Nichtoffener Wettbewerb | 10/2025
Neuordnung des Bahnhofsareals in Öhringen
9
Lageplan
©LEHENdrei mit freiraumconcept
1. Preis
Preisgeld: 32.000 EUR
Erläuterungstext
ANKOMMEN - VERWEILEN - VERBINDEN
Das Bahnhofsareal mit seiner strategisch wichtigen Lage im Stadtzentrum von Öhringen aufzuwerten und den Bahnhofsplatz neu zu definieren, wird unter anderem mit folgenden städtebaulichen Leitideen umgesetzt:
Das Bahnhofsareal mit seiner strategisch wichtigen Lage im Stadtzentrum von Öhringen aufzuwerten und den Bahnhofsplatz neu zu definieren, wird unter anderem mit folgenden städtebaulichen Leitideen umgesetzt:
SCHILLERSTRASSE
Die Schillerstraße wird zum verkehrsberuhigten Geschäftsbereich mit Tempo 20. Dies ist in weiten Teilen der Altstadt bereits erfolgreich eingeführt. Der Durchgangsverkehr kann über die südliche Stadtumfahrung (KulturA - Alte Turnhalle - Löwenkreuzung) oder die nördlich liegende Hindenburgstraße (Krankenhaus - BAG - Envases) ausweichen. Ab der Kreuzung Schillerstraße/Bahnhofstraße ist die Durchfahrt der Schillerstraße nur noch für Busse und Fahrradfahrer erlaubt, der Individualverkehr wird durch die Bahnhofstraße zur Innenstadt (z.B. Hafenmarkt, Marktplatz) geleitet. Dadurch wird der Verkehr in der Schillerstraße deutlich reduziert und der Straßenraum kann durch Baumreihen, breite Fußgängerbereiche, Radwege und Busspuren aufgewertet werden. Die Adresse „Schillerstraße“ wird dadurch für alle Nutzungen attraktiver und das gesamte Umfeld, z.B. das ehemalige Kino-Areal und der Ideenteil profitieren davon.
Die Schillerstraße wird zum verkehrsberuhigten Geschäftsbereich mit Tempo 20. Dies ist in weiten Teilen der Altstadt bereits erfolgreich eingeführt. Der Durchgangsverkehr kann über die südliche Stadtumfahrung (KulturA - Alte Turnhalle - Löwenkreuzung) oder die nördlich liegende Hindenburgstraße (Krankenhaus - BAG - Envases) ausweichen. Ab der Kreuzung Schillerstraße/Bahnhofstraße ist die Durchfahrt der Schillerstraße nur noch für Busse und Fahrradfahrer erlaubt, der Individualverkehr wird durch die Bahnhofstraße zur Innenstadt (z.B. Hafenmarkt, Marktplatz) geleitet. Dadurch wird der Verkehr in der Schillerstraße deutlich reduziert und der Straßenraum kann durch Baumreihen, breite Fußgängerbereiche, Radwege und Busspuren aufgewertet werden. Die Adresse „Schillerstraße“ wird dadurch für alle Nutzungen attraktiver und das gesamte Umfeld, z.B. das ehemalige Kino-Areal und der Ideenteil profitieren davon.
BUSBAHNHOF
Der neue Busbahnhof erhält einen überdachten Mittelbussteig für 10 Bushaltestellen, angeordnet in einer beidseitiger Sägezahn-Aufstellung in der Ebertstraße. Der Bussteig ist über den Skywalk barrierefrei an den Bahnsteig der Stadt- und Regionalbahn angebunden. Die Zu- und Ausfahrt erfolgt ausschließlich über die Ebertstraße, die jetzige Ausfahrt aller Buslinien über die Bahnhofstraße entfällt. Dieser Bereich wird ebenfalls zum verkehrsberuhigten Geschäftsbereich und ist als Einbahnstraße Richtung Bahnhof für die Zufahrt zu Apotheke, Bäcker und den neuen Kiss-and-Ride-Stellplätzen befahrbar. Der straßenbegleitende Wasserlauf aus dem südlichen Teil der Bahnhofstraße wird in diesem Bereich aufgegriffen und bis auf den neuen Bahnhofsplatz geführt.
