BESTAND
Die offene Auseinandersetzung mit den Bestandsgebäuden und die darauf aufbauende detaillierte Abwägung verschiedenster planungsrelevanter Kriterien sind die Grundlage für die Entwicklung eines einladenden Begegnungsortes, des neuen Sparkassenquartiers. Die vorhandenen Gebäudeelemente (TG, Nordbau, Mittelbau, Südbau, Ostbau) wurden insbesondere hinsichtlich Ihrer Nutzungs- und Zukunftsfähigkeit, Ihrer Anbindung an die umgebende Stadtfläche, Ihres einheitlichen äußeren Erscheinungsbildes, Ihrer zukünftigen Attraktivität, Ihrer Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit und nicht zuletzt hinsichtlich Ihrer Verortung und der damit verbundenen problemlosen abschnittsweisen Realisierung betrachtet.
Nach intensiver Abwägung aller Kriterien stellt sich der behutsame Rückbau der Bestandsgebäude als Grundlage für die weiteren planerischen Untersuchungen, der Entwicklung des neuen Sparkassenquartiers heraus. Im Sinne einer nachhaltigen, wirtschaftlichen und auch in Zukunft tragfähigen und attraktiven Nutzung kann somit das neue Kreissparkassenquartier ohne aufwändige Provisorien und Interimslösungen zügig im geeigneten Bauabschnitten realisiert werden.
STÄDTEBAU / FORMFINDUNG
Die Entwicklung eines zusammenhängenden Quartiers und das harmonische Zusammenfügen beider Grundstücke sind wesentliche planerische Kriterien bei der Formfindung des neuen Sparkassen Quartiers. Die Integration durch den städtebaulichen Dialog mit der umgebenden Bebauung, die Einbindung durch behutsame Wegeverbindungen und Grünvernetzungen, und die Berücksichtigung der 2 unterschiedlichen Grundstücksbereiche (A und B) mit Ihren prägenden Rahmenbedingungen, haben die Formfindung das Quartiersbild wesentlich beeinflusst.
Das Quartier als Leitidee, nach dem Motto „harte Schale - weicher Kern“, bestimmen den städtebaulichen Ansatz im Bereich A, die „Fuge“ als Thema, die Abfolge von enger Gasse zu weitem Platz, die maßvolle Abstufung vom Hochpunkt an der Allee zur kleinteiligen Bebauung am Max-Beermann-Platz, prägen die Formfindung im
Bereich B.
Insbesondere die Gebäudehochpunkte im Quartier (Wollhaus, Sparkassenplatz und Allee) stehen in spannungsvoller, dialogischer Nachbarschaft und bestimmen wesentlich das Quartiersbild.
ERSCHLIESSUNG / PLATZGEFÜGE / VERKNÜPFUNGEN
Die äußere Erschließung wird bestimmt durch eine klare und eindeutige Adressbildung an der Allee (Synagogenplatz) und am Wollhaus (Sparkassenplatz). Diese wohlproportionierten Platzräume markieren die Zugänge in die Hauptnutzungsbereiche, wie Beratungscenter, Bürobereich mit Schulungs- und Konferenzbereich und Veranstaltungshalle.
Weiteres verbindendes Element sind die klar strukturierten Wegeverbindungen und Grünvernetzungen. Insbesondere der neu gestaltete Max-Beermann-Platz als verbindender städteräumlicher Bereich unterstützt das harmonische Zusammenfügen, die Vernetzung der beiden Grundstücksflächen.
Diese Vernetzung von Park- und Grünflächen, von Feyerabendschen Park über den Max-Beermann-Platz zur Allee, die Anbindung von Sparkassenplatz und innerem Quartiersgrün mit dem Grünbereich südlich des Wollhausturms, sind zentraler Bestandteil eines übergreifenden städtebaulichen Konzeptes. Die grünen Zwischenräume mit Ihren vielfältigen Nutzungen, die klar und übersichtlich strukturierten Verknüpfungen der Freiräume, prägen das Gesamtensemble und unterstützen das Quartiersbild als einladenden, lebendigen Begegnungsort.