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Einladungswettbewerb | 05/2026

Neuordnung und Umnutzung Bestandsbebauung Kriegerstraße 3 / Jägerstraße 2 in Stuttgart

6

ein 3. Preis

Preisgeld: 22.500 EUR

wittfoht architekten, Prof. Jens Wittfoht

Stadtplanung / Städtebau, Architektur

Planstatt Senner

Landschaftsarchitektur

schlaich bergermann partner - sbp SE

Tragwerksplanung

TRANSPLAN Technik-Bauplanung GmbH

TGA-Fachplanung, Nachhaltigkeitskonzept

Beurteilung durch das Preisgericht

Die städtebauliche Setzung der Bebauung im Areal wird begrüßt, insbesondere die fortdauernde Freistellung des zu erhaltenden Hochhauses. Dessen Erweiterung auf der Bergseite als Spiegelung des Bestandes wird von der Grundform her für richtig gehalten, die vorgeschlagene Abstaffelung gegen den Hang zur Nachbarbebauung entsprechend der erforderlichen Abstandsflächen sowie die vorgeschlagenen Fassadengestaltung aber gleichwohl als Verwässerung der kubischen Klarheit kritisiert. Von der alternativ angebotenen „neuen Hülle“ sollte

im Interesse der Identität des Bestandes Abstand genommen werden. Die dreiecksförmige Blockrandbebauung entlang der Heilbronner- und der Kriegerstraße überzeugt im Grundsatz und lässt mit ihrem verglasten Lichthof und den in der Höhe differenzierten Schenkeln räumlich eine interessante Konfiguration erwarten. Die Ausformulierung der Spitze in Kreuzungsbereich vermag allerdings nicht zu überzeugen: geometrisch verzagt abgeschnitten und mit einem Treppenhaus in exponierte Lage besetzt...

Deutlich kritisiert wird die gefaltete Glasfassade als vorgesetzte Schallschutzmaßnahme entlang der Heilbronner Straße: vor allem in den oberen Wohngeschossen erscheint die auf- wendige Vorsatzschale unangemessen und die undifferenzierte Gestaltung von Hotel- und Wohnfassade fragwürdig.

Lage und Auffindbarkeit der Eingänge zu den unterschiedlichen Nutzungsbereichen sind richtig gewählt. Die grüne Fuge zwischen den beiden dominanten Baukörpern stellt zwar ein begrüßenswertes (wenngleich unterbautes) Abstandsgrün dar, endet bergseitig aber mit geo- metrisch dramatischer Hinführung und ohne fußläufige Weiterführung an der banalen Fassade des benachbarten Mehrfamilienhauses als Blickfang. Die Tiefgarage unter dem Neubauteil ist üppig dimensioniert, aber wegen der Nutzung der im Bestand vorhandenen Erschließung sinnvoll organisiert - eine Abgrenzung zu privaten Wohnungsstellplätzen ist nicht nachgewiesen.

Insgesamt stellt der Entwurf einen durchdachten Vorschlag für die künftige Nutzung des Pflugfelderareals dar, der noch Optimierungspotenzial bietet.