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Werkstattverfahren als Mehrfachbeauftragung | 02/2025

Neues Wohnquartier an der Flandernstraße in Esslingen am Neckar

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2. Preis

Preisgeld: 14.000 EUR

haascookzemmrich STUDIO2050

Stadtplanung / Städtebau

Planstatt Senner

Landschaftsarchitektur

wh-p Ingenieure

Tragwerksplanung

Beurteilung durch das Preisgericht

Die Arbeit überzeugt durch ihre grundsätzliche Haltung, die bestehende Struktur der Bestandsbauten als Basis der städtebaulichen Planung zugrunde zu legen.

Mit geringfügigen Ausnahmen im westlichen Randbereich werden prinzipiell keine zusätzlichen Flächen überbaut, sondern es wird entweder der Bestand im Inneren transformiert, aufgestockt oder – falls erforderlich – auf demselben Footprint neu gebaut. Im Ergebnis ist eine positive CO2-Bilanzierung zu erwarten und es kann ein Maximum an Bestandsbäumen erhalten werden.

Es entsteht eine einzigartige Bebauungsstruktur, die den Eigenarten des Standortes und der Aufgabenstellung nicht nur adäquat Rechnung trägt, sondern beispielhaft darüber hinaus Signalwirkung entfalten kann.

Im Detail zeigt sich, dass die Volumenentwicklung des Wohngebäudes westlich der „Akropolis“ zu hoch geraten ist. Die fußläufige Verbindung zwischen dem östlichen Quartiersplatz und der Flandernstraße Richtung Süden sollte in seinem öffentlichen Charakter gestärkt werden, um die multifunktionale Markthalle in der ehemaligen Mensa besser anzubinden. Westlich dieser Wegeachse fehlt es etwas an baulicher Dichte, hier wäre eine Nachverdichtung südlich der „Akropolis“ gut denkbar.

Der Umgang mit dem Bestand weist eine hohe Sorgfalt und Qualität aus. Die Umnutzungen der Hochschulgebäude sowie deren Aufstockungen in Holz-Hybridbauweise sind in weiten Teilen überzeugend gelöst. Die Freiraumplanung wirkt im gegebenen Kontext etwas zu verspielt und zu kleinteilig, etwas mehr Klarheit in der Struktur wäre wünschenswert. Der ruhende Verkehr, die generellen Wegebeziehungen und die Übergänge zu den angrenzenden Bebauungsstrukturen sind gut gelöst.