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Offener Wettbewerb | 06/2010

Parklandschaft Tempelhof / Tempelhof Parkland

Engere Wahl

Prof. Gabriele G. Kiefer

Landschaftsarchitektur

Anna Viader StÀdtebau Architektur Landschaft

Landschaftsarchitektur

GRAFT Gesellschaft von Architekten mbH

Architektur

Chora architecture and urbanism

Architektur

ErlÀuterungstext

PARKLANDSCHAFT TEMPELHOF

Prolog
Durch ihre FĂ€higkeit, mit Hilfe von Lichtenergie aus anorganischen Stoffen und Wasser organische Stoffe zu bilden, sind Pflanzen die Grundlage alles irdischen Lebens und der Anfang aller Nahrungsketten. Im Rahmen dieser Photosynthese wird CO2 aus der Luft gebunden und Sauerstoff O2 freigesetzt. Die ca. 20% Sauerstoff in der irdischen AtmosphĂ€re sind ĂŒber Jahrmillionen von Pflanzen generiert worden und bilden die Grundlage fĂŒr die Atmung aller höherer Lebewesen wie auch des Menschen. Durch den exzessiven Verbrauch der fossilen Mineralöl-, Erdgas- und Kohlereserven im Zuge des Bevölkerungswachstums und der industriellen Entwicklung, die ursprĂŒnglich aus Pflanzen entstanden sind, wird CO2, ein Treibhausgas, wieder frei, ohne dass organisches Material nachgebildet bzw. regeneriert wird.
Um das fragile Gleichgewicht der AtmosphĂ€re nicht zu gefĂ€hrden und eine eventuelle KlimaverĂ€nderung zu vermeiden, sollen in Zukunft nachwachsende Rohstoffe und regenerative Energien die Grundlage des Energieverbrauchs durch den Menschen bilden. Die nachlassenden fossilen Energievorkommen und damit steigende Energiepreise sind ein weiteres Argument fĂŒr diese Zielsetzung.


KONZEPT
Die Stadt der Zukunft besteht nicht nur aus energiesparenden Strukturen sondern auch aus aktiven Bausteinen, die innerhalb eines intelligenten Netzwerkes Energie produzieren. Es entstehen neuartige FreirĂ€ume, in denen mit unterschiedlichen Technologien Energie gewonnen wird und die gleichzeitig RĂ€ume fĂŒr kreative AktivitĂ€ten und Experimente zur VerfĂŒgung stellen. Neue Freiraum-Muster werden generiert, in denen sich neue Technologien mit einem neuen Umgang mit Natur mischen.
Das Tempelhofer Feld wird zu einem Leuchtturmprojekt, das nachhaltige Nutzungen zur CO2-Reduzierung in einer Großstadt veranschaulicht. Auch wenn der Park nicht den gesamten Bedarf an Biomasse decken kann, stellt er doch ein Signal und eine DemonstrationsflĂ€che fĂŒr die Nutzung regenerativer Energien dar – bei gleichzeitiger Erhöhung der LebensqualitĂ€t fĂŒr die lokale Bevölkerung. Der Park wird zum Symbol fĂŒr die Erneuerungskraft Berlins: Von der LuftbrĂŒcke zur Energiewende.
Eine nachhaltige Entwicklung kann nur unter Beteiligung aller Akteure stattfinden. Auf freiwilliger Basis finden sich interessierte Investoren, Wissenschaftler und lokale Initiativen zusammen und vereinbaren Ziele, um den Prozess der Energieeinsparung und –produktion schrittweise in Gang zu setzen. Es entsteht ein öffentlicher Ort, an dem sich Menschen erholen und vernetzen, der Energie fĂŒr die benachbarten Stadtviertel bereitstellt und damit das gemeinsame Ziel umsetzt, die CO2-Emissionen deutlich zu reduzieren. Das Tempelhofer Feld wird zu einem Generator von Energie auf jeder Bedeutungsebene.
Die Voraussetzungen fĂŒr diese Entscheidungen sind vorhanden: Am 17. MĂ€rz 2009 wurde ein Manifest, initiiert vom Bund Deutscher Architekten (BDA), von fĂŒhrenden Planern und Architekten unterzeichnet und an Minister Tiefensee weitergereicht. Der Vorschlag fĂŒr einen Stadt- und Energie-Inkubator auf dem Tempelhofer Feld bezieht sich explizit auf die in diesem Manifest beschriebenen Ziele. Das Tempelhofer Feld ist mit seiner symbolischen Form und der Verankerung in einer wechselhaften Geschichte der ideale Ort fĂŒr das Neu-Denken eines Stadtgebietes in einer Zeit solcher Herausforderungen. Es soll zu einem Ort der Forschung, des Experimentierens sowie Ausprobierens, und darĂŒber hinaus zu einem Ort fĂŒr die Produktion von regenerativen Energien werden.