Der neue Busbahnhof erhält einen überdachten Mittelbussteig für 10 Bushaltestellen, angeordnet in einer beidseitiger Sägezahn-Aufstellung in der Ebertstraße. Der Bussteig ist über den Skywalk barrierefrei an den Bahnsteig der Stadt- und Regionalbahn angebunden. Die Zu- und Ausfahrt erfolgt ausschließlich über die Ebertstraße, die jetzige Ausfahrt aller Buslinien über die Bahnhofstraße entfällt. Dieser Bereich wird ebenfalls zum verkehrsberuhigten Geschäftsbereich und ist als Einbahnstraße Richtung Bahnhof für die Zufahrt zu Apotheke, Bäcker und den neuen Kiss-and-Ride-Stellplätzen befahrbar. Der straßenbegleitende Wasserlauf aus dem südlichen Teil der Bahnhofstraße wird in diesem Bereich aufgegriffen und bis auf den neuen Bahnhofsplatz geführt.
BAHNHOFSPLATZ
Das markante Bahnhofsgebäude in der Achse der Bahnhofstraße bekommt einen verkehrsfreie Vorbereich. Die zentralen und öffentlichen Elemente der Mobilität - Neubau Mobilityhub, Busbahnhof und Skywalk - sind mit ihren tragenden und sichtbaren Holzkonstruktionen nicht nur nachhaltig, sondern auch eine Aufwertung für das gesamte Bahnhofsareal und bieten eine hohe Aufenthaltsqualität auf dem neuen Bahnhofsplatz. Der Bahnhofsplatz erfüllt die zentralen Funktionen Ankommen. Verweilen. Verbinden.
Ankommen im Neubau des Mobilityhubs als Holzkonstruktion mit ebenerdiger PKW-Erschließung von der Kottmannstraße und Fahrradstellplätzen auf der Ebene des Bahnhofsplatzes mit zusätzlicher direkter Zufahrt über eine Rampe aus Richtung Römerbadunterführung. Ankommen über den Skywalk mit tragender und sichtbarer Holzkonstruktion zu Fuß aus dem Öhringer Norden oder mit der Stadt- oder Regionalbahn. Ankommen mit den Linien des HNV auf dem neuen Busbahnhof mit Überdachungen aus Holz. Ankommen mit PKW (Kiss-and-Ride) oder mit dem Taxi. Alle sind willkommen auf dem neuen Bahnhofsplatz zum Verweilen unter Bäumen, Dächern, am Wasser mit kühlendem Nebelfeld, beim Bäcker oder im Restaurant und zum Verbinden mit dem gewünschten Fortbewegungsmittel. Über den Skywalk erfolgt der direkte Umstieg zwischen Bus und Bahn, sowie die fußläufige Verbindung zum Areal nördlich der Bahngleise mit Kino und Supermarkt.
Das markante Bahnhofsgebäude in der Achse der Bahnhofstraße bekommt einen verkehrsfreie Vorbereich. Die zentralen und öffentlichen Elemente der Mobilität - Neubau Mobilityhub, Busbahnhof und Skywalk - sind mit ihren tragenden und sichtbaren Holzkonstruktionen nicht nur nachhaltig, sondern auch eine Aufwertung für das gesamte Bahnhofsareal und bieten eine hohe Aufenthaltsqualität auf dem neuen Bahnhofsplatz. Der Bahnhofsplatz erfüllt die zentralen Funktionen Ankommen. Verweilen. Verbinden.
