, eine Art dreidimensionales Ger√ľst f√ľr das Gebiet liefern. Dies geschieht durch die gezielte Ausrichtung der Zeilen als visuell wirksame Leitlinien innerhalb der Fl√§che. Diese Zeilen werden im Westen hangparallel und an der Kurt- Schumacher-Stra√üe quer zur Fahrtrichtung, gewisserma√üen bremsend, angeordnet. Damit wird auch Bezug auf die weitestgehend offene Bebauungsstruktur entlang der Kurt-Schumacher-Stra√üe genommen.

In den sich bildenden st√§dtebaulichen R√§umen werden die niedrigeren Hausk√∂rper (max. zweigeschossig) um √ľberschaubare Gemeinschaftsh√∂fe gruppiert.

Den s√ľdlichen Gebietseingang kann ein etwas h√∂heres Geb√§ude als so genannte \"Landmark\" betonen.


2. Straßen- und Wegenetz

Ein durchdachtes Stra√üen- und Wegenetz ist in hohem Ma√üe f√ľr die Zufriedenheit und das Wohlf√ľhlen im neuen Wohngebiet ausschlaggebend. Unsere Erschlie√üungsstruktur untergliedert die Einzelgebiete √ľbersichtlich (Kfz-Verkehr) und f√ľhrt ohne Umwege zum eigenen Grundst√ľck und Haus. Die klare Erschlie√üungsstruktur hilft dem besuchenden Ortsunkundigen sich zu orientieren und sie bietet ausreichend Besucherstellpl√§tze in der jeweiligen N√§he der Besucherziele.

In Erg√§nzung der Hauptfahrwege (Wohnstra√üen mit Tempo-30) mit ausreichenden Breiten f√ľr technische Fahrzeuge (diese k√∂nnen am Ende aller Stichstra√üen wenden) und Begegnungsverkehr von PKW und Fahrr√§dern ist ein Netz von Fu√üwegen entwickelt, das insbesondere f√ľr kleine Kinder, Schulkinder und Spazierg√§nger eine gute Einbindung in das √ľbergeordnete Fu√üwegenetz bietet. Spielende Kinder im neuen Wohngebiet k√∂nnen im Bereich der Gr√ľnzone ohne Gefahr vor Kfz-Verkehr zur Beruhigung der Eltern spielen. Der Zusammenhang mit den √∂ffentlichen Gr√ľnfl√§chen und die Anbindung an den Steinberg (Tiergehege) sowie die Achse zum Naherholungsgebiet Hohnsensee werden aufgegriffen und sinnvoll erg√§nzt.

Über diese Wege wird die Vernetzung mit den vorhandenen Wohngebieten ebenfalls gelöst.

Zur gemeinsamen Erschließung der nördlichen Wohnquartiere mit dem öffentlichen Parkplatz bewerten wir den Parkdruck im Allgemeinen nicht so groß, als dass es zu größeren Konflikten kommen könnte.


3. Gr√ľnstruktur

Rein privates Gr√ľn reicht oft nicht aus, einem neuen Wohngebiet die w√ľnschenswerte Wohnqualit√§t zu geben. √Ėffentliche Gr√ľnfl√§chen wirken nicht nur gliedernd, sondern st√§rken auch hier die Spiel- und Freizeitqualit√§t des Gebiets entscheidend.

Die Topografie, die N√§he der Naherholungszone Steinberg sowie die geforderte Muldenentw√§sserung sind willkommene Anl√§sse, eine ausgepr√§gte Gr√ľnstruktur √ľber das Gebiet zu legen. Gro√üwachsende B√§ume sollten unbedingt fr√ľhzeitig gepflanzt werden. Die bewusste Einbeziehung des vorhandenen alleeartigen Baumbestandes an der Kurt-Schumacher-Stra√üe in die Gestaltung ist ebenfalls selbstverst√§ndlich (alle B√§ume k√∂nnen erhalten bleiben).

4.Geländebewegung und Hangbebauung

Eine besondere Anforderung an die Planung stellt die im Osten geringe, im Westen stärker werdende Hangneigung dar (immerhin 6 bis 7m auf ca. 150m). Diese Tatsache wird hier in mehrfacher Hinsicht positiv genutzt:

Die Parallelstellung der westlichen Reihenhauszeile bringt optisch Ruhe in das Gebiet.

