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Einladungswettbewerb | 02/2018

Neugestaltung Ortsmitte Aystetten

Perspektive

Perspektive

1. Preis

Preisgeld: 11.500 EUR

silands | Gresz + Kaiser Landschaftsarchitekten PartG mbB

Landschaftsarchitektur

Braunger Wörtz Architekten

Architektur

Architektur & Zeichnung Wolfram Gothe

Visualisierung

Beurteilung durch das Preisgericht

Die Verfasser der Arbeit 1002 zeigen ein Gesamtkonzept von gro√üer Klarheit ‚Äď stimmig in Dimension und Orientierung werden √∂ffentliche R√§ume von spezifischer Qualit√§t beidseitig der Hauptstra√üe entwickelt. Geschickt verkn√ľpfen sich Bestand und Erg√§nzungen zu einem harmonischen Bild. √úber den Griff einer Behandlung der Fahrbahnoberfl√§che und der durchgehenden Fortf√ľhrung vorhandener Heckens√§ume wird die Mitte Aystettens sanft herausgestellt.
Die Verfasser schlagen eine einheitliche Gestaltung der Oberfl√§chen vor ‚Äď ein kleinformatiger Pflasterbelag und der gegrindete Asphalt der Stra√üe geben dem Benutzer und dem Autofahrer beim Passieren ein Signal ‚Äď f√ľr das Zentrum mit seinen wichtigen Einrichtungen und Gesch√§ften. Diese Markierung wird als sehr gute M√∂glichkeit gesehen, mit Gestaltung zu differenzieren und Achtungszeichen zu setzen, auch wenn im Einzelnen dem Preisgericht noch nicht ganz klar ist, wie die Umsetzung der Asphaltbehandlung vonstattengehen kann.
Das Parkieren wird dezentral angeboten, im Sinne einer ortsvertr√§glichen Ma√üst√§blichkeit. Die Anzahl und Robustheit der Parkpl√§tze sind im Detail zu pr√ľfen. Die Verfasser zeigen insgesamt ein gro√ües Einf√ľhlungsverm√∂gen in den Ort. Den Verfassern ist wichtig, einen r√§umlichen Abschluss im Norden zu schaffen und dabei Potenzialfl√§chen f√ľr Gemeinbedarf anzubieten. Mit den vorgeschlagenen Bauk√∂rpern s√ľdlich des Kindergartens wird ein angemessener Abschluss geschaffen ‚Äď der Platz stimmt in seiner Proportion.
Die gestalterischen Mittel, wie die Freistellung des ‚ÄěGr√ľnen Hirsch‚Äú sowie der zur√ľckgesetzte Bier-und Festgartenbereich lassen freien Blick auf das Schloss zu. Die Verkehrsf√ľhrung auf der Nordseite wird entkrampft. Die Adalbert-Stoll-Stra√üe f√ľhrt ohne Verschwenkungen ins n√∂rdliche Wohngebiet, der Schlo√üanger wird als zweitrangige Stra√üe zur√ľckgenommen. Das Preisgericht kann diesen Vorschl√§gen gut folgen.
Die Bushaltestellen an der Stra√üe bleiben bestehen, die Haltebuchten werden zugunsten gr√∂√üerer Wartefl√§chen aufgegeben. Das entspricht den Vorstellungen einer verbesserten Ein- und Ausstiegsl√∂sung f√ľr die Nutzer des √ĖPNV. Im S√ľden wird grunds√§tzlich das gleiche Materialkonzept f√ľr Wege und Platzr√§ume eingesetzt, damit wird eine gro√üz√ľgige Wirkung erreicht ohne den Ma√üstab des Ortes zu √ľberziehen.
Wohltuend einfach und robust gelöst ist die geschickte Einbindung schwieriger Situationen und Details, wie Tiefgarageneinfahrt, Fahrradstellplätze und eine Gräserhecke als Abschirmung der offenen Stellplätze im Bereich des Neubaus.
Die Betonung des Vorbereichs an der Ecke Hauptstra√üe/ Bahnhofsstra√üe durch einen gro√üen Einzelbaum wird begr√ľ√üt, ebenso die einfache Einbindung des Wasserspiels in die Platzfl√§che. Die kurze Bahnhofstra√üe ist gut zoniert und bindet sich mit ihren baum√ľberstandenen Parkpl√§tzen ebenso positiv in das Gesamtbild ein.
Insgesamt ist das Preisgericht beeindruckt von der konzentrierten Arbeit, die wenige Zutaten benötigt, um den Gesamtbereich zu gestalten und Aystetten eine neue Zentrierung zu geben.
Lageplan Ideen- und Realisierungsteil

Lageplan Ideen- und Realisierungsteil

Lageplan Realisierungsteil

Lageplan Realisierungsteil

Schnitt

Schnitt

Detail

Detail