Ankommen im Neubau des Mobilityhubs als Holzkonstruktion mit ebenerdiger PKW-Erschließung von der Kottmannstraße und Fahrradstellplätzen auf der Ebene des Bahnhofsplatzes mit zusätzlicher direkter Zufahrt über eine Rampe aus Richtung Römerbadunterführung. Ankommen über den Skywalk mit tragender und sichtbarer Holzkonstruktion zu Fuß aus dem Öhringer Norden oder mit der Stadt- oder Regionalbahn. Ankommen mit den Linien des HNV auf dem neuen Busbahnhof mit Überdachungen aus Holz. Ankommen mit PKW (Kiss-and-Ride) oder mit dem Taxi. Alle sind willkommen auf dem neuen Bahnhofsplatz zum Verweilen unter Bäumen, Dächern, am Wasser mit kühlendem Nebelfeld, beim Bäcker oder im Restaurant und zum Verbinden mit dem gewünschten Fortbewegungsmittel. Über den Skywalk erfolgt der direkte Umstieg zwischen Bus und Bahn, sowie die fußläufige Verbindung zum Areal nördlich der Bahngleise mit Kino und Supermarkt.
NORD-SÜD-VERBINDUNG
Der SKYWALK verbindet den Busbahnhof und den Bahnsteig, sodass ein Umstieg vom Regional- auf den Nahverkehr barrierefrei möglich ist. Zusätzlich ist der SKYWALK der Brückenschlag zwischen südlichem und nördlichem Bahnhofsareal und verbindet die beiden zentralen Plätze mit ihren öffentlichen Nutzungen, wie Musikschule, Kino. Die Barrierefreiheit des SKYWALK wird über Aufzugsanlagen sichergestellt. Zusätzlich wird die Hohenlohe-Unterführung mit Rampen für Fahrradfahrer nutzbar gemacht, so dass eine zusätzliche Nord-Süd-Verbindung entsteht.
Der SKYWALK verbindet den Busbahnhof und den Bahnsteig, sodass ein Umstieg vom Regional- auf den Nahverkehr barrierefrei möglich ist. Zusätzlich ist der SKYWALK der Brückenschlag zwischen südlichem und nördlichem Bahnhofsareal und verbindet die beiden zentralen Plätze mit ihren öffentlichen Nutzungen, wie Musikschule, Kino. Die Barrierefreiheit des SKYWALK wird über Aufzugsanlagen sichergestellt. Zusätzlich wird die Hohenlohe-Unterführung mit Rampen für Fahrradfahrer nutzbar gemacht, so dass eine zusätzliche Nord-Süd-Verbindung entsteht.
NACHHALTIGKEIT
Bauen im Bestand ist eine zentrale Herausforderung und Chance für nachhaltige Stadtentwicklung. Durch die Nutzung und Sanierung bestehender Bauten können wir den ökologischen Fußabdruck deutlich reduzieren. Insgesamt verbindet das Bauen im Bestand die Verantwortung für den Erhalt unseres kulturellen Erbes mit dem Anspruch an nachhaltiges Handeln. Es ist eine Chance, Ressourcen zu schonen, die Umwelt zu entlasten und gleichzeitig den Wert und die Einzigartigkeit unserer gebauten Umwelt zu sichern. Aus diesen Gründen empfehlen wir an den Eigentümer des Postareals, das ehemalige Postgebäude zu erhalten und wie dargestellt umzunutzen, sowie die bestehende Apotheke zu sanieren.
Ein weiterer Aspekt zur Nachhaltigkeit ist die Verwendung des Baustoff Holz. Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, der bei verantwortungsvoller Bewirtschaftung immer wieder neu verfügbar ist. Dadurch trägt der Einsatz von Holz dazu bei, Ressourcen zu schonen und die Umwelt zu entlasten. Zudem ist Holz oft regional erhältlich, was kurze Transportwege ermöglicht und somit den CO₂-Ausstoß reduziert. Alle öffentlichen Bauten, Parkhaus, Skywalk und Busbahnhof sind daher als Holzkonstruktionen vorgesehen.
