Nichtoffener Wettbewerb | 01/2026
Neugestaltung Ravensberger Park in Bielefeld
3
Blick auf die Veranstaltungswiese und das Kulturforum
©club L94
1. Preis
Preisgeld: 28.800 EUR
Landschaftsarchitektur
Beurteilung durch das Preisgericht
Die Arbeit überzeugt durch ihre Haltung, alle drei Teilbereiche gleichberechtigt und unter Würdigung des Bestands umzugestalten und dabei durch die geschickte Umformulierung des Festplatzareals einen möglichst zusammenhängenden Gesamtfreiraum Ravensberger Spinnereipark zu entwerfen. Die Umgestaltung des Festplatzes als Schotterrasenfläche mit gliedernder und gut vernetzender Wegestruktur und formaler Brechung der ursprünglichen Rechteckform kann überzeugen. Sie wird als angemessene Lösung zwischen Funktionalität und wünschenswerter Gesamtparkwirkung besonders anerkannt.
Alle Bereiche erhalten jeweils eine neue aufgeweitete und angemessene Akzentuierung der Entreesituationen. Die Schaffung eines ergänzenden Eingangsbereichs im Nordosten des Parks wird positiv bewertet. Die drei Parkteile erfahren unter Beachtung der historischen Strukturen an den richtigen Stellen eine Attraktivierung und angemessene Aufwertung mit Aufenthalts- und Spielbereichen: im Rochdale Park durch die Verortung auf dem Flächenumgriff des historischen Torhauses, im Forumsbereich als ergänzendes Element zur Füllung des baulichen Blocks an der Hechelei und im östlichen Parkteil im Bereich des südöstlichen Parkecks. Auch der gestalterische Umgang mit der Gedenkstätte im Bereich der ehemaligen Kantine wird positiv hervorgehoben.
Diese gesamträumliche Raumwirkung wird sehr gut unterstützt durch eine durchgängige Parktypologie mit gefassten Rändern und offenen baumbestandenen Wiesenflächen im mittleren Bereich des Parks. Hier wird auch der Ansatz des Pflanzkonzepts gelobt, neben dem vorhandenen Baumhorizont dem Park eine zusätzliche Stauden- und Strauchebene hinzuzufügen. Die besonders einfache, mit einer Leichtigkeit verbundene, geschickte Fortführung dieses Strukturprinzips als offener Wiesenraum hin zum neuen nordöstlichen Zugangsbereich wird dabei besonders gewürdigt. Neben den klug gesetzten Spielbereichen können die Integration des Gleisbrückenrelikts in das Parkwegenetz und die Integration des Wasserturms gefallen. Die Verortung des Teiches als Element des klimaangepassten Niederschlagsmanagements kann sowohl im Hinblick auf die topografische Logik als auch im historischen Kontext der Wassernutzung der Spinnerei überzeugen. Der behutsame Umgang mit der Forumsmitte und die richtige Akzentuierung dieses Kommunikationsortes mit einem Fontänenfeld wird gewürdigt. Darüber hinaus scheint der geplante Neubau des Naturkundemuseums in das Konzept integrierbar zu sein.
Kritisch anzumerken sind:
die deutliche Übererschließung des östlichen Parkareals mit dem vorgeschlagenen neuen Wegenetz, die Überbetonung der Fabrikschlossachse mit dem eingelegten Betonplattenband und die platzartige Aufweitung im Kreuzungsbereich im Rochdale Park.
Die Arbeit erscheint durch ihre konzentrierten Erneuerungsvorschläge bei gleichzeitiger Berücksichtigung und weitgehendem Erhalt der Bestandstrukturen im vorgegebenen wirtschaftlichen Rahmen realisierbar zu sein. Auch wird durch die Attraktivierung und Öffnung der Zugänge sowie ein angemessenes Beleuchtungskonzept eine Verbesserung des Sicherheitsempfindens erreicht, soweit die historische Struktur des Parks mit seinen Gebäuden das zulässt. Die Arbeit liefert mit ihren geschickt platzierten, historische Spuren aufnehmenden und behutsam an den richtigen Defiziten ansetzenden Maßnahmen einen sehr guten Lösungsansatz für eine ambitionierte Neugestaltung des Ravensberger Parks.
Alle Bereiche erhalten jeweils eine neue aufgeweitete und angemessene Akzentuierung der Entreesituationen. Die Schaffung eines ergänzenden Eingangsbereichs im Nordosten des Parks wird positiv bewertet. Die drei Parkteile erfahren unter Beachtung der historischen Strukturen an den richtigen Stellen eine Attraktivierung und angemessene Aufwertung mit Aufenthalts- und Spielbereichen: im Rochdale Park durch die Verortung auf dem Flächenumgriff des historischen Torhauses, im Forumsbereich als ergänzendes Element zur Füllung des baulichen Blocks an der Hechelei und im östlichen Parkteil im Bereich des südöstlichen Parkecks. Auch der gestalterische Umgang mit der Gedenkstätte im Bereich der ehemaligen Kantine wird positiv hervorgehoben.
Diese gesamträumliche Raumwirkung wird sehr gut unterstützt durch eine durchgängige Parktypologie mit gefassten Rändern und offenen baumbestandenen Wiesenflächen im mittleren Bereich des Parks. Hier wird auch der Ansatz des Pflanzkonzepts gelobt, neben dem vorhandenen Baumhorizont dem Park eine zusätzliche Stauden- und Strauchebene hinzuzufügen. Die besonders einfache, mit einer Leichtigkeit verbundene, geschickte Fortführung dieses Strukturprinzips als offener Wiesenraum hin zum neuen nordöstlichen Zugangsbereich wird dabei besonders gewürdigt. Neben den klug gesetzten Spielbereichen können die Integration des Gleisbrückenrelikts in das Parkwegenetz und die Integration des Wasserturms gefallen. Die Verortung des Teiches als Element des klimaangepassten Niederschlagsmanagements kann sowohl im Hinblick auf die topografische Logik als auch im historischen Kontext der Wassernutzung der Spinnerei überzeugen. Der behutsame Umgang mit der Forumsmitte und die richtige Akzentuierung dieses Kommunikationsortes mit einem Fontänenfeld wird gewürdigt. Darüber hinaus scheint der geplante Neubau des Naturkundemuseums in das Konzept integrierbar zu sein.
Kritisch anzumerken sind:
die deutliche Übererschließung des östlichen Parkareals mit dem vorgeschlagenen neuen Wegenetz, die Überbetonung der Fabrikschlossachse mit dem eingelegten Betonplattenband und die platzartige Aufweitung im Kreuzungsbereich im Rochdale Park.
Die Arbeit erscheint durch ihre konzentrierten Erneuerungsvorschläge bei gleichzeitiger Berücksichtigung und weitgehendem Erhalt der Bestandstrukturen im vorgegebenen wirtschaftlichen Rahmen realisierbar zu sein. Auch wird durch die Attraktivierung und Öffnung der Zugänge sowie ein angemessenes Beleuchtungskonzept eine Verbesserung des Sicherheitsempfindens erreicht, soweit die historische Struktur des Parks mit seinen Gebäuden das zulässt. Die Arbeit liefert mit ihren geschickt platzierten, historische Spuren aufnehmenden und behutsam an den richtigen Defiziten ansetzenden Maßnahmen einen sehr guten Lösungsansatz für eine ambitionierte Neugestaltung des Ravensberger Parks.
Blick auf den ökologischen Trittstein im Bürgerpark
©club L94
Lageplan
©club L94