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Award / Auszeichnung | 02/2026

Otto-Borst-Preis für Stadterneuerung 2026

9

Neugestaltung der Innenstadt Stadtlohn

DE-48703 Stadtlohn

Preis | Kategorie Freiraum

farwickgrote partner Architekten BDA Stadtplaner

Stadtplanung / Städtebau

Projektdaten

  • Objekttyp:

    Landschaft und Freiraum

  • Projektgröße:

    keine Angabe

  • Status:

    Realisiert

  • Termine:

    Baubeginn: 01/2014
    Fertigstellung: 01/2017

Projektbeschreibung

Die Jurybewertung des Otto-Borst-Preises:
Die ca. 21.000 Einwohner zählende Kleinstadt Stadtlohn liegt im westlichen Münsterland in der Nähe der niederländischen Grenze. Die Innenstadt bedurfte aufgrund wesentlicher städtebaulicher Mängel durch Überformung, veraltetes Stadtmobiliar, Nutzungskonflikte zwischen PKW und Fußgängern sowie erheblich eingeschränkter Aufenthaltsqualität und Barrierefreiheit einer grundlegenden Neugestaltung. Die an die Innenstadt angrenzende Berkel mit der Berkelmühle war industriell genutzt und der Öffentlichkeit nicht zugänglich. Grundlage der Projektplanung ist das Integrierte Handlungskonzept Perspektive Innenstadt Stadtlohn 2020 aus dem Jahr 2011, mehrfach fortgeschrieben. Das zugrunde liegende Leitbild der Sanierung ist, sich wieder auf die Geschichte des Ortes zu beziehen und diesen neu zu interpretieren. Dabei soll der münsterländische Charakter einer Kleinstadt unter Einbeziehung der
ortstypischen, regionalen Materialien erhalten und gefördert werden. Die Berkelmühle ist mit einer impulsgebenden Nutzung zu belegen, das Umfeld zu öffnen und Stadt und Fluss dauerhaft miteinander zu verknüpfen. Bei der Neugestaltung wird Wert auf die Definition des Ortes, dessen Identität und Geschichtlichkeit gelegt. Ein wesentliches Element spielen dabei die regionale Materialität und Farbigkeit. Im Vordergrund stehen das rotbraune Ziegelpflaster, die sandsteinfarbenen Bänder, die wiederverwendeten Granit- und Porphyr-Pflaster sowie wassergebundene Flächen. Der Kernbereich der Innenstadt ist verkehrsberuhigt und barrierefrei umgebaut.
Der Marktplatz hat ein neues Erscheinungsbild mit historischen Bezügen. Den neuen Mittelpunkt des Platzes bilden der versetzte Figurenbrunnen sowie ein neuer Wasserlauf. In Verbindung mit der Autofreiheit wird die Aufenthaltsqualität erhebliche gestärkt und der Platz wieder für die Bewohner zurückgewonnen. Mit der Öffnung und hochwasserangepassten Umgestaltung des Berkelmühlen-Areals als neuen öffentlichen Stadtraum mit Platz, Mühle und Promenade entsteht ein hochwertiger Aufenthaltsraum, der durch die umgestaltete Mühlenstraße mit der Innenstadt verbunden ist. Die Mühle selbst ist umfassend saniert und zu einem interkulturellen Begegnungs- und MINT-Lernort umgebaut. Das Gebäude wird mit einem Nutzungsmix aus Bildung, Kultur und Gastronomie belebt und steht somit der Öffentlichkeit weitgehend zur Verfügung. Die Besonderheit der Reaktivierung der Innenstadt ist ein ganzheitlicher Lösungsansatz, der Städtebau, Wasserwirtschaft sowie Natur- und Landschaftsschutz miteinander verbindet und somit
einen erheblichen Mehrwert für die Stadtgesellschaft schafft. Diese wurde in den Umgestaltungsprozess intensiv eingebunden. Eine vorbildliche Zurückgewinnung von Flächen mit hoher Lebensqualität und Mehrwert für die Bewohner einer Kleinstadt.

Beurteilung durch das Preisgericht

Die ca. 21.000 Einwohner zählende Kleinstadt Stadtlohn liegt im westlichen Münsterland in der Nähe der niederländischen Grenze. Die Innenstadt bedurfte aufgrund wesentlicher städtebaulicher Mängel durch Überformung, veraltetes Stadtmobiliar, Nutzungskonflikte zwischen PKW und Fußgängern sowie erheblich eingeschränkter Aufenthaltsqualität und Barrierefreiheit einer grundlegenden Neugestaltung. Die an die Innenstadt angrenzende Berkel mit der Berkelmühle war industriell genutzt und der Öffentlichkeit nicht zugänglich.

Grundlage der Projektplanung ist das Integrierte Handlungskonzept Perspektive Innenstadt Stadtlohn 2020 aus dem Jahr 2011, mehrfach fortgeschrieben. Das zugrunde liegende Leitbild der Sanierung ist, sich wieder auf die Geschichte des Ortes zu beziehen und diesen neu zu interpretieren. Dabei soll der münsterländische Charakter einer Kleinstadt unter Einbeziehung der ortstypischen, regionalen Materialien erhalten und gefördert werden. Die Berkelmühle ist mit einer impulsgebenden Nutzung zu belegen, das Umfeld zu öffnen und Stadt und Fluss dauerhaft miteinander zu verknüpfen. Bei der Neugestaltung wird Wert auf die Definition des Ortes, dessen Identität und Geschichtlichkeit gelegt. Ein wesentliches Element spielen dabei die regionale Materialität und Farbigkeit. Im Vordergrund stehen das rotbraune Ziegelpflaster, die sandsteinfarbenen Bänder, die wiederverwendeten Granit- und Porphyr-Pflaster sowie wassergebundene Flächen. Der Kernbereich der Innenstadt ist verkehrsberuhigt und barrierefrei umgebaut.

Der Marktplatz hat ein neues Erscheinungsbild mit historischen Bezügen. Den neuen Mittelpunkt des Platzes bilden der versetzte Figurenbrunnen sowie ein neuer Wasserlauf. In Verbindung mit der Autofreiheit wird die Aufenthaltsqualität erheblich gestärkt und der Platz wieder für die Bewohner zurückgewonnen. Mit der Öffnung und hochwasserangepassten Umgestaltung des Berkelmühlen-Areals als neuen öffentlichen Stadtraum mit Platz, Mühle und Promenade entsteht ein hochwertiger Aufenthaltsraum, der durch die umgestaltete Mühlenstraße mit der Innenstadt verbunden ist. Die Mühle selbst ist umfassend saniert und zu einem interkulturellen Begegnungs- und MINT-Lernort umgebaut. Das Gebäude wird mit einem Nutzungsmix aus Bildung, Kultur und Gastronomie belebt und steht somit der Öffentlichkeit weitgehend zur Verfügung.

Die Besonderheit der Reaktivierung der Innenstadt ist ein ganzheitlicher Lösungsansatz, der Städtebau, Wasserwirtschaft sowie Natur- und Landschaftsschutz miteinander verbindet und somit einen erheblichen Mehrwert für die Stadtgesellschaft schafft. Diese wurde in den Umgestaltungsprozess intensiv eingebunden. Eine vorbildliche Zurückgewinnung von Flächen mit hoher Lebensqualität und Mehrwert für die Bewohner einer Kleinstadt.