Bauen im Bestand ist eine zentrale Herausforderung und Chance für nachhaltige Stadtentwicklung. Durch die Nutzung und Sanierung bestehender Bauten können wir den ökologischen Fußabdruck deutlich reduzieren. Insgesamt verbindet das Bauen im Bestand die Verantwortung für den Erhalt unseres kulturellen Erbes mit dem Anspruch an nachhaltiges Handeln. Es ist eine Chance, Ressourcen zu schonen, die Umwelt zu entlasten und gleichzeitig den Wert und die Einzigartigkeit unserer gebauten Umwelt zu sichern. Aus diesen Gründen empfehlen wir an den Eigentümer des Postareals, das ehemalige Postgebäude zu erhalten und wie dargestellt umzunutzen, sowie die bestehende Apotheke zu sanieren.
Ein weiterer Aspekt zur Nachhaltigkeit ist die Verwendung des Baustoff Holz. Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, der bei verantwortungsvoller Bewirtschaftung immer wieder neu verfügbar ist. Dadurch trägt der Einsatz von Holz dazu bei, Ressourcen zu schonen und die Umwelt zu entlasten. Zudem ist Holz oft regional erhältlich, was kurze Transportwege ermöglicht und somit den CO₂-Ausstoß reduziert. Alle öffentlichen Bauten, Parkhaus, Skywalk und Busbahnhof sind daher als Holzkonstruktionen vorgesehen.
REALISIERUNG
Sämtliche Maßnahmen sind räumlich und zeitlich unabhängig voneinander realisierbar. So wird ermöglicht flexibel auf zukünftige Entwicklungen zu reagieren und die Maßnahmen schrittweise umzusetzen. Die Planung bleibt flexibel und anpassungsfähig, was die nachhaltige Stadtentwicklung des Bahnhofsareal fördert und eine effiziente Nutzung der Ressourcen ermöglicht.
Sämtliche Maßnahmen sind räumlich und zeitlich unabhängig voneinander realisierbar. So wird ermöglicht flexibel auf zukünftige Entwicklungen zu reagieren und die Maßnahmen schrittweise umzusetzen. Die Planung bleibt flexibel und anpassungsfähig, was die nachhaltige Stadtentwicklung des Bahnhofsareal fördert und eine effiziente Nutzung der Ressourcen ermöglicht.
FREIRAUMKONZEPT
Das landschaftsarchitektonische und städtebauliche Nutzungskonzept ist in differenzierte Bereiche der Erschließung, des Aufenthalts und der Dienstleistungen und Gewerbe untergliedert, die über den qualitätvollen Freiraum miteinander verbunden sind. Ziel ist es, eine vielfältige und nachhaltige Stadtentwicklung zu fördern.
Im Nordwesten liegt das ehemalige KUBIZ-Areal, das hauptsächlich für das Wohnen im Grünen vorgesehen ist. Hier entstehen große Gemeinschaftsgärten und Spielbereiche für Kinder, die von zahlreichen Bäumen umgeben sind und so eine angenehme Atmosphäre schaffen. Diese Flächen fördern das nachbarschaftliche Miteinander und bieten Raum für Erholung. Direkt an die Hindenburgstraße grenzt der Vorplatz des Vereinshauses. Dieser Bereich wird als Forum gestaltet, der mit Sitzgelegenheiten unter Bauminseln ausgestattet ist. Er dient als Treffpunkt für Feste und Veranstaltungen und trägt so zur Belebung des Quartiers bei.
Nördlich des Bahnhofs liegt das Netto-Areal, das Einzelhandel, Wohnen und Büroflächen vereint. Das neue Kino mit großzügigem Foyer und Außenbereich kann auch für Kleinkunst oder Konzerte genutzt werden und bildet ein lebendiges Zentrum. Der gemeinschaftliche Vorplatz, der von Bäckerei und Kino bespielt wird, ist mit wassergebundener Wegedecke und schattenspendenden Bäumen gestaltet und bietet großzügige Sitzgelegenheiten. Ergänzend zum neuen Nettogebäude und Kino schließt der Neubau des Verwaltungsgebäudes Envases die Baulücke und strukturiert den öffentlichen Raum. Um die bisherigen Parkmöglichkeiten zu erhalten, werden PKW- Motorrad und Fahrradstellplätze unter einem grünen Baumdach im unmittelbaren Umfeld der Verwaltung angeordnet. Zusätzlich werden Aufenthaltsräume im Grünen für die Arbeitenden geschaffen.
