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Nichtoffener Wettbewerb | 07/2015

Neugestaltung Ortsmitte

Lageplan Entwurfsgebiet

Lageplan Entwurfsgebiet

3. Preis

Scherzer Architekten Partnerschaft

Architektur

Station C23 - B├╝ro f├╝r Architektur, Landschaftsarchitektur und St├Ądtebau

Anderes Planungsb├╝ro

Erl├Ąuterungstext

Die Ortsmitte Nordrach wird als neu gestaltete Platzfl├Ąche definiert, die alle wichtigen Geb├Ąude und Freir├Ąume miteinander verbindet.

Sie wird begrenzt durch einen ÔÇ×RahmenÔÇť aus Pfinzt├Ąler Sandstein, welcher an den verschiedenen bestehenden Freir├Ąumen ankn├╝pft und diese miteinander verbindet. Gleichzeitig werden an diesem Rand die bestehenden H├Âhenunterschiede auf unterschiedliche Art und Weise bew├Ąltigt sowie verschiedene Richtungen und Blicke betont. Die bestehende n├Ârdliche Br├╝cke wird erhalten und integriert, eine neue Fu├čg├Ąngerbr├╝cke am s├╝dlichen Platzrand verbindet die beiden Ortsh├Ąlften an der Nahtstelle zwischen Kirchenportal und Park.

Beurteilung durch das Preisgericht

Die Ortsmitte von Nordrach wird stadtr├Ąumlich, gedanklich mit einem Rahmen gefasst. Dieser widerspiegelt sich in der Wahl der Oberfl├Ąchenmaterialien und, wo topographisch m├Âglich, durch Mauerelemente, Sitzstufen und Treppenanlagen. St├Ądtebaulich wachsen die Kirche, das Rathaus, Pfarrhaus und Pfarrheim zusammen. In den ├ťbergangsbereichen zum Festplatz und im Bereich s├╝dlich des Pfarrhauses wirkt dieser ÔÇ×RahmenÔÇť sehr theoretisch.
Die Auseinandersetzung mit dem Kirchumfeld, der neuen Lage des s├╝dlichen Fu├čg├Ąngersteges und die Einbindung der umgebenden Nutzungsstrukturen wie Friedhof und Kurpark wirken angemessen und auf den Ort reagierend.
Die Aufweitung des Stra├čenraums nach S├╝den und die platzartige Situation vor dem Pfarrheim werten diese Bereiche und somit die Ortsmitte auf.
Der Umgang mit dem Uferbereich der Nordrach vor der Kirche mit einem uferbegleitenden Weg wird kritisch hinterfragt und in seiner Machbarkeit angezweifelt. Die Setzung des Pavillons als westlichen Abschluss des Festplatzes wirkt ├╝berzeugend und schafft differenzierte Nutzungsm├Âglichkeiten. Der Entwurfsgedanke von vier Inseln im Kurpark schafft interessante Nutzungsangebote unterschiedliche Charaktere, erscheint jedoch sehr urban und in der vorhandenen ├Ârtlichen Situation leicht ├╝berzogen. Die Integration der Hangsituation zur Grundschule stellt einen guten Beitrag dar und schafft heute fehlende Bez├╝ge.
Die St├Ąrke der Arbeit liegt in ihren ├ťberg├Ąngen, Schnittstellen von Kirchplatz zu Kurpark, Friedhof und s├╝dlicher Ortsmitte. Die Gestaltung des Kirchumfeldes wirkt wohltuend, in Teilbereichen fast selbstverst├Ąndlich und ├╝berzeugt in ihren Nutzungsangeboten und Funktionalit├Ąt.
Bedauerlicherweise sind diese wichtigen r├Ąumlichen, funktionalen Schnittstellen nicht immer barrierefrei oder nur kompliziert barrierefrei zu nutzen.
Ein Entwurfsbeitrag f├╝r die Ortsmitte von Nordrach, der sich intensiv mit der vorhandenen Situation auseinandersetzt. Leider werden einige Gestaltungselemente, Ausformungen, der ├╝bergeordneten Theorie des ÔÇÜRahmensÔÇś untergeordnet. Die Arbeit stellt einen ├╝berzeugenden, selbst├Ąndigen Beitrag f├╝r die gestellte Aufgabe dar.
Lageplan Entwurfsgebiet

Lageplan Entwurfsgebiet

Konzept

Konzept

Plan 1

Plan 1

Plan 2

Plan 2