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Nichtoffener Wettbewerb | 01/2019

Neugestaltung der Hauptstra├če in Elze

Skizze

Skizze

1. Preis

Preisgeld: 7.000 EUR

GDLA I GORNIK DENKEL landschaftsarchitektur partg mbb

Landschaftsarchitektur

Erl├Ąuterungstext

Der umzugestaltende Stra├čenzug stellt f├╝r die Stadt Elze nicht nur eine Hauptader im Sinne des motorisierten Verkehrs dar, sondern muss auch als zentraler Ort f├╝r das ├Âffentliche Leben mit wirtschaftlichen und kulturellen Nutzungen betrachtet werden. Um diesen Aspekt zu st├Ąrken, wurde das Augenmerk auf die Fu├čg├Ąnger gelegt. Ein gro├čz├╝giger Gehwegbereich mit gezielt eingesetzten Gr├╝naspekten macht l├Ąngere Aufenthalte attraktiver und l├Ądt zum gem├╝tlichen Bummeln ein. Zudem wird durch den neu gestalteten Kirchplatz ein Ort geschaffen, der die B├╝rger Elzes nicht nur f├╝r verschiedene Veranstaltungen vereint, sondern auch als zentraler Treffpunkt und Mittelpunkt des ├Âffentlichen Lebens dient.
Allgemeine Gliederung: In dem neu gestalteten Areal finden sich Bereiche unterschiedlicher Funktion mit differenzierter Wichtigkeit wieder. Die durchg├Ąngige Fl├Ąche aus Betonpflaster im Reihenverband stellt den f├╝r Fu├čg├Ąnger vorgesehenen Bereich dar. Dieser wird durch ein immer wieder unterbrochenes Asphaltband durchzogen und stellt somit die Fl├Ąche f├╝r den motorisierten Verkehr optisch in den Hintergrund. An Kreuzungsbereichen zieht sich der Pflasterbelag ├╝ber die Fahrbahn und sorgt durch die Verlegerichtung zus├Ątzlich f├╝r erh├Âhte Aufmerksamkeit der Autofahrer. Es kommt zur Verkehrsentschleunigung, was wiederum auch mehr Sicherheit f├╝r den Radverkehr mit sich bringt. Im Bereich des Kirchplatzes wird dieser Effekt durch einen erneuten Belagswechsel verst├Ąrkt eingesetzt, um dort eine besondere Signalwirkung zu erzielen. Unfallschwerpunkten, wie beispielsweise der Kreuzungsbereich Brandstra├če-Hauptstra├če, kommt dies besonders entgegen. Zudem wird erneut die Wichtigkeit des Fu├čg├Ąngers und die zum Aufenthalt vorgesehenen Fl├Ąchen betont.
Das dadurch entstehende Raster gliedert auch die Anordnung der Gr├╝naspekte. Die Hauptstra├če wird beidseitig von unregelm├Ą├čig angeordneten, einheimischen Geh├Âlzen und Pflanzbeeten begleitet. Durch Setzen dieser gr├╝nen Akzente kommt es, bei gleichzeitiger Bewahrung lichten Raums, zu einer zus├Ątzlichen Aufwertung des Stra├čenraums. Des Weiteren dienen die Pflanzbeete zur Entw├Ąsserung von Niederschl├Ągen. Das leichte Gef├Ąlle von Stra├če und Gehweg leitet das Wasser direkt in den Stra├čenablauf, seitlich der Pflanzbeete. Dort wird es gefiltert und versickert bzw. wird in den Abwasserkreislauf eingespeist. Seitlich der Beete finden sich auch immer wieder Sitzgelegenheiten, die zum Verweilen oder Ausruhen einladen.
Platz: Durch ihre gro├čz├╝gige Gestaltung soll die Fl├Ąche des Kirchplatzes zuk├╝nftig vielf├Ąltige Nutzungen erm├Âglichen und Raum f├╝r verschiedenste Veranstaltungen bieten. So ist hier das Aufstellen von kleineren St├Ąnden, beispielsweise f├╝r den Wochen- oder Weihnachtsmarkt, aber auch der Aufbau einer B├╝hne f├╝r Konzerte und ├Ąhnliche Veranstaltungen m├Âglich. F├╝r ausreichend Strom- und Wasseranschl├╝sse ist gesorgt. Optisch hervorgehoben wird dieser Bereich durch ein gro├čformatiges Pflaster in anderer Verlegerichtung.
Als Raumkante dienen zwei Sitzstufen, die sich in das Gef├Ąlle des Platzes einschneiden und eine gemeinsame Mitte zum Aufenthalt f├╝r Jung und Alt bilden. Zur Kirche hin werden sie durch eine Treppe unterbrochen, um den direkten Gang zur Kirche zu erm├Âglichen. Ein barrierefreier Zugang ist weiterhin neben den Sitzstufen m├Âglich. Im vorderen Bereich findet sich zudem ein Wasserspiel zur Auflockerung und Erfrischung im Sommer, welches bei Veranstaltungen oder Marktbetrieb ausgeschaltet werden kann. Das Denkmal wurde in den angrenzenden Park versetzt, um die Multifunktionalit├Ąt und Offenheit des Platzes zu erm├Âglichen.
Parken und Bushaltestelle: In das Raster des Belages und der Pflanzung f├╝gen sich L├Ąngsparker ein. Somit wird zum einen die gew├╝nschte Anzahl an Stellpl├Ątzen erf├╝llt, zum anderen der Stra├čenraum zu Gunsten des Fu├čg├Ąngers aufgeweitet und optisch aufgewertet.
Die Bushaltestellen verbleiben im Kreuzungsbereich Brandstra├če-Hauptstra├če, jedoch werden die Busse in Zukunft auf der Stra├če halten. Somit wird durch die daraus resultierende Verkehrsentschleunigung auch hier die Qualit├Ąt des Stra├čenraums f├╝r den Fu├čg├Ąnger erh├Âht.
Die Mauer, die die Hauptstra├če hier in zwei Ebenen gliedert, bleibt erhalten und wird optisch durch Verwendung eines einheitlichen Pflasters in die Gestaltung integriert. Im unteren Bereich erfolgt auch hier eine Verbreiterung des Gehwegs, sodass es k├╝nftig m├Âglich ist, hier ohne Probleme entlangzulaufen. Zudem wird durch die Verbreiterung auch hier das Baumraster fortgef├╝hrt, wodurch der Stra├čenraum begr├╝nt und aufgewertet wird.