Im Südwesten prägen autofreie Wohnhöfe das Fressnapfareal. Die großzügig gestalteten Grünbereiche werden zu Nachbarschaftsgärten und intensiven Grünflächen für das Regenwassermanagement. Innerhalb der Höfe gibt es Rückzugsorte für die Familien und Gemeinschaftsplätze und Spielbereiche, die das nachbarschaftliche Zusammenleben fördern.
Das Postareal weiter östlich verbindet Wohnen mit gewerblichen Nutzungen, wobei das Erdgeschoss überwiegend öffentlich genutzt wird. Der halbprivate Innenhof kreiert eine ruhige Oase im Grünen, während sich die Gebäude nach außen hin zum Straßenraum öffnen. Ein Restaurant im ehemaligen Postgebäude bespielt die Freiflächen in Richtung des neuen Bahnhofsvorplatzes.
Mittig des Gebiets befindet sich der Ideenteil, der in seiner zukünftigen Ausformung die Raumkanten der Umgebung aufnimmt und mit zwei neuen Gebäuden zoniert. Das Kinoareal mit gewerblichen Nutzungen und die Musikschule im Erdgeschoss öffnen sich zum Bahnhofsplatz und sorgen für eine ausgelassene, belebte Atmosphäre. Das östliche Bahnhofsareal erhält einen Neubau mit Büroräumen für städtische Mitarbeiter, die Zufahrt der TG erfolgt von der Ebertstraße, das Erdgeschoss mit grünem Gartenhof eignet sich auch für eine optionale gastronomische Nutzung.
Der neue Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) und der Bahnhofsbereich in Öhringen wurden so gestaltet, dass sie sowohl funktional als auch einladend in den Bahnhofsplatz integriert sind. Der ZOB besteht aus einem großen, homogenen Belagsfeld mit unterschiedlichen Zonierungen. In der Mitte befindet sich ein barrierefrei erschlossener Bussteig, der den Busverkehr effizient organisiert. Die Kassler Borde heben sich aus dem Belag hervor und sorgen für barrierefreie Umstiege. Kurze Rampen überwinden den Höhenunterschied zu den Borden.
Die Wartenden am Bussteig werden durch zwei große, begrünte Dachkonstruktionen aus einem nachhaltigen Holzfachwerk geschützt. Zwischen den Dächern sind Baumpflanzungen integriert, die im Sommer für ein angenehmeres Mikroklima sorgen und den Platz begrünen. Für einen tollen Ausblick und eine bequeme Verbindung zum Bahn- und Einkaufsbereich wird im westlichen Bereich des Bussteigs der neue Skywalk aus einer Holzfachwerkkonstruktion geplant. Über drei Türme kann man per Aufzug oder Treppen auf den Skywalk gelangen und hat so einen Überblick über das gesamte Bahngelände bis hin zur Altstadt Öhringens.
Erreicht man den ZOB von Norden über den Skywalk, besteht die Möglichkeit, unmittelbar vom Zug auf den Bus umzusteigen oder auf dem neu gestalteten Platz im Schatten der Bäume die Wartezeit zu überbrücken. Sitzgelegenheiten und ein Wasserspiel schaffen eine angenehme Atmosphäre und laden zum Verweilen ein. Für den schnellen Hunger ist durch die bestehende Bäckerei bereits bestens gesorgt.
Für diejenigen, die mit dem Auto oder Taxi zum Bahnhof gebracht werden, gibt es die Möglichkeit, über die Bahnhofsstraße zu den Taxistellplätzen oder den Kiss & Ride-Stellplätzen zu gelangen. Über die Kottmannstraße wird dieser Individualverkehr wieder auf die Schillerstraße gelenkt.
