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Offener Wettbewerb | 11/2001

Palucca Schule - Hochschule fĂŒr Tanz

Blick vom Park

Blick vom Park

1. Preis

SEP I ARCHITEKTEN Bockelmann Klaus PartG mbB

Architektur

ErlÀuterungstext

Das Villengebiet in Strehlen wird vom Rhythmus dominierender Villenbauten geprÀgt.
Das GrundstĂŒck der Palucca Schule Dresden fĂŒgt sich mit den zwei Villen an der Tiergartenstraße einerseits in diese Struktur ein, bildet andererseits mit dem langgestreckten Altbau am Basteiplatz eine Sonderform in diesem Gebiet.
Da das gesamte Baukörperensemble unter Denkmalschutz steht, wird auf einschneidende Eingriffe in die Substanz verzichtet und so ein sensibler Umgang mit dem Bestand gewÀhrleistet
Idee ist es, im Anschluß an den langen FlĂŒgel des AltgebĂ€udes entlang der Wiener Straße, einen kompakten Baukörper zu setzen. In Anlehnung an die Kleinteiligkeit der Villenbebauung wird dieser Baukörper in vier Einheiten gegliedert. Dabei erhĂ€lt das Internat als Neubau seinen Platz entlang der Wiener Strasse, also dort, wo ĂŒblicherweise das Wohnen stattfindet. Die Unterteilung in zwei separate Internatsbaukörper entspricht der rĂ€umlichen Trennung von 1/3 Ă€ltere und 2/3 jĂŒngere Studenten. Die TanzsĂ€le besetzen die verbleibenden beiden Baukörper und sind zum Park gerichtet.

Um eine einfachere Orientierung auf dem GelÀnde der Hochschule mit seinen verschiedenen Baukörpern zu gewÀhrleisten, ist es Ziel, die Hauptraumgruppen sowohl thematisch als auch baukörperlich zu Einheiten zusammenzufassen.
Dabei ergibt sich eine Einteilung des HochschulgelÀndes in drei horizontale Zonen.

Zone I beinhaltet die beiden Villen mit umgebenen Garten und orientiert sich zur Tiergartenstrasse. Unter dem Hauptbegriff Geist werden hier die Hauptraumgruppen Hochschulstudium Theorie und Übergeordnete Einrichtungen mit Bibliothek und UnterkĂŒnfte fĂŒr die Gastdozenten zusammengefasst.
Zone II ist unter dem Begriff Bewegung einzuordnen. Dieser Bereich beinhaltet die Hauptraumgruppe Hochschulstudium Tanz. Er beinhaltet die Physiotherapie und die TanzsĂ€le, die zum abgesenkten Außenbereich orientiert sind.
Zone III umfasst das AltgebÀude am Basteiplatz und die nebeneinanderliegenden Neubauten an der Wiener Strasse. Unter dem Schlagwort Arbeiten und Wohnen fasst dieser Bereich die Hochschulleitung und Verwaltung, die Mensa und die neuen Baukörper des Internats zusammen.

So wie Lazlo Moholy-Nagy schreibt: Palucca verdichtet den Raum, sie gliedert ihn, ist auch der Neubau zu verstehen: zu einer kompakten Figur zusammengefasst, aber dennoch klar nach Funktionen gegliedert, die im direkten Bezug zum angrenzenden Altbau stehen und mit diesem funktional verschmelzen. Ähnlich lĂ€sst sich das Palucca-Zitat: PrĂ€zision, Disziplin, IntensitĂ€t und Phantasie auf den Entwurf anwenden. PrĂ€zision und Disziplin entsprechen der klaren Gliederung der in Beziehung stehenden Funktionsbereiche. IntensitĂ€t erklĂ€rt die kompakte enge Anordnung der RĂ€ume. Auf diese Weise wird das voneinander Lernen und die gegenseitige Anregung durch Einblicke in die SĂ€le gefördert. Gleichzeitig ermöglicht moderne Technik immer au
ch das intensive abgeschottete Üben. Der Entwurf schafft gerade im Bereich der Tanzausbildung durch die klare Anordnung der SĂ€le neutrale RĂ€ume, die nicht von der Ausbildung ablenken, sondern im Sinne Paluccas eine BĂŒhne fĂŒr individuelle KreativitĂ€t schaffen. Auf diese Weise lassen die SĂ€le, insbesondere durch ihre architektonische Unaufdringlichkeit, Raum fĂŒr tĂ€nzerische Improvisation, da sie der Phantasie nichts vorgeben.
Das Sichtbarmachen dieses kĂŒnstlerischen Lernprozesses wird sowohl den SchĂŒlern und Studenten als auch einer interessierten Öffentlichkeit ermöglicht. Dazu dient einerseits die interne Erschließungsachse, die die SĂ€le mit dem Altbau verbindet und von der ĂŒber verschiedene Niveaus immer wieder Einblicke in die SĂ€le gewĂ€hrleistet werden und andererseits die Öffnung der SĂ€le zum Garten. Hier dienen die SĂ€le als BĂŒhne fĂŒr den Betrachter, der auf abgesenkten Sitzstufen das Tanzgeschehen verfolgen kann.
Modellfoto

Modellfoto

Grundriss Neubau

Grundriss Neubau

Schnitt Neubau

Schnitt Neubau

FunktionsĂŒbersicht

FunktionsĂŒbersicht