Beurteilung durch das Preisgericht

Durch die gew├Ąhlte Verteilung der Baumstandorte auf die Gesamtl├Ąnge der Hauptstra├če ergibt sich eine Gleichf├Ârmigkeit, die w├╝nschenswerte Gliederung und Zonierung zwischen Hauptstra├če und zentralem Platz wird dadurch nicht ablesbar. Die einzige Verdichtung der B├Ąume geschieht im Zentrum des Ortes, vor Rathaus, Kirche, Apotheke und Alter Post. Genau dort wird allerdings die Herausarbeitung der neuen Mitte Elze erwartet.
Positiv wird die Betonung der Seitenstra├čeneinm├╝ndungen in die Hauptstra├če gesehen.
Durch die Unterbrechung des Fahrbahnbelages durch das Material des Fu├čweges wird die Hauptstra├če gegliedert und kleine Platzr├Ąume werden geschaffen.
Das L├Ąngsparken parallel zur Fahrbahn mit m├Âglicher Nutzung als multifunktionale Fl├Ąche wird begr├╝├čt.
Die Materialit├Ąt f├╝r B├╝rgersteig und Fahrbahn ist angemessen.
Die Gestaltung des zentralen Platzes vor der Kirche wird grunds├Ątzlich sehr begr├╝├čt. Die Treppenanlage vor der Kirche l├Âst geschickt den barrierefreien Zutritt in den Kirchenraum durch B├╝ndelung der Stufen als Platzkante. Durch die rechtwinklige Anordnung ergibt sich ein gestalterisch und funktional sehr ansprechender Raum f├╝r den Wochenmarkt und andere Ereignisse. Die Anordnung der Geh├Âlze auf der westlichen Stra├čenseite in diesem Bereich wird allerdings sehr kritisch gesehen.
Die Anordnung eines bodenb├╝ndigen Wasserspiels anstatt des Kriegerdenkmals ist angemessen f├╝r die Mitte von Elze.
Der Entw├Ąsserungsvorschlag ist ein guter Beitrag. Die gew├Ąhlte Materialit├Ąt erscheint im Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit der Ma├čnahme angemessen.
Lageplan

Lageplan

Lageplan, Vertiefung

Lageplan, Vertiefung

Plan 01

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Plan 02

Plan 02

Plan 03

Plan 03