Im westlich angrenzenden Parkhaus und neuem MobilityHub finden sich sowohl PKW- und Fahrradstellplätze, E-Bike-Ladestationen, Sharing-Angebote, eine Fahrradwerkstatt, als auch eine Paketstation, Gepäckaufbewahrung sowie öffentliche Toiletten. Fahrradfahrende werden über die Römerbadunterführung direkt zum neuen MobilityHub geleitet, sodass sie dort ihr Fahrrad abstellen oder auch reparieren können. Wer sein Fahrrad nicht abstellen möchte, wird über die Kottmannstraße wieder auf die Schillerstraße gelenkt.
Das landschaftsarchitektonische und städtebauliche Nutzungskonzept ist in differenzierte Bereiche der Erschließung, des Aufenthalts und der Dienstleistungen und Gewerbe untergliedert, die über den qualitätvollen Freiraum miteinander verbunden sind. Ziel ist es, eine vielfältige und nachhaltige Stadtentwicklung zu fördern.
Im Nordwesten liegt das ehemalige KUBIZ-Areal, das hauptsächlich für das Wohnen im Grünen vorgesehen ist. Hier entstehen große Gemeinschaftsgärten und Spielbereiche für Kinder, die von zahlreichen Bäumen umgeben sind und so eine angenehme Atmosphäre schaffen. Diese Flächen fördern das nachbarschaftliche Miteinander und bieten Raum für Erholung. Direkt an die Hindenburgstraße grenzt der Vorplatz des Vereinshauses. Dieser Bereich wird als Forum gestaltet, der mit Sitzgelegenheiten unter Bauminseln ausgestattet ist. Er dient als Treffpunkt für Feste und Veranstaltungen und trägt so zur Belebung des Quartiers bei.
Nördlich des Bahnhofs liegt das Netto-Areal, das Einzelhandel, Wohnen und Büroflächen vereint. Das neue Kino mit großzügigem Foyer und Außenbereich kann auch für Kleinkunst oder Konzerte genutzt werden und bildet ein lebendiges Zentrum. Der gemeinschaftliche Vorplatz, der von Bäckerei und Kino bespielt wird, ist mit wassergebundener Wegedecke und schattenspendenden Bäumen gestaltet und bietet großzügige Sitzgelegenheiten. Ergänzend zum neuen Nettogebäude und Kino schließt der Neubau des Verwaltungsgebäudes Envases die Baulücke und strukturiert den öffentlichen Raum. Um die bisherigen Parkmöglichkeiten zu erhalten, werden PKW- Motorrad und Fahrradstellplätze unter einem grünen Baumdach im unmittelbaren Umfeld der Verwaltung angeordnet. Zusätzlich werden Aufenthaltsräume im Grünen für die Arbeitenden geschaffen.
Im Südwesten prägen autofreie Wohnhöfe das Fressnapfareal. Die großzügig gestalteten Grünbereiche werden zu Nachbarschaftsgärten und intensiven Grünflächen für das Regenwassermanagement. Innerhalb der Höfe gibt es Rückzugsorte für die Familien und Gemeinschaftsplätze und Spielbereiche, die das nachbarschaftliche Zusammenleben fördern.
Das Postareal weiter östlich verbindet Wohnen mit gewerblichen Nutzungen, wobei das Erdgeschoss überwiegend öffentlich genutzt wird. Der halbprivate Innenhof kreiert eine ruhige Oase im Grünen, während sich die Gebäude nach außen hin zum Straßenraum öffnen. Ein Restaurant im ehemaligen Postgebäude bespielt die Freiflächen in Richtung des neuen Bahnhofsvorplatzes.
