Einladungswettbewerb | 05/2026
Neuordnung und Umnutzung Bestandsbebauung Kriegerstraße 3 / Jägerstraße 2 in Stuttgart
7
Perspektiv Heilbronner Strasse
©a+r Architekten
1. Preis
Preisgeld: 35.000 EUR
Stadtplanung / Städtebau, Architektur
-
Verfasser:
-
Mitarbeitende:
Michael Bögelein, Chia Hao Chang, Louisa Groth, Maximilian Stein, Katharina Plankar
Tragwerksplanung
Erläuterungstext
Der Beitrag zeigt einen beispielgebenden Umgang mit einem sanierungsbedürftigen Bestandsgebäude, indem dessen Charakter bewahrt und zugleich durch eine eigenständige Ergänzung zu einem neuen stadträumlichen Ensemble weiterentwickelt wird. Der Bestand wird respekt-voll fortgeschrieben, ohne seine Wirkung zu überformen, wodurch ein prägnanter Ort mit klarer Identität entsteht.
Die Adressbildung am „Stuttgarter Tor“ überzeugt durch eine präzise stadträumliche Setzung zwischen Bestand und Neubau und formuliert einen gut ablesbaren Auftakt in das Gebäude. Die straßenbegleitende Bebauung ist folgerichtig gesetzt und erzeugt eine ablesbare Raum-kante. Die städtebauliche Geste wird im Inneren konsequent aufgenommen und in einen gut strukturierten, lichtdurchfluteten Eingangsbereich überführt, der durch Übersichtlichkeit und hohe Aufenthaltsqualität überzeugt. Die Topographie wird in der Erschließung und Raumorganisation fließend und beiläufig aufgenommen.
Die Ergänzung des bestehenden Hochhauses erfolgt als eigenständiger, kompakter Baukör-per, der in Materialität eine klare Bezugnahme zum Bestand zeigt und gleichzeitig eine zeitgemäße, eigenständige Haltung einnimmt. Die vertikale Erschließung ist effizient organisiert; die kompakte Setzung schafft zugleich einen angemessenen Freiraum zum Nachbargebäude an der Kriegerstraße.
Die funktionalen Anforderungen werden insgesamt gut erfüllt.
Die Nutzungsverteilung mit Hotel im Hochhaus sowie Büroflächen in den unteren und Wohnen in den oberen Geschossen des Neubaus ist grundsätzlich schlüssig. Die Bürobereiche überzeugen durch hohe Flexibilität. Die Wohnerschließung an der Kriegerstraße ist nachvollziehbar ausgebildet. Die beabsichtigte Trennung der Erschließung zwischen Wohn- und Büronutzung ist in der Darstellung jedoch nicht eindeutig ablesbar. Die Wohnnutzung erscheint insgesamt funktional ausgereift; der Außenraumbezug bei der Erschließung bleibt defizitär. Die Ausbildung der Gebäudespitze im Bereich Heilbronner Straße / Kriegerstraße ist stadt-räumlich nachvollziehbar, im Innenraum nicht in gleicher Qualität weiterentwickelt.
Die Fassadengestaltung des Neubaus ist differenziert und von hoher Qualität; insbesondere die Leichtigkeit und Auflösung werden positiv hervorgehoben. Die Anforderungen an den Schallschutz sind noch weiter zu konkretisieren. Die wirtschaftlichen Kennwerte bewegen sich im mittleren Bereich der Arbeiten. Die Aussagen zu Nachhaltigkeit, Klimaanpassung und Energie entsprechen der Tiefe des aktuellen Planungsstands.
Insgesamt stellt der Beitrag eine städtebaulich überzeugende Lösung dar, die den Umgang mit dem Bestand als eigenständige Entwurfsaufgabe klar und beispielhaft herausarbeitet.
--- Text aus Preisgerichtsprotokoll ---
Beurteilung durch das Preisgericht
Der Beitrag zeigt einen beispielgebenden Umgang mit einem sanierungsbedürftigen Bestandsgebäude, indem dessen Charakter bewahrt und zugleich durch eine eigenständige Ergänzung zu einem neuen stadträumlichen Ensemble weiterentwickelt wird. Der Bestand wird respektvoll fortgeschrieben, ohne seine Wirkung zu überformen, wodurch ein prägnanter Ort mit klarer Identität entsteht.
Die Adressbildung am „Stuttgarter Tor“ überzeugt durch eine präzise stadträumliche Setzung zwischen Bestand und Neubau und formuliert einen gut ablesbaren Auftakt in das Gebäude.
Die straßenbegleitende Bebauung ist folgerichtig gesetzt und erzeugt eine ablesbare Raumkante. Die städtebauliche Geste wird im Inneren konsequent aufgenommen und in einen gut strukturierten, lichtdurchfluteten Eingangsbereich überführt, der durch Übersichtlichkeit und hohe Aufenthaltsqualität überzeugt. Die Topographie wird in der Erschließung und Raumorganisation fließend und beiläufig aufgenommen.
Die Ergänzung des bestehenden Hochhauses erfolgt als eigenständiger, kompakter Baukör- per, der in Materialität eine klare Bezugnahme zum Bestand zeigt und gleichzeitig eine zeitge- mäße, eigenständige Haltung einnimmt. Die vertikale Erschließung ist effizient organisiert; die kompakte Setzung schafft zugleich einen angemessenen Freiraum zum Nachbargebäude an der Kriegerstraße.
Die funktionalen Anforderungen werden insgesamt gut erfüllt.
Die Nutzungsverteilung mit Hotel im Hochhaus sowie Büroflächen in den unteren und Wohnen in den oberen Geschossen des Neubaus ist grundsätzlich schlüssig. Die Bürobereiche überzeugen durch hohe Flexibilität. Die Wohnerschließung an der Kriegerstraße ist nachvollziehbar ausgebildet. Die beabsichtigte Trennung der Erschließung zwischen Wohn- und Büronutzung ist in der Darstellung jedoch nicht eindeutig ablesbar. Die Wohnnutzung erscheint insgesamt funktional ausgereift; der Außenraumbezug bei der Erschließung bleibt defizitär. Die Ausbildung der Gebäudespitze im Bereich Heilbronner Straße / Kriegerstraße ist stadt- räumlich nachvollziehbar, im Innenraum nicht in gleicher Qualität weiterentwickelt.
Die Fassadengestaltung des Neubaus ist differenziert und von hoher Qualität; insbesondere die Leichtigkeit und Auflösung werden positiv hervorgehoben. Die Anforderungen an den Schallschutz sind noch weiter zu konkretisieren.
Die wirtschaftlichen Kennwerte bewegen sich im mittleren Bereich der Arbeiten. Die Aussagen zu Nachhaltigkeit, Klimaanpassung und Energie entsprechen der Tiefe des aktuellen Planungsstands.
Insgesamt stellt der Beitrag eine städtebaulich überzeugende Lösung dar, die den Umgang mit dem Bestand als eigenständige Entwurfsaufgabe klar und beispielhaft herausarbeitet.
Lageplan mit Dachaufsicht M500
©a+r Architekten
Isometrie Städtebau
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Isometrie Die Marke: Stuttgarter Tor
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Isometrie Nutzungverteilung
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Isometrie Tragwerkskonzept
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Perspektiv Foyer - Hotel und Office
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