Die ebenfalls hangparallelen Nord-S√ľd-Wege lassen sich angenehm gehen. Der motorisierte Verkehr f√ľhrt hangauf und ‚Äďabw√§rts. Der gro√üe √∂ffentliche Gr√ľnzug erh√§lt seinen besonderen Reiz durch seine Hanglage.


5. Individualität in der Gemeinschaft

Das Wohngebiet liegt mitten in einem bestehenden und √ľber lange Zeitr√§ume gewachsenen Wohnumfeld. Innerhalb seines st√§dtebaulichen Kontextes wird mit der klaren st√§dtebaulichen Form eine individuelle Adresse gebildet. Gleichzeitig werden die Wohngebiete wie bereits dargestellt vernetzt, so dass das neue Gebiet Teil des gesamten Wohngebietes Steinberg wird.

Innerhalb des neuen Gebietes wird unser Leitgedanke durch eine klare pr√§gnante gemeinschaftsbildende Struktur abgebildet. Die Ausbildung von Quartieren, Gemeinschaftsh√∂fen, gemeinschaftlichen Gr√ľnfl√§chen aber auch von individuellen Gestaltungen im Architekturdetail geben dem Leitbild eine verst√§ndliche (st√§dte-) bauliche Ausformung.

In diesem Zusammenhang wirken die Stadthäuser als prägnantes Architekturkonzept, da die Häuser aufgereiht stehen, jedoch jedes seinen individuellen Charakter haben wird.

Eine gro√üe Breite an Wohnformen soll eine Durchmischung unterschiedlicher Bewohner bewirken. Dabei sehen wir in der Lage des Gebietes eine besondere Chance, Menschen mit unterschiedlichen Lebensformen (Familien, Singles, Senioren, Lohas) anzusprechen und durch kommunikative Strukturen zu einer Gemeinschaft zu verkn√ľpfen.


6. √Ėkologie

Ein nachhaltiges Gesamtkonzept f√ľr das Wohngebiet wird vorgesehen. Die kompakte st√§dtebauliche Struktur l√§sst ein Blockheizkraftwerk sinnvoll erscheinen. Dadurch kann das Wohngebiet auch aus wirtschaftlichen Aspekten weitere Vorteile akquirieren.

Die Realisierung in mehreren Bauabschnitten ist ohne Schwierigkeiten möglich.


7. Architektur

Das Ausgestalten individueller ‚ÄöWohnideen‚Äô resultiert oftmals in einem Zerfall des st√§dtebaulichen und architektonischen Gesamtgef√ľges. Unsere Architektur soll diese individuell e Artikulation zwar erm√∂glichen, ja sogar f√∂rdern, sie sich jedoch unter Wahrung eines homogenen ‚Äěgemeinschaftlichen‚Äú Gesamterscheinungsbildes entfalten lassen.

Die Ausformung der Geb√§ude basiert dabei auf einer Schichtung der architektonischen Membrane/Ger√ľst. Eine prim√§re Schicht, legt sich gleichm√§√üig √ľber die Geb√§ude und verleiht ihnen ein gewisses Ma√ü an Homogenit√§t. Eine reduzierte Materialpalette und die √úberformung der √Ėffnungen bilden eine flexible Basis.

Die zweite Ebene reagiert auf die individuellen Wohnkonzepte. √Ėffnungen werden an die unterschiedlichen Wohnsituationen angepasst. Die beiden Ebenen treten in ein Spiel, das die Individualit√§t der Bewohner ablesbar macht, jedoch in einem einheitlichen Rahmen gefasst bleibt.
Städtebauliches Leitbild

Städtebauliches Leitbild

Konzept

Konzept

Konzept

Konzept

Städtebaulicher Entwurf

Städtebaulicher Entwurf

Städtebaulicher Entwurf

Städtebaulicher Entwurf

Perspektive Hof

Perspektive Hof

Perspektive Hof

Perspektive Hof

Perspektive Stadthäuser

Perspektive Stadthäuser

Perspektive Stadthäuser

Perspektive Stadthäuser

Exemplarische Grundrisse

Exemplarische Grundrisse

Exemplarische Grundrisse

Exemplarische Grundrisse