Mittig des Gebiets befindet sich der Ideenteil, der in seiner zukünftigen Ausformung die Raumkanten der Umgebung aufnimmt und mit zwei neuen Gebäuden zoniert. Das Kinoareal mit gewerblichen Nutzungen und die Musikschule im Erdgeschoss öffnen sich zum Bahnhofsplatz und sorgen für eine ausgelassene, belebte Atmosphäre. Das östliche Bahnhofsareal erhält einen Neubau mit Büroräumen für städtische Mitarbeiter, die Zufahrt der TG erfolgt von der Ebertstraße, das Erdgeschoss mit grünem Gartenhof eignet sich auch für eine optionale gastronomische Nutzung.
Der neue Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) und der Bahnhofsbereich in Öhringen wurden so gestaltet, dass sie sowohl funktional als auch einladend in den Bahnhofsplatz integriert sind. Der ZOB besteht aus einem großen, homogenen Belagsfeld mit unterschiedlichen Zonierungen. In der Mitte befindet sich ein barrierefrei erschlossener Bussteig, der den Busverkehr effizient organisiert. Die Kassler Borde heben sich aus dem Belag hervor und sorgen für barrierefreie Umstiege. Kurze Rampen überwinden den Höhenunterschied zu den Borden.
Die Wartenden am Bussteig werden durch zwei große, begrünte Dachkonstruktionen aus einem nachhaltigen Holzfachwerk geschützt. Zwischen den Dächern sind Baumpflanzungen integriert, die im Sommer für ein angenehmeres Mikroklima sorgen und den Platz begrünen. Für einen tollen Ausblick und eine bequeme Verbindung zum Bahn- und Einkaufsbereich wird im westlichen Bereich des Bussteigs der neue Skywalk aus einer Holzfachwerkkonstruktion geplant. Über drei Türme kann man per Aufzug oder Treppen auf den Skywalk gelangen und hat so einen Überblick über das gesamte Bahngelände bis hin zur Altstadt Öhringens.
Erreicht man den ZOB von Norden über den Skywalk, besteht die Möglichkeit, unmittelbar vom Zug auf den Bus umzusteigen oder auf dem neu gestalteten Platz im Schatten der Bäume die Wartezeit zu überbrücken. Sitzgelegenheiten und ein Wasserspiel schaffen eine angenehme Atmosphäre und laden zum Verweilen ein. Für den schnellen Hunger ist durch die bestehende Bäckerei bereits bestens gesorgt.
Für diejenigen, die mit dem Auto oder Taxi zum Bahnhof gebracht werden, gibt es die Möglichkeit, über die Bahnhofsstraße zu den Taxistellplätzen oder den Kiss & Ride-Stellplätzen zu gelangen. Über die Kottmannstraße wird dieser Individualverkehr wieder auf die Schillerstraße gelenkt.
Im westlich angrenzenden Parkhaus und neuem MobilityHub finden sich sowohl PKW- und Fahrradstellplätze, E-Bike-Ladestationen, Sharing-Angebote, eine Fahrradwerkstatt, als auch eine Paketstation, Gepäckaufbewahrung sowie öffentliche Toiletten. Fahrradfahrende werden über die Römerbadunterführung direkt zum neuen MobilityHub geleitet, sodass sie dort ihr Fahrrad abstellen oder auch reparieren können. Wer sein Fahrrad nicht abstellen möchte, wird über die Kottmannstraße wieder auf die Schillerstraße gelenkt.
Durch das vielfältige Mobilitätsangebot werden attraktive Alternativen zum motorisierten Individualverkehr geschaffen. Sie fördern den öffentlichen Nahverkehr und Fahrradfahrende. Die Verkehrsführung ist so gestaltet, dass der MIV gezielt gelenkt und möglichst aus dem Bahnhofsgebiet rausgehalten wird. Das macht den Bereich für Fußgänger:innen und Radfahrende sicher und schafft gleichzeitig einen attraktiven Mobilitätsknotenpunkt der Zukunft.
