Nichtoffener Wettbewerb | 01/2026
Neugestaltung Ravensberger Park in Bielefeld
3
Perspektive Konzert- und Spielwiese
©geskes.hack Landschaftsarchitekten GmbH
ein 3. Preis
Preisgeld: 18.000 EUR
geskes.hack Landschaftsarchitekten GmbH
Landschaftsarchitektur
Beurteilung durch das Preisgericht
Die Verfasser wählen für ihre Arbeit den Titel „Verwoben, Verbunden, Verknüpft" und stellen damit zunächst die verbale Verbindung zur ehemaligen Ravensberger Spinnerei her. Inhaltlich übertragen sie dieses Vokabular auf das Verhältnis zwischen dem Park und der Stadt, indem sie sich intensiv mit den Parkzugängen auseinandersetzen. Alle Parkzugänge werden als Verknüpfungsbereiche interpretiert und erhalten eine besondere Bodengestaltung – beim „Historischen Entree" vor dem Rochdale Park sogar unter Einbeziehung der Bleichstraße. Gerade das „Grüne Entree" im Süden an der Heeper Straße schafft über eine große Breite vom geplanten Neubau des Naturkundemuseums bis zur Tankstelle eine willkommene, großzügige Öffnung und Verbindung mit dem Stadtraum.
Von zentraler Bedeutung für das Erscheinungsbild und die Nutzbarkeit des Ravensberger Parks für (Groß-) Veranstaltungen ist die Veranstaltungsfläche. Hierfür schlägt die Arbeit auf der Nord- und der Südseite jeweils doppelte Baumreihen vor, die eine „Konzert-Spielwiese" räumlich rahmen. Der mutmaßlichen Nutzungsintensität geschuldet wird der östliche Teil der „Konzert-Spielwiese" als Schotterrasenfläche vor einer Bühne und der westliche Teil als Rasen- und Wiesenfläche ausgebildet. So sehr die südliche Doppelbaumreihe als Raumkante und als Schattenspender für die Veranstaltungsfläche begrüßt wird, so kritisch wird die nördliche beurteilt und als zu starke räumliche Abgrenzung gegenüber dem historischen Park gesehen.
Als neues thematisches Highlight entwickelt die Arbeit einen „Leinen-Färbergarten" an der nordöstlichsten Ecke des Parks. Die Schaffung eines besonderen Aufenthaltsortes, der sich eher an Erwachsene richtet, kann an dieser Stelle überzeugen. Allerdings wird kritisch hinterfragt, ob die konzeptionelle Grundhaltung und die formale Ausgestaltung tatsächlich dauerhaft tragen.
Die Positionierung von Kinderspielangeboten im östlichen Teil des Ravensberger Parks ist grundsätzlich richtig gewählt. Ob es dabei sinnvoll ist, zwei kleine anstelle eines größeren, zusammenhängenden Spielbereichs zu schaffen, wird im Preisgericht kontrovers diskutiert.
Die Arbeit setzt sich in vorbildlicher Weise mit dem Umgang mit Niederschlagswasser und insbesondere Starkregenereignissen auseinander und erarbeitet ein abgestimmtes Konzept aus Versickerungsflächen und -mulden sowie einer Teichanlage. Allein die Anlage einer offenen Versickerungsmulde unter der Doppelbaumreihe auf der Südseite der Veranstaltungsfläche wird kritisch beurteilt, weil der Zugang über schmale Stege bei Großveranstaltungen zu Problemen führen kann. Schließlich stellt sich die Frage, ob das vorgeschlagene „Rote Band" als Leitlinie durch den Park erforderlich ist und einen tatsächlichen Mehrwert für Besucher darstellt. Die Arbeit bietet in vielerlei Hinsicht gute, wichtige und erfreulich unprätentiöse Ansätze, stellt aber keinen allumfassend überzeugenden Lösungsansatz für die Weiterentwicklung der Ravensberger Parks dar.
Von zentraler Bedeutung für das Erscheinungsbild und die Nutzbarkeit des Ravensberger Parks für (Groß-) Veranstaltungen ist die Veranstaltungsfläche. Hierfür schlägt die Arbeit auf der Nord- und der Südseite jeweils doppelte Baumreihen vor, die eine „Konzert-Spielwiese" räumlich rahmen. Der mutmaßlichen Nutzungsintensität geschuldet wird der östliche Teil der „Konzert-Spielwiese" als Schotterrasenfläche vor einer Bühne und der westliche Teil als Rasen- und Wiesenfläche ausgebildet. So sehr die südliche Doppelbaumreihe als Raumkante und als Schattenspender für die Veranstaltungsfläche begrüßt wird, so kritisch wird die nördliche beurteilt und als zu starke räumliche Abgrenzung gegenüber dem historischen Park gesehen.
Als neues thematisches Highlight entwickelt die Arbeit einen „Leinen-Färbergarten" an der nordöstlichsten Ecke des Parks. Die Schaffung eines besonderen Aufenthaltsortes, der sich eher an Erwachsene richtet, kann an dieser Stelle überzeugen. Allerdings wird kritisch hinterfragt, ob die konzeptionelle Grundhaltung und die formale Ausgestaltung tatsächlich dauerhaft tragen.
Die Positionierung von Kinderspielangeboten im östlichen Teil des Ravensberger Parks ist grundsätzlich richtig gewählt. Ob es dabei sinnvoll ist, zwei kleine anstelle eines größeren, zusammenhängenden Spielbereichs zu schaffen, wird im Preisgericht kontrovers diskutiert.
Die Arbeit setzt sich in vorbildlicher Weise mit dem Umgang mit Niederschlagswasser und insbesondere Starkregenereignissen auseinander und erarbeitet ein abgestimmtes Konzept aus Versickerungsflächen und -mulden sowie einer Teichanlage. Allein die Anlage einer offenen Versickerungsmulde unter der Doppelbaumreihe auf der Südseite der Veranstaltungsfläche wird kritisch beurteilt, weil der Zugang über schmale Stege bei Großveranstaltungen zu Problemen führen kann. Schließlich stellt sich die Frage, ob das vorgeschlagene „Rote Band" als Leitlinie durch den Park erforderlich ist und einen tatsächlichen Mehrwert für Besucher darstellt. Die Arbeit bietet in vielerlei Hinsicht gute, wichtige und erfreulich unprätentiöse Ansätze, stellt aber keinen allumfassend überzeugenden Lösungsansatz für die Weiterentwicklung der Ravensberger Parks dar.
Perspektive Leinen- und Färbergarten
©geskes.hack Landschaftsarchitekten GmbH
Lageplan
©geskes.hack Landschaftsarchitekten GmbH