Nichtoffener Wettbewerb | 05/2025
Neugestaltung Bahnhofsvorplatz und Neuordnung angrenzender Flächen in Taufkirchen
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©landstrich – zeichnung & visualisierung / grabner huber lipp landschaftsarchitekten und stadtplaner partnerschaft mbb
Anerkennung
Preisgeld: 2.500 EUR
grabner huber lipp landschaftsarchitekten und stadtplaner partnerschaft mbb
Landschaftsarchitektur, Stadtplanung / Städtebau
Beurteilung durch das Preisgericht
Die Anbindung an den ÖPNV funktioniert, der Wenderradius liegt im Realisierungsteil, verkleinert jedoch die nutzbare Fläche zwischen den Bahnhofsgebäuden. Über einen einheitlichen Belag (Granit) werden alle Nutzungen zu einer gestalterischen Einheit zusammengefasst. In diese Fläche werden frei formulierte Gebäude und Pflanzflächen „eingestreut“, die sich bewusst von der Ausformulierung der denkmalgeschützten Gebäude absetzt. Die formelle Anbindung an die Flächen jenseits der Gleisanlage im Westen kann nicht überzeugen. Auch die Anbindung über die neue Brücke ist schwer auffindbar und unübersichtlich.
Das neue Gebäude für die Fahrradparkierung nimmt den zentralen Ort ein und wird kontrovers diskutiert, es ist aufwändig geplant, dominiert den Platz und unterbricht die Blickbeziehungen zwischen den Baudenkmalen, zudem ist der vorgeschlagene Wartebereich unterdimensioniert. Auffindbarkeit und nächtliches Sicherheitsgefühl werden aber positiv gesehen.
Städtebaulich erscheint die vorgeschlagene nördliche Bebauung zu massiv. Die vorgeschlagene öffentliche Nutzung würde den Platz weiter beleben.
Vom vorhandenen Baumbestand bleibt kaum etwas bestehen, insgesamt ist die Arbeit durch ein sehr hohes Maß an Versiegelung geprägt. Die Freischankflächen der Gastronomie an der Bahnhofsrestauration an der Straße erscheinen fraglich, wohingegen die am Kiosk und Wasserspiel einen angenehmen Aufenthalt erwarten lassen. Das nördliche Nebengebäude ist nicht an den Bahnsteig angebunden, eine barrierefreie Nutzung ist nicht in allen Bereichen möglich.
In der weiteren Ausbaustufe kann die Zufahrt zum Bushalt nur von Norden her erfolgen und über die Bahnhofstraße ausgeleitet werden, was nicht der Auslobung bzw. den Vorgaben aus dem Rückfragenkolloquium entspricht. Die vorgeschlagenen Baukörper im Ideenteil sind in der Körnung recht massiv ausgebildet und im Vergleich zur Wohnbebauung auf der gegenüberliegenden Straßenseite zu dominant.
Die wirtschaftliche Umsetzung der Maßnahme wird im Vergleich zu anderen Arbeiten eher schwierig gesehen, das Konzept der freien Formen stellt jedoch einen interessanten Beitrag zum Wettbewerb dar.
©grabner huber lipp landschaftsarchitekten und stadtplaner partnerschaft mbb
©grabner huber lipp landschaftsarchitekten und stadtplaner partnerschaft mbb