Beurteilung durch das Preisgericht
Unter der städtebaulichen Leitidee „Ankommen Verweilen und Verbinden“ entwickeln die Verfasser unter einer sympathischen Einbeziehung des Bestandes ein robustes Pattern von Vor-und Rücksprüngen, Plätzen und Gassen, in die sie gekonnt die freiräumlichen und verkehrlichen Anforderungen integrieren. Die Baufelder berücksichtigen dabei die verschiedenen Grundstückszuschnitte, sind in Größe und Körnung eine angemessene Überleitung von Süd nach nördlich der Bahn. Dabei gelingt sowohl im Süden als auch Süd-Westen eine angemessene Weiterentwicklung und Ergänzung des Bestandes, wie auch im Norden eine gut proportionierte Einbindung auch größerer Strukturen in den vorhandenen urbanen Kontext. Dabei überzeugen sowohl der Platzbereich nördlich der Bahn als auch der eigentliche Bahnhofsplatz in seiner räumlichen Fassung und seiner hohen Aufenthaltsqualität.
Die Jury würdigt den Ansatz den Skywalk als eigenständige, fast skulpturale Figur im zentralen Verbindungskorridor freigestellt zu inszenieren.
Der stadträumliche Übergang entlang der Schillerstraße erscheint angemessen und vermittelt geschickt in Richtung Innenstadt. Das zur Kottmannstrasse räumlich abschließende Gebäude lässt in seiner Dimensionierung das ansonsten angemessene städtebauliche Gefühl vermissen.
Die im Kubiz Areal vorgesehene Bebauungsstruktur vermittelt in ihrer Höhenentwicklung sensibel zwischen angrenzendem Krankhausneubau im Übergang zum bestehenden Wohngebiet.
Die Entscheidung den Busverkehr am Busbahnhof via Wendekreis über die Ebertstraße wieder auszuleiten, eröffnet großen Spielraum in der eigentlichen Entwicklung des Bahnhofsplatzes. Mit dem Neubau des Mobility Hubs im Süd-Westen anstelle des bestehenden Parkhauses, werden zeitgemäße Anforderungen wie Fahrradparken, Service Station und geforderte Stellplätzte im engen Übergang zur Bahn und belebend zum Platz angeordnet. Kritisiert wird die Befahrung mit Taxi und Kiss+Ride über den Bahnhofsplatz.
Die Entscheidung, die Schillerstraße zukünftig als Einbahnhstraße zu führen, wird als nicht zielführend angesehen und bedürfte einer großräumigen verkehrlichen Einordnung.
Die Freiräume profitieren von den klaren städtebaulichen Fassungen von mehreren kleineren Platzbereichen mit interessanten Verflechtungen und Übergängen. Dies zeigt sich insbesondere am Platz nördlich der Bahn. Der eigentliche Bahnhofsbereich erhält durch eine kompakte Abwicklung des Busverkehrs angemessen eine sympathische Dimension mit reizvollen Aufenthaltsbereichen. Bedauerlicherweise endet der Skywalk im Wendekreis des Busverkehrs und die Befahrung mit Taxi und Kiss + Rides dürfte zu Konflikten und Einschränkungen in diesem Bereich führen.
Mit den vorgeschlagenen Maßnahmen zur Retention, kompakten Baumhainen und deren Verschattung, dem Rhythmus der Lüftungsfugen sowie den extensiven Grünstreifen zwischen den Baufeldern, sind geeignete Strukturen zur Klimaanpassung und Nachhaltigkeit gegeben.
Die Arbeit lässt sich insgesamt unter Berücksichtigung unterschiedlicher Grundstückseigentümer abschnittsweise realisieren.
Durch dieses geschickte Verweben, dem Einbinden von Kubaturen unterschiedlichster Größen, der Verbindung von Neu und Alt und der spannungsvollen Abfolge verschiedener Platzbereiche, stellt die Arbeit einen spannungsvollen Lösungsansatz mit hoher atmosphärischer Dichte für die gestellte Aufgabe dar.
Vertiefungsbereich
©LEHENdrei mit freiraumconcept
Modell
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Freiraum und Atmosphäre
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Grünräume und Regenwassermanagement
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Skizze Busbahnhof
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Querschnitt Bahnhofsplatz
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Modell "Skywalk"
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Schwarzplan
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