Verhandlungsverfahren | 12/2025
Neugestaltung Historische Mitte Echterdingen
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Zuschlag
Landschafts- / Umweltplanung, Landschaftsarchitektur
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Verfasser:
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Mitarbeitende:
Erläuterungstext
Der neue ZOB als Mobilitätsdrehscheibe und grünes Entree von Echterdingen
Idee und Konzept – Klimaschutz durch nachhaltige Mobilität
Das Areal des Busbahnhofs von Echterdingen wird unter besonderer Berücksichtigung der Belange des Fahrradverkehrs zu einer Mobilitätsdrehscheibe moderner Prägung ausgebaut. Dabei soll eine zukunftsorientierte Radinfrastruktur am bestehenden Standort eingerichtet werden, bei gleichzeitiger Reduzierung des MIV-Anteils. Daneben wird der Bahnhofsplatz unter Einbeziehung klimatischer Aspekte wie Verschattung und Abkühlung in den Sommermonaten zu einem attraktiven Aufenthaltsort weiterentwickelt.
Städtebauliches und freiräumliches Konzept
Der heutige ZOB kann den Anforderungen an eine zeitgemäße Verkehrsinfrastruktur und Mobilität nicht mehr gerecht werden. Mit der Neuorganisation der Verkehrs- und Freianlagen kann eine neue städtebauliche Struktur geschaffen werden, die diesen Defiziten entgegen wirkt. Die Qualität des ZOBs als zentraler Verkehrsknotenpunkt sowie der angrenzenden Straßen als Aufenthaltsraum wir dabei neu in Wert gestellt. In der Planung werden sowohl funktionale als auch gestalterische Aspekte berücksichtigt und in ein harmonisches Zusammenspiel von Verkehr, urbaner Infrastruktur und Freiraum gebracht. Es entsteht ein neuer, identitätsstiftender Aufenthalts- und Kommunikationsraum, der durch eine markante und differenzierte Oberflächengestaltung der Platz- und Verkehrsflächen in Verbindung mit einer einheitlichen Platzmöblierung ein neues Stadtentree von Echterdingen erzeugt.
Der Umgang mit dem Klimawandel ist dabei ein zentrales Thema der Neugestaltung, Ziel ist eine Erhöhung der Klimaresilienz bei gleichzeitiger Verbesserung der Aufenthaltsqualität. Neue entsiegelte Grünbereiche in Verbindung mit Baumpflanzungen schaffen Orte der Ruhe und der Kühlung. Die umgebenden Zufahrtsstraßen werden in ihrer jeweiligen Charakteristik in das Konzept einbezogen werden, um ein funktionierendes Gesamtkonzept sowie eine harmonische Gestaltung des gesamten Bereichs zu gewährleisten. Die parallel zur S-Bahn verlaufende Grüne Fuge wird gestärkt und durch eine zusätzliche Bepflanzung in Verbindung mit Aufenthaltsbereichen herausgearbeitet.
„Stadtentree Busbahnhof“
Der Bereich des Busbahnhofs wird im Zuge der Neustrukturierung zu einem grünen Stadtentree für die historische Mitte von Echterdingen umgestaltet. Hauptaugenmerk ist die Bildung eines klar und schlicht gestalteten Platzraumes an diesem wichtigen Verkehrsknotenpunkt. Ein grünes Baumtor markiert den Beginn der historischen Ortsmitte von Echterdingen. Der großzügige Fahrbahnteiler bremst den Verkehr und lenkt die Aufmerksamkeit auf die sich öffnende Platzsituation. Sämtliche Gestaltungselemente, wie die Schaffung eines markanten Platzfeldes, die einheitliche Möblierung sowie die Begrünung
erzeugen einen einladenden und offenen Gesamteindruck.
Der vorhandene Baumbestand wird erhalten und zum prägenden und gestaltgebenden Motiv des neuen Platzes. Eine flache Wassermulde in Form einer „Pfütze“ macht das Regenwasser erlebbar und begehbar. Kleine Fontänen bilden ein zusätzliches spielerisches Element. Weitere Elemente wie ein Bücherschrank, eine Leselounge sowie Angebote rund um den Fahrradservice lassen eine neue Aufenthaltsqualität entstehen. Der vorhandene
Kiosk wir neu gestaltet und in den Platz integriert. Grüne Inseln mit Sitzkanten rahmen die Platzfläche und bieten sowohl gestalterische Akzente als auch zusätzliche Aufenthaltsmöglichkeiten.
Die heutigen Stellplätze werden im neuen Parkhaus untergebracht, lediglich zwei Behindertenstellplätze verbleiben auf dem Platz. Unterstützt wird das Konzept durch eine bewusste Lichtführung, die den gewünschten Eindruck der Platzfläche auch nachts nochmals unterstreicht.
Zusätzliche Baumpflanzungen sorgen für einen angenehmen Schatten und tragen zur Verbesserung des Kleinklimas sowie der Aufenthaltsqualität bei. Auch die Verwendung von langlebigen und hellen Materialien als Bodenbelag trägt zur Nachhaltigkeit des gesamten Freiraumes bei.
„Grünes Band“ Filderbahnstraße
Die Idee des „Grünen Bandes“ entlang der S-Bahn wird aufgegriffen und konsequent umgesetzt. Die erforderlichen Verkehrsflächen werden auf das nötigste reduziert, die Stellplätze werden in Form von Längsparkern möglichst platzsparend integriert und mit einem begrünten und wasserdurchlässigen Belag versehen. Es entsteht ein grünes Band, das den Auftakt einer neuen, attraktiven Wegeverbindung darstellt, die vom S-Bahnhof Echterdingen, an die neugestaltete Burgstraße anschließt und damit eine direkte Wegeführung zur ‘Historischen Mitte' ermöglicht. Die Ausbildung mit einer zentralen Regenwassermulde, umfangreichen Baumpflanzungen und Erhalt des vorhandenen Baumbestandes erzeugt eine neue grüne Qualität und trägt durch seine Verdunstungseffekte zur Verbesserung des Kleinklimas beiträgt.
Die Scharnierplätze
Das Konzept der Scharnierplätze wird ebenfalls aufgegriffen und weiterentwickelt. So entstehen an den Knotenpunkten in der Filderbahnstraße jeweils kleine Scharnierplätze, die die Übergangsräume zu den S-Bahn-Zugängen, zum Parkhaus sowie zum ZOB betonen. Diese erhalten einheitliche Flächenbeläge und erhalten einen platzartigen Charakter. Bespielt werden sie durch Bänke, Solitärbäume, grüne Inseln und Infostelen. Im Übergang zum ZOB nimmt der Scharnierplatz die Fahrradabstellanlage sowie die Kiss and Ride-Zone auf.
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©faktorgruen mit STUDIO DL
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