PRÄMISSEN
Respekt vor Geschichte und Zukunft
Die historischen Spuren des Flughafens bleiben weitgehend erhalten und werden durch neue Elemente ergĂ€nzt, die das Feld besser erschließen und nutzbar machen. Die Bedeutung des Flughafens fĂŒr die Versorgung Berlins zu Zeiten der LuftbrĂŒcke wird mit neuen Inhalten aufgeladen, die in die Zukunft weisen und die Lebensgrundlagen zukĂŒnftiger Generationen sichern.
RÀumliche Weite als singulÀre QualitÀt einer neuen Berliner Parklandschaft
Um die FlĂ€che als Park erlebbar zu machen, muss sie mit „Attraktoren“ und nutzbaren Elementen angereichert werden. Das heißt, der Status Quo des Gebiets muss verĂ€ndert werden. Trotz der VerĂ€nderungen soll die einzigartige Weite erlebbar und die FlĂ€che als Gesamtheit erhalten bleiben. Nur so harmoniert die geplante Nutzbarmachung des Feldes als öffentlicher Park mit den Naturschutzanforderungen, mit dem Erhalt der FlĂ€che als stadtklimatisch wirksames Kaltluftentstehungsgebiet und mit dem Wunsch nach weitgehendem Erhalt der historischen Bedeutungsebene.
Das Tempelhofer Feld als urbane Land(wirt-)schaft
Die ursprĂŒngliche Bedeutung des Ortes als landwirtschaftliche FlĂ€che wird aufgenommen und als zukunftsweisende Produktion von Biomasse weiterentwickelt. Bei der sowieso notwendigen Pflege des Parks fĂ€llt Biomasse an, die in experimentellen und modellhaften Biogasanlagen als regenerative Energie zur Versorgung der benachbarten neuen und bestehenden Stadtviertel verwendet wird. Es ist ein mittelfristiges Ziel, durch In-Wert-Stellung der produzierten Energie mindestens die Unterhaltskosten des Parks zu finanzieren.


RÄUMLICHE UND FUNKTIONALE ORGANISATION
Das Tempelhofer Feld ist in zwei grundsĂ€tzliche Bereiche aufgeteilt: die Innere und die Äußere Parklandschaft. In der Äußeren Parklandschaft liegen die intensiven Nutzungen und die zukĂŒnftigen BebauungsflĂ€chen, die das Feld mit den benachbarten Stadtbezirken verknĂŒpfen.
Die Innere Parklandschaft wird extensiver genutzt und von FreiflÀchen geprÀgt. Sie ist in drei funktionale und rÀumliche Zonen aufgeteilt, die alle jeweils Bestandstrukturen mit Neuem ergÀnzen.

