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Nichtoffener Wettbewerb | 12/2015

Neues Wohnen an der Briesestra├če

2. Preis

Preisgeld: 23.000 EUR

AllesWirdGut

Architektur

Beurteilung durch das Preisgericht

St├Ądtebaulich wird begr├╝├čt, dass die Arbeit durch die abgetreppte Geometrie der Wohnungsanordnung eine gro├čz├╝gige ├ľffnung der Passage von der Lessingh├Âhe anbietet. Die H├Âhenentwicklung staffelt sich von der 6-gescho├čigen Blockrandh├Âhe der gr├╝nderzeitlichen Bebauung im S├╝den hoch bis zu der 8-geschossigen H├Âhe der angrenzenden Bebauung der 1970er Jahre. Die H├Âhe an der Briesestra├če wird kritisch beurteilt. Entlang der Briesestra├če versuchen die Verfasser eine Abtreppung in Richtung der angrenzenden Bebauung der Kirchengemeinde, gleichwohl verbleibt ein zu deutlicher Sprung in der H├Âhenentwicklung. Die Fassadengliederung entlang der Briesestra├če ├╝berzeugt durch die Fuge zum Gemeinschaftshaus nicht. Thematisch gliedert sich das Projekt in eine serielle Anordnung kleinteiliger Wohnungen entlang der Passage und ein um ein innen liegendes Treppenhaus angeordnetes Gemeinschaftshaus. Es gelingt den Verfassern dadurch, bei allen Wohnungen eine Nordausrichtung zu vermeiden, die Balkone haben eine S├╝d- oder Westausrichtung. Im Gemeinschaftshaus werden die Gemeinschaftsr├Ąume nach Norden zur Stra├če ausgerichtet, die Wohnungen gewinnen dadurch eine S├╝dausrichtung zum ruhigen Innenhof. Der charakteristische Schwung in der Abfolge der versetzt angeordneten Balkone erzeugt eine eindeutige Identifikation f├╝r die Bewohner und bereichert die Qualit├Ąt des Quartiers. Mit dem wiederkehrenden Schwung der Balkone gelingt eine gelungene Antwort auf die Architektursprache des gegen├╝berliegenden Wohnungsbaus der 1970er Jahre. Die Formulierung der Endpunkte gelingt in der Fassade besser als in den Grundrissen. Die Anordnung von kleinen, privaten Vorg├Ąrten vor den Atelierwohnungen im EG wird kontrovers diskutiert. Die w├╝nschenswerte ├Âffentliche Verkn├╝pfung der Ateliers zum Stadtraum wird dadurch eingeschr├Ąnkt. Entsprechend der innerst├Ądtischen Lage des Standortes soll hier der urbane Charakter eines offenen Quartiers gegen├╝ber dem Siedlungscharakter gest├Ąrkt werden. Der Umgang mit der H├Âhenentwicklung zwischen Briesestra├če und Kienitzer Stra├če wird nicht ausformuliert. Die Gestaltung und Funktionalit├Ąt der mit 2 Treppenh├Ąusern angedienten Laubengangerschlie├čung bleibt vor allem im Bereich der gro├čen Fl├Ąchenanteile an der Brandwand unklar in Bezug auf Belichtung und Abgrenzung der Au├čenh├╝lle. Die trichterf├Ârmige Zuspitzung am S├╝dende stellt dort die Aufenthaltsqualit├Ąt in Frage. Die beiden zum Innenhof liegenden Kleinwohnungen wirken neben der Abfolge der gereihten Wohnungen zur Passage sehr vereinzelt. Der geforderte Wohnungsschl├╝ssel kann umgesetzt werden. Die Kosten der Baukonstruktion liegen im durchschnittlichen Bereich, Die geschwungenen Betonbr├╝stungen k├Ânnen durch Fertigteilbauweise wirtschaftlich dargestellt werden.