Ringpark
Der Ringpark verzahnt die Innere Parklandschaft, das Energiefeld, mit der Ă€ußeren Parklandschaft und den Stadtbezirken der Umgebung. Er fungiert als Pufferzone zwischen dem Inneren und dem Äußeren und bezieht sich inhaltlich und formal auf beide Bereiche.
Der Ringpark stellt funktional eine Erweiterung der Äußeren Parklandschaft dar, indem intensive Freizeitnutzungen (Sportfelder, SpielplĂ€tzen, Liegewiese) „stadtnah“ angelagert werden. Je nach Fortschritt der Bebauung verdichten und intensivieren sich diese Angebote.
Gleichzeitig wird der Ringpark vom Energiethema der Inneren Parklandschaft ĂŒberlagert. Die urbane Land(wirt )schaft wird in einer weiteren Variation aufgenommen und zu attraktiven Freiraumbildern transformiert. Im Parkring werden Wiesen mit hochstĂ€mmigen ObstbĂ€umen, WalnĂŒssen und EsskastanienbĂ€umen angepflanzt, die allen Parkbesuchern zur VerfĂŒgung stehen. Durch die Verwendung historischer Sorten wird die Bewahrung des Genpools in Beziehung zur ZĂŒchtung neuer Kulturpflanzen fĂŒr die Energiegewinnung gesetzt. Wo innerhalb des Parkrings Altlasten festgestellt werden, sollte ein Bodenaustausch stattfinden, um eine intensive Freizeitnutzung zu erlauben.
Neben seiner Funktion als „Stadtpark“ umfasst der Parkring gleichzeitig einen Rundweg um das gesamte Tempelhofer Feld. Je nach Eintrittsstelle der Passanten in den Park können Abschnitte des Rundwegs auch als Nord-SĂŒd- oder Ost-West-Verbindungen genutzt werden.

Energiefeld
Die regenerative Energiegewinnung belegt die offene Mitte und stellt damit die vegetative Grundlage des Tempelhofer Felds dar. Damit bleibt das Tempelhofer Feld ökonomisch genutzt, die Geschichte reicht von Landwirtschaft ĂŒber Verkehrswirtschaft bis zur neuen Energiewirtschaft.
Die Energiepflanzen sind Gestaltungsthema und Signatur des neuen Parks. Die bisherige homogene Textur der FlĂ€che wird in einzelne „Pflegestreifen“ umorganisiert, die ĂŒber das Jahr unterschiedliche Texturen, Farben und Höhen hervorbringen. Die Monostruktur des Flugfeldes wird zu einer vielfĂ€ltigen urbanen Landschaft transformiert.
Mit der urbanen Landwirtschaft bleibt der Charakter des Tempelhofer Felds flĂ€chig, differenziert sich jedoch in ein detailliertes Muster und Höhenpatchwork aus. Nach der Ernte im Herbst verschwinden die Feldstreifen mit hoch wachsenden Pflanzen wieder, so dass sich das Tempelhofer Feld periodisch dem ursprĂŒnglichen Raumeindruck des Flugfeldes annĂ€hert.
Die vorhandenen Landebahnen stellen die prĂ€gende Struktur innerhalb der Großform des Tempelhofer Felds dar und sind die Bahnen mit der intensivsten Nutzung. Sie dienen nicht nur der Erschließung fĂŒr die urbane Öffentlichkeit in Ost-West-Richtung, sondern bieten auch lineare BewegungsflĂ€chen, z.B. fĂŒr Inline-Skaten und Waveboard-Fahren, sowie temporĂ€re VeranstaltungsflĂ€chen, z.B. fĂŒr MĂ€rkte, Volksfeste und andere temporĂ€re Veranstaltungen.
Wie die ehemaligen Landebahnen stellen auch die Feldstrukturen Nutzungsstreifen unterschiedlicher IntensitÀt dar. Die Ausrichtung der Energiefelder orientiert sich an den Landebahnen und formuliert das Grundmuster des Parks, das die unterschiedlichen produktiven Nutzungen aufnimmt und organisiert. Die am intensivsten bewirtschafteten Feldstreifen lagern sich direkt an die Landebahnen an.
Die am extensivsten bewirtschafteten Felder befinden sich im Bereich der ökologisch wertvollen Bereiche der Offenlandschaft, die auch zukĂŒnftig als Brutgebiete fĂŒr bodenbrĂŒtende Vögel und Lebensraum fĂŒr seltene Insekten ausgewiesen sind. Auf diesen FlĂ€chen bestehen Magerrasenbiotope, die nur einmal jĂ€hrlich gemĂ€ht und Glatthaferwiesen, die zweimal jĂ€hrlich gemĂ€ht werden. Diese wertvollen FlĂ€chen werden von Feldstreifen aus Roggen eingefasst, dessen BestĂ€nde die extensiven Bereiche schĂŒtzen.
Die gliedernden unbefestigten Feldwege bilden im Sommer eine fast labyrinthische Erschließung, die immer wieder fĂŒr ĂŒberraschende RaumeindrĂŒcke sorgt und die Haupterschließung in der FlĂ€che ergĂ€nzt.

Panoramapark
FlĂ€chen fĂŒr „produktionsfreie“ Parknutzungen durchziehen das Feld und stellen intensiv nutzbare ParkflĂ€chen auf einem topographisch erhöht liegenden FlĂ€chenkorridor zur VerfĂŒgung. Den Großformen des historischen Bestandes wird damit eine neue Form gegenĂŒbergestellt, auf der die Parkbesucher von erhöhter Position aus Überblick gewinnen. Der Panoramapark folgt vorhandenen Spuren, die mit neuen FlĂ€chen ergĂ€nzt werden und die Parklandschaft damit besser erschließen.
WĂ€hrend die Haupterschließung des Tempelhofer Felds in Ost-West-Richtung von den beiden bestehenden Landebahnen gebildet wird, ĂŒbernimmt der neue Panoramapark die Nord-SĂŒd-Erschließung. Dieses Parksystem orientiert sich an den Trassen von bestehenden Wartungswegen, die zu langgestreckten Freiraum-Korridoren erweitert werden.
Lineare Erdskulpturen formen den Panoramapark auf dem Tempelhofer Feld, welche die neue Inbesitznahme der FlĂ€che durch die Öffentlichkeit rĂ€umlich verkörpern. Der menschliche Maßstab des neuen Panoramaparks tritt in Dialog mit der Weite des Energieparks. Die Topographie der Erdskulpturen vollzieht Bewegungen auf dem ehemaligen Flugfeld nach und erleichtert die Orientierung. Der Besucher bewegt sich entlang einer sanft schwingenden Topographie wie auf einer erhöhten Promenade, von der aus sich eine grandiose Aussicht auf das Feldermeer des Energieparks bietet.
Der Panoramapark liegt in der Regel 50cm höher als das Energiefeld. An besonderen Punkten, den Aussichtsplateaus, steigt der Panoramapark bis 3,0m an, an einer Stelle im Nordwesten des Energiefeldes, an der Aussichtsrampe, sogar auf 6,0m Höhe.
An den RĂ€ndern bilden unterschiedlich geneigte Rasenböschungen den Übergang zum Energiefeld. Die im Vergleich zur GesamtflĂ€che des Parks geringfĂŒgigen Höhenunterschiede rufen innerhalb der ebenen FlĂ€che des Tempelhofer Feldes eine maximale raumbildende Wirkung hervor. Im Panoramapark gewinnen die Parkbesucher Überblick und widmen sich der urbanen Kontemplation.
Trotz der topographischen Bewegung ist der Panoramapark barrierefrei ausgebildet. Abschnittsweise sind die Wege in der LĂ€ngsrichtung zweigeteilt: in einen Streifen aus Asphalt und einen Streifen aus wassergebundener Decke. Besonders die Jogger bevorzugen den Tennenstreifen, weil der Belag besser federt und die Gelenke schont.
Geradlinige Abschnitte des Panoramaparks werden von neu gepflanzten Reihen aus SĂ€ulenpappeln begleitet, die von außen und innerhalb des Energiefeldes gut sichtbare Landmarken bilden. Die AussichtsplĂ€tze sind mit Schatten spendenden BaumdĂ€chern aus geschnittenen Platanen bestanden, die eine zusĂ€tzliche Landmarke bilden, das Promenadenthema aufgreifen und das Tempelhofer Feld mit einem weiteren urbanen Motiv umcodieren. Das langgestreckte RaumgefĂŒge des Panoramaparks umfasst klassische Freizeit-Parknutzungen, wie z.B. Sonnenliegen, Picknick-Tische, Spieleinrichtungen fĂŒr alle Generationen und Rasenböschungen zum Liegen in der Sonne.

Satelliten des Panoramaparks
Vom Panoramapark aus gelangen die Parkbesucher – meist in der VerlĂ€ngerung von abknickenden Wegeachsen - ĂŒber einzelne Stichwege zu besonderen Orten, die wie Inseln verstreut innerhalb der FlĂ€chen des Energieparks liegen, die Satelliten. Sie stellen „mystische Orte“ dar, die auf die frĂŒhere Nutzung des Tempelhofer Feldes als Flughafen und die Verbindung zum Himmel ĂŒber Berlin verweisen.

Es gibt drei Typen von Satelliten:

Techniksatelliten
Die Techniksatelliten umfassen Objekte und GebÀude aus der Zeit des GelÀndes als Flughafen, z.B. GebÀude der Flugsicherung und das historische Flugzeug. Die Objekte werden als besondere Attraktionen inszeniert oder als Parkeinrichtungen umgenutzt. Sie liegen als Relikte einer anderen Zeitschicht in der Weite des neuartigen Energiefeldes.

Kunstsatelliten
Die Kunstsatelliten sind skulpturale Objekte innerhalb des Energieparks, die sich sichtbar mit der MaßstĂ€blichkeit des Ortes auseinandersetzen und damit artifizielle Landmarken im Raum bilden. Andere Kunstsatelliten formen „mysteriöse“ Orte innerhalb des Energiefeldes. Neben den „nutzlosen“ Objekten gibt es auch nutzbare Inseln im Raum, die GrundbedĂŒrfnisse der Parkbesucher erfĂŒllen.

Wildnissatelliten
Einzelne Satelliten werden von der Pflege bzw. dem Biotopmanagement ausgenommen und verwildern sukzessive. Sie symbolisieren einen möglichen Urzustand des GelĂ€ndes, wie er ohne menschlichen Einfluss wĂ€re. Die Wildnissatelliten liegen als unzugĂ€ngliche Orte innerhalb des Energiefeldes und sind RĂŒckzugsraum und Unterschlupf fĂŒr Pflanzen und Tiere.


Äußere Parklandschaft
Neben ihrer VerknĂŒpfungsfunktion mit den umliegenden Stadtbezirken bildet die Äußere Parklandschaft das Entree und AushĂ€ngeschild der Inneren Parklandschaft mit dem Energiefeld. Auch in der Äußeren Parklandschaft werden FlĂ€chen fĂŒr die Produktion von Biomasse ausgewiesen, und zwar auf den derzeit freien, zukĂŒnftigen BebauungsflĂ€chen. Die Neucodierung hin zu aktiver Produktion von regenerativen Energien findet damit auf dem gesamten Tempelhofer Feld statt.
Auf Experimentfeldern werden hier Pflanzen getestet, die fĂŒr die Innere Parklandschaft vorerst nicht geeignet sind, wie z.B. stark invasive Pflanzen, Pflanzen die einen hohen Stoffeintrag benötigen oder nur fĂŒr die Energiegewinnung durch Verbrennung (anstatt der Produktion von Biogas) geeignete Pflanzen. Auf den zukĂŒnftigen BauflĂ€chen erstrecken sich Kurzumtriebsfelder mit Pappeln und Weiden, VersuchsflĂ€chen mit NeuzĂŒchtungen oder mit ungewöhnlichen Energiepflanzen wie Hopfen. Durch die Kurzumtriebsplantagen und die anderen hoch wachsenden Pflanzen bildet sich ein RaumgerĂŒst, das die zukĂŒnftige Bebauung abbildet und erlebbar macht.
In VerknĂŒpfung mit den Standorten fĂŒr die Kreativwirtschaft, Zukunftstechnologien und fĂŒr innovatives, stĂ€dtisches Wohnen nimmt die Äußere Parklandschaft die GebĂ€ude und Technischen Einrichtungen auf, die fĂŒr die Organisation der Äußeren und Inneren Parklandschaft benötigt werden. Hier liegen z.B. die Biogasanlage, ein Blockheizkraftwerk, GebĂ€ude fĂŒr die urbanen Landwirte, Forschungseinrichtungen usw.
Diejenigen FlĂ€chen innerhalb der Äußeren Parklandschaft, die bereits jetzt befestigt sind, stehen bis zur Weiterentwicklung Pionier- oder Zwischennutzungen zur VerfĂŒgung. Vor allem die FlĂ€chen der ehemaligen Taxiways eigen sich dazu, z.B. von Gastronomie, Clubs, Ateliers oder Jugendprojekten in Anspruch genommen zu werden.